Ist die Regelaltersrente höher als die Altersrente?

Gefragt von: Burghard Weigel
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Ja, die Regelaltersrente ist grundsätzlich höher als eine vorgezogene Altersrente (z.B. die Rente mit 63 oder die abschlagsfreie Rente für besonders Langjährige), da bei einem früheren Rentenbeginn entweder Abschläge (Kürzungen) von 0,3 % pro Monat oder das Fehlen von Beitragsjahren zu einer niedrigeren Rentenhöhe führen. Wer bis zur Regelaltersgrenze arbeitet und Beiträge zahlt, erreicht in der Regel eine höhere Summe als jemand, der früher aufhört.

Was ist der Unterschied zwischen Altersrente und Regelaltersrente?

Die Altersrente ist der Oberbegriff für verschiedene Rentenarten im Alter (z.B. für langjährig Versicherte, besonders langjährig Versicherte, Schwerbehinderte), während die Regelaltersrente die reguläre und standardmäßige Altersrente ist, die mit Erreichen der individuellen Regelaltersgrenze (für die meisten ab 67 Jahre) abschlagsfrei gezahlt wird, aber auch früher mit Abschlägen möglich ist. Einfach gesagt: Die Regelaltersrente ist eine spezifische Art der Altersrente, die den normalen Renteneintritt nach einem langen Arbeitsleben darstellt.
 

Ist die Regelaltersrente höher als die Rente für besonders langjährig versicherte?

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte als abschlagsfreie Altersrente ist geringer als die Regelaltersrente! Viele Menschen in BRD werden im Jahr 2022 eine abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen. Sie ist eine vorgezogene Altersrente vor der Regelaltersgrenze.

Was passiert mit meiner Altersrente, wenn ich die Regelaltersgrenze erreiche?

Mit Erreichen der Regelaltersgrenze können Sie unbeschränkt hinzuverdienen. Es erfolgt keine Einkommensanrechnung auf Ihre Altersrente. Ab Erreichen der Regelaltersgrenze sind Sie grundsätzlich versicherungsfrei. Sie müssen keine Beiträge mehr zur Rentenversicherung zahlen, Ihr Arbeitgeber aber schon.

Wie hoch ist die Regelaltersgrenze für die Regelaltersrente?

Die Altersregelgrenze für die Regelaltersrente in Deutschland wird schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben und liegt für nach 1963 Geborene bei 67 Jahren, während sie für frühere Jahrgänge früher erreicht wurde, gestaffelt nach Geburtsjahr (z.B. 1956 bei 65 Jahre und 10 Monate). Ab Erreichen dieser Grenze können Sie ohne Abschläge in Rente gehen und unbegrenzt hinzuverdienen. 

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Was bedeutet es, wenn man mit 65 Jahren die Regelaltersgrenze erreicht?

"65. Lebensjahr vollendet" bedeutet, dass jemand den Tag vor seinem 65. Geburtstag erreicht hat und damit ein neues Lebensjahr beginnt, was früher oft mit dem Renteneintritt gleichgesetzt wurde; heute verschiebt sich die sogenannte Regelaltersgrenze je nach Geburtsjahrgang schrittweise auf 67 Jahre, aber in alten Verträgen kann die Formulierung auf die aktuelle, gesetzliche Altersgrenze umgedeutet werden, was oft das Ende des Arbeitsverhältnisses markiert, wenn dies so vereinbart wurde. 

Wie viel Rente bekomme ich Tabelle?

Wie viel Rente Sie bekommen, hängt von Ihren Rentenpunkten ab, die sich aus Ihrem Einkommen und der Anzahl Ihrer Beitragsjahre ergeben; ein Rentenpunkt ist aktuell (ab Juli 2024) 39,32 € wert, aber eine genaue Tabelle gibt es nicht, da die Rentenhöhe vom individuellen Einkommensverlauf abhängt, wobei Sie Ihre Rentenpunkte berechnen müssen, um eine Schätzung zu erhalten (z.B. mit dem Rentenrechner der Deutschen Rentenversicherung). 

Kann ich als Rentner nach Erreichen der Regelaltersgrenze noch in die Rentenversicherung einzahlen?

Ja, Rentner können weiter in die Rentenkasse einzahlen, um ihre Rente zu erhöhen, aber die Regeln hängen davon ab, ob die Regelaltersgrenze erreicht ist: Wer die Regelaltersgrenze überschritten hat, muss bei weiterem Jobbeiträge zahlen, kann aber auf die Befreiung verzichten, um mehr zu bekommen; wer vor der Regelaltersgrenze eine vorgezogene Altersrente bezieht, kann freiwillig zahlen und erwirbt damit Entgeltpunkte, die die spätere Rente erhöhen. Diese zusätzlichen Entgeltpunkte werden dann abschlagsfrei gutgeschrieben, wenn das reguläre Rentenalter erreicht ist.
 

Wie hoch ist die Altersgrenze für die Regelaltersrente?

Das Renteneintrittsalter in Deutschland wird bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre angehoben; für nach 1963 Geborene gilt dann die Regelaltersgrenze 67, wobei aktuell für den Jahrgang 1960 die Altersgrenze bei 66 Jahren und 4 Monaten liegt, was in 2-Monats-Schritten weiter steigt. Es gibt Debatten und Vorschläge für weitere Erhöhungen (z.B. auf 70 Jahre), um die Rentenfinanzen zu sichern, während die aktuelle Regierung eine allgemeine Anhebung ablehnt und stattdessen auf Anreize wie die „Aktivrente“ setzt, die längeres Arbeiten belohnen soll. 

Kann ich als Rentner noch Rentenpunkte sammeln?

Ja, Rentner können unter bestimmten Umständen weiterhin Rentenpunkte sammeln, nämlich durch Weiterarbeit mit Beitragszahlung (sogenannte "Abwahl der Rentenversicherungsfreiheit") oder durch die Pflege von Angehörigen, die zu Beitragszahlungen führt, aber Rentenpunkte kann man nicht mehr einfach kaufen, wenn man bereits in Rente ist. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterarbeitet, zahlt freiwillig Rentenbeiträge und erwirbt damit weitere Rentenpunkte, die die spätere Rente erhöhen. 

Wird die EM-Rente automatisch in Altersrente umgewandelt?

Ja, die Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) wird grundsätzlich automatisch in die Regelaltersrente umgewandelt, sobald Sie Ihr gesetzliches Renteneintrittsalter (Regelaltersgrenze) erreichen; ein neuer Antrag ist dann meist nicht nötig, aber wenn Sie früher in die Altersrente wechseln wollen (z.B. mit Abschlägen), müssen Sie aktiv einen Antrag stellen, erklärt www.ihre-vorsorge.de. Die Rentenversicherung informiert Sie und sendet oft einen Fragebogen, damit Daten aktualisiert werden können, aber die Umstellung auf die Altersrente läuft nach Aktenlage weiter, falls Sie nicht widersprechen. 

Wann beginnt die Regelaltersrente für besonders langjährig versicherte?

Für besonders langjährig Versicherte (45 Versicherungsjahre) ist der Rentenbeginn zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze abschlagsfrei möglich, wobei das Alter schrittweise ansteigt: Wer ab 1964 geboren ist, kann mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen, während frühere Jahrgänge (z.B. 1961 mit 64 J. 6 M.) früher dran sind, aber immer erst mit Erreichen des individuellen Grenzalters. Eine frühere Rente mit Abschlägen ist bei dieser Rentenart nicht möglich, aber es gibt keine Hinzuverdienstgrenze, sodass man unbegrenzt weiterarbeiten kann. 

Ist die Rente mit 63 eine Regelaltersrente?

Wenn Sie mit 63 Jahren in Rente gehen, wird Ihre Rente in der Regel gekürzt. Die Höhe der Abzüge hängt von Ihrem Geburtsjahr ab. Die vorgezogene Rente mit 63 zählt nicht als Regelaltersrente.

Ist die Regelaltersrente eine Vollrente?

Die Vollrente ist die gesamte Altersrente, im Gegensatz zur Teilrente. Altersrenten können ab 1. Januar 2023 unabhängig von der Höhe des Hinzuverdienstes in voller Höhe bezogen werden.

Wann sollte ich meine Rente vor Rentenbeginn beantragen?

Sie sollten Ihren Rentenantrag rund drei Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn stellen, um eine pünktliche Auszahlung zu gewährleisten, da die Bearbeitung Zeit braucht und die Rente immer beantragt werden muss. Wenn Sie den Antrag später stellen, gehen Ihnen bis zu drei Monate Rentenleistung verloren, da die Rente frühestens ab dem Antragsmonat gezahlt wird. 

Wie hoch ist die Regelaltersrente?

Die Höhe der Altersrente variiert stark, aber Neurentner 2024 erhielten im Durchschnitt etwa 1.135 € (West) bis 1.243 € (Ost), wobei Männer mehr bekamen als Frauen. Die tatsächliche Rente hängt von Ihren Rentenpunkten (Versicherungszeiten und Beiträgen) und dem aktuellen Rentenwert ab (2025: 40,79 €), und liegt oft zwischen 600 € und über 1.800 €, mit großen Unterschieden zwischen Männern und Frauen und Regionen.
 

Was ist die Altersgrenze für die Regelaltersrente?

Als Altersgrenze wird die Vollendung eines bestimmten Lebensjahres als Voraussetzung für einen Rentenanspruch bezeichnet. Die Altersgrenze für die Regelaltersrente lag bis 31. Dezember 2011 bei 65 Jahren. Sie wird seit 2012 - beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 - schrittweise angehoben.

Ist die Regelaltersrente die normale Rente?

Das Wichtigste in Kürze. Die Regelaltersrente ist die reguläre Rentenform und wird am häufigsten in Anspruch genommen. Sie ist aber nur eine von mehreren möglichen Altersrenten der gesetzlichen Rentenversicherung.

Welche Rentner bekommen die Einmalzahlung von 5000 €?

Die 5000 € Einmalzahlung geht an Rentner, die in Härtefällen der Ost-West-Rentenüberleitung, als Spätaussiedler oder als jüdische Kontingentflüchtlinge leben und eine sehr geringe Rente haben, die nur knapp über der Grundsicherung liegt – sie richtet sich an Personen, die die Grenze zur Grundsicherung knapp verfehlen und gehört zum Härtefallfonds, der zwar eine Frist hatte, aber für bestimmte Gruppen weiterhin relevant ist, insbesondere wenn sie sich in den ostdeutschen Bundesländern (MV, Thüringen, Berlin) befinden.
 

Kann ich als Rentner meine Rente erhöhen?

Wer nach Erreichen der Regelaltersgrenze eine Teilrente bezieht, kann freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und damit seine Rentenansprüche steigern. Attraktiv ist dies besonders für Rentner, die eine eher schmale Rente beziehen, aber über größere Ersparnisse verfügen.

Kann man nach dem Eintritt in den Ruhestand noch Beiträge zur Rentenversicherung leisten?

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie auch nach dem Eintritt in den Ruhestand weiterhin in Ihre Rentenversicherung einzahlen . Bis zum 75. Lebensjahr können Sie sowohl in Ihre private als auch in Ihre betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Diese Flexibilität ermöglicht es Rentnern, ihre Altersvorsorge auch nach dem Ende ihrer Vollzeitbeschäftigung weiter aufzubauen.

Was besagt die 5-Jahres-Regel für die Rente?

Die Veräußerung von Vermögenswerten, die mehr als fünf Jahre vor dem Bezug von Sozialleistungen oder einer Rente erfolgt, wird nicht berücksichtigt. Vermögenswerte, die innerhalb von fünf Jahren vor dem Antragsdatum veräußert werden, sind ab dem Datum der Schenkung fünf Jahre lang steuerpflichtig .

Wie hoch fällt eine gute Rente aus?

In ihren früheren Berechnungen gingen Expertinnen und Experten für Altersvorsorge davon aus, dass man mit 70 Prozent des letzten Nettogehalts im Alter gut leben kann. Heute nennt die Stiftung Warentest 80 Prozent des letzten Nettogehalts als Richtwert, um während der Rente ein komfortables Leben führen zu können.

Welche Jahrgänge dürfen noch vor 67 in Rente gehen?

Altersrente nach 35 Versicherungsjahren

Alle Versicherten der Jahrgänge 1949 bis 1963 können noch vor ihrem 67. Geburtstag ohne Abschläge in Rente gehen. Das Rentenalter wird schrittweise angehoben. Für alle, die 1964 oder später geboren sind, liegt das Renteneintrittsalter auch nach 35 Beitragsjahren bei 67 Jahren.

Wie viele Rentner verdienen über 3000 € netto?

Nur ein sehr kleiner Teil der Rentner in Deutschland erreicht eine Rente von 3000 Euro netto, da dies eine sehr hohe Bruttorente erfordert (oft über 3500 €), wobei die Nettobeträge je nach individuellen Abzügen (Krankenkasse, Pflegeversicherung) variieren und es kaum Frauen schaffen, während die Zahl der männlichen Rentner in diesem Bereich deutlich höher liegt, mit nur einigen Tausend Personen insgesamt in diesem oberen Segment.