In welchem Land wird am meisten mit Bargeld bezahlt?

Gefragt von: Erna Nowak
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Weltweit gibt es keine eindeutige Top-1-Nation, aber in Europa sind Deutschland und Österreich traditionell Spitzenreiter bei der Bargeldnutzung, wobei auch Malta, Spanien und Zypern sehr hohe Anteile aufweisen. In ärmeren Regionen wie Myanmar oder Äthiopien ist Bargeld ebenfalls extrem dominant, weil die Infrastruktur für digitale Zahlungen fehlt; gleichzeitig sind Länder wie Norwegen oder Schweden fast bargeldlos.

Welches Land zahlt am meisten Bar?

Die Deutschen zahlen 3 von 4 Einkäufen in bar. Damit ist Deutschland was die Bargeldzahlung anbelangt europaweit Spitzenreiter.

Welche Länder nutzen am meisten Bargeld?

Die ärmsten Länder sind am stärksten auf Bargeld angewiesen: Myanmar (98 %), Äthiopien (95 %) und Gambia (95 %) führen die Liste an, was auf eine unzureichende Bankeninfrastruktur hindeutet. Wohlhabende Länder sind nahezu bargeldlos: Schweden (14 %), Norwegen (10 %) und Südkorea (10 %) zeigen, wie eng die digitale Zahlungsinfrastruktur mit der wirtschaftlichen Entwicklung zusammenhängt.

In welchem Land wird am meisten mit Karte bezahlt?

Laut der BCG-Studie gab es im vergangenen Jahr in Norwegen pro Kopf die höchste Zahl digitaler Transaktionen (708) - gefolgt von Dänemark (610) und Luxemburg (598).

Welche Länder lieben Bargeld?

Befragte aus den Ländern Schweiz (63%), Irland (61%), den Niederlanden (57%) und Frankreich (55%) zeigen ein relativ hohes Nutzungsverhalten, liegen jedoch deutlich hinter Deutschland und Österreich. In Finnland ist die Bargeldnutzung mit 43% deutlich geringer.

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Welches Land kommt dem bargeldlosen Bezahlen am nächsten?

Schweden . Mit dem Ziel, bis 2025 vollständig bargeldlos zu werden, ist Schweden diesem Ziel wohl am nächsten. Schilder mit der Aufschrift „Kein Bargeld akzeptiert“ sind in schwedischen Geschäften derzeit keine Seltenheit.

Wie lange gibt es noch Bargeld in Deutschland?

Bargeld wird in Deutschland nicht so bald abgeschafft, aber seine Nutzung wird durch EU-Regeln und den digitalen Wandel eingeschränkt, insbesondere durch eine ab 2027 geltende Obergrenze von 10.000 Euro für Barzahlungen. Obwohl es keine Pläne für ein vollständiges Verbot gibt, nimmt die Bargeldnutzung ab (2023: 51 % der Zahlungen). Die Einführung eines digitalen Euro wird vorbereitet, was das Bargeld weiter verändern könnte, aber selbst dann wird es laut Bundesbank noch viele Jahre geben, wenn auch seltener. 

Warum wird in Deutschland noch häufig mit Bargeld bezahlt?

Scheine und Münzen bleiben aber weiterhin relevant und dürften noch lange als Zahlungsmittel wichtig sein. Bargeld hat Vorteile gegenüber den elektronischen Bezahlweisen: Es erlaubt anonymes Bezahlen und schützt vor kommerzieller Überwachung. Außerdem erleichtert Bargeld für viele die Budgetkontrolle.

Welche Kultur verfügt über das meiste Bargeld?

Myanmar führt die Rangliste mit einer Bargeldnutzungsrate von 98 % an, dicht gefolgt von Äthiopien und Gambia mit jeweils 95 %.

Welche Länder schaffen Bargeld ab?

Im Alltag wird heute tatsächlich fast nur noch mit Kreditkarte oder Mobile-App bezahlt. Schweden und Norwegen haben gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) den geringsten Bargeldfluss weltweit, berichtet der «Guardian». Manche Bankfilialen in Schweden nehmen kein Bargeld mehr an und zahlen auch keines mehr aus.

Warum läuft alles bargeldlos ab?

Reduzierte Geschäftsrisiken und -kosten . Bargeldlose Zahlungen eliminieren mehrere Risiken, darunter Falschgeld (obwohl gestohlene Karten weiterhin ein Risiko darstellen), Diebstahl von Bargeld durch Mitarbeiter, Fehlzählungen beim Wechselgeld und Einbrüche oder Raubüberfälle auf Bargeld.

Wo ist das meiste Bargeld in Deutschland?

Innerhalb des Euro- systems ist die Bundesbank mit Abstand der größte Bargeldemittent. Über die Hälfte aller Banknoten im Umlauf stammt aus den Tresoren der Deut- schen Bundesbank.

Wie viel Bargeld haben Deutsche zu Hause?

Deutsche Haushalte horten eine beträchtliche Summe Bargeld zu Hause, wobei Studien aus 2024/2025 zeigen, dass rund 395 Milliarden Euro in Privathaushalten lagen, während die Bundesbank einen Durchschnitt von etwa 1.364 Euro pro Haushalt ermittelte (Stand 2018). Obwohl die Nutzung von Bargeld für alltägliche Zahlungen abnimmt, steigt die insgesamt gelagerte Menge, getrieben durch die Anonymität, Sicherheitsbedenken und als Notfallreserve.
 

Wo wird nicht mehr mit Bargeld bezahlt?

Es gibt noch keine Orte, an denen Bargeld komplett abgeschafft wurde, aber Schweden und Norwegen sind führend bei bargeldlosen Zahlungen, wo viele Banken Bargeld nicht mehr annehmen und fast alles digital bezahlt wird, gefolgt von Dänemark und Finnland. Auch in Deutschland gibt es Händler und Banken, die kein Bargeld mehr akzeptieren, aber hier bleibt Bargeld noch relevanter. 

In welchem Land hat man am meisten von seinem Geld?

Wenn es nach den Vereinten Nationen geht, gibt es derzeit 193 anerkannte Staaten auf dem Globus. Ausgenommen davon sind z.B. „De Facto-Staaten“ oder Nicht-Mitglieder mit Beobachterstatus wie etwa Vatikanstadt oder Palästina. Das reichste Land der Welt ist Luxemburg mit einem BIP pro Kopf von 140.130 Dollar.

Welches Land ist finanziell am stärksten?

Die Vereinigten Staaten führen die Weltrangliste der Volkswirtschaften mit einem BIP von 30,5 Billionen US-Dollar an (IWF WEO April 2025). Indien ist 2025 die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und liegt beim nominalen BIP knapp vor Japan.

Wo wird am häufigsten mit Bargeld bezahlt?

Laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank von 2022 wird in Slowenien, Österreich, Italien, Spanien und Portugal häufiger bar gezahlt als in Deutschland. An der Spitze der Euro-Länder steht dabei Malta mit 77 Prozent aller Transaktionen, die noch bar beglichen werden.

Welches Land verschenkt am meisten Geld?

Weltweit haben laut dem World Giving Index 2023 der Charities Aid Foundation 4,2 Milliarden Menschen jemandem geholfen, den sie nicht kannten, Zeit gespendet oder Geld für einen guten Zweck gespendet. Zum sechsten Mal in Folge ist Indonesien das großzügigste Land der Welt.

Welche Nationalität ist die wohlhabendste?

Vereinigte Staaten. Die Vereinigten Staaten sind mit großem Abstand das reichste Land der Welt. Sie sind ein globales Zentrum für Finanzen, Technologie, Energie und Unterhaltung.

Wird es 2050 noch Bargeld geben?

Im Jahr 2050 existiert kein Bargeld mehr, der Handel basiert ausschließlich auf den "wahren Kosten" der Produkte.

Wie oft kann ich 9000 € ohne Nachweis auf mein Konto einzahlen?

Sie können 9.000 € mehrmals ohne Nachweis einzahlen, solange die Summe der Einzelbeträge pro Transaktion unter 10.000 € bleibt, aber wenn die Gesamtsumme über 10.000 € steigt (auch durch mehrere kleine Einzahlungen, die "gestückelt" wirken), müssen Sie einen Herkunftsnachweis erbringen, da Banken verpflichtet sind, dies nach dem Geldwäschegesetz zu prüfen, besonders bei "Smurfing". 

Warum wird in Deutschland so viel nur Bargeld akzeptiert?

Auch heute noch bevorzugen viele kleine Unternehmen, Restaurants und Dienstleister Barzahlungen oder akzeptieren diese sogar ausschließlich. Umfragen zeigen immer wieder, dass die Mehrheit der Deutschen Bargeld wegen seiner Anonymität, Sicherheit und Zuverlässigkeit schätzt, insbesondere bei alltäglichen Transaktionen.

Ist Deutschland ein bargeldloses Land?

Zahlungstrends in Deutschland

Bei der Wahl zwischen Bargeld und Karte entscheiden sich die Menschen in Deutschland oft für Bargeld. Ein Grund für die geringe Akzeptanz bargeldloser Zahlungen im Land ist der starke Wunsch nach Datenschutz und die Ablehnung kontrollierbarer Finanzdaten.

Wie viel Geld darf ich maximal auf meinem Girokonto haben?

Grundsätzlich gibt es keine gesetzliche Obergrenze, wie viel Geld auf dem Konto sein darf, aber es gibt wichtige Richtlinien: Bis zu 100.000 € pro Person und Bank sind durch die Einlagensicherung geschützt, bei höheren Beträgen greift die Sicherung nicht. Für den Alltag sind 1-3 Nettogehälter als Puffer ratsam, während für Sozialleistungen wie die Grundsicherung ein Schonvermögen von ca. 10.000 € (Alleinstehende) gilt. Bei größeren Bargeldeinzahlungen (über 10.000 €) müssen Herkunftsnachweise vorgelegt werden (Geldwäschegesetz). 

Was würde passieren, wenn es kein Bargeld mehr gibt?

Wenn es kein Bargeld mehr gäbe, würden alle Transaktionen digitalisiert, was die Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit erleichtern würde, aber auch zu einem "gläsernen Bürger" führt, da alle Zahlungen nachvollziehbar wären; gleichzeitig würde die Abhängigkeit von Technologie und Finanzinstituten steigen, was Risiken wie Cyberkriminalität und Ausfallmöglichkeiten bei Strom- oder Internetausfällen birgt, wobei Vorteile wie niedrigere Transaktionskosten für Händler und potenziell einfachere Umsetzung negativer Zinsen durch Zentralbanken auch eine Rolle spielen.