Ist die Maklerprovision gedeckelt?

Gefragt von: Herr Edgar Löffler
sternezahl: 4.3/5 (19 sternebewertungen)

Nein, die Maklerprovision ist beim Immobilienkauf nicht bundesweit einheitlich gedeckelt, sondern frei verhandelbar, wobei sich übliche Sätze (oft 3-6% + MwSt.) etabliert haben; wichtig ist die gesetzliche Regelung (§ 656c BGB) seit Ende 2020, die Käufer und Verkäufer bei Wohnimmobilien zur maximal 50%igen Teilung der Provision verpflichtet, wenn nur eine Partei den Makler beauftragt hat. Bei Mietobjekten gibt es eine klare Obergrenze von zwei Nettokaltmieten + MwSt..

Wie hoch darf die Maklerprovision maximal sein?

Die maximale Maklerprovision für Wohnimmobilien liegt in Deutschland marktüblich bei 7,14 % inkl. MwSt. des Kaufpreises, wobei diese Kosten seit 2020 meist hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden müssen, wenn der Käufer ein Verbraucher ist. Es gibt keine starre gesetzliche Obergrenze, aber höhere Sätze sind schwer durchsetzbar. Bei Mietobjekten darf die Provision für den Mieter maximal zwei Nettokaltmieten + MwSt. betragen.
 

Ist Maklerprovision gedeckelt?

Die Maklerprovision ist in Deutschland gesetzlich nicht gedeckelt, sondern wird frei verhandelt. Je nach Bundesland und Marktlage liegt sie beim Kauf einer Immobilie üblicherweise zwischen 3 und 6 % des Kaufpreises, zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer.

Wann ist Maklerprovision sittenwidrig?

Eine Provisionsvereinbarung ist sittenwidrig, wenn zwischen der Höhe der versprochenen Vergütung und der dafür zu erbringenden Leistungen ein auffälliges Missverhältnis besteht und weitere Umstände hinzutreten, beispielsweise eine verwerfliche Gesinnung des Maklers oder eine Ausnutzung der schwierigen Lage seines ...

Wer zahlt die Maklerprovision 2025?

Maklerprovision bei Vermietung: Wer zahlt die Maklergebühr? Bei einer Vermietung gilt seit 2025 das Bestellerprinzip, wenn ein:e Makler:in zum Einsatz kommt. Das bedeutet konkret: Wer den Auftrag gestellt hat, muss auch die Kosten tragen.

ZEHNTAUSENDE €€€ Provision: Wie teuer ist der Makler beim Hausverkauf?

21 verwandte Fragen gefunden

Ist Maklerprovision noch erlaubt?

Nach erfolgreichem Abschluss bekommen Makler:innen in der Regel eine Provision. Die Höhe der Provision oder auch Maklergebühr ist nicht festgelegt. Diese ist verhandelbar und variiert je nach Ort zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises. Der Maklervertrag wird durch das Bürgerliche Gesetzbuch geregelt.

Wie entwickeln sich Immobilienpreise in den nächsten 10 Jahren?

Die Immobilienpreise in Deutschland werden sich in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich moderater entwickeln, nach dem starken Anstieg bis 2022 und dem Rückgang 2023, mit leichten, aber stetigen Zuwächsen in Top-Lagen (Ballungszentren, energetisch sanierte Objekte) und weiter fallenden Preisen in strukturschwachen ländlichen Regionen, angetrieben durch demografische Trends und Energieeffizienz-Anforderungen, wobei die langfristige Entwicklung stark von Wirtschaftslage und Zinsen abhängt. 

Was passiert, wenn der Makler das Haus nicht verkauft bekommt?

Wenn ein Makler ein Haus nicht verkauft, entstehen Ihnen meist keine direkten Kosten, da die Provision nur bei Erfolg fällig wird, aber Achtung: Prüfen Sie den Vertrag auf Klauseln zu Aufwandsentschädigungen oder Schadensersatz, die der Makler vereinbaren wollte, besonders bei einem Alleinauftrag und wenn Sie selbst kündigen, da er sonst Leerkosten hat, die er geltend machen könnte. Solange der Vertrag läuft (oft 3-6 Monate), sind Sie gebunden, können aber oft parallel weitere Makler beauftragen (einfacher Vertrag) oder müssen die Zeit abwarten (Alleinauftrag), bevor Sie kündigen können, um Schäden oder doppelte Provisionszahlungen zu vermeiden. 

Wie hoch ist die von Maklern erhobene Provision?

In Indien berechnen unabhängige Immobilienmakler dem Käufer und Verkäufer üblicherweise 2 % des gesamten Transaktionswertes als Maklergebühr, die oft auch als Maklerpreis bezeichnet wird.

Wann muss man die Maklerprovision nicht bezahlen?

Ein Makler darf keine Provision verlangen, wenn kein erfolgreicher Vertragsabschluss zustande kommt, der Maklervertrag unwirksam ist (z. B. wegen fehlender Textform oder mangelhafter Widerrufsbelehrung), er seine Pflichten verletzt (z. B. Doppelvertretung, Verschweigen von Mängeln), oder der Provisionsteilungsanspruch umgangen wurde, etwa bei zu hoher Kostenlast für den Käufer. Auch ein fristgerechter Widerruf des Maklervertrags führt zur Zahlungsfreiheit, selbst wenn ein Vertrag zustande kommt.
 

Wie lange ist man an Makler gebunden?

Sie sind an einen Maklervertrag meist für eine vereinbarte Laufzeit (oft 3-6 Monate) gebunden, können aber bei unbefristeten Verträgen oft jederzeit kündigen. Wichtig ist, dass der Makler auch nach Vertragsende Anspruch auf Provision haben kann, oft durch eine Bindungsfrist von ca. 6 Monaten, wenn der Verkauf dann zustande kommt, es sei denn, Sie beweisen, dass er auch ohne seine Arbeit zustande gekommen wäre. Eine vorzeitige Kündigung ist bei Alleinaufträgen nur mit „wichtigen Gründen“ (Pflichtverletzung des Maklers) oder durch einen Aufhebungsvertrag möglich.
 

Wie hoch ist die Provisionsgrenze für 194 Stunden?

Gemäß § 194H des Einkommensteuergesetzes ist auf Provisions- und Maklergebührenzahlungen über 15.000 Rupien pro Jahr ein Quellensteuerabzug von 5 % zu entrichten. Dies gilt für juristische Personen und Hindu-Gemeinschaften (HUF). Bitte informieren Sie sich über die geltenden Bestimmungen und Ausnahmen.

Kann ich die Maklerprovision verhandeln?

Ja, die Maklerprovision ist in Deutschland grundsätzlich verhandelbar, da es keine gesetzlich festgelegten Höchstgrenzen gibt (außer bei Vermietung nach Bestellerprinzip). Verhandeln Sie, indem Sie die Marktlage (z.B. lange Standzeit der Immobilie, stark nachgefragte Objekte) nutzen, Wettbewerb fördern oder auf Zusatzleistungen verweisen; die besten Chancen bestehen bei hochpreisigen Immobilien oder wenn der Makler leichte Vermittlungsarbeit hat. 

Wann verliert Makler den Provisionsanspruch?

Über den Wortlaut des § 654 BGB hinaus verwirkt der Makler seinen Provisionsanspruch, wenn ihm eine schwerwiegende Verletzung der Treuepflicht zur Last fällt, die er vorsätzlich oder in einer dem Vorsatz nahekommenden Weise leichtfertig den Interessen des Auftraggebers zuwider begangen hat.

Was darf ein Makler nicht?

Ein Makler darf keine falschen Angaben machen, wesentliche Mängel verschweigen, Interessenten nicht diskriminieren (z.B. wegen Herkunft) und keine unwahren Behauptungen über die Immobilie aufstellen, wenn er es besser wissen müsste. Er darf auch keine unangemessenen Auskünfte über die wirtschaftlichen Verhältnisse oder die Wohnungssuchenden verlangen (z.B. Ausweiskopien, WBS-Kopien) und muss sich an Datenschutzregeln halten. Zudem darf er keine überhöhten Provisionen fordern oder unlautere Methoden anwenden. 

Was darf ein Makler Max an Provision nehmen?

In den meisten Fällen ist das die Vermieterin oder der Vermieter. Die Maklercourtage darf maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen.

Welche Provision darf ein Makler berechnen?

Höhe der Maklergebühren

Die Gebühr beträgt in der Regel zwischen 3 und 8 Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Wie bereits gezeigt, muss die Verkäuferseite davon mindestens die Hälfte übernehmen, wenn sie die Maklerin oder den Makler beauftragt hat.

Wie viel Provision bekommt ein Makler bei einem Hausverkauf?

Wie hoch ist die Provision eines Maklers beim Hausverkauf? Beim Hausverkauf liegt die Provision für den Makler meist zwischen 5,95 % und 7,14 % des Kaufpreises (inkl. MwSt.). Diese wird häufig zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt, je nach Bundesland und vertraglicher Regelung.

Kann ich mein Haus trotz Maklervertrag privat verkaufen?

Ist es möglich, ein Haus trotz Maklerauftrag privat zu verkaufen? Ja, bestimmte Maklerverträge, der einfache Makleralleinauftrag und der Maklerallgemeinauftrag, lassen es zu, dass du dein Haus trotz Maklerauftrag privat verkaufst.

Warum verkaufen momentan so viele ihre Häuser?

Geldbedarf für die eigene Immobilie. Keine Lust mehr auf Immobilien nach Streitigkeiten mit Mietern. Gewinnmitnahmen (Realisierung von Wertzuwächsen) Umschichtung in andere Vermögenswerte wie Aktien, Wertpapiere, Edelmetalle (Gold, Silber), Kunst usw.

Wie lange ist man haftbar nach einem Hausverkauf?

Die Mängelhaftung beim Immobilienverkauf ist zeitlich begrenzt. Laut § 438 verjähren die Käuferansprüche bei Sachmängeln in der Regel 5 Jahre nach Übergabe der Immobilie. Bei Rechtsmängeln kann der Käufer seinen Anspruch auf Mängelhaftung 30 Jahre lang geltend machen.

Wie viel ist mein Haus nach 20 Jahren noch wert?

Ihr Haus wird in 20 Jahren einen neuen Wert haben, der von Wertsteigerung (Inflation, Lage, Modernisierung) und Alterswertminderung (Verschleiß, veraltete Technik) beeinflusst wird; es gibt keine feste Formel, aber man rechnet mit einem Wertverlust durch Alterung und möglichen Wertgewinn durch Lage- und Modernisierungsfaktoren, wobei Sanierungen den Wert steigern können, aber ein Gutachten unerlässlich für eine genaue Prognose ist. 

Werden die Immobilienpreise 2026 wieder steigen?

„Die Kaufpreise für Wohnimmobilien werden 2026 weiter nach oben gehen“, erwartet auch Michael Voigtländer, Immobilienexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). „Die anhaltende Angebotsknappheit vor allem in den Metropolregionen wird die Preise steigen lassen.

Ist es sinnvoll, jetzt eine Immobilie zu kaufen?

Ein Immobilienkauf lohnt sich oft bei langfristiger Lebensplanung (10+ Jahre), ausreichend Eigenkapital, Stabilität und wenn das Kaufpreis-Miete-Verhältnis moderat ist (Faustregel: Kaufpreis nicht über dem 20- bis 25-fachen der Jahres-Kaltmiete). Aktuell, mit gesunkenen Preisen, kann der Kauf wieder attraktiver sein, um vor Mietsteigerungen geschützt zu sein und Vermögen aufzubauen, aber eine genaue Kalkulation von Zinsen, Nebenkosten und Rendite ist entscheidend, besonders bei Kapitalanlagen.