Hat Elterngeld plus steuerliche Vorteile?

Gefragt von: Gretel Heller
sternezahl: 4.7/5 (38 sternebewertungen)

Dein Steuervorteil mit Elterngeld Plus
Es unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt, quasi eine Versteuerung durch die Hintertür. Das bedeutet, dass das Finanzamt einen etwas höheren Steuersatz auf dein Jahreseinkommen anwendet, als es ohne Elterngeld der Fall gewesen wäre.

Wird Elterngeld plus versteuert?

Muss das Elterngeld versteuert werden? Nein, auf das Elterngeld wird keine Einkommensteuer erhoben. Auch Sozialversicherungsbeiträge werden auf Elterngeld nicht fällig. Aber: Das Elterngeld unterliegt, wie auch andere Lohnersatzleistungen, dem Progressionsvorbehalt.

Für wen lohnt sich Elterngeld plus nicht?

Als Faustregel kann man sich hier merken: Das Nettoeinkommen nach der Geburt darf höchstens halb so hoch sein wie das Netto vor der Geburt. Wer vorher also beispielsweise 1.400 Euro netto hatte, darf danach nicht mehr als rund 700 Euro netto verdienen, ansonsten fällt auch das Elterngeld Plus geringer aus.

Was ist der Vorteil von Elterngeld plus?

Mit dem ElterngeldPlus können Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes wieder in Teilzeit arbeiten gehen, ihren Anspruch auf Elterngeld verlängern. Dadurch kriegen sie monatlich zwar weniger Geld als im Basiselterngeld, da die Bezugszeit aber doppelt so lang ist, haben sie keine finanziellen Nachteile.

Was ist besser Elterngeld oder ElterngeldPlus?

Und was ist nun der Unterschied zum ElterngeldPlus? ElterngeldPlus verdoppelt die Zeit, in der Du Elterngeld beziehst. Dafür bekommst Du aber auch nur die Hälfte des Basiselterngeld-Satzes. ElterngeldPlus lohnt sich besonders dann, wenn Du früh in Teilzeit wieder in Deinen Beruf zurückkehren willst.

▶ Was ist Elterngeld Plus? (vor Elterngeldreform)

43 verwandte Fragen gefunden

Was ist bei Elterngeld plus zu beachten?

ElterngeldPlus können Eltern doppelt so lange bekommen wie Basiselterngeld: Ein Monat Basiselterngeld entspricht zwei Monaten ElterngeldPlus. Wenn Eltern nach der Geburt nicht arbeiten, ist das ElterngeldPlus halb so hoch wie das Basiselterngeld.

Wie viel darf man bei Elterngeld plus verdienen?

Zuverdienst bei Elterngeld Plus: Das Wichtigste in Kürze

Während du Elterngeld Plus beziehst, kannst du bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten. Dein Zuverdienst ist nur dann anrechnungsfrei, wenn du weniger als die Hälfte deines früheren Nettogehaltes zum Elterngeld Plus hinzuverdienst. Ansonsten sind Abzüge fällig.

Für welche Personengruppe ist das Elterngeld plus interessant?

Für Mütter, die ihre gute Ausbildung im Beruf nutzen. Für Väter, die mehr Zeit für ihre Kinder haben möchten. Und für Paare, die Beruf und Familie partnerschaftlich vereinbaren wollen. Mehr als jeder dritte Vater bezieht heute Elterngeld und nimmt sich damit nach der Geburt eines Kindes Zeit für die Familie.

Wie viele Stunden darf man bei Elterngeld plus arbeiten?

Der Partnerschaftsbonus

… gibt jedem Elternteil vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate, wenn Mutter und Vater für mindestens vier Monate gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten.

Wie viel Stunden muss ich beim Elterngeld plus arbeiten?

Ja. Während Sie Elterngeld bekommen, dürfen Sie Teilzeit arbeiten. Voraussetzung ist, dass Sie nicht mehr als 32 Stunden pro Woche arbeiten. Wenn Sie Teilzeit arbeiten, kann sich ElterngeldPlus besonders für Sie lohnen.

Was kommt nach Elterngeld plus?

Und sobald Basiselterngeld und Elterngeld Plus beendet sind? Jedes Kind hat bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres (und unter bestimmten Bedingungen darüber hinaus) ein Anspruch auf Kindergeld. Solange dein Kind minderjährig ist, bekommst du gemeinsam mit der Mutter des Kindes das Kindergeld überwiesen.

Was kann man machen wenn das Elterngeld nicht reicht?

Wenn das Geld zum Lebensunterhalt der Bedarfsgemeinschaft nicht ausreicht, bekommt die Familie eine Aufstockung. Dabei zahlt das neue Familienmitglied mit und wird entsprechend berücksichtigt. Die Art der Beschäftigung, die vor der Elternzeit ausgeübt wurde, spielt bei der Bewilligung des Elterngeldes keine Rolle.

Wie hoch ist das Elterngeld 2023?

Höhe des Elterngeldes 2023

Die Zahlung des Elterngeldes beträgt somit mindestens 300 und maximal 1.800 Euro. Elterngeld bei einem Einkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro vor der Geburt des Kindes wird zu 67 Prozent angesetzt.

Wie viel Steuern muss ich nachzahlen Elterngeld?

Wer im vergangenen Jahr nur Elterngeld oder lediglich Arbeitslosengeld I bezog, muss davon also keine Steuern abführen. Wenn allerdings andere Einkünfte (auch des Ehepartners) dazukamen, werden meist nachträglich Steuern fällig. Unterm Strich können so 1.000 Euro oder mehr nachgefordert werden.

Wird Elterngeld automatisch an das Finanzamt übermittelt?

Die Zahlungen sind steuerfrei, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt. Achtung: Wenn Sie mehr als 410 Euro Elterngeld in einem Jahr erhalten, besteht eine Abgabepflicht für Ihre Steuererklärung. Das Elterngeld müssen Sie auf Seite 2 im Mantelbogen Ihrer Steuererklärung unter „Einkommensersatzleistungen“ eintragen.

Was passiert wenn man keine Steuererklärung macht bei Elterngeld?

Wer das nicht weiß, riskiert ein hohes Bußgeld oder im schlimmsten Fall ein Steuerstrafverfahren. Viele Eltern wissen es einfach nicht, aber das schützt vor Strafe nicht. Wer im Jahr mehr als 410 Euro Elterngeld vom Staat erhält und über weitere Einkünfte in diesem Jahr verfügt, muss eine Steuererklärung abgeben.

Wann lohnt sich das Elterngeld plus?

Für wen lohnt sich Elterngeld Plus? Elterngeld Plus lohnt sich besonders dann für Dich, wenn Du nach der Geburt Deines Kindes wieder in Teilzeit arbeiten möchtest oder wenn Du besonders lange von den Zahlungen profitieren möchtest, da Du länger in Elternzeit bleiben möchtest.

Wird ein 450 € Job beim Elterngeld Plus angerechnet?

Wenn Sie einen Mini-Job (bis 520 Euro pro Monat) haben, dann wird Ihr Einkommen daraus für das Elterngeld berücksichtigt. Auch vom Einkommen aus dem Mini-Job werden bei der Berechnung des Elterngelds Werbungskosten abgezogen, derzeit 100,00 Euro pro Monat.

Wie viele Monate gibt es Elterngeld plus?

Basiselterngeld können Sie nur in den ersten 14 Lebensmonaten bekommen. Nach dem 14. Lebensmonat können Sie nur noch ElterngeldPlus oder Partnerschaftsbonus bekommen – maximal bis zum 32. Lebensmonat, das heißt: maximal, bis Ihr Kind 2 Jahre und 8 Monate alt ist. Den Bezug dürfen Sie dann nicht mehr unterbrechen.

Wann soll man nach der Geburt die Steuerklasse wechseln?

Eine Arbeitnehmerin erwartet am 4. Dezember 2022 ihr Kind. Der Mutterschutz beginnt am 24. Oktober 2022. Den Steuerklassenwechsel müsste sie spätestens im Monat März gestellt haben, damit sie auf sechs volle Gehälter in Steuerklasse 3 kommt (April 2022 bis September 2022).

Welche Steuerklasse Wenn einer in Elternzeit ist?

Die Wahl der Steuerklasse: In aller Regel ist bei verheirateten Eltern die Steuerklasse 3 für den Bezieher des Elterngeldes die günstigste. Die Steuerklasse kann bis 7 Monate vor der Geburt geändert werden. Für Kinder ab der Geburt bis zum 18. Lebensjahr können generell Kinderbetreuungskosten abgerechnet werden.

Was ist der Unterschied zwischen Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonus?

Der Partnerschaftsbonus ist ein Angebot für Eltern, die sich ihre familiären und beruflichen Aufgaben partnerschaftlich untereinander aufteilen und jeweils bis zu 4 zusätzliche Monate ElterngeldPlus bekommen, wenn sie beide in dieser Zeit Teilzeit arbeiten.

Wie viel Elterngeld Plus bei 2000 netto?

Auf das Elterngeld-Netto wird die Ersatzrate angewendet. Die Ersatzrate beträgt zwischen 65 und 100 Prozent. Für Einkommen unter 1.000 Euro beträgt sie 67 Prozent plus 0,1 Prozentpunkte pro 2 Euro den der Betrag unter 1.000 Euro liegt. Bei einem Nettoeinkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro werden 67 Prozent ersetzt.

Wann lohnt es sich in der Elternzeit zu arbeiten?

Das Elterngeld beträgt ohne Nebenverdienst 1.800 Euro. Bei einem Nebenverdienst zum Elterngeld von 1.600 Euro netto kann sich der Nebenjob auf jeden Fall lohnen: Die Differenz zwischen früherem und aktuellem Gehalt beträgt 1.170 Euro.

Wie viel kann man in der Elternzeit dazu verdienen ohne dass was abgezogen wird?

Damit man nicht aus der Familienversicherung fällt, darf man in einem Minijob also nicht mehr als 450 Euro verdienen, als Freiberufler nicht mehr als 355 Euro monatlich.