Ist ein Minijob immer steuerfrei?
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Hast Du einen Haupt- und einen Minijob, wird nur der erste steuer- und sozialversicherungsfrei. Weitere Minijobs werden dann sozialversicherungspflichtig und entsprechend nach Steuerklasse 6 besteuert.
Wann ist ein Minijob nicht steuerfrei?
Aufs Jahr gesehen dürfen Minijobber:innen höchstens 6.672 Euro verdienen. Solange diese jährliche Grenze eingehalten wird, darf das Monatsentgelt auch höher als 556 Euro sein: Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze ist unschädlich.
Welche Minijobs sind steuerfrei?
Wie viele Minijobs sind steuerfrei? Sie dürfen in einer geringfügigen Beschäftigung monatlich maximal 520 Euro verdienen, um steuer- und versicherungsfrei zu bleiben.
Wie viel Steuern zahlt man bei einem Minijob?
Die Pauschsteuer von zwei Prozent melden und zahlen Sie an die Minijob-Zentrale. Haben Sie sich dagegen für die individuelle Lohnsteuer entschieden oder wenden die pauschale Lohnsteuer von 20 Prozent an, zahlen Sie diese direkt an das zuständige Finanzamt.
Ist ein Nebenjob von 520 Euro steuerfrei?
Ein Minijob bis 520 € (bzw. 556 € ab 2024/2025) ist oft steuerfrei, da der Arbeitgeber pauschale Abgaben zahlt und Sie ihn meist nicht in der Steuererklärung angeben müssen, solange Ihre Gesamteinkünfte unter dem Grundfreibetrag bleiben und Sie nicht auf die Pauschalbesteuerung verzichten. Für Sie bleibt der Verdienst steuerfrei, aber Sie können auch keine Werbungskosten absetzen. Der Arbeitgeber übernimmt meist die Pauschalsteuer, Sie müssen nur den Rentenversicherungsbeitrag (wenn nicht befreit) zahlen.
A mini-job is tax-free. Myth or truth?
Wie viel darf man im Minijob steuerfrei dazuverdienen?
In einem Minijob darf man seit dem 1. Januar 2026 bis zu 603 Euro monatlich (7.236 Euro jährlich) verdienen, ohne dass Sozialabgaben anfallen; ab 2027 steigt diese Grenze auf 633 Euro. Für Arbeitnehmer ist der Minijob in der Regel steuerfrei, da der Arbeitgeber die Steuern pauschal abführt, aber auch der allgemeine Grundfreibetrag ist relevant, bis zu dem keine Einkommensteuer gezahlt werden muss (z.B. 12.348 € in 2026).
Werden Minijobs dem Finanzamt gemeldet?
Wenn Sie sich als Arbeitnehmer nebenberuflich etwas hinzuverdienen, müssen Sie dies grundsätzlich nicht beim Finanzamt anmelden und eventuell auch keine Steuern zahlen. Nämlich dann, wenn Ihre Nebentätigkeit ein sogenannter Minijob ist. Ihr Arbeitgeber muss den Minijob bei der Minijob-Zentrale anmelden!
Was ist der Unterschied zwischen Minijob und geringfügig Beschäftigt?
Es gibt keinen Unterschied: Minijob ist der umgangssartige Begriff für eine geringfügige Beschäftigung. Diese ist definiert durch eine Verdienstgrenze (2025: 556 €/Monat) oder eine zeitliche Begrenzung (max. 70 Tage/Jahr), wobei Arbeitnehmer in der Regel sozialversicherungsfrei sind (mit optionaler Rentenversicherungspflicht) und Arbeitgeber pauschale Beiträge zahlen.
Ist ein geringfügiger Job steuerfrei?
Arbeitnehmer:innen mit einem Arbeitsverhältnis und einer geringfügigen Beschäftigung sind nur dann verpflichtet, eine Arbeitnehmer:innenveranlagung beim Finanzamt einzureichen, wenn das steuerpflichtige Jahreseinkommen 14.517 Euro (Wert 2025, bis 2024: 13.981 Euro) übersteigt.
Muss ich einen Minijob in meiner Steuererklärung angeben?
Muss ich einen Minijob in der Steuererklärung angeben? Das ist einer der großen Vorteile: In der Regel ist ein Minijob steuerfrei. Dein Arbeitgeber kann eine Pauschalsteuer von 2% übernehmen, die neben der Lohnsteuer auch die Kirchensteuer (unabhängig von deiner Religionszugehörigkeit) abdeckt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Nebenjob und einem Minijob?
Ein Nebenjob ist der Oberbegriff für jede Tätigkeit neben dem Hauptberuf, während ein Minijob eine spezielle, gesetzlich geregelte Form des Nebenjobs ist, die sich durch eine Verdienstgrenze (aktuell bis 556 €/Monat 2025) auszeichnet, bei der in der Regel keine oder nur geringe Steuern und Sozialabgaben anfallen. Der Hauptunterschied liegt also in der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Behandlung aufgrund der Verdienstgrenze; ein regulärer Nebenjob liegt über dieser Grenze und ist steuer- und abgabenpflichtig.
Wie viel darf ich steuerfrei dazuverdienen?
Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €).
Woher weiß ich, ob mein Minijob pauschal versteuert wurde?
Dein Arbeitgeber oder deine Arbeitgeberin bestimmt, ob der Minijob pauschal versteuert wird oder nicht. Wenn er pauschal versteuert wird, ist er für dich steuerfrei 🎉 Du erhältst dann auch keine Lohnsteuerbescheinigung und musst ihn auch nicht in deiner Steuererklärung angeben.
Bis wann ist ein Nebenjob steuerfrei?
In einem Minijob (geringfügige Beschäftigung) sind monatlich bis zu ca. 538 € (Stand 2024) oder 603 € (ab 2026) steuer- und sozialabgabenfrei, da hier Pauschalen gelten; bei selbständigen Nebentätigkeiten (Kleingewerbe/Freiberuflich) liegt die Freigrenze bei 410 € pro Jahr. Überschreitest du diese Grenzen, wird der gesamte Betrag steuerpflichtig, aber du profitierst auch vom jährlichen Grundfreibetrag (ca. 11.604 € für 2024), bis zu dessen Höhe dein gesamtes Einkommen steuerfrei bleibt.
Was muss ich bei einem Minijob beachten?
Ein Minijob (geringfügige Beschäftigung) bedeutet, Sie dürfen monatlich maximal 556 € verdienen (Stand 2025), haben aber volle Arbeitnehmerrechte wie Mindestlohn, bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung bei Krankheit und Kündigungsschutz, wobei der Arbeitgeber Pauschalabgaben zahlt und Sie oft nur einen kleinen Rentenanteil selbst tragen (Befreiung möglich). Wichtig sind ein schriftlicher Arbeitsvertrag, die Klärung von Mehrfachbeschäftigungen, und dass auch Minijobber den Mindestlohn einhalten müssen.
Welche Nachteile hat ein Minijob?
Nachteile eines Minijobs sind vor allem die unzureichende soziale Absicherung (kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, geringe Rentenansprüche), die Gefahr der Altersarmut, begrenzte Verdienstaussichten und mangelnde Karriereperspektiven, die oft zur sogenannten "Minijobfalle" führen, insbesondere für Frauen, da die Integration in sozialversicherungspflichtige Jobs erschwert wird.
Wie wird Krankheit bei einem Minijob bezahlt?
Bei Krankheit zahlt der Arbeitgeber Minijobbern bis zu sechs Wochen lang den Lohn weiter, den sie ohne die Krankheit verdient hätten, basierend auf dem Durchschnitt der letzten vier Wochen. Diese Lohnfortzahlung wird vom Arbeitgeber über das U1-Verfahren bei der Knappschaft-Bahn-See (Arbeitgeberversicherung) erstattet (ca. 80 % der Aufwendungen). Minijobber erhalten danach kein Krankengeld von der Krankenkasse, da sie nicht in die Krankenversicherung einzahlen, es sei denn, sie haben einen versicherungspflichtigen Hauptjob.
Ist ein 165 Euro Job ein Minijob?
So viel dürfen Sie in einem Nebenjob arbeiten und verdienen
Sie haben auf Ihr Nebeneinkommen einen Freibetrag von 165 Euro im Monat. Bis zu dieser Grenze hat das Gehalt aus Ihrem Nebenjob keine Auswirkungen auf Ihr Arbeitslosengeld.
Wann ist ein Minijob meldepflichtig?
Liegt der Lohn über der Minijob-Grenze von 538 Euro, so entsteht eine Meldepflicht für die Sozialversicherungen.
Ist man bei einem Minijob krankenversichert?
In einem Minijob sind Sie nicht automatisch krankenversichert, sondern müssen anderweitig abgesichert sein (z. B. über Hauptjob, Familienversicherung, Studium oder freiwillige Versicherung). Der Arbeitgeber zahlt einen pauschalen Beitrag zur Krankenversicherung, daraus entsteht aber kein eigener Versicherungsschutz, sondern nur Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, nicht aber auf Krankengeld. Für kurzfristige Minijobs besteht sogar völlige Sozialversicherungsfreiheit.
Ist ein Minijob für Rentner steuerfrei?
Rentner können mit einem Minijob steuerfrei bis zur Minijob-Grenze (ab 2026 ca. 603 €/Monat) verdienen, was steuerarm oder steuerfrei ist, aber sozialversicherungspflichtig wird. Ab 2026 gibt es die „Aktivrente“: Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat, kann bis 2.000 € monatlich steuerfrei hinzuverdienen (aber nur bei sozialversicherungspflichtiger Arbeit, nicht bei Minijobs), was die Besteuerung ergänzt. Generell gilt für Altersrentner: Es gibt keine Hinzuverdienstgrenze, die Rente wird nicht gekürzt, aber Steuern und Sozialabgaben fallen je nach Art und Höhe des Einkommens an.
Muss ich meinen Minijob in meiner Einkommensteuererklärung angeben?
Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber nicht die pauschale Lohnsteuererhebung wählt. In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerbescheinigung und muss die entsprechenden Daten in seiner Einkommensteuererklärung angeben.
Ist 600 € ein Minijob?
Minijobber und Minijobberinnen mit einem Minijob mit Verdienstgrenze üben eine geringfügig entlohnte Beschäftigung aus. Wichtig ist: Sie dürfen durchschnittlich im Monat nicht mehr als 556 Euro verdienen. Auf ein Jahr gerechnet sind das bis zu 6.672 Euro.
Muss ich meinen Arbeitgeber informieren, wenn ich einen Nebenjob anmelde?
Sie müssen Ihren Arbeitgeber über einen Nebenjob informieren oder eine Genehmigung einholen, wenn Ihr Arbeitsvertrag eine entsprechende Klausel enthält, der Nebenjob die Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt (z.B. Konkurrenz, Arbeitszeitgesetz-Überschreitung), oder Sie Beamter sind; andernfalls ist eine reine Meldung oft ratsam, aber nicht immer zwingend, wobei Sie stets die vertraglichen Regelungen prüfen sollten. Eine schriftliche Meldung mit Details zum Nebenjob (Tätigkeit, Zeit, Ort) ist empfehlenswert, um Vertrauen zu fördern und Konflikte zu vermeiden.