Bei welchem Einkommen müssen Kinder für ihre Eltern zahlen?
Gefragt von: Frau Dr. Denise Thomassternezahl: 4.2/5 (24 sternebewertungen)
Die Einkommensgrenze für den Elternunterhalt liegt seit 2020 bei 100.000 Euro brutto pro Jahr für jedes einzelne Kind; nur wer diese Grenze überschreitet, muss grundsätzlich für Pflegekosten der Eltern aufkommen, wobei das Sozialamt prüft und einen Selbstbehalt sowie Schonvermögen (z.B. selbstgenutzte Immobilie) berücksichtigt wird. Maßgeblich ist das individuelle Einkommen des Kindes, nicht das des Ehepartners, aber Einkünfte aus Vermietung, Kapitalerträgen und Weihnachtsgeld zählen mit, und eine absichtliche Einkommensminderung wird nicht anerkannt.
Wann muss ein Kind Unterhalt für die Eltern zahlen?
Kinder müssen für ihre pflegebedürftigen Eltern zahlen, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt – dies gilt seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz 2020. Bis zu dieser Grenze greift der Staat (Sozialamt) ein, um die Pflegekosten zu decken; erst wenn das Einkommen des Kindes diese Grenze überschreitet, kann es für den Elternunterhalt herangezogen werden, wobei das eigene Vermögen des Kindes in der Regel nicht zählt.
Wann sind Kinder verpflichtet, Eltern finanziell zu unterstützen?
Kinder sind erst dann verpflichtet, finanziell für ihre pflegebedürftigen Eltern zu zahlen, wenn sie ein sehr hohes Einkommen von über 100.000 € brutto pro Jahr haben (seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz 2020). Bei Einkommen unter dieser Grenze zahlt der Sozialhilfeträger; eigene Vermögenswerte wie selbstgenutztes Wohneigentum zählen für die Berechnung des Elternunterhalts nicht.
Wann müssen Kinder für die Schulden der Eltern aufkommen?
Müssen Kinder die Schulden der Eltern bezahlen? Nein. Grundsätzlich gilt, dass Kinder hier keine Forderungen der Gläubiger ihrer Eltern zu befürchten haben. Das ändert sich erst nach dem Tod der Eltern: Dann erben Kinder nicht nur Vermögen, sondern auch die Schulden des Erblassers.
Wann müssen Kinder Pflegekosten für ihre Eltern zahlen?
Kinder müssen in Deutschland für die Pflegekosten ihrer Eltern zahlen, aber erst seit 2020 nur, wenn ihr jährliches Bruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt (Angehörigen-Entlastungsgesetz). Ist das der Fall, zahlt man nicht den vollen Betrag, sondern nur den Betrag, der über dem Selbstbehalt liegt, wobei das Sozialamt die genaue Höhe berechnet, oft anteilig mit Geschwistern, und die Pflegekasse zahlt einen Teil der Kosten, aber es bleibt eine erhebliche Lücke.
Faktencheck: Müssen Kinder für die Pflege ihrer Eltern zahlen?
Wann müssen Eltern für erwachsene Kinder zahlen?
Eltern müssen für erwachsene Kinder zahlen, solange diese sich in ihrer ersten berufsqualifizierenden Ausbildung (Studium/Lehre) befinden und bedürftig sind; die Pflicht endet mit Abschluss der Ausbildung, außer bei Pflegebedarf der Eltern (dann müssen Kinder erst ab über 100.000€ brutto/Jahr zahlen, dank Angehörigen-Entlastungsgesetz). Für Kinder mit Behinderung gibt es Sonderregelungen (Grundsicherung).
Wie verhindert man, für die Pflege der Eltern bezahlen zu müssen?
Wenn die eigenen Mittel der pflegebedürftigen Person und des Ehegatten nicht ausreichen, um die Pflegekosten zu decken, kann Sozialhilfe in Form der Hilfe zur Pflege beantragt werden. Bevor der Staat einspringt, prüft er jedoch, ob Vermögen zur Finanzierung herangezogen werden kann. Dazu zählen: Ersparnisse.
Wann werden Kinder zur Kasse gebeten?
Elternunterhalt: Kinder zahlen erst ab 100.000 Euro Jahreseinkommen. Reicht bei den Eltern das Geld für die Pflege im Alter nicht, bittet der Staat bei höheren Einkommen und Vermögen die Nachkommen zur Kasse.
Wer bezahlt das Altersheim, wenn kein Geld mehr da ist?
In der Praxis läuft es häufig so ab, dass die Gemeinde oder der Sozialdienst der betroffenen Person einspringt, wenn die Renten, das Einkommen oder das Vermögen nicht zur Deckung der Heim- oder Betreuungskosten reichen. Dies geschieht in Form von Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen (EL).
Sind Kinder haftbar für Schulden der Eltern?
Nein, Kinder haften grundsätzlich nicht für die Schulden ihrer lebenden Eltern, da es in Deutschland keine Sippenhaft gibt. Eine Haftung der Kinder kann aber nach dem Tod der Eltern eintreten, wenn sie das Erbe annehmen (auch die Schulden). Auch beim Elternunterhalt im Pflegefall können Kinder unter bestimmten Einkommensgrenzen herangezogen werden.
Bis wann müssen Eltern die Kinder finanziell unterstützen?
18-Jährige, die noch zur Schule gehen, eine Ausbildung machen oder studieren, können von ihren Eltern Unterhalt verlangen. Denn Eltern müssen die schulische und berufliche Ausbildung ihres Kindes finanzieren, auch wenn es schon volljährig ist (§ 1610 Abs. 2 BGB). Eine feste Altersgrenze gibt es nicht.
Wie lange müssen Eltern ihre Kinder finanziell unterstützen in der Schweiz?
Eltern haben für den Unterhalt des Kindes aufzukommen, inbegriffen die Kos- ten von Erziehung, Ausbildung und Kinderschutzmassnahmen (Art. 276 ZGB). Dieser Anspruch besteht bis zur Volljährigkeit (Art. 277 Abs.
Wann endet die Verantwortung der Eltern?
Eltern müssen in Deutschland grundsätzlich für ihre Kinder zahlen, bis diese eine erste abgeschlossene Berufsausbildung oder ein erstes Studium beendet haben, was oft erst Ende 20 ist; die Pflicht endet nicht automatisch mit 18, sondern dauert an, solange das Kind sich in der Ausbildung befindet, aber maximal bis zum 25. Lebensjahr, wenn es sich in einer ersten Ausbildung befindet, aber auch darüber hinaus bei besonderen Gründen wie Schwangerschaft oder Pflegezeit, und es gibt auch Grenzen, wann Eltern wegen zu geringem Einkommen nicht zahlen müssen.
Sind Kinder verpflichtet, ihre Eltern finanziell zu unterstützen?
Ja, Kinder müssen gesetzlich für ihre bedürftigen Eltern aufkommen (Elternunterhalt), aber erst seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz greift diese Pflicht nur bei sehr hohen Einkommen: Kinder müssen erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von über 100.000 Euro zahlen, wenn die Eltern ihren eigenen Unterhalt (z.B. Pflegekosten) nicht decken können, wobei ein gewisser Selbstbehalt und Schonvermögen berücksichtigt wird. Das Sozialamt prüft die Fälle, und die Pflicht gilt nur für die eigenen Eltern, nicht für Schwiegereltern.
Wie lange sind Eltern finanziell für ihre Kinder verantwortlich?
Eltern sind finanziell für ihre Kinder verantwortlich, solange diese sich in der ersten Ausbildung (Schule, Lehre, Studium) befinden und bedürftig sind – meist bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss, unabhängig vom Alter, also auch über 18 hinaus, bis das Kind selbst für sich sorgen kann. Erst wenn das Kind erwerbsfähig ist und eine angemessene Anstellung findet, endet die Unterhaltspflicht, wobei auch Kindergeld bis 25 bei Schulbesuch oder bis 21 bei Arbeitssuche gezahlt wird.
Wann kann man von der Unterhaltspflicht befreit werden?
Eine Befreiung von der Unterhaltspflicht ist möglich, wenn Ihr Einkommen unter dem notwendigen Selbstbehalt liegt (ca. 1.450 € für Berufstätige, 1.200 € für Nicht-Berufstätige, Stand 2025) oder wenn das Kind selbst für seinen Unterhalt sorgen kann (z.B. nach abgeschlossener Ausbildung) oder schwere Verfehlungen begeht; auch eine vertragliche Freistellung (nur im Innenverhältnis) oder Insolvenz können Gründe sein, wobei Unterhaltsschulden oft ausgenommen sind.
Wann müssen Kinder für ihre Eltern im Pflegeheim zahlen in der Schweiz?
Der Elternunterhalt kann nur eingefordert werden, wenn der Pflichtige in günstigen Verhältnissen lebt. Die Schweizer Rechtsprechung orientiert sich an folgenden Freibeträgen: Alleinstehend: Einkommen = 120.000 CHF pro Jahr Freibetrag (weniger Einkommen = keine Elternunterhaltspflicht), Vermögen = 250.000 CHF Freibetrag.
Wann muss ich für meine Eltern im Altersheim bezahlen?
Kinder müssen für die Heimkosten ihrer pflegebedürftigen Eltern nur dann aufkommen, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt, seit dem Inkrafttreten des Angehörigen-Entlastungsgesetzes 2020; darunter übernimmt das Sozialamt die Kosten, wobei das eigene Vermögen der Eltern (bis auf Schonbeträge) sowie deren Renten und Pflegeversicherungsleistungen zuerst aufgebraucht werden müssen.
Wie hoch ist das Existenzminimum in der Schweiz?
Soziales Existenzminimum
Die Pauschale für eine Einzelperson beträgt rund 1000 Franken pro Monat. Der Betrag pro Person ist niedriger, je mehr Personen in einem Haushalt leben. Neben der materiellen Grundsicherung gehören auch situationsbedingte Leistungen zum sozialen Existenzminimum.
Welches Vermögen ist unantastbar?
Es gibt kein pauschal "unantastbares" Vermögen, aber das sogenannte Schonvermögen ist bei Bezug von Sozialleistungen (wie Hilfe zur Pflege oder Grundsicherung) geschützt und darf nicht zur Finanzierung des Lebensunterhalts herangezogen werden, darunter fallen Freibeträge für Bargeld (z.B. 10.000 € für Einzelpersonen), eine selbstgenutzte Immobilie, ein angemessenes Auto, Hausrat und bestimmte Altersvorsorgeverträge. Was als "angemessen" gilt, hängt oft vom Einzelfall ab, aber bestimmte Gegenstände (z.B. für Berufsausübung oder altersgerechte Wohnung) bleiben ebenfalls unantastbar.
Sind Eltern für erwachsene Kinder finanziell verantwortlich?
Grundsätzlich schulden die Eltern Unterhalt für eine begabungsbezogene Berufsausbildung ihres Kindes. Je nach Lebenslauf und eingeschlagenem Bildungsweg können daher auch ältere Kinder noch Unterhalt beanspruchen, allerdings setzt die Pflicht zur Zielstrebigkeit Zumutbarkeitsgrenzen.
Wer zahlt ein Pflegeheim, wenn die Rente nicht reicht?
Wenn Rente und Vermögen nicht für die Pflegeheimkosten reichen, springt das Sozialamt mit der sogenannten "Hilfe zur Pflege" ein, zahlt aber erst, nachdem das eigene Einkommen und Vermögen (bis zu einem gewissen Schonvermögen) sowie das des Ehepartners (in voller Höhe) aufgebraucht wurden; auch Kinder werden erst ab einem Bruttojahreseinkommen von 100.000 Euro herangezogen (Elternunterhalt).
Bis wann müssen Eltern einen finanziell unterstützen?
Eltern sind ihren Kindern gegenüber zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet, bis diese ihre erste berufsqualifizierende Ausbildung (z.B. Studium, Lehre) abgeschlossen haben und selbst für ihren Unterhalt sorgen können, auch wenn das Kind bereits volljährig ist. Es gibt keine starre Altersgrenze, die Pflicht besteht, solange das Kind studiert oder sich ausbildet und zielstrebig vorgeht, wobei die erste Ausbildung Vorrang hat. Bei Krankheit oder Behinderung kann die Pflicht auch länger bestehen.
Welche Angehörigen müssen die Kosten für ein Pflegeheim bezahlen?
Für Pflegeheimkosten müssen primär die Pflegebedürftigen selbst und deren Ehepartner aufkommen, aber auch gut verdienende Kinder, Eltern und unter Umständen Lebenspartner sind unterhaltspflichtig; seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz (2020) greift die Zahlungsverpflichtung für Kinder erst bei einem Bruttojahreseinkommen von über 100.000 € pro Kind, wobei Enkel, Geschwister oder Schwiegerkinder grundsätzlich nicht herangezogen werden.
Kann das Pflegeheim auf Besitz zurückgreifen?
Seit 1. Jänner 2018 ist ein Zugriff auf Vermögen von in stationären Pflegeeinrichtungen aufgenommenen Personen, deren Angehörigen, Erbinnen und Erben sowie Geschenknehmerinnen und Geschenknehmern zur Abdeckung der Pflegekosten unzulässig.