Ist es besser, am ersten oder am letzten Tag des Monats in Rente zu gehen?

Gefragt von: Benedikt Hinz
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Es ist besser, am ersten des Monats in Rente zu gehen, da die Rente immer für den vollen Monat gezahlt wird, in dem Sie die Voraussetzungen erfüllen, aber der Rentenbeginn ist der erste des Monats, in dem Sie die Altersgrenze erreichen oder die Voraussetzungen erfüllen. Obwohl die Auszahlung der Rente oft am letzten Bankarbeitstag des Vormonats erfolgt, sichert der Beginn zum 1. die volle Monatsrente ab dem ersten Tag Ihres Ruhestands.

Wann ist der beste Zeitpunkt, in Rente zu gehen?

Man sollte in Rente gehen, wenn man die Regelaltersgrenze erreicht (für Geburtsjahrgänge ab 1964 sind das 67 Jahre) oder wenn man durch langjährige Versicherungszeiten (z.B. 35 oder 45 Jahre) früher gehen kann, oft aber mit Abschlägen von 0,3 % pro Monat (außer bei der "Rente mit 63" für besonders langjährig Versicherte ab 45 Jahren). Die genaue Regelaltersgrenze hängt vom Geburtsjahr ab; sie wird schrittweise bis 67 Jahre angehoben. 

Warum Rente erst am Ende des Monats?

Die Rente wird erst am Monatsende gezahlt, weil die «Agenda 2010» die Auszahlung vom Monatsanfang auf das Monatsende umstellte, um dem Staat erhebliche Gelder zu sparen (ein sogenannter "Kredit-Effekt"). Diese Umstellung, die für alle Neurentner ab April 2004 gilt, stellt sicher, dass Rentenansprüche für den laufenden Monat korrekt berechnet sind und gleicht die Auszahlung mit anderen Lohnersatzleistungen an, auch wenn Mieten etc. oft zu Monatsanfang fällig werden. 

Wann wird die letzte Rente nach dem Tod ausgezahlt?

Die letzte Rente wird bis zum Ende des Monats ausgezahlt, in dem der Rentenempfänger verstorben ist; diese Summe geht an die Erben. Danach müssen alle weiteren Zahlungen, die aufgrund technischer Verzögerungen noch eingehen, an die Rentenversicherung zurückgezahlt werden, da sie als Überzahlung gelten. Wichtig: Das Sterbevierteljahr (die ersten drei Monate nach dem Tod) wird als einmalige Zahlung an Hinterbliebene ausgezahlt, bevor die reguläre Rente endet und die Hinterbliebenenrente (z.B. Witwenrente) beantragt werden kann. 

Wann sollte die Rente auf meinem Konto sein?

Die Rente muss am letzten Bankarbeitstag des Monats auf Ihrem Konto sein, wobei die Gutschrift theoretisch bis 23:59 Uhr erfolgen kann. Fällt der Monatsletzte auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verschiebt sich der Termin auf den vorhergehenden Werktag. Es gibt auch Ausnahmen für Renten, die vor 2004 beantragt wurden (Vorauszahlung) und für manche Fälle eine zusätzliche Zahlung zwischen dem 10. und 20. des Monats.
 

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Wie viel Geld sollte man bei Renteneintritt auf dem Konto haben?

Laut Faustregel benötigt sie für ein ausreichendes Auskommen im Ruhestand damit monatlich 1.600 Euro. Sie erhält nach 40 vollen Beitragsjahren monatlich 1.367,60 Euro von der gesetzlichen Rentenversicherung. Die persönliche Versorgungslücke beträgt in diesem Fall 232,40 Euro pro Monat.

Wann kommt der Rentenbescheid vor Rentenbeginn?

Der Rentenbescheid kommt in der Regel wenige Wochen bis Monate vor dem eigentlichen Rentenbeginn, typischerweise ein bis drei Monate vorher, nachdem Sie Ihren Antrag gestellt haben; die Bearbeitung dauert oft 3-4 Monate, kann sich aber bei Lücken im Rentenkonto verlängern, daher sollten Sie den Antrag mindestens 3 Monate vor dem Wunsch-Beginn stellen, damit alles rechtzeitig klappt und Sie eventuelle Nachzahlungen erhalten, die erst nach dem Bescheid gezahlt werden. 

Wie lange dauert es nach dem Tod, bis die Rente ausgezahlt wird?

Wann erhalten die Hinterbliebenen ihr Geld? Obwohl das Pensionsfondsgesetz den Treuhändern 12 Monate ab dem Datum des Eingangs der Todesmitteilung des Mitglieds Zeit einräumt, um die Begünstigten zu ermitteln und auszuzahlen, zahlt der Fonds die Todesfallleistung aus , sobald die Untersuchung abgeschlossen ist .

Wird die Rente sofort nach dem Tod eingestellt?

Im Todesfall eines Rentenempfängers muss die zuständige Rentenbehörde umgehend informiert werden. Die Zahlungen werden dann eingestellt. Die Nachricht, dass der Rentenempfänger verstorben ist, ist von den Angehörigen bzw. dem Nachlassverwalter direkt an die Rentenbehörde zu übermitteln.

Warum sollte man seine Bank nicht immer über einen Todesfall informieren?

Zusätzlich besteht das Risiko von Erbschaftssteuern und administrativen Komplikationen , die entstehen können, wenn eine Bank über einen Todesfall informiert wird. Banken können darauf bestehen, dass alle Schulden beglichen werden, bevor sie Gelder an Erben oder Begünstigte auszahlen.

Ist die Rente am 30.12 24 auf dem Konto?

Eine genaue Uhrzeit für die Überweisung der Rente ist übrigens nicht festgelegt. Theoretisch hat die Bank bis 23:59 Uhr am letzten Bankarbeitstag des Monats Zeit, die Rentenzahlung dem Konto des Rentenempfängers gutzuschreiben, heißt es dazu beim Renten-Service der Post.

Ist 1800 Euro netto eine gute Rente?

Ja, 1800 € netto Rente sind eine gute Rente, die deutlich über dem Durchschnitt liegt und einen soliden Lebensstandard ermöglicht, aber sie erfordert eine gute Planung, da Abzüge (Kranken-, Pflegeversicherung und Steuern) anfallen, die Nettobetrag verringern und Ausgaben (Wohnung, Hobbys) bedacht werden müssen, um finanziell gut auszukommen. 

Werden Renten auch nach dem Tod ausgezahlt?

Renten können je nach Art des Rentenplans und dem Verwandtschaftsverhältnis des Begünstigten zum Verstorbenen auf verschiedene Weise ausgezahlt werden . Gängige Optionen sind: Einmalzahlungen.

Welche Jahrgänge haben die meisten Abzüge bei der Rente?

Die größten Rentenverlierer sind statistisch gesehen die Jahrgänge Ende der 1940er bis Mitte der 1950er Jahre (z.B. 1948, 1949, 1950, 1952), die in Zeiten niedriger Rentenniveaus und oft mit weniger Beitragsjahren in Rente gehen. Aber auch jüngere Jahrgänge, insbesondere die ab 1964 geboren sind, stehen unter Druck, da für sie die Rente mit 67 gilt und sie von sinkenden Rentenniveaus sowie längeren Erwerbsbiografien betroffen sind. 

Kann man 6 Monate vorher einen Rentenantrag stellen?

Die Rente kann nur für bis zu 3 Monate rückwirkend gezahlt werden. Der Antrag auf Altersrente sollte laut der Deutschen Rentenversicherung mindestens 3 Monate vor Rentenbeginn gestellt werden. Wichtig ist, dass du vor der Antragstellung deinen Versicherungsverlauf in deinem Rentenkonto auf Lücken überprüfst.

Welche Tipps gibt es für einen gelungenen Ruhestand?

Für einen gelungenen Ruhestand sollten Sie frühzeitig mit der finanziellen Planung, der Strukturierung Ihres Alltags (Ziele setzen, Hobbys finden, Ehrenamt) und der gesunden Lebensführung (Bewegung, Ernährung, soziale Kontakte) beginnen; nutzen Sie die neue Freiheit für unerfüllte Träume und bleiben Sie geistig und körperlich aktiv, um Langeweile und Risiken wie Demenz vorzubeugen. 

Wie lange wird die Rente im Todesfall noch bezahlt?

Die Rente des Verstorbenen wird noch bis zum Ende des Monats gezahlt, in dem die Person gestorben ist; darüber hinausgehende Zahlungen (oft zu Monatsbeginn) müssen zurückerstattet werden, aber es gibt eine wichtige Ausnahme: das Sterbevierteljahr, bei dem die Rente für drei volle Monate nach dem Sterbemonat weitergezahlt wird, falls der Hinterbliebene Anspruch auf Witwen-/Witwerrente hat. Die Rentenversicherung fordert Überzahlungen zurück, daher Bankkonten nicht sofort schließen, und Hinterbliebene müssen die Rente aktiv beantragen. 

Wie erfährt die Rentenstelle vom Tod?

Die Rentenversicherung erfährt durch den elektronischen Sterbedatenabgleich vom Tod eines Rentenbeziehers. Dieser findet zwischen den Standesämtern, den Meldebehörden und schließlich der Rentenversicherung statt.

Kann die Rentenversicherung zu viel gezahlte Rente zurückfordern?

Eine Rückforderung von zu viel gezahlter Rente ist nur gerechtfertigt, wenn sich der Empfänger grob fahrlässig verhalten hat. Zu dieser Entscheidung gelangte das Sozialgericht Gießen im Fall der Empfängerin einer Erwerbsminderungsrente.

Wie lange dauert es, bis das Sterbevierteljahr ausgezahlt wird?

Das Sterbevierteljahr wird nicht "ausgezahlt", sondern die Witwen- oder Witwerrente wird für die ersten drei Kalendermonate nach dem Tod des Partners in voller Höhe gezahlt (wie die Rente des Verstorbenen), und die Auszahlung beginnt in der Regel direkt danach oder kann durch einen Vorschuss über den Rentenservice der Deutschen Post beschleunigt werden, der innerhalb von 30 Tagen nach dem Tod beantragt werden muss, um eine sofortige Einmalzahlung zu erhalten. Für die eigentliche Hinterbliebenenrente muss ein separater Antrag bei der Rentenversicherung gestellt werden, was länger dauern kann, da Einkommen angerechnet wird. 

Wie kann ich sehen, ob mein Rentenantrag bearbeitet wird?

Um den Bearbeitungsstand Ihres Rentenantrags abzufragen, nutzen Sie am besten das Online-Kundenportal der Deutschen Rentenversicherung (DRV), rufen das kostenlose Servicetelefon (0800 1000 4800) an oder wenden sich direkt an Ihre lokale Auskunfts- und Beratungsstelle, wobei Sie Ihre Versicherungsnummer und ggf. das Bearbeitungskennzeichen (BKZ) bereithalten sollten. Bei Online-Anträgen gibt es oft auch eine spezifische Online-Abfrage. 

Kann man den Renteneintritt verschieben?

Ist das reguläre Rentenalter erreicht, müssen Betroffene laut der Deutschen Rentenversicherung nicht automatisch in Rente gehen. Eine Rente erhält man nämlich nur auf Antrag. Wird dieser bei Erreichen der Regelaltersgrenze nicht gestellt, kann der Rentenbeginn verschoben werden.

Wie wirkt sich das letzte Gehalt auf die Rente aus?

Nein, Ihre Rentenhöhe hängt nicht allein vom letzten Gehalt ab, sondern vom Durchschnitt Ihrer gesamten Einkommen über Ihr gesamtes Arbeitsleben, berechnet durch sogenannte Entgeltpunkte; je mehr Sie verdienen und einzahlen, desto mehr Punkte sammeln Sie, aber die letzten Jahre zählen nicht gesondert mehr, sondern tragen einfach zu diesem Durchschnitt bei, wobei ein höheres Gehalt in dieser Phase zu einem höheren Zuwachs führt. 

Wie viel Geld darf ich als Rentner auf mein Girokonto haben?

Ein Rentner darf grundsätzlich unbegrenzt viel Geld auf dem Konto haben, denn es gibt keine allgemeine Obergrenze für Ersparnisse – es wirkt sich nicht auf die Rentenzahlungen aus. Anders sieht es bei der Sozialhilfe (Grundsicherung) aus: Hier gibt es ein sogenanntes Schonvermögen, das je nach Bedarf (z.B. für Pflegekosten, etwa 2.000 €) geschützt ist, darüber hinaus zählt es als Vermögen, das für den Lebensunterhalt eingesetzt werden muss. Für den steuerfreien Hinzuverdienst gilt: Ab 2026 können Rentner bis zu 2.000 € pro Monat steuerfrei verdienen, bevor die "Aktivrente" greift, was die Einkommensgrenzen für Rentenempfänger neu gestaltet. 

Wie viel Geld braucht ein Rentner im Monat zum Leben?

Ein Rentner braucht monatlich unterschiedlich viel Geld, aber als Orientierung gilt: Mindestens die Grundsicherung von ca. 563 € (Stand 2025) für den Grundbedarf. Für den gewohnten Lebensstandard empfehlen Experten 80-85 % des letzten Nettoeinkommens, was bei durchschnittlichen Renten oft zu einer Lücke führt und private Vorsorge nötig macht. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Wohnort, Wohnsituation (Miete/Eigentum) und Lebensstil ab.