Ist die Lohnsteuer für Beamte höher?

Gefragt von: Tim Arnold
sternezahl: 4.2/5 (52 sternebewertungen)

Beamt*innen zahlen die gleichen relativen Anteile an Lohnsteuer von ihrem Gehalt wie Angestellte. Auch bei Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag gibt es keinen Unterschied. Durch die Sozialabgaben, welche nicht geleistet werden müssen, also Krankenversicherung, Rentenversicherung etc.

Haben Beamte eine andere Lohnsteuertabelle?

Allerdings gilt für Beamte nicht die allgemeine Lohnsteuertabelle wie für Arbeitnehmer, sondern die besondere Lohnsteuertabelle, auch Lohnsteuertabelle B genannt. Sie gilt auch für Richter, Berufssoldaten und Gesellschafter-Geschäftsführer.

Warum zahlen Beamte mehr Lohnsteuer als Angestellte?

Weil Beamte im öffentlichen Dienst keine Sozialabgaben zahlen müssen, liegt ihr Bruttoverdienst in der Regel unter dem eines vergleichbaren Angestellten im öffentlichen Dienst. Das hat die Folge, dass Beamte weniger Lohnsteuern zahlen müssen als vergleichbare Angestellte.

Wie hoch ist das zu versteuernde Einkommen für Beamte?

Das Wichtigste zur Steuererklärung für Beamte in Kürze:

Beamte zahlen wie jeder andere Arbeitnehmer auch Lohnsteuer. Allerdings zahlen Beamte keine Sozialabgaben – aufgrund ihres besonderen Status. Beamte müssen eine private Kranken- und Pflegeversicherung abschließen. Diese ist steuerlich aber abzugsfähig.

Sind Beamte steuerlich begünstigt?

Das zu versteuernde Einkommen von Beamten ist wie gesagt niedriger als das von vergleichbaren Arbeitnehmern. Aber die Staatsdiener versteuern nicht nur weniger Einkommen, sie tun dies auch noch zu einem niedrigeren Steuersatz als andere Beschäftigte. Die Steuerprogression begünstigt sie zusätzlich.

DAS kannst du alles von der Steuer absetzen! 48 Tipps für deine Steuererklärung | Finanzfluss

44 verwandte Fragen gefunden

Wie hoch ist die Lohnsteuer für Beamte?

Wie viele Steuern zahlen Beamte*Beamtinnen? Beamt*innen zahlen die gleichen relativen Anteile an Lohnsteuer von ihrem Gehalt wie Angestellte. Auch bei Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag gibt es keinen Unterschied.

Warum haben Beamte so viel Netto?

Beamte haben steuerliche Vorteile. Sie sind zwar auch steuerpflichtig und müssen Steuern zahlen, allerdings entfallen für Beamte die Abgaben für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Somit bleibt deutlich mehr Netto vom Brutto übrig.

Ist A13 ein gutes Gehalt?

Ja, A13 ist ein sehr gutes Gehalt, insbesondere im öffentlichen Dienst, da es das Einstiegsgehalt für Akademiker (z.B. Gymnasiallehrer, Verwaltungsjuristen) im gehobenen oder höheren Dienst darstellt und je nach Erfahrungsstufe und Bundesland von ca. 3.800 € bis über 6.000 € brutto monatlich reichen kann, was eine solide Basis für ein bürgerliches Leben bietet, oft mit schnellerem Aufstieg als in der freien Wirtschaft.
 

Welche Abzüge haben Beamte vom Gehalt?

Beamte haben im Vergleich zu Angestellten deutlich weniger Abzüge: Keine Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Sozialversicherung fallen an, dafür aber Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag (falls zutreffend) und Kirchensteuer. Zusätzlich zahlen sie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, wobei der Dienstherr (Staat) durch Beihilfe einen Großteil der Gesundheitskosten übernimmt, was die Beiträge senkt.
 

Wie viel Steuern bekommen Beamte zurück?

Laut Statistischem Bundesamt liegt die aktuelle durchschnittliche Steuererstattung bei 1.051 €. Dank Spezialisierung erhalten unsere Kunden im Durchschnitt 1.558 € pro Steuerjahr zurück.

Sind Beamte wirklich teurer als Angestellte?

Ja, Beamte verdienen oft netto mehr und haben eine bessere Altersvorsorge (Pension statt Rente), obwohl ihr Brutto-Gehalt (Bezüge) oft niedriger erscheint als bei vergleichbaren Angestellten, weil sie keine Sozialabgaben zahlen, aber auch keine Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung erhalten, was zu deutlich mehr Netto führt und langfristig zu einem höheren Gesamteinkommen im Vergleich, besonders in Berufen wie Lehrern, wo die Lücke enorm sein kann. 

Wieso geht es Beamten besser als Angestellten?

Und ein ganz wesentlicher Vorteil, den Beamte gegenüber Angestellten haben: Sie zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge, wie beispielsweise Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Denn Beamte brauchen für ihr Alter nicht selbst vorsorgen, denn die Pension der Beamten wird allein aus Steuern finanziert.

Welche Steuerklasse bei Beamten und Angestellten?

Die Steuerklasse 1 ist vor allem für Singles. Das stimmt, aber nicht nur. Denn zu dieser Lohnsteuerklasse 1 gehören generell die folgenden Personen: ledige und geschiedene Beamte und Arbeitnehmerinnen.

Wann lohnt sich Steuerklasse 3 und 5 für Beamte?

Als Faustregel gilt: Die Steuerklassen 3 und 5 lohnen sich, wenn ein Ehepartner mindestens 60 Prozent und die andere Person entsprechend höchstens 40 Prozent des Brutto-Familieneinkommens verdient. Das nennt sich kurz 60-40-Regel. Dann lohnt sich der Wechsel in Steuerklasse 3 und 5 auf jeden Fall.

Warum muss ich als Beamter Steuern nachzahlen?

Antwort: Beamte müssen möglicherweise Steuern nachzahlen, wenn die Mindestvorsorgepauschale für die private Kranken- und Pflegeversicherung höher angesetzt ist als die tatsächlich gezahlten Beiträge. In diesem Fall kann der tatsächliche Lohnsteuerabzug zu gering sein und eine Steuernachzahlung erforderlich machen.

Wie hoch ist die Lohnsteuer bei Beamtenpensionen?

Das Wichtigste in Kürze. Pensionen werden voll besteuert: Anders als Renten unterliegen Beamtenpensionen der vollständigen Einkommensteuer, allerdings mit Versorgungsfreibetrag von 13,2 % (maximal 990 € für 2025).

Was zahlen Beamte an Lohnsteuer?

Einkommensteuerpflicht und Lohnsteuer

Beamte unterliegen der Einkommensteuerpflicht. Ihre Bezüge sind wie Arbeitslohn zu versteuern. Der Lohnsteuerabzug erfolgt monatlich direkt von den Dienstbezügen. Damit unterliegen Beamte denselben Grundprinzipien wie Arbeitnehmer.

Haben Beamte 12 oder 13 Gehälter?

A 12 und A 13 sind unterschiedliche Besoldungsgruppen, nach denen Beamte im gehobenen Dienst (A 9 bis A 13) bzw. im höheren Dienst (A 13 bis A 16) bezahlt werden. Diesen beiden Besoldungsgruppen werden auch Lehrerinnen und Lehrer zum Berufseinstieg zugeordnet.

Wie viel ist 3.000 € brutto in netto?

3.000 € brutto sind 2.166 € netto

Bitte Eingabe bei Monatliches Gehalt (Brutto) kontrollieren! Bitte Eingabe bei Sachbezug kontrollieren! Bitte Eingabe bei Freibetrag kontrollieren!

Wie hoch ist die Pension eines A13-Beamten?

Die Mindestversorgung für Beamte beträgt 35 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge der erreichten Besoldungsgruppe (Quelle: www.dbb.de). Für einen Beamten in A13 in Bayern bedeutet dies eine Mindestpension von etwa 2.100 bis 2.200 € brutto monatlich.

Sind Lehrer Topverdiener?

Der Verdienst der meisten als Lehrer:in Beschäftigten in Deutschland liegt im kununu Gehaltscheck zwischen 44.200 € und 53.500 €. Als Topverdiener:in können Lehrer:innen ein Jahresgehalt von bis zu 81.400 € brutto erreichen.

Wie viel verdient ein Lehrer mit A13 netto?

Im April 2025 bleibt einer verbeamteten Lehrerin in Hamburg (A13, Stufe 3), wenn sie nicht verheiratet ist, keine Kinder hat, in Vollzeit arbeitet von einem Bruttogehalt von € 5.385,63 ein Nettobetrag von € 4.136,63.

Wer ist legal der reichste IAS-Beamte?

Lernen Sie Amit Kataria kennen – einen IAS-Beamten des Jahrgangs 2004 aus Chhattisgarh mit einem Vermögen von 8,90 Crore ₹. Er könnte problemlos ein luxuriöses Leben führen.

Welche Nachteile hat der Beamtenstatus?

Nachteile des Beamtenstatus sind eingeschränkte Arbeitnehmerrechte (Streikverbot, weniger Mitbestimmung), geringere Flexibilität bei Jobwechsel und Arbeitsort, oft höhere Belastung (z. B. bei Lehrern, Polizisten) und eine potenziell niedrigere Anfangsbesoldung als in der freien Wirtschaft, während Karrierewege starr sind und die Gesundheitsprüfung streng ist. Auch eine mögliche Abhängigkeit vom Dienstherrn und schlechteres Image können Nachteile sein.
 

Wie viele Beamte bekommen mehr als 3000 € Pension?

Die Statistik zu den Beamtenpensionen sagt – ebenfalls netto nach Abgaben für Krankenkasse, Pflegekasse und Einkommensteuer: 46 Prozent aller Männer erhalten eine Pension von sogar über 3000 Euro. Und immerhin 16 Prozent der Ex-Beamtinnen.