Ist die 58er Regelung noch gültig?

Gefragt von: Franz Josef Gabriel
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Nein, die ursprüngliche «58er-Regelung» zur erleichterten Arbeitslosengeld-Nutzung für Ältere gibt es seit 2008 nicht mehr. Allerdings gibt es heute noch eine ähnliche, aber anders ausgestaltete Regelung im Arbeitslosengeld (ALG I): Wer 58 ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen (mindestens 48 Monate versicherungspflichtige Arbeit in den letzten fünf Jahren) bis zu 24 Monate ALG I beziehen, was oft zur Überbrückung bis zur Rente genutzt wird, und es gibt Sonderregelungen wie das „Deutschlandticket“ zu 58 Euro, aber das ist etwas völlig anderes.

Wird man mit 58 noch vom Jobcenter vermittelt?

2a SGB II mit dem folgenden Text eingefügt: 2a) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die das 58. Lebensjahr vollendet haben, sind unverzüglich in Arbeit zu vermitteln.

Welche Sonderregelungen gibt es für das Arbeitslosengeld für über 58-Jährige?

Die "58er-Regelung" war eine frühere Sozialleistung, die es älteren Arbeitslosen (ab 58) ermöglichte, sich bei Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I) oder Arbeitslosengeld II ( ALG II / Hartz IV) vom Arbeitsmarkt zurückzuziehen, ohne Vermittlungs- und Mitwirkungspflichten zu haben, um eine vorzeitige Rente zu vermeiden. Diese Regelung gibt es seit dem 1. Januar 2008 nicht mehr, aber es gibt eine ähnliche Regelung im Bürgergeld (Rentenmoratorium), das die Zwangsberechnung einer vorzeitigen Rente bis Ende 2026 aussetzt, sowie eine längere Bezugsdauer von ALG I für Ältere. 

Ist die 58er-Regelung noch aktuell?

Zum Jahresende fällt die so genannte 58er-Regelung weg.

Gibt es die 58er-Regelung noch im Bürgergeld?

Die 58er-Regelung ist im Jahr 2008 ersatzlos weggefallen. Eine ähnliche Regelung haben wir im Bürgergeld mit dem Rentenmoratorium. Der Zwang eine vorzeitige Rente mit Abschlägen in Anspruch nehmen zu müssen, wenn die Rente höher ist, als das Bürgergeld ist bis 31.12.2026 aufgehoben.

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Was passiert, wenn ich mit 58 aufhöre zu arbeiten?

Sind Arbeitnehmer 55 oder älter, können sie mit Zustimmung des Arbeitgebers in Altersteilzeit gehen. Bei dieser Form des Vorruhestands halbieren sie ihre Arbeitszeit und ihr Gehalt, ergänzt um einen steuer- und sozialversicherungsfreien Aufstockungsbetrag von mindestens 20 Prozent.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um nahtlos Arbeitslosengeld i Nahtlosigkeitsregelung beziehen zu können?

Das Wichtigste in Kürze. Die Nahtlosigkeitsregelung ist eine Ausnahme vom Grundsatz, dass Arbeitslosengeld (ALG) nur dann gezahlt wird, wenn Versicherte für mindestens 3 Stunden täglich erwerbsfähig sind.

Was passiert, wenn ich mit 59 arbeitslos werde?

Wenn Sie mit 59 arbeitslos werden, melden Sie sich sofort bei der Agentur für Arbeit, nutzen Sie die längere Bezugsdauer für Arbeitslosengeld I (bis zu 24 Monate ab 58 Jahren), lassen Sie sich bei der Rentenversicherung beraten, prüfen Sie Weiterbildungen oder Umschulungen und nutzen Sie Arbeitgeberzuschüsse, da ältere Arbeitnehmer für Firmen attraktiver sein können. 

Was tun, damit das Arbeitsamt einen in Ruhe lässt?

Um in Ruhe gelassen zu werden, müssen Sie Ihre Pflichten gegenüber der Arbeitsagentur (BA) oder dem Jobcenter (JC) erfüllen: Melden Sie sich fristgerecht arbeitslos (spätestens 3 Monate vorher) und halten Sie Kontakt, indem Sie Termine wahrnehmen, Bewerbungen nachweisen und Ihre Meldepflichten (z.B. bei Reisen) beachten. Wenn Sie Probleme haben oder sich unfair behandelt fühlen, nutzen Sie Beschwerdewege wie die Dienstaufsichtsbeschwerde oder einen Widerspruch gegen Bescheide, um Ihre Situation zu klären und Konflikte zu lösen. 

Was ist die 58er-Regelung beim Arbeitsamt?

Der Gesetzgeber hat die ursprünglich bis zum Jahresende 2005 befristete 58er-Regelung für weitere zwei Jahre verlängert. Die sogenannte 58er-Regelung besagt, dass ältere Arbeitslose auf Antrag vom Arbeitsamt nicht mehr vermittelt werden.

Was ist die 58iger Regelung nach § 428 SGB III?

58iger Regelung läuft am 01.01.2008 aus. Arbeitslose, die das 58 Lebensjahr vollendet haben, müssen sich nicht mehr den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stellen. Diese Möglichkeit bietet der § 428 SGB III.

Wie viel Arbeitslosengeld bekommt man, wenn man 58 Jahre alt ist?

Danach ist eine längere Bezugsdauer möglich, bis hin zu 24 Monaten ab dem 58. Geburtstag. Das Arbeitslosengeld beträgt 60 % (ohne Kinder) bzw. 67 % vom letzten Nettogehalt und die Agentur für Arbeit übernimmt zusätzlich die Sozialversicherungsbeiträge für die Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung.

Was passiert, wenn ich 2 Jahre vor Rentenbeginn arbeitslos werde?

Wenn Sie 2 Jahre vor der Rente arbeitslos werden, erhalten Sie in der Regel Arbeitslosengeld 1, welches auch Rentenbeiträge zahlt und damit Ihre Rente weiter aufbaut, aber die Zeit zählt nicht für die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren (außer bei Insolvenz/Betriebsschließung) – es kann also eine Lücke entstehen, die Sie durch Minijobs o.Ä. füllen oder eine abschlagsfreie Rente gefährden. Für Ältere (ab 58) gibt es bis zu 24 Monate ALG 1, was eine gute Brücke sein kann. 

Ist eine Zwangsverrentung mit 63 Jahren möglich?

Die sogenannte Zwangsverrentung mit 63 betrifft in erster Linie Bezieher von Bürgergeld (früher ALG II), die gezwungen werden konnten, mit 63 eine vorgezogene Altersrente mit Abschlägen zu beantragen, um Sozialleistungen zu sparen. Aktuell (bis Ende 2026) besteht ein Moratorium (eine Pause) und Jobcenter dürfen niemanden mehr in eine solche Rente drängen. Ab 2027 droht diese Praxis jedoch zurückzukehren, mit potenziell hohen Abschlägen (bis zu 14,4 %), es sei denn, es greifen Ausnahmen (z.B. laufender Arbeitsvertrag) oder es wird eine Verlängerung des Moratoriums beschlossen. 

Wie lange kann man mit 58 arbeitslos sein?

Mit 58 Jahren können Sie bei entsprechender Vorversicherungszeit (mindestens 48 Monate in den letzten 5 Jahren) Arbeitslosengeld I (ALG I) für bis zu 24 Monate erhalten, was die längste mögliche Bezugsdauer darstellt. Die genaue Dauer hängt vom Alter und den gezahlten Beiträgen ab, aber ab 50 Jahren verlängert sich der Anspruch gestaffelt (50 Jahre: 15 Monate, 55 Jahre: 18 Monate) und erreicht mit 58 Jahren das Maximum von 24 Monaten.
 

Wie kann ich 3 Jahre bis zur Rente überbrücken?

Um die 3 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, können Sie eine Kombination aus Altersteilzeit (Blockmodell), Nutzung von Arbeitslosengeld (ALG I) für Ältere (bis zu 24 Monate), einem Lebensarbeitszeitkonto mit angespartem Guthaben (Überstunden, Urlaub), Teilzeitarbeit, Mini- oder Midijobs, privaten Rücklagen, Sonderzahlungen in die Rentenkasse oder sogar Krankengeld und ALG II (für über 58-Jährige) nutzen; wichtig ist eine individuelle Strategie, die zu Ihrer Situation passt.
 

Was tun, wenn das Jobcenter schikaniert?

Wenn Sie sich vom Jobcenter schikaniert fühlen, sollten Sie sofort schriftlich Widerspruch gegen Bescheide einlegen, das Gespräch mit der Teamleitung suchen, eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen, sich an spezialisierte Sozialberatungsstellen (Caritas, Diakonie, VdK) wenden oder Ombudsstellen nutzen, um Ihre Rechte durchzusetzen, da das Problem oft in der Sachbearbeitung liegt. Dokumentieren Sie alles genau und suchen Sie sich professionelle Hilfe, um Schikanen wie ungerechtfertigte Sanktionen oder unzumutbare Forderungen zu stoppen. 

Wann ist man für das Arbeitsamt nicht mehr vermittelbar?

Wer über einen längeren Zeitraum keinen Job findet und nach Ansicht von Arbeitsamt und Bundesagentur für Arbeit keine Aussicht auf Arbeit hat, gilt als unvermittelbar. Dies kann sich nur auf den gewählten Beruf oder auf alle beruflichen Tätigkeiten insgesamt beziehen.

Was tun, wenn man den Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann?

Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, sollten Sie ** ärztliche Hilfe suchen**, eine Berufliche Reha bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen, um wieder eingegliedert zu werden, oder eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) prüfen, wenn Sie weniger als 6 Stunden täglich arbeiten können, da diese Ihr Einkommen ersetzt. Parallel dazu ist es ratsam, mit der Krankenkasse über Krankengeld (bis zu 72 Wochen) zu sprechen, ggf. einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung mit dem Arbeitgeber zu verhandeln und sich beim Jobcenter oder der Agentur für Arbeit über Sozialleistungen (z.B. Bürgergeld) zu informieren. 

Hat man mit 58 noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt?

Der Arbeitsmarkt mit 58 Jahren ist eine Herausforderung, aber nicht aussichtslos: Chancen bestehen durch hohe Berufserfahrung und Fachkräftemangel, aber die Jobsuche ist oft schwieriger und langwieriger, mit geringeren Erfolgsaussichten als für Jüngere, weshalb Förderprogramme, Weiterbildung und aktive Netzwerkarbeit entscheidend sind, um Langzeitarbeitslosigkeit und damit verbundene Rentennachteile zu vermeiden. Die sogenannte 58er-Regelung (erleichterter Bezug von ALG) existiert nicht mehr, doch der Bedarf an erfahrenen Arbeitskräften wächst in vielen Branchen. 

Wie wirken sich 2 Jahre Arbeitslosigkeit auf die Rente aus?

Wenn Sie 2 Jahre vor der Rente arbeitslos werden, erhalten Sie in der Regel Arbeitslosengeld 1, welches auch Rentenbeiträge zahlt und damit Ihre Rente weiter aufbaut, aber die Zeit zählt nicht für die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren (außer bei Insolvenz/Betriebsschließung) – es kann also eine Lücke entstehen, die Sie durch Minijobs o.Ä. füllen oder eine abschlagsfreie Rente gefährden. Für Ältere (ab 58) gibt es bis zu 24 Monate ALG 1, was eine gute Brücke sein kann. 

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen, wenn man arbeitslos ist?

Um früher in Rente zu gehen, wenn man arbeitslos ist, nutzt man oft die Überbrückung mit Arbeitslosengeld 1 (ALG I), was zu einer höheren Rente führen kann, indem man die Zeit bis zum Rentenbeginn überbrückt und gleichzeitig Rentenbeiträge zahlt, besonders bei der Rente für langjährig Versicherte (35 Jahre Wartezeit) oder besonders langjährig Versicherten (45 Jahre), wobei ALG I auch auf die Wartezeit zählt. Ein beliebter Trick ist, sich mit 61 arbeitslos zu melden, um 24 Monate ALG I zu beziehen und so die Zeit bis 63 zu überbrücken, wobei man die volle Rente erhält, wenn man die 45-jährige Wartezeit hat. Wichtig ist, die Rentenberechnung und Abschläge zu vergleichen und bei Bedarf durch Minijobs oder Arbeitszeitkonten Beiträge zu sammeln. 

Wann greift die Nahtlosigkeitsregelung nicht?

Die Nahtlosigkeitsregelung greift nicht, wenn der ärztliche Dienst der Agentur für Arbeit feststellt, dass Sie weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten können (sondern mehr) oder voraussichtlich innerhalb der nächsten sechs Monate wieder voll erwerbsfähig sind, oder wenn Sie noch Krankengeld beziehen, das höher ist als das Arbeitslosengeld (ALG I), oder wenn Sie keine vorherige Arbeitslosmeldung bei der Agentur getätigt haben, die das Verfahren auslöst. Sie gilt speziell für die Lücke zwischen Ende Krankengeld und Entscheidung über eine Erwerbsminderungsrente, wenn Sie noch krank, aber noch nicht vollständig erwerbsfähig sind. 

Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 2000 € netto?

Bei 2.000 € Netto-Einkommen liegt Ihr Arbeitslosengeld (ALG I) ungefähr bei 60 % Ihres Netto-Betrags, also rund 1.200 € pro Monat, wenn Sie keine Kinder haben, und steigt auf etwa 67 % (ca. 1.340 €) an, wenn Sie mindestens ein Kind haben, wobei die genaue Berechnung auf dem Brutto-Entgelt der letzten 12 Monate basiert. Es wird also nicht direkt vom Netto-Betrag berechnet, sondern ein pauschaliertes Netto-Entgelt aus Ihrem Brutto ermittelt und darauf 60 % oder 67 % angewendet, wobei die Sozialversicherungsbeiträge von der Agentur für Arbeit übernommen werden.
 

Kann das Arbeitsamt mich in Erwerbsminderungsrente schicken?

Ja, die Agentur für Arbeit (AfA) kann Sie indirekt in eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) "schicken", indem sie Sie auffordert, einen Reha-Antrag zu stellen, was oft in eine EM-Rente mündet, wenn Sie weniger als 3 Stunden täglich arbeiten können, und bei Nichtbefolgung das Arbeitslosengeld einstellt, was zu einer finanziellen Zwangslage führt, die eine Rente nahelegt. Die Entscheidung über die EM-Rente trifft die Deutsche Rentenversicherung, aber die AfA leitet den Prozess ein, um Leistungen zu vermeiden, die sie nicht tragen muss.