Ist die Halbwaisenrente eine Hinterbliebenenrente?
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Ja, die Halbwaisenrente ist eine Form der Hinterbliebenenrente, die dazu dient, Kinder finanziell abzusichern, wenn ein Elternteil verstorben ist und somit die Unterhaltsgrundlage entfällt. Sie gehört zu den Renten wegen Todes und wird neben der Witwen-/Witwerrente und der Vollwaisenrente gezahlt.
Ist Halbwaisenrente Hinterbliebenenrente?
Um die monetäre Einbuße durch den Wegfall eines Elternteils aufzufangen, wird den hinterbliebenen Kindern Halbwaisenrente gezahlt. Sie ist, wie auch die Vollwaisenrente bei Verlust beider Elternteile, ein Bestandteil der Leistungen der Hinterbliebenenrente.
Ist Waisenrente ein Hinterbliebenenbezug?
Voraussetzungen für den Hinterbliebenen-Pauschbetrag
Auch ein ruhender Anspruch oder eine Abfindung als Kapitalzahlung zählt dazu. Hinterbliebenenbezüge umfassen Witwen-, Witwer-, Halbwaisen-, Waisen-, Eltern- und Geschiedenen-Witwenrenten. Allerdings dürfen diese nicht aus der gesetzlichen Rentenversicherung stammen.
Was zählt zur Hinterbliebenenrente?
Auf die Witwenrente werden fast alle Arten von eigenem Einkommen angerechnet, darunter Arbeitsentgelt, Krankengeld, eigene Renten, Einkünfte aus Vermietung/Verpachtung (abzüglich Freibetrag), Gewinne aus selbstständiger Arbeit, betriebliche Renten und Elterngeld; nur ein Teil des Einkommens, das über dem Freibetrag liegt (derzeit ca. 1.077 Euro), wird zu 40 Prozent gekürzt, wobei es Ausnahmen und spezifische Anrechnungsregeln für bestimmte Einkommensarten gibt.
Wann endet die Zahlung der Halbwaisenrente?
Die Halbwaisenrente wird normalerweise bis zum 18. Geburtstag gezahlt, kann aber unter bestimmten Voraussetzungen (Schule, Studium, Berufsausbildung, Freiwilligendienst, Behinderung) bis maximal zum 27. Geburtstag verlängert werden, wobei die Ausbildung wöchentlich mehr als 20 Stunden umfassen muss und die Übergangszeiten zwischen zwei Ausbildungen maximal vier Monate betragen dürfen, erklärt die Deutsche Rentenversicherung.
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Wann fällt Halbwaisenrente weg?
Die Halbwaisenrente fällt weg, wenn die Ausbildung endet, Sie ein regelmäßiges Einkommen erzielen oder spätestens mit dem 27. Geburtstag, aber sie wird verlängert, wenn Sie sich in einer Schul- oder Berufsausbildung, einem Studium oder einem Freiwilligendienst (FSJ, FÖJ, BFD) befinden und kann bis zu 27 Jahre dauern, wobei Übergangszeiten von max. 4 Monaten zwischen Ausbildungen überbrückt werden können. Wichtig: Sie müssen der Rentenversicherung Ihre Ausbildungsänderungen melden, um den Anspruch zu sichern.
Bis wann bekommt man Halbwaisenpension?
Ein Anspruch besteht höchstens bis zum Alter von 27 Jahren.
Welche Beispiele gibt es für Hinterbliebenenrenten?
Hinterbliebenenrenten
- Witwen- oder Witwerrente.
- Waisenrente.
- Erziehungsrente.
Wie lange erhält man die Hinterbliebenenrente?
Lebenslang: Die Hinterbliebenenrente des kanadischen Rentenplans (CPP) wird lebenslang gezahlt. Sie endet nicht, wenn Sie wieder heiraten oder eine neue Lebensgemeinschaft eingehen.
Was ist der Unterschied zwischen Hinterbliebenenrente und großer Witwenrente?
Die kleine Witwenrente beträgt nur 25 Prozent der möglichen Rente des Verstorbenen, bei der großen Witwenrente gibt es 55 oder 60 Prozent. Eine große Hinterbliebenenrente kann es aber nur in folgenden drei Fällen geben: wenn die Witwe oder der Witwer erwerbsgemindert oder erwerbsunfähig wird.
Wem gehört die Halbwaisenrente?
Die Halbwaisenrente steht dem Kind zu. Ist dieses minderjährig, erhält die Mutter oder der Vater die Rente. Der Elternteil ist nicht dazu verpflichtet, die Waisenrente anzusparen und dem Kind nach seinem 18. Geburtstag auszuzahlen, da sie den Unterhalt des Kindes sichern soll.
Wird Halbwaisenrente dem Finanzamt gemeldet?
Wichtig Waisenrenten werden steuerlich dem Kind zugerechnet und dürfen nicht in der Steuererklärung der Witwe bzw. des Witwers angegeben werden.
Wie viel Geld bekommt ein Kind bei Halbwaisenrente?
Ein Kind bekommt als Halbwaisenrente 10 % der Rente des verstorbenen Elternteils, auf die dieser Anspruch gehabt hätte, plus einen Zuschlag, der sich nach den rentenrechtlichen Zeiten des Elternteils richtet; aktuell liegt der Betrag oft zwischen 200 und 300 Euro, kann aber auch höher oder niedriger ausfallen, da er individuell berechnet wird, und wird bis 18 Jahre oder länger bei Ausbildung gezahlt.
Was zählt zu Hinterbliebenenbezüge?
Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung, zum Beispiel bei Tod durch Arbeitsunfall. Bezüge nach dem Tod eines Beamten aufgrund eines Dienstunfalls. Bezüge nach dem Bundesentschädigungsgesetz für Schäden an Leben, Körper oder Gesundheit.
Wer zählt zu den Hinterbliebenen?
Angehörige sind Ehegatten, Kinder (auch Stief- und Pflegekinder) sowie Eltern. Zu den Hinterbliebenen zählen Witwen, Witwer, Waisen, Eltern sowie Betreuungsunterhaltsberechtigte. Als Waisen gelten auch Stief- und Pflegekinder, die in den Haushalt der geschädigten Person aufgenommen worden sind.
Wird die Waisenrente von der Witwenrente abgezogen?
Wenn Sie Witwen-, Witwer- oder Waisenrente beziehen und weitere Einkünfte haben, werden diese oberhalb eines Freibetrags zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.
Wie lange erhält man Hinterbliebenenrente?
Die Dauer der Hinterbliebenenrente hängt von der Art ab: die kleine Witwenrente läuft meist 24 Monate, während die große Witwenrente (bei Erfüllung von Voraussetzungen wie Alter oder Kindererziehung) lebenslang gezahlt wird, bis auf die ersten drei Monate (Sterbemonat + 2), in denen 100 % gezahlt werden (statt 25 %/55 %). Der Anspruch endet bei Wiederheirat oder einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, aber auch bei Rentensplitting.
Wann gibt es keine Hinterbliebenenrente?
Ein Ehepartner erhält keine Witwenrente, wenn er oder sie wieder heiratet (mit Ausnahmen bei Kindern) oder wenn die Ehe kürzer als ein Jahr bestand (Versorgungsehe). Auch bei Scheidung entfällt der Anspruch meist, es sei denn, es gab vor dem 1. Juli 1977 eine Scheidung und Unterhaltspflicht. Zudem wird sie gekürzt oder gestrichen bei eigenem Einkommen über bestimmten Freibeträgen oder bei Bezug von Renten.
Was ändert sich an der Hinterbliebenenrente?
Das "neue Recht" der Witwenrente (seit 2002) bedeutet kürzere Bezugszeiten (kleine Rente nur 2 Jahre), eine niedrigere Quote (55 % statt 60 % der Rente des Verstorbenen), aber einen Kinderzuschlag, während das "alte Recht" (vor 2002 geheiratet) lebenslange Zahlungen sichert, die Höhe aber vom Alter abhängt. Wichtige Änderungen 2024/2025 betreffen Rentenerhöhungen (automatisch), den Einkommensfreibetrag und die Integration von Zuschlägen in die Regelrente (ab Dez. 2025).
Was gehört zur Hinterbliebenenrente?
Auf die Witwenrente werden fast alle Arten von eigenem Einkommen angerechnet, darunter Arbeitsentgelt, Krankengeld, eigene Renten, Einkünfte aus Vermietung/Verpachtung (abzüglich Freibetrag), Gewinne aus selbstständiger Arbeit, betriebliche Renten und Elterngeld; nur ein Teil des Einkommens, das über dem Freibetrag liegt (derzeit ca. 1.077 Euro), wird zu 40 Prozent gekürzt, wobei es Ausnahmen und spezifische Anrechnungsregeln für bestimmte Einkommensarten gibt.
Wie hoch ist die Halbwaisenrente 2025?
Die Halbwaisenrente 2025 ist kein fester Betrag, sondern berechnet sich individuell als 10 % der Rente, die der verstorbene Elternteil erhalten hätte, zuzüglich eines Zuschlags aus dessen Rentenzeiten, wobei ein Freibetrag von ca. 631 € brutto für Einkommen der Waise gilt. Der exakte Betrag hängt stark vom Verdienst und den Rentenpunkten des Elternteils ab, aber ein Beispiel nennt 213 € als durchschnittlichen Wert.
Warum bekommen immer mehr Witwen keine Witwenrente?
Der Hauptgrund: die Witwenrenten reichen nicht aus, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken. Witwen müssen arbeiten gehen oder die Erwerbstätigkeit zeitlich ausdehnen. Witwenrenten sind nicht auskömmlich, also Bedarfsdeckend.
Bis wann bekommt Halbwaisenrente?
Die Halbwaisenrente wird normalerweise bis zum 18. Geburtstag gezahlt, kann aber unter bestimmten Voraussetzungen (Schule, Studium, Berufsausbildung, Freiwilligendienst, Behinderung) bis maximal zum 27. Geburtstag verlängert werden, wobei die Ausbildung wöchentlich mehr als 20 Stunden umfassen muss und die Übergangszeiten zwischen zwei Ausbildungen maximal vier Monate betragen dürfen, erklärt die Deutsche Rentenversicherung.
Was ist eine Halbwaisenpension?
Eine Halbwaisenpension ist eine staatliche Leistung für Kinder, die einen Elternteil verloren haben, um die finanzielle Absicherung zu gewährleisten; sie wird gezahlt, wenn der verstorbene Elternteil bestimmte Wartezeiten erfüllt hat, und gilt grundsätzlich bis 18, kann aber bei Ausbildung oder Behinderung länger bezogen werden, wobei die Höhe oft als Prozentsatz der Rente des Verstorbenen berechnet wird, z. B. 10 % (Deutschland) oder 40 % (Österreich) der Versichertenrente. Es gibt unterschiedliche Regelungen je nach Land (Deutschland, Österreich) und Art der Versicherung, aber die Kernidee ist die Absicherung hinterbliebener Kinder.
Welche Ansprüche haben Halbwaisen?
Die Halbwaisenrente beträgt zehn Prozent, die Vollwaisenrente zwanzig Prozent der Rente, die der oder die Verstorbene erhalten hätte oder bereits erhalten hat. Die Deutsche Rentenversicherung berechnet den konkreten Betrag individuell.