Bei welcher Krankheit kann ich früher in Rente gehen?

Gefragt von: Melanie Kretschmer-Völker
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Man kann bei vielen chronischen Erkrankungen früher in Rente gehen, wenn die Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist, oft über die Altersrente für schwerbehinderte Menschen (ab 62 mit Abschlägen oder abschlagsfrei mit 65 bei GdB 50+ und 35 Versicherungsjahren) oder die Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) (unabhängig vom GdB, wenn weniger als 3 Stunden/Tag arbeitsfähig). Häufige Krankheitsbilder sind Rückenleiden, Diabetes, Asthma, Rheuma, Krebs, psychische Erkrankungen (Depressionen), Multiple Sklerose, Herz-Kreislauf-Leiden und chronische Schmerzen. Der Schlüssel ist die erheblich eingeschränkte Arbeitsfähigkeit, nicht die Diagnose allein.

Bei welchen chronischen Krankheiten kann man früher in Rente gehen?

Man kann bei vielen chronischen Krankheiten früher in Rente gehen, wenn ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 festgestellt wird, was als Schwerbehinderung gilt; dazu zählen Leiden wie Rheuma, Diabetes, Asthma, Multiple Sklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schwere Rückenleiden oder psychische Störungen, aber auch Krebs und Lungenerkrankungen. Die Voraussetzungen sind abhängig von Alter, Versicherungsjahren und dem GdB, wobei bei Schwerbehinderung eine Rente ohne Abschläge ab 65 möglich ist, mit 35 Versicherungsjahren auch früher, aber mit Abschlägen. 

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie die Rente für langjährig Versicherte (mit Abschlägen) oder die Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre, abschlagsfrei); Alternativen sind die Altersteilzeit, der Ausgleich von Abschlägen durch Sonderzahlungen an die Rentenversicherung, der Schwerbehindertenstatus (ab 50 % GdB), oder die Nutzung von Lebensarbeitszeitkonten für eine bezahlte Freistellung, wobei man weiter einzahlt und so Abschläge vermeidet. 

Bei welchen Krankheiten kann man Rente beantragen?

Bei welchen Krankheiten bekommt man eine Erwerbsminderungsrente?

  • Krebs und bösartige Geschwüre.
  • Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates.
  • Krankheiten des Herzens bzw. des Gefäßsystems.
  • Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen.

Was passiert, wenn ich mit 58 aufhöre zu arbeiten?

Sind Arbeitnehmer 55 oder älter, können sie mit Zustimmung des Arbeitgebers in Altersteilzeit gehen. Bei dieser Form des Vorruhestands halbieren sie ihre Arbeitszeit und ihr Gehalt, ergänzt um einen steuer- und sozialversicherungsfreien Aufstockungsbetrag von mindestens 20 Prozent.

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Was macht man, um aus gesundheitlichen Gründen früher in Rente gehen zu können?

Um aus gesundheitlichen Gründen früher in Rente zu gehen, beantragt man eine Erwerbsminderungsrente bei der Deutschen Rentenversicherung, wenn eine chronische Krankheit die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschränkt (weniger als 3 Stunden täglich) und dafür ärztliche Gutachten vorliegen müssen. Eine Alternative ist die Altersrente für schwerbehinderte Menschen, die ebenfalls hohe Hürden hat und einen anerkannten Grad der Behinderung (GdB) erfordert. Der wichtigste Schritt ist eine umfassende Beratung bei der Rentenversicherung, um die beste Option zu finden. 

Kann man mit 57 aufhören zu arbeiten?

Mit 57 aufhören zu arbeiten ist anspruchsvoll, aber durch Altersteilzeit (ab 55 mit Arbeitgeberzustimmung) oder frühzeitige Altersrente (ab 63/67 mit Abschlägen, aber ab 2023 unbegrenztem Hinzuverdienst) möglich, erfordert aber eine solide Finanzplanung, da die reguläre Rente später beginnt. Auch betriebliche Regelungen oder die Rente für Schwerbehinderte (ab 65) bieten Wege, aber Altersvorsorge und Krankenversicherung müssen gut organisiert sein, um die Lücke zu überbrücken. 

Wie lange muss ich krank sein, um Erwerbsminderungsrente zu bekommen?

Um Erwerbsminderungsrente zu bekommen, muss man nicht durchgehend krankgeschrieben sein, aber mindestens sechs Monate aus gesundheitlichen Gründen weniger als drei Stunden täglich arbeiten können und zusätzlich die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (5 Jahre Wartezeit, davon 3 Jahre Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren) erfüllen, wobei der Fokus auf der ärztlichen Dokumentation der dauerhaften Einschränkung liegt, nicht auf lückenlosen Krankmeldungen.
 

Wann kann man mit 50% Schwerbehinderung in Rente gehen?

Mit einem GdB von 50 können Sie früher in Rente gehen, wenn Sie mindestens 35 Versicherungsjahre haben; das ermöglicht einen Rentenbeginn bis zu zwei Jahre vor der regulären Altersgrenze, abschlagsfrei ab dem gesetzlich festgelegten Alter (z.B. 63 Jahre + X für bestimmte Jahrgänge) und mit Abschlägen schon früher, wobei für jeden vorgezogenen Monat 0,3 % abgezogen werden (maximal 10,8 %). Wichtig ist, dass der GdB 50 bei Rentenbeginn bestehen muss, idealerweise ohne befristete Feststellung, um Probleme zu vermeiden, wobei eine kurze Lücke von bis zu 3 Monaten zwischen Auslaufen und Rentenbeginn noch von einer Schonfrist erfasst wird, so www.sovd-sh.de und www.rentenbescheid24.de. 

Wann ist man psychisch erwerbsunfähig?

Die psychische Erkrankung muss im Einzelfall die Fähigkeit zur Berufsausübung so stark einschränken, dass man seinen Beruf zu weniger als 50% ausüben kann. In den meisten privaten BU-Versicherungsverträgen reicht bereits eine Berufsunfähigkeit von 50% für den Bezug der BU-Rente aus.

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?

Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
 

Wie hoch ist der monatliche Abschlag bei vorzeitiger Rente?

Wer früher in Rente geht, muss lebenslang 0,3 % Abschlag pro vorzogenem Monat hinnehmen, maximal sind 14,4 % möglich, was einem Vorziehen von bis zu 4 Jahren entspricht, mit Ausnahmen für langjährig Versicherte (z.B. 45 Versicherungsjahre) und Sonderfällen. Ein Jahr früher bedeutet 3,6 % weniger Rente, zwei Jahre 7,2 %, und dies wird vom Bruttobetrag abgezogen, wobei auch Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt werden muss. 

Was ändert sich 2026 bei der Rente?

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern.

Welche Krankheiten gelten als chronisch krank?

Chronische Krankheiten sind lang andauernde (meist über ein Jahr), schwer heilbare Leiden, die eine kontinuierliche Behandlung erfordern, wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, KHK), Diabetes, Asthma/COPD, rheumatische Erkrankungen (Arthritis/Arthrose), psychische Störungen (Depressionen, Angststörungen), entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerose). Sie können die Lebensqualität stark einschränken und erfordern oft eine langfristige Betreuung.
 

Kann man aufgrund von Krankheit vorzeitig in Rente gehen?

Allerdings müssen Sie strenge Kriterien erfüllen, um sich zu qualifizieren. Wir empfehlen Ihnen außerdem, sich unabhängig finanziell beraten zu lassen, damit Sie sich einen vorzeitigen Ruhestand leisten können, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Die Frühverrentung aus gesundheitlichen Gründen ermöglicht Ihnen den vorzeitigen Bezug einer Rente, wenn Sie aufgrund einer Erkrankung nicht mehr arbeiten können .

Welche Möglichkeiten gibt es, wegen Krankheit früher in Rente zu gehen?

Ja, man kann wegen Krankheit früher in Rente gehen, hauptsächlich durch die Erwerbsminderungsrente (EM-Rente), wenn man weniger als sechs Stunden täglich arbeiten kann, oder durch die Altersrente für schwerbehinderte Menschen, die ab 62 Jahren mit Abschlägen möglich ist, wenn ein GdB von mindestens 50 besteht und die Wartezeit erfüllt ist. Beide Wege erfordern einen Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung, ärztliche Gutachten und erfüllen spezifische Voraussetzungen bezüglich der Vorversicherungszeiten. 

Ist die Rente mit Schwerbehindertenausweis besser als die Rente nach 45 Jahren?

Ob mit Schwerbehindertenausweis oder 45 Versicherungsjahren in der Deutschen Rentenversicherung: Mit beiden Varianten kommen Sie zwei Jahre früher in die abschlagsfreie Rente. So viel zu den Gemeinsamkeiten. Wenn Sie noch früher Ihren Ruhestand antreten möchten, ist die Option mit Schwerbehinderung deutlich besser.

Ist ein Grad der Behinderung von 50% schwerbehindert?

Ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 bedeutet, dass Sie als schwerbehindert gelten und Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis haben, der Ihnen zahlreiche Nachteilsausgleiche wie Zusatzurlaub (5 Tage), Kündigungsschutz und steuerliche Vorteile (Behinderten-Pauschbetrag) ermöglicht, sowie Zugang zur früheren Rente eröffnen kann – all dies wird beim zuständigen Versorgungsamt beantragt.
 

Was ändert sich 2025 für Schwerbehinderte?

Für Schwerbehinderte bringt 2025 vor allem Verbesserungen bei finanziellen Leistungen (Pflegegeld, Wohngeld, Kindergeld), eine Ausweitung des Behinderten-Pauschbetrags, neue Regelungen für die Rente (GdB 50) und durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) mehr barrierefreie Produkte und Dienstleistungen, während die Ausgleichsabgabe für Firmen steigt und ab 2026 strengere Rentengrenzen drohen. 

Bei welchen Krankheiten früher in Rente?

Man kann bei vielen chronischen Krankheiten früher in Rente gehen, wenn die Erwerbsfähigkeit stark eingeschränkt ist, was entweder über die Altersrente für schwerbehinderte Menschen (GdB ≥ 50) oder die Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) möglich ist, z.B. bei schweren Herz-Kreislauf-, Lungen-, Stoffwechselerkrankungen (Diabetes), Autoimmunerkrankungen (Rheuma), neurologischen Leiden (MS, Parkinson) oder schweren Rückenleiden/Folgen eines Schlaganfalls, wobei die Anerkennung als Schwerbehinderung (GdB 50) für die Altersrente ohne Abschläge nötig ist und die EM-Rente weniger Stunden täglich arbeiten zu können bedeutet. 

Welche Diagnosen führen zur Erwerbsminderungsrente?

Es gibt keine spezifischen Diagnosen, die automatisch eine Erwerbsminderungsrente garantieren, aber häufige Ursachen sind psychische Erkrankungen (Depression, Angststörungen), Erkrankungen des Bewegungsapparates (Wirbelsäulenleiden, Rheuma), Krebs (Onkologie) und Herz-Kreislauf-Leiden, die dazu führen, dass Betroffene weniger als sechs Stunden täglich arbeiten können. Entscheidend ist nicht die Diagnose selbst, sondern die konkreten gesundheitlichen Einschränkungen und die daraus resultierende Restleistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. 

Was ist der Nachteil bei Erwerbsminderungsrente?

Nachteile der Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) sind oft geringere Rentenhöhe durch fehlende Beitragsjahre und mögliche Abschläge, strenge medizinische Voraussetzungen, die oft zur Ablehnung führen, die Notwendigkeit, Hinzuverdienstgrenzen einzuhalten (sonst Kürzung/Wegfall), der psychische Druck durch Befristungen und die Unsicherheit bezüglich des Übergangs in die Altersrente. Hinzu kommen bürokratische Hürden und die Mitwirkungspflicht, Einkommensänderungen sofort zu melden. 

Wie kann ich so früh wie möglich in Rente gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie die Rente für langjährig Versicherte (mit Abschlägen) oder die Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre, abschlagsfrei); Alternativen sind die Altersteilzeit, der Ausgleich von Abschlägen durch Sonderzahlungen an die Rentenversicherung, der Schwerbehindertenstatus (ab 50 % GdB), oder die Nutzung von Lebensarbeitszeitkonten für eine bezahlte Freistellung, wobei man weiter einzahlt und so Abschläge vermeidet. 

In welchem Alter sollte man zur Rentenberatung gehen?

Man sollte zur Rentenberatung gehen, wenn man einen Überblick über die Altersvorsorge braucht (schon mit 50+) oder kurz vor der Rente steht (3-6 Monate vorher), um den Antrag vorzubereiten; je früher man die Rentenlücke erkennt, desto besser lässt sie sich schließen. Der optimale Zeitpunkt hängt vom persönlichen Anliegen ab – früh für die Vorsorgeplanung, später für die Antragstellung. 

Wie viel Geld brauche ich, um mit 60 aufhören zu arbeiten?

Um mit 60 aussteigen zu können, brauchen Sie je nach Lebensstil und monatlichen Ausgaben ein erhebliches Kapital, oft das 8- bis 10-fache Ihres Jahresnettoeinkommens, plus Puffer bis zur Regelaltersrente (ca. 7 Jahre), wobei hohe Beträge (300.000 € bis über 1 Million €) je nach Lücke und Inflation realistisch sind, da Sie bis 67 (oder länger) ohne volle Rente auskommen müssen; eine Faustregel ist, mit 80 % des letzten Nettoeinkommens zu planen, aber Inflation und eventuelle Mietkosten müssen eingepreist werden.