Ist 600 € ein Minijob?

Gefragt von: Frau Prof. Ilona Haag B.Eng.
sternezahl: 4.8/5 (26 sternebewertungen)

Nein, 600 € sind im Jahr 2025 nicht mehr ein Minijob, da die Verdienstgrenze seit dem 1. Januar 2025 bei maximal 556 € liegt; 600 € würden bereits in den sogenannten Midijob-Bereich (Übergangsbereich) fallen, wo Sozialversicherungsbeiträge anteilig gezahlt werden, aber 2026 steigt die Minijob-Grenze auf 603 € an, sodass 600 € dann wieder ein klassischer Minijob wären.

Ist 600 Euro ein Minijob?

Was ist ein Minijob mit Verdienstgrenze? Minijobber und Minijobberinnen mit einem Minijob mit Verdienstgrenze üben eine geringfügig entlohnte Beschäftigung aus. Wichtig ist: Sie dürfen durchschnittlich im Monat nicht mehr als 556 Euro verdienen. Auf ein Jahr gerechnet sind das bis zu 6.672 Euro.

Wie viele Stunden bei 600 Euro Job?

Bei einem 600-Euro-Minijob, der ab 2026 603 Euro beträgt, liegt die maximale Stundenzahl bei ungefähr 43 Stunden pro Monat, wenn Sie den gesetzlichen Mindestlohn (aktuell 13,90 € ab 2026) erhalten. Bei einem höheren Stundenlohn reduziert sich die maximale Stundenzahl entsprechend, da die Grenze von 603 € nicht überschritten werden darf; bei einem Stundenlohn von 15 € wären es z.B. nur 40 Stunden. 

Was zählt als Minijob?

Ein Minijob zählt als eine Beschäftigung mit einem monatlichen Verdienst von maximal 556 Euro (Stand 2025), wobei auch eine zeitlich begrenzte, kurzfristige Tätigkeit mit weniger als 70 Tagen oder drei Monaten im Jahr ein Minijob sein kann, unabhängig von der Verdiensthöhe. Es gibt zwei Hauptformen: den 556-Euro-Minijob (geringfügig entlohnt) und den kurzfristigen Minijob, beide sind sozialversicherungsfrei für den Arbeitnehmer, aber der Mindestlohn gilt immer.
 

Ist man bei einem 600 € Job krankenversichert?

Bei einem 600-Euro-Job (Minijob) sind Sie nicht über den Job krankenversichert; Sie müssen anderweitig versichert sein (z.B. Familienversicherung), zahlen aber für den Minijob selbst keine Beiträge zur Krankenversicherung. Der Arbeitgeber zahlt einen kleinen Pauschalbeitrag, aber Sie sind auf eine bestehende Absicherung angewiesen, die Sie z.B. durch eine Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Kasse oder über Ihren Partner sicherstellen müssen, wenn Sie nicht bereits über eine andere Tätigkeit (Studium, Rente) versichert sind. 

Die besten Geschäftsmodelle um 2026 mit KI Geld zu verdienen

26 verwandte Fragen gefunden

Was ist der Unterschied zwischen Minijob und geringfügig Beschäftigt?

Es gibt keinen Unterschied: Minijob ist der umgangssartige Begriff für eine geringfügige Beschäftigung. Diese ist definiert durch eine Verdienstgrenze (2025: 556 €/Monat) oder eine zeitliche Begrenzung (max. 70 Tage/Jahr), wobei Arbeitnehmer in der Regel sozialversicherungsfrei sind (mit optionaler Rentenversicherungspflicht) und Arbeitgeber pauschale Beiträge zahlen. 

Wie viel Geld muss ich verdienen, damit ich krankenversichert bin?

Man ist grundsätzlich sozialversicherungspflichtig (gesetzliche Krankenversicherung), wenn das regelmäßige Bruttoeinkommen über einem niedrigen Wert liegt (ca. 556 €/Monat für Minijobs) und unter der Versicherungspflichtgrenze (2025: 6.150 €/Monat), die auch die Tür zur privaten Krankenversicherung öffnet. Liegt das Einkommen darunter (Minijob-Grenze), ist man oft versicherungsfrei, kann sich aber in der GKV freiwillig versichern oder über Angehörige mitversichern lassen, wenn die Grenze nicht überschritten wird. 

Wann fängt ein Minijob an?

Man kann einen Minijob grundsätzlich ab 13 Jahren mit Einverständnis der Eltern für leichte Tätigkeiten (max. 2 Std./Tag) machen, aber die reguläre Beschäftigung beginnt meist erst mit 15 Jahren, wenn man nicht mehr voll schulpflichtig ist, wobei die Regeln für Schüler (max. 8 Std./Tag, 6-20 Uhr) gelten. Mit Erreichen der Volljährigkeit gelten die allgemeinen Minijob-Regeln (Verdienstgrenze) und die gesetzlichen Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes. 

Was ist der Unterschied zwischen einem Nebenjob und einem Minijob?

Ein Minijob ist eine spezielle Form des Nebenjobs, der durch eine feste Verdienstgrenze (aktuell 556 € pro Monat, Stand 2025) definiert wird und steuerliche sowie sozialversicherungsrechtliche Vorteile bietet, während ein Nebenjob ein allgemeiner Begriff für jede zusätzliche Arbeit neben dem Hauptberuf ist, die auch über dieser Grenze liegen kann und dann meist in eine andere Kategorie fällt (z.B. Midijob oder sozialversicherungspflichtige Teilzeit). Der Hauptunterschied liegt also in der Verdienstgrenze und den damit verbundenen Sozialabgaben. 

Was ist ein geringfügiger Lohn?

Ein geringfügiger Lohn, auch als Minijob oder 556-Euro-Job bekannt, bedeutet ein regelmäßiges monatliches Einkommen von maximal 556 € (Stand 2025), das an den Mindestlohn gekoppelt ist und zu jährlichen 6.672 € führt, wobei Arbeitnehmer in der Regel sozialversicherungsfrei sind, der Arbeitgeber aber Beiträge zahlt – wichtig sind die Verdienstgrenze, die Sozialabgaben (Rentenversicherungspflicht) und die Einhaltung des Mindestlohns. 

Welche Nachteile hat ein Minijob?

Nachteile eines Minijobs sind vor allem die unzureichende soziale Absicherung (kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, geringe Rentenansprüche), die Gefahr der Altersarmut, begrenzte Verdienstaussichten und mangelnde Karriereperspektiven, die oft zur sogenannten "Minijobfalle" führen, insbesondere für Frauen, da die Integration in sozialversicherungspflichtige Jobs erschwert wird.
 

Muss ich einen Minijob in meiner Steuererklärung angeben?

Muss ich einen Minijob in der Steuererklärung angeben? Das ist einer der großen Vorteile: In der Regel ist ein Minijob steuerfrei. Dein Arbeitgeber kann eine Pauschalsteuer von 2% übernehmen, die neben der Lohnsteuer auch die Kirchensteuer (unabhängig von deiner Religionszugehörigkeit) abdeckt.

Wie viele Urlaubstage hat man im Minijob?

Ja, Minijobber haben Anspruch auf bezahlten Urlaub, der sich nach der Anzahl ihrer regelmäßigen Arbeitstage pro Woche richtet, nicht nach den Stunden; der gesetzliche Mindestanspruch basiert auf 24 Werktagen bei 6 Arbeitstagen pro Woche, umgerechnet ergeben sich z.B. 20 Tage bei 5 Arbeitstagen oder 8 Tage bei 2 Arbeitstagen. Die Berechnung lautet: (Anzahl der Arbeitstage pro Woche × 24) / 6.
 

Was ist der niedrigste Minijob?

Minijobber*innen haben mindestens Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, unabhängig davon, ob sie im gewerblichen Bereich oder in Privathaushalten beschäftigt sind. Weniger dürfen sie nicht verdienen. Der Mindestlohn liegt seit dem 1. Januar 2025 bei 12,82 Euro pro Stunde (zuvor lag er bei 12,41 Euro).

Was ist ein Minijob auf Stundenbasis?

Ein Minijob auf Stundenbasis bedeutet, dass du nach tatsächlich geleisteten Stunden bezahlt wirst, wobei du die gesetzliche Verdienstgrenze einhalten musst (aktuell steigt sie mit dem Mindestlohn, für 2026 sind es 603 €). Bei fehlender Vereinbarung musst du mindestens 3 Stunden am Stück arbeiten, aber die Stundenzahl wird durch den Mindestlohn (aktuell ca. 12,82 €/Std., aber steigend) und die Verdienstgrenze begrenzt, sodass oft 9-10 Stunden pro Woche möglich sind. Wichtig ist, dass der Job nicht versehentlich versicherungspflichtig wird und die Mindeststunden bei Arbeit auf Abruf beachtet werden müssen.
 

Wie viel darf ich steuerfrei dazuverdienen?

Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €).

Wann zählt etwas als Minijob?

Was ist ein Minijob? Wer monatlich durchschnittlich bis zu 556 Euro verdient oder nur für kurze Zeit beschäftigt ist, gilt als Minijobber. Welche Arten von Minijobs es gibt, wie Urlaub, Sozialversicherung und Kündigung geregelt sind sowie vieles mehr, erfahren Sie hier!

Was ist besser, Teilzeit oder Minijob?

Besser ist, was zu Ihrer Lebenssituation passt: Ein Minijob (bis 520 €) bietet steuerliche Vorteile und geringe Abgaben, perfekt für wenig Stunden, aber kaum Aufstieg und soziale Absicherung; eine Teilzeitstelle (darüber) bringt deutlich mehr Einkommen, volle Sozialversicherung (Rente, KV, AV), mehr Urlaub und bessere Karrierechancen, erfordert aber mehr Arbeitszeit und ist oft weniger flexibel. Der Midijob (ca. 520 € bis 2.000 €) ist ein guter Mittelweg mit gestaffelten Sozialabgaben für mehr Einkommen und Sicherheit. 

Ist ein Midijob oder ein Minijob besser?

Besser ist, was zu deiner Lebenssituation passt: Der Minijob (bis ca. 600 €/Monat 2025/2026) ist ideal für Studenten, Rentner oder als steuer- & abgabenfreier Zuverdienst, da kaum Abzüge anfallen, aber auch der Rentenanspruch ist gering. Der Midijob (ca. 600 € bis 2.000 €/Monat) ist besser, wenn du mehr verdienen, aber weiterhin volle Sozialversicherung (Kranken-, Arbeitslosen-, Rentenversicherung) willst, da die Beiträge im unteren Bereich sehr günstig sind und der Nettoverdienst oft höher ausfällt als beim Minijob, aber du musst in der Regel Steuern zahlen. 

Was zählt nicht als Minijob?

Definition: Minijobs sind geringfügige Beschäftigungen mit höchstens 556 Euro monatlichem Arbeitsentgelt oder einem Arbeitseinsatz von maximal 70 Tagen pro Kalenderjahr. Durch fehlende Beiträge zu den Sozialversicherungen sichern Minijobs sozial nicht ab. Der Mindestlohn gilt auch für Minijobs.

Wie viele Stunden muss man beim Minijob mindestens arbeiten?

Die monatliche Entgeltgrenze für Minijobs orientiert sich an 10 Stunden Wochenarbeitszeit zum Mindestlohn. Steigt der Mindestlohn, steigt auch die Entgeltgrenze. Wer mehr verdient, kann entsprechend weniger Stunden arbeiten, wenn es beim Minijob bleiben soll.

Ist ein 165 Euro Job ein Minijob?

So viel dürfen Sie in einem Nebenjob arbeiten und verdienen

Sie haben auf Ihr Nebeneinkommen einen Freibetrag von 165 Euro im Monat. Bis zu dieser Grenze hat das Gehalt aus Ihrem Nebenjob keine Auswirkungen auf Ihr Arbeitslosengeld.

Bin ich bei 600 € brutto krankenversichert?

Ja. In diesem Fall werden die Verdienste zusammengerechnet. Dabei gilt: Wenn Sie insgesamt - mit allen Ihren Jobs - mehr als 603 Euro monatlich verdienen, werden Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig, und es fallen Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung an.

Wann fliegt man aus der gesetzlichen Krankenkasse?

Man fliegt aus der gesetzlichen Krankenkasse (GKV), wenn das regelmäßige Brutto-Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) übersteigt (2025: 73.800 €/Jahr, 2026: 77.400 €) und man sich für die private Krankenversicherung (PKV) oder freiwillige GKV entscheidet, wobei ältere Arbeitnehmer über 55 Jahre oft nicht mehr zurück können, wenn sie die Grenze unterschreiten. Auch Selbstständige, Studenten oder Beamte können sich freiwillig gesetzlich versichern, aber der häufigste „Rauswurf“ erfolgt durch Überschreiten der JAEG bei Angestellten.
 

Wie prüft die Krankenkasse mein Einkommen?

Krankenkassen überprüfen das Einkommen durch Anforderung von Nachweisen wie Steuerbescheide, Gehaltsnachweise oder Kontoauszüge, besonders bei Selbstständigen und in der Familienversicherung, oft mittels jährlicher Fragebögen. Bei Angestellten übermittelt der Arbeitgeber meist automatisch die Daten. Die Kasse fordert diese Belege an, um Beiträge korrekt zu berechnen oder Zuzahlungsbefreiungen zu prüfen und gleicht sie mit den gemeldeten Daten ab, wobei sie bei Bedarf auch Informationen vom Finanzamt einfordern darf.