Hat ein Nebenjob steuerliche Nachteile?

Gefragt von: Mohamed Wieland
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Ein Minijob wird in der Regel pauschal von deinem Arbeitgeber versteuert. Deshalb musst du zusätzlich keine Steuern mehr abführen. Außerdem hast du nur geringe Sozialabgaben: Du zahlst keine Arbeitslosenversicherung.

Wie wirkt sich ein Nebenjob auf die Steuererklärung aus?

Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber nicht die pauschale Lohnsteuererhebung wählt. In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerbescheinigung und muss die entsprechenden Daten in seiner Einkommensteuererklärung angeben.

Hat ein Minijob steuerliche Nachteile?

Du darfst in deinem Minijob entweder 556 € pro Monat verdienen oder 70 Tage im Jahr arbeiten. Seit dem 1. Januar 2025 ist die 538 € Grenze für das Arbeitsentgelt auf 556 € angestiegen. Die meisten Minijobs werden pauschal mit 2 % versteuert und müssen daher in der Steuererklärung nicht mehr erfasst werden.

Ist ein Nebenjob immer steuerfrei?

Bei einer selbstständigen Nebentätigkeit müssen Sie Ihr Einkommen versteuern, sobald es 410 Euro pro Jahr übersteigt. Wird diese Grenze überschritten, müssen Sie bei einer gewerblichen Tätigkeit die Anlage G und bei einer freiberuflichen Tätigkeit die Anlage S ausfüllen. Es besteht Abgabepflicht.

Wie viel Nebentätigkeit ist steuerfrei?

Da dieser seit Januar 2025 bei 12,82 Euro pro Stunde liegt, wurde auch die monatliche Minijob-Grenze entsprechend angepasst – auf 556 Euro pro Monat. Ziel dieser Regelung ist, dass Minijobber*innen weiterhin rund 43 Stunden im Monat arbeiten können, ohne steuer- und sozialabgabenpflichtig zu werden.

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Was passiert, wenn ich mehr als 520 € im Nebenjob verdiene?

Ja, man kann im Minijob mehr als die monatliche Grenze (aktuell 556 € für 2025) verdienen, wenn es gelegentlich und unvorhersehbar geschieht, z.B. durch Krankheitsvertretung, maximal zwei Mal pro Jahr bis zum Doppelten der Grenze (1.112 €), ohne dass die Sozialversicherungspflicht eintritt, solange die jährliche Grenze (6.672 €) nicht dauerhaft überschritten wird. Regelmäßige Überschreitungen führen zum sozialversicherungspflichtigen Midijob.
 

Wann lohnt sich ein Nebenjob?

Wann lohnt sich ein Nebenjob bei Vollzeit? Ein Zweitjob lohnt sich in der Regel nur dann, wenn es sich um einen Minijob mit einem Monatseinkommen von maximal 556 Euro (Stand 2025) handelt. Warum? Weil Minijobs von den Steuern und Sozialabgaben befreit sind.

Wie viel Geld darf ich dazuverdienen, ohne Steuern zu zahlen?

Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €).

Was muss ich beachten, wenn ich einen Nebenjob annehme?

Bei einem Nebenjob müssen Sie vor allem den Hauptarbeitgeber informieren (oft sogar genehmigen lassen), Arbeitszeit- und Pausenregelungen beachten (max. 10 Std./Tag, 48 Std./Woche), die Steuer- und Sozialversicherungspflichten (z.B. Minijob-Grenzen) kennen und sicherstellen, dass keine Konkurrenztätigkeit vorliegt, wobei Sie aber grundsätzlich die Berufsfreiheit genießen. Minijobs haben spezielle Regeln (derzeit ~556€/Monat) und volle Arbeitnehmerrechte wie Mindestlohn und Lohnfortzahlung. 

Wann müssen Nebeneinkünfte versteuert werden?

Das Wichtigste zum Versteuern von Nebeneinkünften in Kürze

Minijobs musst du nicht in der Steuererklärung angeben. Nebeneinkünfte unterhalb von 820 € im Jahr werden dank Härteausgleich nicht voll besteuert. Ab 820 € im Jahr werden die Nebeneinkünfte voll besteuert.

Wird ein Minijob vom Finanzamt gemeldet?

Minijobs sind steuerpflichtig

Minijobs werden entweder pauschal oder individuell versteuert. Die pauschale Steuer von 2 Prozent wird an die Minijob-Zentrale gezahlt. Die individualisierte Steuer geht direkt an das zuständige Finanzamt.

Welche Nachteile hat ein Minijob?

Nachteile eines Minijobs sind vor allem die unzureichende soziale Absicherung (kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, geringe Rentenansprüche), die Gefahr der Altersarmut, begrenzte Verdienstaussichten und mangelnde Karriereperspektiven, die oft zur sogenannten "Minijobfalle" führen, insbesondere für Frauen, da die Integration in sozialversicherungspflichtige Jobs erschwert wird.
 

Ist ein Nebenjob von 520 Euro steuerfrei?

Ein Minijob bis 520 € (bzw. 556 € ab 2024/2025) ist oft steuerfrei, da der Arbeitgeber pauschale Abgaben zahlt und Sie ihn meist nicht in der Steuererklärung angeben müssen, solange Ihre Gesamteinkünfte unter dem Grundfreibetrag bleiben und Sie nicht auf die Pauschalbesteuerung verzichten. Für Sie bleibt der Verdienst steuerfrei, aber Sie können auch keine Werbungskosten absetzen. Der Arbeitgeber übernimmt meist die Pauschalsteuer, Sie müssen nur den Rentenversicherungsbeitrag (wenn nicht befreit) zahlen.
 

Wie viel kann ich mit einem Nebenjob zuverdienen?

Es gibt Grenzen für Nebenjobs: Du darfst in Haupt- und Nebenjob zusammen nicht mehr als 48 Stunden in der Woche oder zehn Stunden am Tag arbeiten. Minijobs bis 556 Euro im Monat oder Nebentätigkeiten als Übungsleiter, Trainer, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer bis zu 3.000 Euro im Jahr lohnen sich besonders.

Wie viel Steuern auf Zweitjob?

Beträgt der Arbeitslohn aus einem oder mehreren Nebenjobs monatlich nicht mehr als 520 Euro, kann er mit einem Pauschsteuersatz von zwei Prozent besteuert werden. In einigen Fällen kann die Lohnsteuer auch mit 20 Prozent pauschaliert werden.

Wie viel kann ich steuerfrei dazuverdienen?

Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).

Was passiert, wenn man den Nebenjob nicht angibt?

Bei Verstoß droht Abmahnung

Denn sie verstoßen mit dem Nebenjob gegen ihre Arbeitnehmer-Pflichten aus dem Arbeitsvertrag. Wenn Mitarbeiter trotz Abmahnung nicht weniger arbeiten, dürfen Sie ihnen als Hauptarbeitgeber sogar die Kündigung ausprechen.

Was darf ich dazuverdienen, wenn ich Vollzeit arbeite?

Wenn Sie vollzeit arbeiten, dürfen Sie dazuverdienen, oft über einen steuerfreien Minijob (bis 556 €/Monat 2025) oder einen Midijob (über 556 € bis ca. 2.000 €), wobei die Steuern auf den Nebenverdienst anfallen können, es sei denn, beide Jobs zusammen bleiben unter bestimmten Grenzen; wichtig sind die Zustimmung des Hauptarbeitgebers und die Beachtung der Arbeitszeit, damit der Hauptjob nicht leidet. 

Welche Steuerklasse bei Minijob neben Hauptjob?

Hast Du einen Haupt- und einen Minijob, wird nur der erste steuer- und sozialversicherungsfrei. Weitere Minijobs werden dann sozialversicherungspflichtig und entsprechend nach Steuerklasse 6 besteuert.

Wie viel Geld pro Monat ist steuerfrei?

Beginnen wir mit dem Erfreulichen: Der Grundfreibetrag steigt um 312 Euro auf 12.096 Euro. Das heißt: Egal, wie viel Sie verdienen, auf die ersten 12.096 Euro zahlen Sie keine Einkommensteuer.

Ist es möglich, neben meiner Hauptarbeit einen Minijob zu machen?

Ja, Sie können neben Ihrem Hauptjob einen Minijob ausüben, müssen aber die Verdienstgrenze beachten (aktuell 538 Euro/Monat), dürfen nur einen solchen Minijob haben, brauchen die Zustimmung Ihres Hauptarbeitgebers (meistens) und dürfen beim selben Arbeitgeber nicht beide Jobs haben, da die Tätigkeiten sonst zusammengelegt werden. Wichtig ist auch die Meldung bei der Minijob-Zentrale und die Klärung mit dem Hauptarbeitgeber, um arbeitsrechtliche Probleme zu vermeiden.
 

Welcher Nebenjob lohnt sich?

Welcher Nebenjob sich lohnt, hängt von deinen Fähigkeiten und Zielen ab, aber gute Optionen sind Nachhilfe, Texterstellung, Kurierdienst, Gastronomie und Bürojobs, die oft gute Stundenlöhne (12-20+ €/Std.) bieten, während spezialisierte Bereiche wie IT, Übersetzung oder Gesundheitswesen noch mehr zahlen können. Wichtig ist, dass Zeitaufwand, Verdienst, Flexibilität und dein eigenes Interesse zusammenpassen, wobei Minijobs bis 538 € steuerfrei sind. 

Muss ich meinen Arbeitgeber informieren, wenn ich einen Nebenjob anmelde?

Sie müssen Ihren Arbeitgeber über einen Nebenjob informieren oder eine Genehmigung einholen, wenn Ihr Arbeitsvertrag eine entsprechende Klausel enthält, der Nebenjob die Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt (z.B. Konkurrenz, Arbeitszeitgesetz-Überschreitung), oder Sie Beamter sind; andernfalls ist eine reine Meldung oft ratsam, aber nicht immer zwingend, wobei Sie stets die vertraglichen Regelungen prüfen sollten. Eine schriftliche Meldung mit Details zum Nebenjob (Tätigkeit, Zeit, Ort) ist empfehlenswert, um Vertrauen zu fördern und Konflikte zu vermeiden. 

Was ist besser, Teilzeit oder Minijob?

Besser ist, was zu Ihrer Lebenssituation passt: Ein Minijob (bis 520 €) bietet steuerliche Vorteile und geringe Abgaben, perfekt für wenig Stunden, aber kaum Aufstieg und soziale Absicherung; eine Teilzeitstelle (darüber) bringt deutlich mehr Einkommen, volle Sozialversicherung (Rente, KV, AV), mehr Urlaub und bessere Karrierechancen, erfordert aber mehr Arbeitszeit und ist oft weniger flexibel. Der Midijob (ca. 520 € bis 2.000 €) ist ein guter Mittelweg mit gestaffelten Sozialabgaben für mehr Einkommen und Sicherheit. 

Was bleibt von 520 Euro Nebenjob?

Bei einem 520-Euro-Minijob gibt es für dich als Arbeitnehmer kaum Abzüge; meist zahlt der Arbeitgeber die Abgaben, nur in der Rentenversicherung kannst du einen kleinen Anteil (3,6 %) zahlen, um dich zu befreien, oder du stimmst der Pauschalsteuer von 2 % zu, die der Arbeitgeber auf dich umlegen kann, sonst bleibt dein Verdienst "Brutto für Netto". Die Hauptabgaben trägt der Arbeitgeber (u.a. Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung).