Ist die Riester-Rente heute noch sinnvoll?
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Die Riester-Rente ist situationsabhängig noch sinnvoll, vor allem für Familien mit Kindern und Geringverdiener, die von den hohen Zulagen stark profitieren, sowie für Gutverdiener durch den Steuervorteil; für viele andere ist sie wegen niedriger Zinsen, hoher Kosten und mangelnder Flexibilität weniger attraktiv geworden, Alternativen wie Rürup oder ETF-Sparpläne können besser sein, und eine Reform wird erwartet. Die Entscheidung hängt stark vom individuellen Einkommen und den Familienverhältnissen ab, wobei die Auszahlung geringer ausfällt als oft erwartet.
Soll man heutzutage noch eine Riester-Rente abschließen?
Ob eine Riester-Rente "Ja" oder "Nein" ist, hängt stark von Ihrer persönlichen Situation ab: Sie lohnt sich vor allem für Familien mit Kindern und Geringverdiener wegen hoher staatlicher Zulagen und Steuervorteile, während sie für Gutverdiener ohne Kinder durch den Steuervorteil attraktiver wird; bei niedrigen Zinsen und hohen Kosten in älteren Verträgen kann sie jedoch weniger attraktiv sein, weswegen man Neuverträge genau prüfen oder bestehende Verträge ruhen lassen sollte, anstatt sie zu kündigen.
Wann wird Riester abgeschafft?
Ab 2027 können allerdings keine Verträge mehr nach altem Riester-Modell abgeschlossen werden.
Was ändert sich 2025 bei der Riester-Rente?
Bei Einführung der Riester-Rente lag der gesetzliche Garantiezins, der generell für die gesamte Dauer eines Vertrags gilt, noch bei 3,25 Prozent. Nach jahrelangem Sinkflug bis auf 0,25 Prozent wurde er zu Jahresbeginn 2025 auf 1 Prozent angehoben.
Soll man die Riester-Rente stilllegen?
Ja, eine Riester-Rente stillzulegen (beitragsfrei zu stellen) ist meist viel sinnvoller als eine Kündigung, da dabei das angesparte Kapital und die bisherigen staatlichen Zulagen und Steuervorteile erhalten bleiben und das Guthaben weiter verzinst wird, während eine Kündigung fast immer zu Verlusten führt, da Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen. Stilllegen bedeutet, keine Beiträge mehr zu zahlen und somit auch keine neuen Zulagen zu erhalten, aber das bestehende Guthaben bleibt erhalten und kann später wieder aufgenommen werden.
Riester Rente kündigen: Was du auf keinen Fall machen solltest!
Wann sollte man sich die Riester-Rente auszahlen lassen?
Die Riester-Rente wird normalerweise mit dem gesetzlichen Renteneintrittsalter ausgezahlt, aber frühestens ab 62 Jahren (bei Verträgen vor 2012 ab 60 Jahren) und kann flexibel als lebenslange Rente oder teilweise als Einmalbetrag (bis 30%) erfolgen, wobei der genaue Zeitpunkt vertraglich festgelegt ist und oft mit dem Bezug der gesetzlichen Rente zusammenfällt, aber unabhängig davon starten kann, um das angesparte Kapital zu nutzen.
Welche Nachteile hat es, die Riester-Rente beitragsfrei zu stellen?
Die größten Nachteile beim Ruhenlassen einer Riester-Rente sind der Verlust staatlicher Zulagen und Steuervorteile, eine geringere Gesamtsumme im Alter, da keine neuen Beiträge und Förderungen fließen, und vor allem der Verlust des Pfändungsschutzes, was das Kapital bei Privatinsolvenz angreifbar macht. Das angesparte Guthaben bleibt zwar erhalten und Sie erhalten es später als Rente, aber der Staat zahlt nicht mehr mit, was die spätere Altersvorsorge schmälert.
Was ist das Problem mit Riester?
Die Hauptprobleme der Riester-Rente sind hohe Kosten (Abschluss- & Verwaltung), geringe Renditen wegen der Garantieverpflichtung, Intransparenz, bürokratische Hürden (Zulagen), eingeschränkte Flexibilität und eine oft schlechte Eignung für Geringverdiener, weshalb viele Verträge gekündigt werden und eine Reform geplant ist, um sie kostengünstiger und renditestärker zu gestalten, z.B. mit Aktienfonds.
Kann ich 2025 noch mit 63 Jahren in Rente gehen?
Im Jahr 2025 erfüllen Sie die erste Voraussetzung von mindestens 45 Beitragsjahren. Sie sind im Jahr 2025 aber erst 61 Jahre alt und können daher noch nicht in den Ruhestand gehen. Mit Abschlägen können Sie die Rente mit 63 Jahren in Anspruch nehmen. Abschlagsfrei können Sie mit 65 Jahren in Rente gehen.
Wie hoch ist die Riester-Rente nach 20 Jahren?
Nach 20 Jahren Riester-Rente hängt die Höhe stark von deinen Einzahlungen, Zulagen und der Performance deines Vertrags ab; die Auszahlungen liegen oft bei durchschnittlich 132 € monatlich, aber viele Rentner erhalten weniger, während einige mit hohen Beiträgen und guten Renditen auf über 200 € monatlich kommen können, wobei das angesparte Kapital bei einem guten Fondssparplan nach 20 Jahren schon über 50.000 € liegen kann.
Wieso keine Riester-Rente mehr?
Hohe Kosten und niedrige Renditen machen diese Option zunehmend unattraktiv. Bestehende Verträge werden zudem vielfach nicht mehr bespart. Für Finanztip-Chefredakteur Saidi Sulilatu ist das Vorhaben, eine verlässliche Altersvorsorge durch die staatlich geförderte Riester-Rente zu ermöglichen mittlerweile gescheitert.
Wie wichtig sind die letzten 5 Jahre vor der Rente?
Die letzten 5 Jahre vor der Rente zählen für die Rentenhöhe nicht magisch mehr, da die Rentenberechnung auf dem gesamten Berufsleben basiert; ABER sie sind extrem wichtig für die optimale Gestaltung des Ruhestands, da hier noch finanzielle, rechtliche (z.B. Abschläge, Altersteilzeit) und steuerliche Entscheidungen getroffen werden können, die den Start ins Rentenalter maßgeblich beeinflussen und Lücken schließen. Wer diese Phase nicht nutzt, um Rentenansprüche zu prüfen, Steuern zu optimieren oder das Portfolio anzupassen, verpasst die letzte Chance, den Ruhestand finanziell zu sichern und die Weichen für mehr Lebensqualität zu stellen.
Wird die Riester-Rente ein Leben lang gezahlt?
Ja, die Riester-Rente ist grundsätzlich als lebenslange Rente konzipiert und wird bis zum Lebensende ausgezahlt, um das Langlebigkeitsrisiko abzudecken; Sie können jedoch bis zu 30 % des Guthabens einmalig entnehmen und der Rest muss verrentet werden, wobei Kleinbetragsrenten (unter ca. 39,55 € monatlich in 2025) komplett ausgezahlt werden dürfen.
Was ist besser als Riester-Rente?
Rürup kann also eine sinnvolle Alternative zu Riester sein. Die Rürup–Rente richtet sich unter anderem an Personen, die nicht pflichtversichert sind. Also Personen, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen, aber dürfen. Sie ist demnach nicht auf bestimmte Personengruppen beschränkt.
Wie alt muss man werden, damit sich Riester lohnt?
Die Riester-Rente sieht abgesehen von wenigen Ausnahmen die Zahlung einer lebenslangen Rente durch einen Versicherer vor. Die rechnet sich oft nur, wenn man 95 Jahre und älter wird. Ein Riester-Vertrag muss auch Ihrem Bedarf entsprechen. Es gibt oft passendere Optionen, für das Alter vorzusorgen.
Was passiert mit meiner Riester-Rente im Todesfall?
Bei der Riester-Rente hängt das, was im Todesfall passiert, davon ab, ob der Tod vor oder nach Rentenbeginn eintritt und wer der Erbe ist; meist vererben sich nur die eigenen Einzahlungen und Erträge an Nicht-Ehepartner, während staatliche Zulagen zurückgezahlt werden müssen, es sei denn, der Ehepartner oder kindergeldberechtigte Kinder übernehmen das Guthaben in einen eigenen Riester-Vertrag, um die Förderung zu erhalten. Vor Rentenbeginn kann der Ehepartner das Guthaben oft auf einen eigenen Vertrag übertragen. Nach Rentenbeginn gibt es in der Regel nur eine vereinbarte Renten-Garantiezeit (z.B. 10 Jahre), in der die Rente weitergezahlt wird.
Wie kann ich 3 Jahre bis zur Rente überbrücken?
Um die 3 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, können Sie eine Kombination aus Altersteilzeit (Blockmodell), Nutzung von Arbeitslosengeld (ALG I) für Ältere (bis zu 24 Monate), einem Lebensarbeitszeitkonto mit angespartem Guthaben (Überstunden, Urlaub), Teilzeitarbeit, Mini- oder Midijobs, privaten Rücklagen, Sonderzahlungen in die Rentenkasse oder sogar Krankengeld und ALG II (für über 58-Jährige) nutzen; wichtig ist eine individuelle Strategie, die zu Ihrer Situation passt.
Wie viel Abschläge habe ich, wenn ich mit 63 in Rente gehe?
Bei der Rente mit 63 (für langjährig Versicherte) gibt es immer Abschläge von 0,3 % pro Monat, den Sie früher in Rente gehen als Ihre individuelle Regelaltersgrenze, maximal aber 14,4 % (4 Jahre früher). Diese Kürzung ist dauerhaft und wird auf die Rente angewendet, die Sie ohne Abschläge erhalten würden. Für die Jahrgänge ab 1964 liegt das abschlagsfreie Rentenalter bei 67 Jahren, sodass die Rente mit 63 hier immer mit 14,4 % Abschlag verbunden ist, wenn 35 Versicherungsjahre erreicht sind.
Kann ich nach 45 Dienstjahren abschlagsfrei in Pension gehen?
So steigt dieser mit Erhöhung der gesetzlichen Altersgrenze auf 14,4 % (4 Jahre x 3,6 %). Bei 45 Dienstjahren ist ein abschlagfreier Ruhestand mit dem 65. Lebensjahr möglich.
Wie lange zahlt man in die Riesterte ein?
Dem Riester-Sparer wird vom Anbieter des Riester-Produkts zugesagt, dass zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen zur Verfügung stehen. Die Riester-Rente wird Ihnen lebenslang gezahlt.
Soll man die Riester-Rente stilllegen?
Ja, eine Riester-Rente stillzulegen (beitragsfrei zu stellen) ist meist viel sinnvoller als eine Kündigung, da dabei das angesparte Kapital und die bisherigen staatlichen Zulagen und Steuervorteile erhalten bleiben und das Guthaben weiter verzinst wird, während eine Kündigung fast immer zu Verlusten führt, da Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen. Stilllegen bedeutet, keine Beiträge mehr zu zahlen und somit auch keine neuen Zulagen zu erhalten, aber das bestehende Guthaben bleibt erhalten und kann später wieder aufgenommen werden.
Welche Alternativen gibt es zur Riester-Rente?
Alternativen zur Riester-Rente sind die Rürup-Rente (Basisrente) (für Selbstständige, steuerlich absetzbar), die Betriebliche Altersvorsorge (bAV) (Arbeitgeberzuschuss), ETF-Sparpläne (renditeorientiert) und die Private Rentenversicherung (sicherheitsorientiert), wobei eine neue staatlich geförderte Alternative, das Altersvorsorgedepot, mit mehr Renditechancen und weniger Garantien in der Diskussion ist, um die Rentenlücke zu schließen.
Warum macht Riester keinen Sinn?
Die Aussage „Riester-Rente lohnt sich nicht“ ist pauschal falsch, aber die Kritik ist berechtigt: Für viele ist die Riester-Rente wegen hoher Kosten, geringer Renditen (wegen der Garantien) und komplizierter Regeln unattraktiv, vor allem bei Neuverträgen; doch sie kann sich lohnen, wenn man Zulagen und Steuervorteile optimal nutzt (z.B. bei mittleren bis hohen Einkommen und Bedarf an Absicherung). Ob sich Riester lohnt, hängt stark von der individuellen Situation ab, wobei Verbraucherschützer oft zu Alternativen wie betrieblicher Altersvorsorge oder ETFs raten.
Warum scheiterte die Riester-Rente?
Die Riester-Rente gilt als gescheitert, weil sie zu hohe Kosten und intransparente Verträge hatte, was zu geringen Renditen führte, die oft kaum die Inflation ausglichen und das angelegte Kapital aufzehrten. Zudem machten die komplizierten Regeln, hohe Gebühren und die Zinsgarantie die Produkte unattraktiv, weshalb viele Verträge gekündigt wurden oder nicht die gewünschte Wirkung erzielen.
Für wen lohnt sich Riester noch?
Riester lohnt sich besonders für Familien mit geringem Einkommen, Alleinerziehende und Geringverdiener, da sie hohe staatliche Zulagen (Grund- und Kinderzulagen) erhalten und der Staat einen Großteil ihrer Beiträge übernimmt, was die Rendite enorm steigrt. Aber auch für Besserverdiener kann Riester durch erhebliche Steuervorteile attraktiv sein. Grundsätzlich profitieren alle, die rentenversicherungspflichtig sind, einschließlich Arbeitslosengeld-Empfänger, die vor der Arbeitslosigkeit eingezahlt haben.