Ist die Ausgleichszahlung für den Versorgungsausgleich steuerfrei?

Gefragt von: Martina Schiller-Döring
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Der Ausgleichsverpflichtete kann die Zahlungen im Rahmen des Versorgungsausgleichs in dem Umfang als Sonderausgaben absetzen (nach § 10 Abs. 1a Nr. 4 EStG 2015), in dem die den Ausgleichszahlungen zugrunde liegenden Einnahmen bei ihm der Besteuerung unterliegen.

Ist die Ausgleichszahlung im Versorgungsausgleich steuerfrei?

Der Versorgungsausgleich regelt bei einer Scheidung den Ausgleich der während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche, indem Rentenpunkte geteilt werden. Eine Ausgleichszahlung ist eine Alternative: Statt Rentenansprüche aufzuteilen, zahlt der eine Partner einen einmaligen Betrag an den anderen, um den Versorgungsausgleich zu vermeiden, was Zeit und Kosten sparen kann. Diese Zahlung ist steuerpflichtig, muss aber vom Zahlenden als Sonderausgabe und vom Empfänger als sonstige Einkünfte in der Steuererklärung angegeben werden.
 

Wie wird eine Ausgleichszahlung versteuert?

Der Ausgleichsberechtigte muss die erhaltenen Zahlungen als „sonstige Einkünfte“ versteuern (§ 22 Nr. 1a EStG). Dabei gilt das Korrespondenzprinzip: Die Besteuerung erfolgt in dem Umfang, in dem beim anderen Partner ein Sonderausgabenabzug möglich ist. Ein Werbungskostenpauschbetrag von 102 Euro wird berücksichtigt.

Müssen Ausgleichszahlungen versteuert werden?

Eine Ausgleichszahlung wird steuerlich nicht als Einkommen eingestuft – sie stellt vielmehr eine Rendite auf Ihre ursprüngliche Investition dar.

Ist der Versorgungsausgleich steuerfrei?

Scheidung, Rente, Steuern: Versorgungsausgleich oder Ausgleichszahlung. Lassen sich Eheleute scheiden, wird alles, was während der Ehe für die Altersvorsorge angespart wurde, zusammengerechnet und je zur Hälfte geteilt – steuerfrei. Das nennt sich Versorgungsausgleich.

Ausgleichszahlung zur Abfindung des Versorgungsausgleichs

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Wie hoch ist der Freibetrag für Versorgungsausgleich?

Seit dem 1. Januar 2025 gilt ein monatlicher Freibetrag von 187,25 Euro (2024: 176,75 Euro). Das heißt: Erst ab dieser Höhe werden Krankenversicherungs-Beiträge auf Versorgungsbezüge fällig.

Ist eine Zugewinnausgleichszahlung steuerpflichtig?

Zugewinnausgleich ist steuerfrei

Gleiches gilt steuerlich, wenn die Ehe durch Tod eines Ehepartners beendet wird. Unter steuerlichen Gesichtspunkten ist die Zugewinngemeinschaft also sehr vorteilhaft.

Sind Ausgleichszahlungen steuerpflichtig in Österreich?

Zahlungen aufgrund gerichtlicher oder außergerichtlicher Vergleiche, Bereinigungen und Nachzahlungen aufgrund von Gerichtsurteilen und Bescheiden von Verwaltungsbehörden sowie Zahlungen im Zusammenhang mit einer Kündigungsanfechtungsklage sind als Vergleichssumme zu versteuern.

Wird die Einmalzahlung versteuert?

Ja, Einmalzahlungen (wie Weihnachts-, Urlaubs-, Bonus- oder Abfindungszahlungen) sind grundsätzlich steuer- und sozialversicherungspflichtig und werden zusammen mit dem normalen Lohn versteuert, allerdings mit einer speziellen Berechnungsmethode (der sog. "Fünftelregelung" oder als "sonstiger Bezug") , die eine höhere Lohnsteuer im Auszahlungsmonat bewirken kann, was aber in der Steuererklärung ausgeglichen wird. Es gibt Ausnahmen für steuerfreie Sachbezüge (bis 50€ monatlich) oder ehemalige Inflationsprämien, aber neue Prämien sind meist steuerpflichtig.
 

Welche Ausgleichszahlungen können im Rahmen des Versorgungsausgleichs abgezogen werden?

Der Versorgungsausgleich regelt bei einer Scheidung den Ausgleich der während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche, indem Rentenpunkte geteilt werden. Eine Ausgleichszahlung ist eine Alternative: Statt Rentenansprüche aufzuteilen, zahlt der eine Partner einen einmaligen Betrag an den anderen, um den Versorgungsausgleich zu vermeiden, was Zeit und Kosten sparen kann. Diese Zahlung ist steuerpflichtig, muss aber vom Zahlenden als Sonderausgabe und vom Empfänger als sonstige Einkünfte in der Steuererklärung angegeben werden.
 

Wie wird der Ausgleichsanspruch versteuert?

Der Ausgleichsanspruch gehört einkommensteuerlich zum laufenden gewerblichen Gewinn i. S.d. § 15 Abs. 1 Nr. 1 EStG und ist auch im Zusammenhang mit der Veräußerung oder Aufgabe des Betriebs nicht als nach den §§ 16 und 34 EStG begünstigter Veräußerungs- oder Aufgabegewinn zu behandeln.

Ist die Ausgleichszulage steuerpflichtig?

» Das Pflegegeld ist steuerfrei. » Die Ausgleichszulage gilt grundsätzlich als steuerpflichtiges Einkommen.

Wo trage ich den Versorgungsausgleich in der Steuererklärung ein?

Fügen Sie bitte die Anlage U bei. Tragen Sie hier die Höhe der geleisteten Ausgleichszahlungen ein. Ausgleichszahlungen im Rahmen des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs können ggf. als Sonderausgaben abgezogen werden.

Wird der Versorgungsausgleich vom Brutto oder Netto abgezogen?

Der Versorgungsausgleich wird grundsätzlich auf Basis des Bruttogehalts ermittelt, da er die Rentenanwartschaften (gesetzlich, betrieblich, privat) aufteilt, die während der Ehezeit erworben wurden. Die Berechnung der Höhe der Ausgleichszahlung orientiert sich am Brutto-Einkommen, wobei die Rentenversicherung die Sozialabgaben (KV/PV) von der Brutto-Rente abzieht und Steuern erst später anfallen – die gezahlten Beiträge können aber steuerlich geltend gemacht werden. 

Wann bekommt die geschiedene Frau den Versorgungsausgleich ausgezahlt?

Im Normalfall wird der Versorgungsausgleich immer automatisch nach Beantragung der Scheidung durch das Familiengericht durchgeführt. Dem liegt der Gedanke zugrunde, dass derjenige Ehegatte, der während der Ehe z.B. den Haushalt geführt und die Kinder betreut hat, im Alter eine eigene soziale Absicherung haben soll.

Wie wirkt sich der Versorgungsausgleich auf die Pension aus?

Ihre Pension wird erst dann aufgrund des Versorgungsausgleichs gemindert, wenn Ihr früherer Ehepartner oder seine Hinterbliebenen eine Rente bzw. Leistungen aus dem im Versorgungsausgleich erworbenen Anrecht erhalten. Dieses Privileg gilt, solange die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Welche Einmalzahlungen sind steuerfrei?

Sachzuwendungen bis zu einem Wert von 60 Euro brutto gelten als Aufmerksamkeiten zu einem besonderen persönlichen Ereignis und sind steuerfrei.

Wie viel bleibt von einer Einmalzahlung übrig?

Das hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz, der Steuerklasse und der Bonushöhe ab. Bonuszahlungen werden als „sonstige Bezüge“ versteuert. Bei einem Brutto-Bonus von 5.000 Euro bleiben je nach Steuerklasse etwa 2.800-3.200 Euro netto übrig.

Sind Ausgleichszahlungen steuerfrei?

Bei Kapitalgesellschaften als Empfänger der Ausgleichszahlungen ist § 8b Abs. 1 i.V.m. Abs. 5 KStG zu berücksichtigen, wonach die Ausgleichszahlungen grundsätzlich steuerfrei sind, 5 % der Ausgleichszahlungen jedoch als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben der Besteuerung unterliegen.

Was ist die Ausgleichszahlung bei einer Scheidung?

Eine Ausgleichszahlung bei Scheidung dient dazu, Vermögensunterschiede, oft bei Rentenansprüchen oder Immobilien, fair aufzuteilen, wenn eine natürliche Teilung schwierig ist, wobei ein Partner dem anderen eine Einmalzahlung leistet, um seinen Anteil zu „kaufen“ und so den regulären Versorgungsausgleich (Rente) oder Zugewinnausgleich (Vermögen) zu umgehen oder abzugelten. Dies muss oft notariell beurkundet werden und regelt steuerliche Aspekte, wie z. B. die Versteuerung der Zahlung als sonstige Einkünfte beim Empfänger. 

Wie werden Vergleichssummen besteuert?

Fallen Vergleichssummen bei oder nach Beendigung eines Dienstverhältnisses an und werden sie für Zeiträume ausbezahlt, für die eine Anwartschaft gegenüber einer Betrieblichen Vorsorgekasse besteht, sind sie bis zu einem Betrag von 7.500,00 Euro mit dem festen Steuersatz von 6 % zu versteuern.

Kann der Versorgungsausgleich steuerlich abgesetzt werden?

Der Ausgleichsverpflichtete kann die Zahlungen im Rahmen des Versorgungsausgleichs in dem Umfang als Sonderausgaben absetzen (nach § 10 Abs. 1a Nr. 4 EStG 2015), in dem die den Ausgleichszahlungen zugrunde liegenden Einnahmen bei ihm der Besteuerung unterliegen.

Was bedeutet Vermögensausgleich bei Scheidung?

Der Zugewinnausgleich bei einer Scheidung ist ein Ausgleich des während der Ehe erwirtschafteten Vermögenszuwachses (Zugewinns), um eine faire Aufteilung zu gewährleisten: Der Partner, der während der Ehe mehr Vermögen hinzugewonnen hat, muss die Hälfte dieses Überschusses an den Partner mit dem geringeren Zugewinn zahlen, wenn sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben. Er wird durch den Vergleich von Anfangs- und Endvermögen beider Partner berechnet, wobei Erbschaften, Schenkungen und das Startvermögen herausgerechnet werden.
 

Ist der Zugewinnausgleich steuerfrei in der Erbschaftsteuer?

Der Zugewinnausgleich ist nicht der Besteuerung zu unterwerfen und wirkt bei Berechnung der Erbschaftsteuer wie ein zusätzlicher Freibetrag. Nach § 5 Abs. 1 Satz 5 ErbStG ist jedoch die steuerfreie Ausgleichsforderung nur insoweit abzuziehen, als der Steuerwert des Nachlasses dem Verkehrswert entspricht.