Ist ein P-Konto auch ein Girokonto?

Gefragt von: Eva-Maria Hesse
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Das Pfändungsschutzkonto oder auch P-Konto ist ein normales Girokonto, das den Kontoinhaber in Höhe eines bestimmten Freibetrages vor Pfändungen durch die Gläubiger schützt. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das P-Konto, vom Antrag bis zur Nutzung des Kontos.

Kann man ein P-Konto und ein normales Konto haben?

Das P-Konto schützt monatlich mindestens 1.410,00 €. Das P-Konto schützt mehr Geld, wenn Sie zum Beispiel Kinder haben oder Unterhalt zahlen. Jeder Mensch darf ein P-Konto haben. Ihre Bank kann aus dem normalen Giro-Konto ein P-Konto machen.

Wie viel Geld darf man bei einem P-Konto auf dem Konto haben?

Ein P-Konto bietet automatisch einen Pfändungsschutz von 1.410 Euro je Kalendermonat.

Warum kann ich von meinem P-Konto kein Geld abheben?

Erfolgt eine Kontosperrung trotz P-Konto, kann das daran liegen, dass mehrere Pfändungsschutz-Konten eingerichtet wurden. Auf diese Weise kann ein höherer Betrag vor der Pfändung geschützt werden, da dann auf jedem Konto ein Grundfreibetrag von Gläubigern unangetastet bleiben muss.

Kann man vom P-Konto Geld abheben?

Wenn Sie Ihr Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen, ändert sich für Sie wenig: Sie können beim Einkaufen ganz normal mit Ihrer EC-Karte bezahlen und damit auch Geld am Automaten oder am Schalter abheben.

Das P-KONTO und die SCHUFA - Was Sie wissen sollten || BEZAHLEN.NET

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Was ist der Nachteil von einem P-Konto?

Trotzdem sollten vor der Einrichtung eines P-Kontos ebenfalls einige Nachteile beachtet werden, nämlich:
  • Oberhalb des Pfändungsfreibetrages liegendes Guthaben wird gepfändet.
  • Überweisungen sind beim P-Konto für gewöhnlich nur bis zu einem bestimmten Gegenwert möglich.

Wie lange darf Geld auf dem P-Konto bleiben?

Wie viel und wie lange kann ich auf dem P-Konto sparen? Nicht verbrauchtes Guthaben aus dem monatlichen Freibetrag kann auf dem P-Konto grundsätzlich in die nächsten drei Monate übertragen werden.

Was passiert mit dem überschüssigen Geld auf einem P-Konto?

Da der monatliche Freibetrag überschritten wird, wird der doppelte Zahlungseingang von der Bank eingezogen. Da der monatliche Freibetrag überschritten wird, wird der doppelte Zahlungseingang von der Bank eingezogen. Jedoch kann aus den Abschöpfungen eine Umbuchung nach § 900 Abs. 2 ZPO in den Folgemonat erfolgen (max.

Was ändert sich 2023 beim P-Konto?

Gesamte Pfändungsschutztabelle für 2023/2024 im PDF-Format

3 Satz 3 ZPO erhöht sich von 4.077,72 Euro (2022/23) auf 4.298,81 Euro (2023/24). Ein darüber hinausgehendes Einkommen unterliegt dann in vollem Umfang der Pfändung. Demnach wird der Pfändungsfreibetrag im Grundwert (Alleinstehende) um 70 Euro steigen.

Welche Geldeingänge sind nicht pfändbar?

Der gesetzlich festgelegte Pfändungsfreibetrag beträgt aktuell 1.402,28 € pro Monat. Eine Erhöhung ist grundsätzlich möglich (z.

Was kostet ein P-Konto monatlich?

Ein P-Konto darf den Kontoinhaber nicht mehr kosten als ein reguläres Girokonto – so hat es der Bundesgerichtshof entschieden. Banken und Sparkassen dürfen in Deutschland also keine separaten Gebühren für P-Konten erheben.

Wird ein P-Konto in die Schufa eingetragen?

Beantragen Sie so schnell wie möglich die Umwandlung Ihres Kontos in ein Pfändungsschutzkonto, auch P-Konto genannt, um zu verhindern, dass das Konto gesperrt wird. Jede Kontopfändung wird der Schufa gemeldet und führt zu einem negativen Schufa-Eintrag.

Wie hoch ist der Selbstbehalt bei einem P-Konto 2023?

Seit der letzten Anpassung im Juli 2022 liegt die Pfändungsfreigrenze bei 1.330,16 Euro pro Person an unpfändbarem Arbeitseinkommen. Sie steigt zum 1. Juli 2023 um über 70 Euro. Konkret bedeutet das auf einen unpfändbaren Betrag von 1.402,28 Euro.

Welche Bank ist am besten für ein P-Konto?

Ein P-Konto können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse beantragen. Jedes Girokonto kann, sofern es auf eine einzelne Person läuft, in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden.

Kann ein P-Konto gesperrt werden?

Grundsätzlich ist die Sperrung eines P-Kontos nicht möglich.

Wann brauche ich kein P-Konto mehr?

Sie sollten Ihr P-Konto erst in ein normales umwandeln lassen, wenn Sie alle Ihre Schulden bezahlt haben oder keine Pfändung mehr besteht. Andernfalls wird die Bank das Geld von Ihrem Konto an Ihre Gläubiger überweisen. Fragen Sie also am besten bei Ihrer Bank nach, ob noch Pfändungen auf dem P-Konto offen sind.

Wie hoch ist das nicht pfändbare Existenzminimum?

Der unpfändbare Grundbetrag (Pfändungsfreigrenze) beträgt bis zum 30. Juni 2023 monatlich 1.330,16 Euro. Die Beträge beziehen sich auf das Nettoeinkommen der betroffenen Person. Unterhaltspflichten werden dabei berücksichtigt: Je nach Anzahl unterhaltsberechtigter Personen erhöht sich der Pfändungsfreibetrag.

Können die 300 € Energiepauschale gepfändet werden?

Zur Begründung führt der Gesetzgeber an: „Der neue Satz 2 regelt, dass die Energiepreispauschale nicht pfändbar ist. Mit der Gesetzesänderung soll sichergestellt werden, dass die Energiepreispauschale den Empfängern tatsächlich zur Verfügung steht und nicht von Gläubigern gepfändet werden kann.

Kann man bei einem P-Konto das Limit erhöhen?

Wenn Sie das gepfändete Konto in ein P-Konto umwandeln, erhalten Sie einen Grundfreibetrag und können über monatliche Zahlungseingänge bis zur Höhe von 1.410 € verfügen. Dieser Verfügungsrahmen kann durch weitere Freibeträge erhöht werden.

Kann man bei einem P-Konto mit Karte bezahlen?

Mit einem P-Konto können Sie Ihre EC-Karte ganz normal beim Einkaufen zum Bezahlen verwenden.

Wird der Selbstbehalt 2024 erhöht?

Ob der Mindestbedarf zum 01.01.2024 und auch der Selbstbehalt erneut steigen, ist noch nicht absehbar. Dies hängt unter anderem von der Entwicklung der Bedarfssätze nach dem Bürgergeld und der Wohnkosten ab.

Wie hoch ist der monatliche Freibetrag bei einem P-Konto?

Ihr Girokonto ist gepfändet und Sie können über Ihr Guthaben nicht verfügen? Mit einem P-Konto können Sie Ihr Guthaben in einem bestimmten Umfang vor der Pfändung schützen und darüber frei verfügen. Der Pfändungsfreibetrag beläuft sich ab dem 01.07.2023 auf 1.410,00 Euro pro Kalendermonat.

Wie hoch ist die pfändungsfreigrenze ab Juli 2023?

Bis zum 30. Juni 2023 lag der monatliche unpfändbare Grundbetrag bei 1.330,16 Euro. Im Bundesgesetzblatt wurden die neuen Werte veröffentlicht: Der Grundbetrag wurde zum 1. Juli 2023 auf 1.402,28 Euro erhöht.

Wer erfährt von P-Konto?

Insgesamt müssen von Ihrem P-Konto nur Banken und Ihre Gläubiger erfahren, wenn sie Ihr Konto zu pfänden versuchen.

Kann ich mit einem P-Konto ein Kredit aufnehmen?

Voraussetzung, dass eine Person für einen Kredit trotz P-Konto und Pfändung bürgen darf, ist ein regelmäßiges Einkommen, mit dem der Bürge im Zweifel den Kredit trotz P-Konto und Pfändung ausgleichen könnte. Angebote für einen Kredit trotz P-Konto und Pfändung werden Sie im Internet schnell finden.