Ist es besser, ETFs oder Aktien zu kaufen?

Gefragt von: Isabell Seifert-Keller
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ETFs bieten durch die breite Streuung des Geldes auf verschiedene Branchen oder Länder eine relativ sichere Anlagemöglichkeit. Aktien sind risikoreicher. Die Chancen auf höhere Renditen, also auf Erträge durch die Geldanlage, sind bei Aktien größer.

Ist der Kauf von ETFs besser als der Kauf von Aktien?

Die Investition in ETFs kann weniger riskant sein als die Investition in Einzelaktien . Sie können ETFs in Ihrem Portfolio durch bestimmte Aktien und Anleihen ergänzen. ETFs bieten eine integrierte Diversifizierung zur Risikominderung, während Einzelaktien zwar das Potenzial für höhere Renditen bieten, aber auch mit einem höheren Risiko verbunden sind.

Warum ist ein ETF keine gute Geldanlage?

Ein ETF ist keine gute Geldanlage, wenn man schnelles Geld sucht, da er dem Marktrisiko unterliegt und Kursschwankungen sowie Verluste möglich sind. Auch wenn er bei langfristiger Haltedauer (10+ Jahre) Sicherheit bietet, gibt es Nachteile wie das Fehlen von Überrenditen (man schlägt nie den Markt), Klumpenrisiken bei thematischen ETFs und Wechselkursrisiken bei internationalen Anlagen. Zudem kann es bei synthetischen ETFs zu einem Kontrahentenrisiko kommen. 

Für wen lohnen sich ETFs?

ETFs eignen sich besonders für Anleger mit einem langen Anlagehorizont, die kosteneffizient investieren möchten und eine Anlagestrategie passend zu ihrem Risiko-Rendite-Profil gefunden haben.

Was wird aus 10000 Euro in 10 Jahren?

Aus 10.000 Euro können in 10 Jahren je nach Anlage und Marktlage sehr unterschiedliche Beträge werden, von realem Wertverlust durch Inflation bis zu Vervielfachung bei erfolgreichen Investitionen in Aktien (z.B. 16.000 € bei Mischfonds, über 24.000 € in breit gestreuten ETFs wie dem MSCI World, oder sogar über 200.000 € bei Einzelaktien wie Axon Enterprise in der Vergangenheit). Wichtig ist, die Inflation (die die Kaufkraft senkt) durch Rendite zu übersteigen, um das Vermögen real zu vermehren.
 

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Sind ETFs nach 10 Jahren steuerfrei?

Von Immobilien kennst Du vielleicht die sogenannte Spekulationsfrist: Liegen zehn Jahre zwischen Kauf und Verkauf eines Hauses, ist der Verkauf steuerfrei. So etwas gibt es bei ETFs nicht. Egal ob Du Deinen ETF nur ein paar Monate oder mehr als zehn Jahre im Depot hattest: Steuern fallen immer an.

Ist es sinnvoll, monatlich 500 Euro in ETFs zu investieren?

500 Euro monatlich in ETFs zu investieren, ist ein starker Start für den Vermögensaufbau über einen ETF-Sparplan, der durch Zinseszins zu beträchtlichem Vermögen führen kann, z.B. über 500.000 € in 30 Jahren (mit S&P 500), erfordert aber ein gutes Depot mit kostenlosen Sparplänen (Neobroker wie Scalable Capital, Trade Republic, Direktbanken wie ING, Consorsbank) und die Wahl eines breit gestreuten ETFs (z.B. MSCI World/FTSE All-World) für eine einfache Strategie oder zwei ETFs für gezielte Ländergewichtung. Wichtig ist die langfristige Perspektive und das regelmäßige Besparen, um von der Marktentwicklung zu profitieren.
 

Wie lange muss ich sparen, um 100.000 € zu haben?

Wie lange Sie brauchen, um 100.000 Euro zu sparen, hängt stark von Ihrer Sparrate und der erzielten Rendite ab, aber grob gesagt: Mit einer monatlichen Sparrate ab ca. 120 € über 30 Jahre (mit Rendite), ab ca. 245 € über 20 Jahre oder ab ca. 645 € über 10 Jahre (jeweils mit 5 % Rendite) erreichen Sie das Ziel; mit aggressiveren Strategien (z.B. Aktien) geht es schneller, mit Tagesgeld dauert es länger, aber der Zinseszinseffekt beschleunigt den Prozess nach den ersten 100.000 € erheblich. 

Was besagt die 4%-Regel für ETFs?

Eine häufig angewandte Faustregel für die Ausgaben im Ruhestand ist die sogenannte 4%-Regel. Sie ist relativ einfach: Man addiert alle seine Anlagen und entnimmt im ersten Jahr des Ruhestands 4 % dieser Summe. In den Folgejahren passt man den entnommenen Betrag an die Inflation an .

Was ist der Nachteil an ETFs?

ETFs sind mit Risiken durch Kursschwankungen verbunden. Zudem sind unter anderem das Kontrahentenrisiko und Wechselkursrisiko bei ETFs von Nachteil.

Welcher ETF für Anfänger?

Für Anfänger sind breit gestreute Welt-ETFs die beste Wahl, wie der MSCI World (Industrieländer) oder noch besser der MSCI ACWI oder FTSE All-World (Industrie- und Schwellenländer), um eine maximale Risikostreuung zu erreichen. Beliebte und kostengünstige Beispiele sind der iShares Core MSCI World UCITS ETF (IWDA) oder der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF, die einfach per Sparplan bespart werden können. Wichtig sind niedrige Kosten (TER) und ein großes Fondsvolumen. 

Wie viel Geld sollte man pro Monat in ETF investieren?

Die Höhe der Investition in ETFs hängt von den persönlichen Umständen ab. Die Empfehlung liegt bei 10 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens, vor allem, wenn bereits ein finanzielles Polster vorhanden ist und keine Schulden bestehen.

Was ist sinnvoller, ETFs oder Aktien?

Für die meisten Anleger sind ETFs besser, weil sie einfach, kostengünstig und breit gestreut sind, was das Risiko deutlich reduziert, während Einzelaktien höhere Renditen versprechen, aber auch viel Aufwand, Wissen und ein höheres Verlustrisiko bedeuten. Aktien eignen sich für erfahrene Anleger, die aktiv den Markt schlagen wollen, während ETFs die marktübliche Rendite zuverlässig liefern, perfekt für langfristiges, passives Investieren.
 

Wann verkauft man ETFs am besten?

Einen ETF verkauft man idealerweise, wenn ein konkretes finanzielles Ziel erreicht ist (z.B. Rente, Hauskauf), die Anlagestrategie eine Anpassung erfordert (Rebalancing, Risikoreduktion), oder zur Gewinnmitnahme bei guter Performance; wichtig ist jedoch ein langfristiger Horizont von mindestens 10-15 Jahren für Vermögensaufbau, um Marktschwankungen aussitzen zu können und nicht aus Panik zu verkaufen, sondern einen geplanten Verkaufszeitpunkt (z.B. mittags, wenn die Märkte offen sind) zu wählen. 

Warum ist es nicht sinnvoll, in zu viele ETFs zu investieren?

Das Wichtigste in Kürze:

Zu viele ETFs: Zwar ist ein einzelner ETF meist zu wenig für eine ausreichende Diversifikation. Zu viele ETFs sind allerdings ebenfalls kontraproduktiv, da Anlegerinnen und Anleger schnell den Überblick verlieren können und mehr Zeit, z.B. für ein Rebalancing, investieren müssen.

Was ist die 50/30/20 Regel?

Die 50-30-20-Regel ist eine einfache Budgetierungsstrategie, die dein monatliches Nettoeinkommen in drei Kategorien aufteilt: 50 % für Grundbedürfnisse (Miete, Lebensmittel, Versicherungen), 30 % für Wünsche (Freizeit, Hobbys, Ausgehen) und 20 % zum Sparen und für den Vermögensaufbau (Notgroschen, Investitionen). Diese Regel hilft, Finanzen zu strukturieren, Sparen zu automatisieren und ein Gleichgewicht zwischen gegenwärtigem Genuss und zukünftiger Sicherheit zu finden.
 

Wie kann ich 100.000 Euro verdoppeln?

Um 100.000 € zu verdoppeln, braucht es eine Anlagestrategie mit passender Rendite und Zeit, wobei die 72er- Regel (72 / Zinssatz = Jahre bis zur Verdopplung) einen Anhaltspunkt gibt (z.B. 7% Zinsen = ca. 10 Jahre), während Aktien, ETFs oder Immobilien höhere Risiken und Renditen bieten, während Tagesgeld nur sehr langfristig oder mit hohen Zinsen funktioniert. Wichtig sind auch die Tilgung von Schulden und der Aufbau eines Notgroschens, bevor Sie langfristig investieren, z.B. über einen Robo-Advisor oder breit gestreute Fonds.
 

Wie lege ich 200.000 Euro an?

Um 200.000 € anzulegen, sollten Sie eine Mischung aus risikoarmen (Tages-/Festgeld für Liquidität) und renditeorientierten Anlagen (ETFs, Aktien, Immobilien) wählen, um Ihr Portfolio zu diversifizieren und Risiken zu streuen; die Aufteilung hängt stark von Ihrer persönlichen Risikobereitschaft und Ihren Zielen ab (z.B. langfristiger Vermögensaufbau, Altersvorsorge), wobei ein Finanzberater die optimale Strategie unterstützt. 

Was ist derzeit die beste Geldanlage?

Die "beste" Geldanlage hängt von Ihren Zielen (Sicherheit, Rendite, Risiko), Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Risikobereitschaft ab, wobei derzeit ETFs auf breite Aktienindizes (wie MSCI World), Immobilien, Sachwerte wie Gold, Silber und für Sicherheit Tages- oder Festgeldkonten (oft im EU-Ausland mit höherer Verzinsung) beliebte Optionen sind, wobei eine Mischung oft am sinnvollsten ist. Eine Kombination aus Aktien-ETFs (für langfristige Rendite) und sicheren Zinsanlagen (für Liquidität) wird häufig empfohlen. 

Kann man mit ETFs Millionär werden?

Ja, Millionär mit ETFs zu werden ist durch einen langfristigen ETF-Sparplan möglich, vor allem durch den Zinseszinseffekt, wobei die benötigte Sparrate stark von der Anlagedauer abhängt (z.B. 100 €/Monat ab 18 Jahren oder 400 €/Monat ab 40 Jahren), indem man breit gestreute Aktien-ETFs (wie auf den MSCI World) wählt, thesaurierende Varianten bevorzugt und auf niedrige Kosten achtet. Frühes Beginnen und Durchhalten sind dabei entscheidend.
 

Wie kann ich schnell 500 Euro verdienen?

Um schnell 500 € zu verdienen, konzentriere dich auf schnelle Aktionen wie Verkauf von Gebrauchtwaren und kurzfristige Freelance-Jobs (Texte, Design, Nachhilfe) über Plattformen wie Upwork oder Fiverr, biete Dienstleistungen vor Ort (Umzugshilfe, Gartenarbeit) an oder nutze digitale Fähigkeiten für Micro-Jobs und Online-Umfragen, um sofort Einnahmen zu generieren. Langfristigere Optionen sind der Aufbau passiven Einkommens durch digitale Produkte oder Affiliate-Marketing, aber das dauert länger.
 

Wie lange sollte man einen ETF behalten?

ETFs sollten idealerweise langfristig gehalten werden, am besten mindestens 10 bis 15 Jahre oder länger, da dies Marktschwankungen ausgleicht und den Zinseszinseffekt maximiert, wodurch Verluste unwahrscheinlich werden und das Wachstumspotenzial der Börse genutzt wird, obwohl sie jederzeit verkauft werden können. 

Welcher ETF ist der beste?

Es gibt nicht den einen besten ETF, da die Wahl vom Anziel abhängt (z.B. langfristig breit gestreut vs. kurzfristig spekulativ), aber für die meisten Privatanleger sind ETFs auf den MSCI World oder FTSE All-World die beste Basis, da sie breit diversifiziert sind und zu den stabilsten Renditen der letzten Jahre gehören (z.B. Amundi MSCI World, HSBC MSCI World, SPDR MSCI World). Für Sektor-Wetten oder Hebel-Produkte gibt es kurzfristig Top-Performer wie Goldminen-ETFs oder Leveraged ETFs, diese sind aber deutlich risikoreicher. 

Wie lange muss man Aktien halten, um steuerfrei zu sein?

Die zehn Jahre sind die sogenannte Haltefrist oder Spekulationsfrist. Sie umgehen also die Spekulationssteuer, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als zehn Jahre liegen. Eine Frist von einem Jahr gilt für andere Wirtschaftsgüter, die nicht dem täglichen Gebrauch dienen. Dies betrifft beispielsweise Bitcoin und Kunst.