Ist die Feuerstättenschau eine haushaltsnahe Dienstleistung?
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Ja, die Kosten für die Feuerstättenschau können steuerlich geltend gemacht werden. Allerdings werden sie nicht als haushaltsnahe Dienstleistung, sondern als Handwerkerleistung nach § 35a EStG behandelt.
Ist Feuerstättenschau eine haushaltsnahe Dienstleistung?
Diese Kosten sind als „haushaltsnahe Dienstleistung“ steuerlich absetzbar. Außerdem sind sie umlagefähig. Vermieter*innen können sie also über die Betriebskosten auf die Mieter*innen umlegen und über die jährliche Nebenkostenabrechnung abrechnen.
Kann ich die Kosten für die Feuerstättenschau steuerlich absetzen?
20 % der Schornsteinfegerkosten können steuermindernd berücksichtigt werden, maximal aber 1.200 €. In Deutschland sind Haus- und Immobilieneigentümer verpflichtet, ihre Feuerstätten regelmäßig von einem Schornsteinfeger überprüfen zu lassen. Kehren, Feuerstättenschau, Heizungs-Check - das kostet natürlich.
Ist Schornsteinfeger Handwerker oder haushaltsnahe Dienstleistung?
Das heißt, alle Tätigkeiten des Schornsteinfegers bzw. der Schornsteinfegerin rund um Heizung, Kamin und Ofen gelten als Handwerkerleistung.
Wie wird die Feuerstättenschau auf Mieter umgelegt?
Die Kosten der Feuerstättenschau werden mittels eines Verteilerschlüssels auf Mieter umgelegt, der sich nach den mietvertraglichen Vereinbarungen richtet. Zudem ist auch eine Direktumlage für die jeweiligen Mieter möglich, wenn für die jeweiligen Wohnungen eine gesonderte Rechnung gestellt wird.
DAS kann JEDER Mieter absetzen! (Haushaltsnahe Dienstleistungen Steuererklärung 2023)
Kann ich die Kosten für die Feuerstättenschau auf die Mieter umlegen?
Bei den Kosten für eine Feuerstättenschau handelt es sich um laufende öffentliche Lasten eines Grundstücks gemäß § 2 Ziff. 1 BetrKV. Aus § 2 Ziff. 1 BetrKV ergibt sich, dass zu den laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks namentlich die Grundsteuer gehört.
Welche Kosten dürfen auf den Mieter nicht umgelegt werden?
Vermieter dürfen Kosten für Instandhaltung, Reparaturen, Verwaltung (Hausverwaltung, Bankgebühren, Steuerberatung), Mietausfall- und Rechtsschutzversicherungen, Abschreibungen und zunehmend auch Kabelgebühren nicht auf Mieter umlegen, da diese vom Vermieter selbst zu tragen sind und nicht zu den laufenden Betriebskosten zählen. Lediglich gesetzlich definierte und vertraglich vereinbarte Betriebskosten (z.B. Heizung, Wasser, Müll) dürfen umgelegt werden.
Was fällt alles unter haushaltsnahe Dienstleistung?
Darunter fallen folgende Tätigkeiten: Reinigung der Wohnung (z.B. durch Angestellte einer Dienstleistungsagentur oder einen selbständigen Fensterputzer) Gartenpflegearbeiten (z.B. Rasenmähen, Heckenschneiden) Zubereitung von Mahlzeiten im Haushalt und Dienstleistungen für privat veranlasste Umzüge.
Wie wird der Schornsteinfeger in der Nebenkostenabrechnung abgerechnet?
In der Nebenkostenabrechnung werden üblicherweise die Kehrgebühren des Schornsteinfegers und die Gebühren für die Emissionsmessung zusammen mit den Heizkosten vom Vermieter abgerechnet.
Kann ich die hoheitlichen Tätigkeiten des Schornsteinfegers in meiner Steuererklärung geltend machen?
Seit dem Veranlagungsjahr 2014 können Sie die Schornsteinfegerrechnung steuerlich geltend machen, und zwar in vollem Umfang wieder. Alle Mess- und Überprüfungsarbeiten des Schornsteinfegers so wie auch die hoheitlichen Tätigkeiten wie die Feuerstättenschau sind als Schornsteinfegerrechnung von der Steuer absetzbar.
Wer trägt die Kosten für die Feuerstättenschau?
Die Feuerstättenschau ist Pflicht des Hauseigentümers, weshalb dieser die Kosten trägt. Allerdings dürfen Eigentümer die Kosten über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umlegen.
Wie oft darf der Schornsteinfeger eine Feuerstättenschau machen?
Eine Feuerstättenschau muss gesetzlich zweimal innerhalb von sieben Jahren durchgeführt werden, mit mindestens drei Jahren Abstand zwischen den Terminen, um die Betriebssicherheit Ihrer Heizungsanlagen zu prüfen; der Bezirksschornsteinfeger legt die genauen Termine fest und erstellt den sogenannten Feuerstättenbescheid, der die Prüfintervalle für alle Arbeiten festlegt.
Wie teuer ist eine Feuerstättenschau vom Schornsteinfeger?
Die Kosten für eine Feuerstättenschau beim Schornsteinfeger liegen meist zwischen 30 und 100 Euro, können aber je nach Anzahl der Feuerstätten, Gebäudegröße und regionalen Preisen auch höher ausfallen (bis 150 Euro). Zusätzlich zum Besuch wird der Feuerstättenbescheid separat berechnet (oft weitere 30-50 Euro). Die Berechnung erfolgt über Arbeitswerte (AW) und ist steuerlich absetzbar (haushaltsnahe Dienstleistung) und für Mieter umlagefähig.
Kann ich die Kosten für die Feuerstättenschau in meiner Steuererklärung absetzen?
Die Kosten für Wartungsarbeiten, die Feuerstättenschau und kleinere Überprüfungen bewegen sich meist im niedrigen dreistelligen Bereich. Pro Jahr gilt jedoch eine maximale Summe für alle Handwerkerleistungen von 6.000 Euro (Stand: 2025). Von der Rechnungssumme können Sie nur 20 Prozent in der Steuererklärung angeben.
Welche Schornsteinfegerkosten kann ich steuerlich absetzen?
Das Finanzamt akzeptiert in der Regel alle Schornsteinfeger-Dienste, die im Zusammenhang mit einem privaten Haushalt erbracht werden, als absetzbare Handwerkerleistungen.
Was ist der Unterschied zwischen Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen?
Im Gegensatz zu den haushaltsnahen Dienstleistungen werden die sogenannten Handwerkerleistungen im und ums Haus immer von geschulten Fachkräften übernommen. Dazu zählen beispielsweise Fensterrenovierungen, die Wartung der Heizungsanlage oder Dacharbeiten.
Kann die Feuerstättenschau auf den Mieter umgelegt werden?
Ja, die Kosten für die Feuerstättenschau sind umlagefähig und gehören zu den Betriebskosten, die der Vermieter über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umlegen darf, da sie als "laufende öffentliche Lasten" oder "sonstige Betriebskosten" gemäß § 2 BetrKV gelten. Diese gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung durch den Schornsteinfeger dient der Sicherheit und dem Brandschutz, und auch Mieter können diese Kosten steuerlich geltend machen.
Wo trage ich die Kosten für den Schornsteinfeger in der Steuererklärung ein?
Sobald Sie mit Ihrer Steuererklärung beschäftigt sind, tragen Sie die bisherigen Kosten für den Schornsteinfeger auf der dritten Seite des Hauptformulars ein. Die entsprechende Kategorie finden Sie unter der Bezeichnung „Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen und Handwerkerleistungen“.
Warum zwei Rechnungen vom Schornsteinfeger?
Warum erhalte ich zwei getrennte Rechnungen nach Durchführung der Feuerstättenschau zusammen mit Kehr- und Messarbeiten? Für die Eigentümer muss ersichtlich sein, welche Dienstleistungen hoheitliche Tätigkeiten sind und welche Arbeiten sich in freien Wettbewerb befinden.
Ist die Heizungswartung eine haushaltsnahe Dienstleistung?
Ist eine Heizungsreparatur oder Heizungswartung haushaltsnahe Dienstleistung oder Handwerkerleistung? Heizungswartung oder Reparatur gehören ebenso zu den haushaltsnahen Dienstleistungen wie die Heizungsmontage.
Was zählt zu haushaltsnahen Dienstleistungen als Mieter?
Auch als Mieter:in kannst du Kosten und Aufwendungen aus haushaltsnahen Dienstleistungen in deiner Steuererklärung absetzen. Die in der Nebenkostenabrechnung aufgelisteten Aufwendungen für Dienstleister, wie Schornsteinfeger, Hausmeister, Gärtner oder Reinigungskräfte, kannst du steuerlich geltend machen.
Ist Fensterputzen eine haushaltsnahe Dienstleistung?
Unter haushaltsnahen Dienstleistungen sind zum Beispiel Wohnungsreinigung, Fenster putzen oder Gartenpflegearbeiten zu verstehen – vorausgesetzt diese werden von einem Dienstleister erbracht. Von den Rechnungen für Helfer im Haushalt zählen die Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten.
Was darf nicht auf die Nebenkostenabrechnung?
Nicht in den Nebenkosten enthalten sind vor allem Reparatur- und Instandhaltungskosten, Verwaltungskosten (z.B. Hausverwaltung, Bankgebühren, Steuerberatung) und einmalige Kosten (z.B. Ungezieferbekämpfung, neue Mülltonnen). Auch Stromkosten (außer für Allgemeinstrom wie Hausflur) sind meist getrennt zu zahlen, ebenso wie Miet- und Hausrechtsschutzversicherungen.
Kann der Vermieter die Gebäudeversicherung auf den Mieter umlegen?
Ja, der Vermieter darf die Kosten der Wohngebäudeversicherung über die Nebenkosten auf die Mieter umlegen, da sie zu den umlagefähigen Betriebskosten (§ 2 BetrKV) gehören, aber dies muss im Mietvertrag vereinbart sein, die Kosten müssen angemessen sein und die Abrechnung muss transparent erfolgen, meist nach Wohnfläche.
Kann ein Vermieter Anwaltskosten auf den Mieter umlegen?
Rechts- und Beratungskosten: Kosten für Rechtsberatung, Anwaltskosten oder Gerichtskosten kann der Vermieter nicht auf den Mieter umlegen. Kosten für die Durchführung von Eigenleistungen: Wenn der Vermieter selbst Arbeiten am Gebäude durchführt, können die Kosten dafür nicht auf den Mieter umgelegt werden.