Bin ich noch krankenversichert, wenn ich selber kündige?

Gefragt von: Frida Thiel
sternezahl: 4.6/5 (64 sternebewertungen)

Ja, du bleibst krankenversichert, aber du musst dich kümmern: Bei Eigenkündigung besteht für maximal einen Monat ein nachwirkender Versicherungsschutz bei der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) ohne Beiträge; danach musst du dich selbst versichern, z. B. über die Agentur für Arbeit (bei Arbeitslosigkeit) oder als freiwilliges Mitglied, wobei die Beiträge dann selbst zu zahlen sind. Bei privater Krankenversicherung (PKV) bleibt der Vertrag bestehen, du zahlst aber die Beiträge selbst.

Wie lange ist man nach einer Eigenkündigung noch krankenversichert?

Die Krankenversicherung wird nur für einen Zeitraum von einem Monat übernommen. Wenn diese Frist um auch nur einen Tag überschritten wird, verliert man den nachgehenden Leistungsanspruch.

Wie lange ist man nach einer Kündigung noch versichert?

Nach einer Kündigung bleiben Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für maximal einen Monat über den sogenannten "nachgehenden Leistungsanspruch" versichert, der eine nahtlose Absicherung garantiert, bis eine neue Anstellung oder ein anderer Versicherungsstatus greift. Danach hängt die weitere Absicherung vom Bezug von Arbeitslosengeld (ALG I), einer Familienversicherung, einer freiwilligen Weiterversicherung oder dem Wechsel in die private Krankenversicherung ab, wobei die Agentur für Arbeit bei ALG I die Beiträge übernimmt. 

Wie lange ist man ohne Arbeit krankenversichert?

Ohne Arbeit sind Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zunächst für bis zu einen Monat nach dem letzten Arbeitstag über den sogenannten nachgehenden Leistungsanspruch abgesichert, sofern Sie vorher pflichtversichert waren und kein neues Einkommen erzielen. Bekommen Sie Arbeitslosengeld (ALG I), sind Sie während des gesamten Bezugszeitraums versicherungspflichtig (Beiträge zahlt die Agentur für Arbeit). Endet der ALG-I-Bezug oder erhalten Sie gar kein ALG, müssen Sie sich freiwillig versichern oder privat versichern, wobei bei ALG-I-Bezug eine Befreiung von der GKV möglich ist, wenn Sie lange privat versichert waren.
 

Was passiert, wenn ich selbst kündige?

Wenn Sie selbst kündigen (Eigenkündigung), droht Ihnen in der Regel eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochen beim Arbeitslosengeld (ALG I), da Sie die Arbeitslosigkeit selbst herbeigeführt haben, was als versicherungswidriges Verhalten gilt, es sei denn, es liegt ein wichtiger Grund vor (z.B. nachgewiesene Krankheit oder Antritt einer neuen Stelle). Sie müssen die gesetzlichen Kündigungsfristen einhalten und erhalten trotzdem ein Arbeitszeugnis, sollten sich aber frühzeitig bei der Agentur für Arbeit melden, um Nachteile zu minimieren. 

Warum Du nicht selbst das Arbeitsverhältnis kündigen solltest und was Du stattdessen tun kannst!

21 verwandte Fragen gefunden

Welche Nachteile hat man, wenn man selbst kündigt?

Wenn Sie selbst kündigen, drohen Ihnen vor allem eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochen beim Arbeitslosengeld (ALG), der Verlust von Abfindungsansprüchen und eine geschwächte Verhandlungsposition gegenüber dem Arbeitgeber bezüglich offener Forderungen (z.B. Überstunden, Zeugnis). Zudem entstehen finanzielle Risiken durch fehlende Absicherung und Lücken im Lebenslauf können zukünftige Jobchancen erschweren, da Sie auf Ihren Kündigungsschutz verzichten.
 

Bin ich versichert, wenn ich selbst kündige?

Nach einer Kündigung bleibt man in der gesetzlichen Krankenversicherung oft für einen Monat „nachversichert“ (nachgehender Leistungsanspruch), wenn man keine neue Arbeit aufnimmt und kein ALG I bezieht, während man in der privaten Krankenversicherung (PKV) die Beiträge komplett selbst zahlen muss, aber meist bleiben kann oder in die GKV wechselt, wenn man ALG I bezieht. Der Versicherungsschutz ist in Deutschland Pflicht, daher muss Lücken immer geschlossen werden, sei es durch freiwillige Weiterversicherung oder durch den neuen Arbeitgeber, falls ein Jobwechsel erfolgt. 

Wer zahlt meine Krankenversicherung, wenn ich kein Einkommen habe?

Wenn Sie arbeitslos sind und Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, meldet Sie der Leistungsträger als versicherungspflichtiges Mitglied bei der AOK an. Für Empfänger von Arbeitslosengeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Ist man noch versichert, wenn man kein Arbeitslosengeld bekommt?

Wenn Sie arbeitslos ohne Leistungsbezug sind, also keinerlei staatliche Hilfen erhalten, werden auch die Kosten für Ihre Krankenversicherung nicht übernommen.

Bin ich in der Sperrzeit krankenversichert?

Ja, Sie bleiben auch während einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld krankenversichert, da die Agentur für Arbeit die Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung übernimmt, solange Sie arbeitslos gemeldet sind. Sie bleiben bei Ihrer bisherigen Kasse versichert und der Schutz besteht durch die Versicherungspflicht auch in der Sperrzeit, wobei Sie ab dem zweiten Monat den vollen Versicherungsschutz genießen. Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig arbeitslos melden, auch wenn Sie kein sofortiges ALG erhalten. 

Wie bin ich versichert, wenn ich nicht mehr arbeite?

Ohne Arbeit bist du in Deutschland meist über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) abgesichert, entweder durch Arbeitslosengeld (ALG I) (BA zahlt Beiträge), durch Familienversicherung (bei Partner in GKV) oder durch freiwillige Versicherung (Mindestbeitrag, wenn kein Einkommen, z.B. bei ALG II oder Selbstständigkeit ohne Einkommen). Privatversicherte können unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. <5 Jahre GKV vorher) auch privat bleiben. Die Beiträge für die freiwillige GKV basieren auf einem fiktiven Einkommen, wenn du kein Einkommen hast. 

Was tun nach eigener Kündigung?

Nach einer Eigenkündigung sollten Sie Ruhe bewahren, nichts Unüberlegtes unterschreiben, sich umgehend bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden (fristwahrend!), weiterhin professionell und engagiert arbeiten, bis zum Schluss Ihre Pflichten erfüllen, ein Arbeitszeugnis verlangen und die nächsten Schritte planen, um sich auf die Jobsuche zu konzentrieren, wobei Sie auch Freistellungen zur Stellensuche nutzen können.
 

Wie lange bin ich nachversichert?

Man ist in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) maximal einen Monat nachversichert, wenn die Mitgliedschaft endet, z.B. durch einen Jobwechsel, dank des sogenannten nachgehenden Leistungsanspruchs (§ 19 SGB V), der medizinische Versorgung sicherstellt, bis eine neue Mitgliedschaft greift (z.B. durch Arbeitslosengeld oder freiwillige Versicherung). Diese Nachversicherung gilt auch für Familienmitglieder und überbrückt Lücken, geht aber der Familienversicherung beim Partner nach. 

Bin ich krankenversichert bei fristloser Kündigung?

Bei einer fristlosen Kündigung endet das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung. Betroffene Arbeitnehmer müssen sich aber keine Sorgen um ihren Versicherungsschutz machen. Dieser bleibt weiter bestehen – auch wenn die Kündigung außerordentlich ist.

Wie lange ist man nachversichert bei ÖGK?

Die Pflichtversicherung endet, wenn die jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen (zum Beispiel Wegfall des Entgeltanspruches) hierfür vorliegen. mit dem Ende des Beschäftigungs-, Lehr- oder Ausbildungsverhältnisses.

Wie lange hat der Arbeitgeber Zeit, mich bei der Krankenkasse abzumelden?

Für die Meldung steht dem Arbeitgeber eine Frist von maximal sechs Wochen zur Verfügung. Das Einhalten dieser Frist ist von entscheidender Bedeutung für den Versicherungsschutz des Arbeitnehmers. Außerdem könnte bei einer verzögerten Abmeldung der Verdacht der illegalen Beschäftigung (Schwarzarbeit) im Raume stehen.

Wie lange bin ich nach meiner Kündigung noch krankenversichert?

Nach einer Kündigung bleiben Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung oft für einen Monat (ca. 30 Tage) ohne eigene Beitragszahlung versichert – das ist der sogenannte "nachgehende Leistungsanspruch". Dieser gilt für Pflichtversicherte in der GKV, solange keine neue Mitgliedschaft (z. B. durch Arbeitslosengeldbezug) besteht. Wichtig: Falls Sie eine Familienversicherung beim Partner nutzen können, geht diese vor, und bei freiwillig gesetzlich Versicherten oder Privatversicherten gelten andere Regeln. 

Wie lange ist man krankenversichert, wenn man sich nicht arbeitslos meldet?

Nach dem Ende Deines Jobs bleibst Du meist einen Monat weiter krankenversichert. Diesen nachgehenden Leistungsanspruch musst Du nicht extra beantragen. Während dieser Zeit zahlst Du keine Beiträge und bekommst trotzdem alle Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse.

Was kostet eine gesetzliche Krankenversicherung ohne Einkommen AOK?

Krankenversicherung. Leben Sie ausschließlich von Ersparnissen und haben keine eigenen Einkünfte, zahlen Sie den gesetzlichen Mindestbeitrag von 220,03 Euro ( 2026 ). Unser Zusatzbeitrag ist darin bereits enthalten.

Bin ich krankenversichert, wenn ich selbst kündige?

Ja, Sie bleiben nach einer Kündigung in Deutschland grundsätzlich krankenversichert, aber die Finanzierung ändert sich und hängt davon ab, ob Sie Arbeitslosengeld beziehen oder nicht: Bei Arbeitslosigkeit zahlt die Agentur für Arbeit (ALG I) oder das Jobcenter (Bürgergeld) Ihre Beiträge, während Sie bei Bezug von Arbeitslosengeld ohne Leistungsbezug (z.B. bei Sperrzeit oder Freiwilligen) sich selbst um eine freiwillige gesetzliche oder private Versicherung kümmern müssen, wobei die Beiträge dann selbst zu zahlen sind. Werden Sie arbeitslos und beziehen Geld, springt die Krankenversicherung ein; bleiben Sie ohne Leistungen, müssen Sie sich selbst versichern.
 

Wie bezahle ich meine Krankenversicherung ohne Einkommen?

Wenn Sie kein Einkommen haben, können Sie sich in Deutschland entweder kostenlos familienversichern (als Ehepartner/Kind), sich freiwillig gesetzlich versichern (mit Mindestbeitrag) oder bei Bezug von Sozialleistungen (Bürgergeld) die Beiträge werden vom Amt übernommen. Haben Sie nur Ersparnisse, wird der Mindestbeitrag der GKV fällig, berechnet auf einer fiktiven Basis (ca. 1.248,33 € monatlich in 2025), auch wenn Sie weniger oder gar nichts verdienen. 

Ist es strafbar, wenn man nicht krankenversichert ist?

Nein, es ist nicht strafbar, in Deutschland nicht krankenversichert zu sein, aber es ist gesetzliche Pflicht (§ 193 Abs. 3 VVG) und führt zu empfindlichen finanziellen Nachzahlungen und Nachweispflichten, wenn Sie später wieder eine Versicherung abschließen wollen, da Sie alle Beiträge rückwirkend nachzahlen müssen und sich hohe Schulden aufbauen können. Ärzte dürfen die Behandlung nicht verweigern, stellen die Kosten aber in Rechnung.
 

Wie ist man krankenversichert, wenn man seinen Job kündigt?

Ob Sie arbeitslos Ihre private Krankenversicherung selbst bezahlen, kommt auf Ihren persönlichen Fall an. Beziehen Sie nach Ihrer Kündigung Arbeitslosengeld und waren zuvor privat krankenversichert, werden Sie üblicherweise dennoch versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Wie bin ich krankenversichert, wenn ich kein Arbeitslosengeld mehr bekomme?

Ja, Sie bleiben krankenversichert, müssen die Beiträge aber selbst zahlen, wenn Sie kein Arbeitslosengeld (ALG I) oder Bürgergeld bekommen, da die Krankenversicherung in Deutschland Pflicht ist; Sie können sich in der Regel freiwillig gesetzlich versichern, über die Familienversicherung (falls möglich) oder privat. Ohne Leistungsbezug übernimmt die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter Ihre Beiträge nicht, aber Sie sind weiterhin versicherungspflichtig. 

Was passiert, wenn ich kündige und keinen neuen Job finde?

Wenn Sie kündigen und keinen neuen Job haben, droht Ihnen in der Regel eine Sperrzeit von 12 Wochen beim Arbeitslosengeld (ALG I), da es sich um eine Eigenkündigung handelt. Sie müssen sich umgehend bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden, sollten aber finanziell abgesichert sein, da Sie während der Sperrzeit kein Geld bekommen und diese Sperrzeit auch die gesamte Bezugsdauer des ALG I verkürzt. Ausnahmen von der Sperrzeit gibt es nur bei wichtigen Gründen (z. B. Gesundheit, Mobbing, Pflege), die Sie der Agentur für Arbeit nachweisen müssen.