Ist ein geringfügiger Job steuerfrei?

Gefragt von: Vinzenz Hesse
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Während Minijobs meist steuerfrei bleiben, musst Du bei einem Nebenjob regulär Steuern und Abgaben zahlen. Wichtig ist, dass Du genau prüfst, wie Dein Job abgerechnet wird und ob sich die Kombination mit Deinem Haupteinkommen lohnt.

Bis wann ist Einkommen aus geringfügiger Beschäftigung steuerfrei?

Grundsätzlich sind Schwankungen im Verdienst unproblematisch – solange die jährliche Verdienstgrenze von 6.672 Euro nicht überschritten wird.

Ist ein 520€-Job steuerfrei?

Solange das monatliche Einkommen eines Minijobbers 520€ nicht übersteigt, bleibt er sozialversicherungsfrei. Das bedeutet, es fallen keine Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung an.

Wie viel darf man als Minijob steuerfrei dazuverdienen?

In einem Minijob darf man seit dem 1. Januar 2026 bis zu 603 Euro monatlich (7.236 Euro jährlich) verdienen, ohne dass Sozialabgaben anfallen; ab 2027 steigt diese Grenze auf 633 Euro. Für Arbeitnehmer ist der Minijob in der Regel steuerfrei, da der Arbeitgeber die Steuern pauschal abführt, aber auch der allgemeine Grundfreibetrag ist relevant, bis zu dem keine Einkommensteuer gezahlt werden muss (z.B. 12.348 € in 2026). 

Welche Minijobs sind steuerfrei?

Wie viele Minijobs sind steuerfrei? Sie dürfen in einer geringfügigen Beschäftigung monatlich maximal 520 Euro verdienen, um steuer- und versicherungsfrei zu bleiben.

Lohnen sich mehr als 450€ überhaupt?

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Wie viel darf ich steuerfrei dazuverdienen?

Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €).

Wie oft darf man die 520 € Grenze überschreiten?

Sie dürfen die 520-Euro-Grenze im Minijob zweimal pro Jahr unvorhersehbar überschreiten, wobei der Verdienst in diesen Monaten maximal das Doppelte, also 1040 Euro, betragen darf (Stand 2022/2023). Saisonale oder geplante Mehrarbeit zählt nicht als unvorhersehbar, nur unerwartete Ereignisse wie z.B. eine Krankheitsvertretung. Insgesamt darf die Jahresgrenze von 6.240 Euro (520 € x 14) nicht durch diese Überschreitungen überschritten werden, sondern steigt durch die Überschreitungen auf bis zu 7.784 Euro an. 

Werden Minijobs dem Finanzamt gemeldet?

Wenn Sie sich als Arbeitnehmer nebenberuflich etwas hinzuverdienen, müssen Sie dies grundsätzlich nicht beim Finanzamt anmelden und eventuell auch keine Steuern zahlen. Nämlich dann, wenn Ihre Nebentätigkeit ein sogenannter Minijob ist. Ihr Arbeitgeber muss den Minijob bei der Minijob-Zentrale anmelden!

Was ist der Unterschied zwischen Minijob und geringfügig Beschäftigt?

Es gibt keinen Unterschied: Minijob ist der umgangssartige Begriff für eine geringfügige Beschäftigung. Diese ist definiert durch eine Verdienstgrenze (2025: 556 €/Monat) oder eine zeitliche Begrenzung (max. 70 Tage/Jahr), wobei Arbeitnehmer in der Regel sozialversicherungsfrei sind (mit optionaler Rentenversicherungspflicht) und Arbeitgeber pauschale Beiträge zahlen. 

Welche Nachteile hat ein Minijob?

Nachteile eines Minijobs sind vor allem die unzureichende soziale Absicherung (kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, geringe Rentenansprüche), die Gefahr der Altersarmut, begrenzte Verdienstaussichten und mangelnde Karriereperspektiven, die oft zur sogenannten "Minijobfalle" führen, insbesondere für Frauen, da die Integration in sozialversicherungspflichtige Jobs erschwert wird.
 

Wird ein 520 Euro Job bei der Steuererklärung angeben?

Ein Minijob muss nicht auf einer Steuererklärung angegeben werden. Auf einen 520-Euro-Job fällt keine Steuer an. Sozialabgaben führt der Arbeitgeber bei einer geringfügigen Beschäftigung pauschal ab.

Wie viel darf ich verdienen, ohne Steuern zu zahlen?

Diese Teile nennt man "Freibeträge". Ein wichtiger Freibetrag ist zum Beispiel der sogenannte "Grundfreibetrag", der schon im Tarif eingearbeitet ist. Dieser liegt im Jahr 2021 bei 9.744 Euro, das bedeutet: bei einem Einkommen bis zu 9.744 Euro beträgt die Steuer 0 Euro.

Wer zahlt Steuern bei geringfügiger Beschäftigung?

Im Minijob liegen die Abgaben an die Minijob-Zentrale für gewerbliche Arbeitgeber insgesamt bei höchstens 31,47 Prozent. Die Arbeitgeber melden die Abgaben für alle Ihre Minijobber monatlich der Minijob-Zentrale mit dem Beitragsnachweis und bezahlen diese.

Was passiert, wenn ich kein steuerpflichtiges Einkommen habe?

In den meisten Fällen nein – wenn Sie im Laufe des Jahres kein Einkommen hatten, verlangt das Finanzamt keine Steuererklärung. Es gibt jedoch einige gute Gründe, warum Sie trotzdem eine Steuererklärung abgeben sollten: Um erstattungsfähige Steuergutschriften (wie die Steuergutschrift für Geringverdiener oder die Kindersteuergutschrift) geltend zu machen oder um Konjunkturhilfen oder andere staatliche Leistungen zu erhalten.

Hat man bei geringfügiger Beschäftigung Abzüge?

Ja, bei geringfügiger Beschäftigung (Minijob) gibt es Abzüge, aber sie sind gering und pauschaliert: Sie zahlen nur einen Eigenanteil zur Rentenversicherung (3,6 %), wenn Sie sich nicht befreien lassen, während der Arbeitgeber pauschale Abgaben übernimmt; Steuern fallen meist nicht direkt an, es sei denn, der Arbeitgeber gibt die Pauschalsteuer (2 %) an Sie weiter, was aber selten vorkommt. 

Was ist bei einer geringfügigen Beschäftigung zu beachten?

Bei einem Minijob in Deutschland muss man vor allem die Verdienstgrenze (ab 2026: 603 €/Monat) beachten, hat aber volle Arbeitsrechte (Urlaub, Lohnfortzahlung), kann sich aber von der Rentenversicherung befreien lassen (keine Rentenansprüche) oder die Rentenpflicht (beitragsfreie Rente) wählen, zahlt Pauschalen, muss aber bei mehreren Minijobs auf die Gesamtgrenzen achten; ein schriftlicher Arbeitsvertrag ist ratsam, um Details wie Arbeitszeit und Urlaubsanspruch festzuhalten. Es gibt auch kurzfristige Minijobs (max. 3 Monate/70 Tage), wo Verdienst egal ist, und der Mindestlohn gilt immer.
 

Wie wird Krankheit bei einem Minijob bezahlt?

Bei Krankheit zahlt der Arbeitgeber Minijobbern bis zu sechs Wochen lang den Lohn weiter, den sie ohne die Krankheit verdient hätten, basierend auf dem Durchschnitt der letzten vier Wochen. Diese Lohnfortzahlung wird vom Arbeitgeber über das U1-Verfahren bei der Knappschaft-Bahn-See (Arbeitgeberversicherung) erstattet (ca. 80 % der Aufwendungen). Minijobber erhalten danach kein Krankengeld von der Krankenkasse, da sie nicht in die Krankenversicherung einzahlen, es sei denn, sie haben einen versicherungspflichtigen Hauptjob.
 

Wie viele Stunden muss man bei Geringfügigkeit arbeiten?

Geringfügige Stunden (Minijob) bedeuten, dass der monatliche Verdienst regelmäßig 556 € (Stand 2025) nicht übersteigt, wobei die genaue Stundenzahl vom Stundenlohn abhängt, da der Mindestlohn (2025: 12,82 €/Stunde) gilt; bei Mindestlohn sind das ca. 43 Stunden monatlich, es können aber auch mal mehr Stunden sein, solange der Durchschnitt stimmt, da die Grenze dynamisch mit dem Mindestlohn steigt. Wichtig sind auch allgemeine Arbeitsgesetze wie Pausenzeiten und Arbeitsverbote an Feiertagen. 

Muss ich einen Minijob in meiner Steuererklärung angeben?

📌 Wichtig: Wurde dein Minijob pauschal besteuert, musst du diesen nicht in deiner Steuererklärung angeben. Du kannst dafür aber auch keine Werbungskosten absetzen. 💡 Wenn du keine Lohnsteuerbescheinigung für deinen Minijob erhalten hast, wurde dein Lohn pauschal besteuert.

Wie viel darf ich pro Jahr steuerfrei dazuverdienen?

Achtung: Hier gilt eine steuerliche Freigrenze von 256 Euro pro Jahr. Alles darüber muss komplett versteuert werden.

Ist ein Minijob für Rentner steuerfrei?

Rentner können mit einem Minijob steuerfrei bis zur Minijob-Grenze (ab 2026 ca. 603 €/Monat) verdienen, was steuerarm oder steuerfrei ist, aber sozialversicherungspflichtig wird. Ab 2026 gibt es die „Aktivrente“: Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat, kann bis 2.000 € monatlich steuerfrei hinzuverdienen (aber nur bei sozialversicherungspflichtiger Arbeit, nicht bei Minijobs), was die Besteuerung ergänzt. Generell gilt für Altersrentner: Es gibt keine Hinzuverdienstgrenze, die Rente wird nicht gekürzt, aber Steuern und Sozialabgaben fallen je nach Art und Höhe des Einkommens an.
 

Was passiert, wenn ich in einem Minijob mehr als 538 Euro verdiene?

Minijobber dürfen in einem Zwölfmonatszeitraum maximal zwei Mal die monatliche Verdienstgrenze von 538 Euro überschreiten. Ansonsten ist das Arbeitsverhältnis nicht mehr als Minijob zu werten. Den Zeitraum ermitteln Arbeitgeber rückwirkend, und zwar vom Ende des Monats der Überschreitung zwölf Monate rückwirkend.

Welche Sonderzahlungen sind im Minijob erlaubt?

Minijobber haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Sonderzahlungen (Weihnachts-, Urlaubsgeld), aber sie können diese bekommen, wenn es im Arbeits-, Tarifvertrag oder durch betriebliche Übung vereinbart wurde. Wichtig: Sonderzahlungen zählen zum jährlichen Verdienst (aktuell 6.672 € pro Jahr, Stand 2025) und dürfen diesen nicht dauerhaft überschreiten, sonst wird der Minijob sozialversicherungspflichtig, es sei denn, es handelt sich um unvorhersehbare Zahlungen oder steuerfreie Zuschläge (SFN-Zuschläge). 

Wie hoch darf der Stundenlohn bei einem Minijob sein?

Für einen Minijob (450-Euro-Job) gibt es keine feste Obergrenze für den Stundenlohn, solange der monatliche Gesamtverdienst die aktuelle Verdienstgrenze nicht übersteigt (2025: 556 €) und der gesetzliche Mindestlohn eingehalten wird, der ab 2025 bei 12,82 €/Std. liegt und 2026 auf 13,90 €/Std. steigt, was bedeutet: Je höher der Stundenlohn, desto weniger Stunden dürfen Sie arbeiten, um die Verdienstgrenze einzuhalten (z.B. bei 12,82 €/Std. ca. 43 Stunden pro Monat).