Ist 70 30 noch gut?

Gefragt von: Isa Stadler
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Ja, ein 70/30-Portfolio (70 % Industrieländer, 30 % Schwellenländer) gilt oft als guter Kompromiss für eine weltweit diversifizierte Anlagestrategie mit guten Renditechancen und einfacher Umsetzung mit nur zwei ETFs, aber seine Eignung hängt vom Anlagehorizont ab: Jüngere Anleger profitieren mehr, während Ältere wegen höherer Volatilität im Ruhestand eher zu konservativeren Mischungen (z.B. 60/40) wechseln sollten. Es ist eine gute Wahl für langfristige, risikobewusste Anleger, die das Risiko von Schwellenländern eingehen wollen, um potenziell höhere Renditen zu erzielen.

Ist ein 70/30-ETF noch eine gute Wahl?

Ein 70/30-Portfolio ist ein ETF-Portfolio, das sich aus 70 % Industrieländer-Aktien und 30 % Schwellenländer-Aktien zusammensetzt. Es besteht meist aus zwei ETFs: einem Industrieländer-ETF und einem Schwellenländer-ETF.

Ist die 70/30-Regelung für den Ruhestand gut?

Eine 70/30-Portfolioaufteilung im Ruhestand kann jedoch riskant sein . In dieser Lebensphase ist das Verlustrisiko höher und die Zeit zur Erholung nach Markteinbrüchen kürzer. Bei einem starken Kursverfall kann der Wert Ihres Portfolios genau dann sinken, wenn Sie Ihr Geld am dringendsten benötigen. Eine 60/40-Aufteilung bietet möglicherweise ein besseres Gleichgewicht.

Wie lange muss ich sparen, um 100.000 € zu haben?

Wie lange Sie brauchen, um 100.000 Euro zu sparen, hängt stark von Ihrer Sparrate und der erzielten Rendite ab, aber grob gesagt: Mit einer monatlichen Sparrate ab ca. 120 € über 30 Jahre (mit Rendite), ab ca. 245 € über 20 Jahre oder ab ca. 645 € über 10 Jahre (jeweils mit 5 % Rendite) erreichen Sie das Ziel; mit aggressiveren Strategien (z.B. Aktien) geht es schneller, mit Tagesgeld dauert es länger, aber der Zinseszinseffekt beschleunigt den Prozess nach den ersten 100.000 € erheblich. 

Was besagt die 70/30-Regel?

Dabei verpassen sie den wichtigsten Schlüssel zum Erfolg beim Investieren: ZEIT. Die 70/30-Regel ist einfach: Leben Sie von 70 % Ihres Einkommens, sparen Sie 20 % und spenden Sie 10 % an Ihre Kirche oder eine andere gemeinnützige Organisation Ihrer Wahl . Das bringt neben dem Sparen von 20 % Ihres Einkommens viele weitere Vorteile mit sich.

Warum ich 70/30 investiere: Ist es das beste Weltportfolio?

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Wann wurde die 70-Prozent-Regelung abgeschafft?

Seit dem 1. Januar 2023 wurde die 70-Prozent-Regelung aufgehoben.

Ist man mit 100.000 Euro wohlhabend?

Als „reich“ (zu Englisch: „affluent“) gelten Sie dabei schon ab einem liquiden Nettovermögen von 100.000 Euro. Im Deutschen würden wir dafür eher den Ausdruck „wohlhabend“ benutzen. Ab einer Million Euro sind Sie ein „High-Net-Worth-Individual“, im deutschen Sprachgebraucht ein „Reicher“.

Wie viel kann man mit 2000 € netto Sparen?

Bei 2000 € Netto können Sie nach der populären 50-30-20-Regel 400 € pro Monat sparen (20 %), während 1000 € für Fixkosten (Needs) und 600 € für persönliche Wünsche (Wants) vorgesehen sind. Realistisch bleiben oft auch mehr übrig, wenn Fixkosten (Miete, Versicherungen) niedriger sind – zum Beispiel 350 € oder mehr, die Sie bewusst einplanen sollten, um Vermögen aufzubauen.
 

Was wird aus 10000 Euro in 10 Jahren?

Aus 10.000 Euro können in 10 Jahren je nach Anlage und Marktlage sehr unterschiedliche Beträge werden, von realem Wertverlust durch Inflation bis zu Vervielfachung bei erfolgreichen Investitionen in Aktien (z.B. 16.000 € bei Mischfonds, über 24.000 € in breit gestreuten ETFs wie dem MSCI World, oder sogar über 200.000 € bei Einzelaktien wie Axon Enterprise in der Vergangenheit). Wichtig ist, die Inflation (die die Kaufkraft senkt) durch Rendite zu übersteigen, um das Vermögen real zu vermehren.
 

Wie viel Geld braucht man, um mit 45 in den Ruhestand gehen zu können?

Wie viel müssten Sie sparen, um schon mit 45 in Rente gehen zu können? Eine Faustregel unter Frugalisten lautet: das 25-fache Ihrer jährlichen Ausgaben. Bei monatlichen Kosten von 2000 Euro wären das 600.000 Euro.

Was ist die 4-Prozent-Regel für den Ruhestand?

Die 4-Prozent-Regel ist eine Faustregel für den Ruhestand, die besagt, dass man jährlich 4 % des angesparten Vermögens entnehmen kann, um das Kapital über mindestens 30 Jahre zu erhalten, wobei der Betrag an die Inflation angepasst wird. Sie basiert auf der Forschung von William Bengen (1994) und gilt als nützliches Werkzeug, um den Finanzbedarf zu bestimmen, ist jedoch umstritten, da sie historische Daten nutzt und individuelle Umstände nicht berücksichtigt; eine flexible Entnahmestrategie wird oft empfohlen. 

Wie viel Geld sollte man mit 70 Jahren haben?

Internationale Empfehlungen sagen, dass man mit 70 rund das Zehnfache des letzten Bruttoeinkommens gespart haben sollte – etwa 500.000 bis 900.000 Euro, je nach Lebensstil.

Warum sind ETFs keine gute Geldanlage?

Risiken von ETFs

Fällt der Kurs, sind auch Verluste möglich. ETFs sind nie besser als ihr Index: Anders als bei aktiven Fonds können Sie mit ETFs keine Gewinne über Marktdurchschnitt erzielen. Denn ein ETF versucht nicht, den Markt “zu schlagen”, sondern bildet seine Entwicklung möglichst genau nach.

Welchen ETF empfiehlt Warren Buffett?

Vanguard S&P 500 ETF (VOO)

Wie kann ich 250.000 Euro am besten anlegen?

Um 250.000 € anzulegen, ist eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen wie Aktien (über ETFs), Anleihen, Immobilien (z.B. über Fonds) und vielleicht einen Teil sichererer Anlagen (Tagesgeld/Festgeld) für Liquidität am sinnvollsten, um Risiko und Rendite zu optimieren. Der Fokus sollte auf langfristigem Wachstum liegen, wobei ETFs globale Märkte abbilden, während Einzelaktien mehr Risiko bergen, aber auch höhere Chancen bieten können. Eine individuelle Strategie hängt von Ihrer Risikobereitschaft und Ihren Zielen ab, wobei der Zinseszinseffekt bei frühem Start enorm ist. 

Um wie viel wächst ein Betrag von 10.000 Euro in 20 Jahren?

Wie Sie sehen werden, kann der zukünftige Wert von 10.000 US-Dollar über einen Zeitraum von 20 Jahren zwischen 14.859,47 US-Dollar und 1.900.496,38 US-Dollar liegen.

Wie verdopple ich 5000 Euro?

Um 5.000 € zu verdoppeln, müssen Sie entweder Zeit (z.B. mit ETFs in ca. 10-12 Jahren bei 6-8 % Rendite) oder höheres Risiko (Einzelaktien, Krypto, P2P) eingehen, wobei das Risiko mit der Geschwindigkeit der Verdopplung steigt. Langfristig sind breit gestreute ETFs auf Weltindizes wie den MSCI World eine gute Mischung aus Sicherheit und Rendite, während Tagesgeld/Festgeld sicherer, aber langsamer ist und Einzelaktien schneller sein können, aber auch schneller Geld verlieren lassen. Nutzen Sie die 72er-Regel (72 / Rendite = Jahre zur Verdopplung), um den Zeitaufwand abzuschätzen.
 

Kann man mit 3000 € netto gut leben?

Ja, mit 3000 Euro Netto kann man in Deutschland gut leben, besonders als Single, da dies deutlich über dem Durchschnitt liegt und finanziellen Spielraum für Miete, Lebenshaltungskosten, Sparen und Freizeit bietet, aber die Definition von "gut" hängt stark von Wohnort, Lebensstil und Ausgaben ab. Es ist ein solides Einkommen, mit dem die meisten Menschen zufrieden sind, aber in sehr teuren Städten (wie München) oder bei hohen Ansprüchen kann es knapper werden. 

Wann bin ich für meine Bank reich?

Banken teilen Kunden in Kategorien ein: Ab 100.000 € liquides Vermögen gelten Sie als „Affluent“ (wohlhabend) und erhalten erste VIP-Angebote; ab einer Million Euro werden Sie zum „High-Net-Worth Individual (HNWI)“, was offizielle „Reich“ – Einstufung bedeutet; über 30 Millionen Euro spricht man von „Ultra-High-Net-Worth Individuals“ (UHNWI) mit höchster Exklusivität. 

Wie viel Geld sollte man mit 40 Jahren gespart haben?

Mit 40 Jahren sollten Sie idealerweise das Drei- bis Vierfache Ihres jährlichen Brutto- oder Nettoeinkommens angespart haben, also je nach Einkommen zwischen 100.000 € und 200.000 € oder mehr, um für den Ruhestand gut aufgestellt zu sein. Wichtig sind dabei nicht nur Barreserven, sondern auch Immobilien, Wertpapier-Anlagen (ETFs) und Versicherungen, um die Rentenlücke zu schließen. 

Wie hoch ist ein normaler Kontostand?

Ein „normaler“ Mensch hat in Deutschland je nach Altersgruppe unterschiedlich viel Geld auf dem Girokonto, aber der Durchschnitt (Median) liegt oft bei einigen tausend Euro, wobei junge Leute weniger haben, während der Durchschnitt aller Deutschen bei den Bankeinlagen (Giro-, Tages-, Festgeld) bei über 30.000 € pro Kopf liegt, aber das Girokonto selbst oft nur wenige tausend Euro zeigt, da viele ihr Geld woanders parken. Die Spanne ist groß: Viele haben weniger als 1.000 € auf dem Girokonto, während einige wenige hohe Beträge haben, was den Durchschnitt verzerrt. 

Wie lange kann man von 100.000 Euro im Ruhestand leben?

Von 100.000 € können Sie je nach Ausgaben, Anlagestrategie und ob Sie das Kapital verbrauchen oder nur die Zinsen nutzen, unterschiedlich lange leben; bei hohem Konsum reichen die 100.000 € nur für wenige Jahre, während Sie bei moderater Entnahme (z.B. 4 % Regel) mit 4.000 €/Jahr auskommen, was für ca. 30 Jahre reichen kann, oder bei reiner Zinsnutzung (z.B. 3 % Rendite) eine lebenslange, aber geringe monatliche Rente erhalten können, die durch Inflation gemindert wird. 

Ist man mit 70.000 Euro reich?

Ja, 70.000 € sind in Deutschland viel Geld, sowohl als Einkommen (ein sehr gutes Jahreseinkommen) als auch als Ersparnis (deutlich über dem Durchschnitts-Median), was finanzielle Sicherheit bietet, aber je nach Lebensstil und Zielen (z.B. Altersvorsorge) unterschiedlich viel Wert hat und intelligent angelegt werden sollte, um die Kaufkraft zu erhalten. 

Kann ein Smart Meter eine Photovoltaikanlage abschalten?

Ein anderer Anwendungsfall ist das Erzeugungsmanagement des Netzbetreibers. Der kann, falls notwendig, die Einspeisung kleiner Erzeugungsanlagen (z. B. Photovoltaikanlagen) über einen Kommunikationskanal des Smart Meter Gateways abschalten.