Ist die Zahlung des 13. Monatsgehalts in der Schweiz verpflichtend?
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Nein, der 13. Monatslohn ist in der Schweiz nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber in der Praxis sehr verbreitet und oft vertraglich oder durch Gesamtarbeitsverträge (GAV) verpflichtend. Sobald er einmal im Arbeitsvertrag oder GAV vereinbart wurde, muss der Arbeitgeber ihn bedingungslos auszahlen; er wird wie regulärer Lohn besteuert und sozialversicherungspflichtig behandelt.
Ist ein 13-Monatslohn Pflicht in der Schweiz?
Der 13. Monatslohn ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern gilt als eine Sondervergütung. Das bedeutet, dass er ein zusätzlicher Lohnbestandteil für die geleistete Arbeit eines Jahres ist. Die Auszahlung und Höhe des Betrages sind vertraglich festgelegt.
Ist die Zahlung des 13. Monatsgehalts in der Schweiz verpflichtend?
Das 13. Monatsgehalt gilt in der Schweiz als übliche, nicht als verpflichtende Zahlung . Gibt es in der Schweiz weitere Monatsgehälter? Manche Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern im Rahmen eines attraktiven Gehaltspakets ein 14. Monatsgehalt an, um die besten Talente zu gewinnen.
Ist das 13. Gehalt Pflicht?
Nein, der 13. Monatslohn ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber er wird obligatorisch, wenn er im Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung verankert ist oder sich aus einer langjährigen betrieblichen Übung (Gewohnheitsrecht) ergibt; er gilt als Sondervergütung und ist ein fester Lohnbestandteil, der bei Austritt anteilig ausgezahlt werden muss.
Ist der 13. Monatslohn AHV-pflichtig?
Allgemein gilt: Da es sich beim 13. Monatslohn um einen festen Lohnbestandteil handelt, werden auch die AHV, ALV, NBUV, KTG und PK in Abzug gebracht.
Weihnachtsgeld - Die 5 größten Irrtümer zum 13. Monatsgehalt | Betriebsrat Video
Kann das 13. Monatsgehalt gestrichen werden?
Nein, ein 13. Monatsgehalt kann nicht einfach gestrichen werden, da es ein vertraglicher Anspruch ist, der nur unter engen Voraussetzungen geändert werden darf, z.B. durch wirksame vertragliche Klauseln (Freiwilligkeits-, Widerrufsvorbehalt), eine Änderungskündigung oder bei schwerwiegender wirtschaftlicher Notlage des Unternehmens, oft in Absprache mit Betriebsrat. Eine einseitige Kürzung bei bereits bestehendem Anspruch ist unzulässig, es sei denn, die Zahlung ist an die Erfüllung bestimmter Bedingungen geknüpft, die nicht erfüllt wurden (z.B. bei langer Krankheit nach 6 Wochen oder bei fristloser Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen).
Ist es in der Schweiz üblich, einen 13. und 14. Monatslohn zu bekommen?
Die meisten Arbeitgeber zahlen mittlerweile den Grenzgänger:innen den Jahreslohn 14-mal aus. Dazu muss eine zusätzliche schriftliche Zusatzvereinbarung im Dienstvertrag mit dem Arbeitgeber abgeschlossen werden, aus der sich ein Anspruch auf die Auszahlung eines 13. und 14. Monatslohns ergibt.
Ist das 13. und 14. Gehalt verpflichtend?
Kurzantwort: Das 13. und 14. Monatsgehalt – besser bekannt als Weihnachts- und Urlaubsgeld – sind keine freiwilligen Goodies, sondern in den meisten Branchen per Kollektivvertrag geregelt.
Wie wird ein 13. Gehalt in der Schweiz versteuert?
Er wird als ganz normaler Lohnbestandteil behandelt: Sozialversicherungen: Alle üblichen Abzüge (AHV, ALV, BVG etc.) werden abgezogen. Steuern: Der Betrag ist voll steuerpflichtig und wird wie das Gehalt versteuert.
Was passiert mit dem 13. Monatsgehalt bei Kündigung?
Bei Kündigung steht Ihnen auch ein 13. Monatsgehalt (oder Weihnachtsgeld) grundsätzlich anteilig zu, basierend auf der Zeit, die Sie im laufenden Jahr gearbeitet haben (pro rata temporis), wenn es sich um eine Mischung aus Leistungslohn und Treueprämie handelt. Entscheidend sind Arbeits- oder Tarifvertrag, die spezielle Klauseln enthalten können; ohne wirksame Klauseln müssen Sie es nicht zurückzahlen und haben einen Anspruch, der mit der letzten Abrechnung fällig wird, auch bei fristloser Kündigung.
Wann kommt das 13. Gehalt in der Schweiz?
Es gibt keinen festen oder verbindlichen Termin, wann der 13. Monatslohn ausbezahlt wird oder werden muss. Er ist also je nach Vereinbarung jeder Zeit zahlbar und keinen rechtlichen Bestimmungen unterworfen. Spätestens imDezembermuss die Zahlung für das zurückliegende Fiskaljahrallerdings erfolgen.
Wann darf der 13. Monatslohn gekürzt werden?
Wenn Ihre Krankheitsabsenz voll bezahlt war, darf auch der 13. Monatslohn nicht gekürzt werden. Eine Kürzung wäre dann zulässig, wenn für Ihre Arbeitsunfähigkeit keine gesetzliche Lohnfortzahlungspflicht mehr bestanden hat.
Wie funktioniert ein 13. Monatsgehalt?
Das 13. Monatsgehalt ist eine jährliche Sonderzahlung zusätzlich zum normalen Gehalt, oft einem vollen Monatslohn, die vertraglich, tariflich oder durch betriebliche Übung geregelt ist und meist im Herbst/Winter gezahlt wird, wobei es wie reguläres Gehalt versteuert wird und bei Eintritt/Austritt im Jahr anteilig berechnet wird. Es ist ein Dankeschön für das vergangene Arbeitsjahr, dessen Höhe und Auszahlungszeitpunkt vom Arbeitgeber bestimmt werden.
Ist Jahresgehalt 12 oder 13 Monate Schweiz?
Unterschied zwischen Monats- und Jahresgehalt
Geht es hingegen um einen Jahreslohn und wird ein 13. Monatslohn gewünscht, so ändert sich nur die Aufteilung, ob der Lohn in 12 oder in 13 Raten ausbezahlt wird (Differenz 0 CHF).
Wie muss das 13. Monatsgehalt im Arbeitsvertrag formuliert werden?
Für ein 13. Monatsgehalt im Arbeitsvertrag sind klare Formulierungen entscheidend: Ob es sich um einen festen Anspruch handelt (z.B. „Der Arbeitnehmer erhält ein 13. Monatsgehalt“) oder um eine freiwillige Leistung, die sich auf das Betriebsergebnis bezieht (z.B. „Die Zahlung einer Sondergratifikation ist freiwillig und abhängig vom Betriebsergebnis“), hängt von der Klausel ab, wobei vage Formulierungen oft als bedingungsloser Anspruch interpretiert werden. Wichtige Elemente sind die genaue Definition der Höhe (oft als Prozentsatz oder 1/12 des Jahresgehalts), der Auszahlungszeitpunkt und Regelungen zu Kündigung oder Stichtagen.
Was muss in einem Arbeitsvertrag in der Schweiz stehen?
Darin müssen mindestens die folgenden Punkte enthalten sein:
- der Name der oder des Angestellten und der Name des Arbeitgebers.
- das Datum, an dem das Arbeitsverhältnis beginnt.
- die Funktion der oder des Angestellten.
- der Lohn und allfällige Lohnzuschläge.
- die wöchentliche Arbeitszeit.
Ist der 13. Monatslohn in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben?
In der Schweiz ist der 13. Monatslohn nicht gesetzlich vorgeschrieben. Unternehmen sind also nicht dazu verpflichtet, diesen zu zahlen. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers.
Was bleibt vom schweizer Lohn übrig als Grenzgänger?
Als Grenzgänger:in mit Arbeitsort Schweiz und Wohnsitz in Deutschland bleiben nach Abzug von AHV, BVG, ALV, NBU und Quellensteuer in der Regel rund 75–85 % des Bruttolohns übrig.
Ist das 13. Monatsgehalt Pflicht?
Nein, der 13. Monatslohn ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber er wird obligatorisch, wenn er im Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung verankert ist oder sich aus einer langjährigen betrieblichen Übung (Gewohnheitsrecht) ergibt; er gilt als Sondervergütung und ist ein fester Lohnbestandteil, der bei Austritt anteilig ausgezahlt werden muss.
Kann ein 13. Gehalt gestrichen werden?
Ein Arbeitgeber kann das 13. Monatsgehalt unter bestimmten Umständen anpassen oder streichen, jedoch hängt dies stark von den jeweiligen vertraglichen Regelungen sowie dem geltenden Arbeitsrecht ab.
Was tun, wenn man kein Weihnachtsgeld bekommt?
Wenn Sie kein Weihnachtsgeld bekommen, prüfen Sie zuerst Ihren Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarungen; besteht ein Anspruch, machen Sie ihn schriftlich geltend, notfalls per Arbeitsgericht. Falls kein Anspruch besteht, überlegen Sie einen Jobwechsel zu einem Arbeitgeber, der Weihnachtsgeld zahlt, oder suchen Sie nach sozialen Hilfen für Bedürftige.
Wann wird der 13. Monatslohn in der Schweiz ausgezahlt?
Der 13. Monatslohn in der Schweiz wird meist im November oder Dezember mit dem Dezemberlohn ausbezahlt, oft als eine Art "Weihnachtsgeld", aber die genaue Zeit hängt vom Arbeits- oder Gesamtarbeitsvertrag ab, da es gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Es kann auch in zwei Raten (z.B. Juni und Dezember) aufgeteilt werden.
Kann man mit 4000 Franken in der Schweiz leben?
Während in vielen Ländern ein Monatslohn von 4000 Franken als gutes Einkommen gilt, kann ein solches in der Schweiz Einzelpersonen und Familien an den Rand der Armut bringen.
Wie viel muss man in der Schweiz verdienen, um gut leben zu können?
Ein existenzsicherndes Einkommen liegt je nach Situation zwischen 4500 und 6500 Franken netto pro Monat. Das entspricht einem Bruttolohn von rund 5500 bis 8000 Franken.