Ist es klug, mit 63 in Rente zu gehen?

Gefragt von: Frau Dr. Christine Greiner
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Ob es klug ist, mit 63 in Rente zu gehen, hängt stark von Ihrer individuellen Situation ab, da es in Deutschland meist mit hohen Abschlägen verbunden ist (0,3 % pro Monat früher), es sei denn, Sie gehören zu den glücklichen Jahrgängen (vor 1953), die die 45 Beitragsjahre erfüllt haben oder nutzen spezielle Modelle wie die Teilrente, die steuerliche Vorteile und die Möglichkeit, weiter Beiträge zu sammeln, bieten. Finanzexperten raten oft, eine individuelle Berechnung durchführen zu lassen, da der Verlust über die Jahre beträchtlich sein kann, aber auch Gesundheitsgründe oder der Wunsch nach früherer Freiheit eine Rolle spielen.

Ist Rente mit 63 sinnvoll?

Die "Rente mit 63" (Altersrente für besonders langjährig Versicherte) lohnt sich finanziell nur bedingt, da sie meist mit dauerhaften Abschlägen von bis zu 14,4 % verbunden ist – es sei denn, man hat 45 Versicherungsjahre erreicht und kann abschlagsfrei gehen (für frühere Jahrgänge). Attraktiver wird es durch die Kombination mit Weiterarbeit und Teilrente, da die Hinzuverdienstgrenzen entfallen sind und man so Rentenpunkte sammelt, die die Rente erhöhen und Abschläge teilweise ausgleichen können. Ob es sich lohnt, hängt stark von der individuellen Situation ab: Wer früh viel Freizeit will, muss finanzielle Einbußen akzeptieren; wer finanziell das Maximum herausholen will, muss länger arbeiten, idealerweise mit Teilrente und Weiterbeschäftigung.
 

Ist es klug, mit 63 in Rente zu gehen?

Unterdessen glauben 34 % derjenigen, die kurz vor dem Ruhestand stehen, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass ihr Erspartes nicht bis zum Lebensende reicht; 22 % der Rentner teilen diese Sorge. Kurz gesagt: Mit 62 oder 63 Jahren in Rente zu gehen, mag zwar beliebt sein, ist aber angesichts aller Faktoren, die einen erfolgreichen Ruhestand beeinflussen, möglicherweise nicht optimal.

Ist es sinnvoll, mit 63 in Rente zu gehen und weiter zu arbeiten?

Ja, Rente mit 63 und weiterarbeiten lohnt sich oft finanziell, besonders seit der Abschaffung der Hinzuverdienstgrenzen für vorgezogene Altersrenten 2023, wodurch unbegrenzt hinzuverdient werden kann, ohne dass die Rente gekürzt wird. Es gibt jedoch Unterschiede: Das Weiterarbeiten nach Regelaltersgrenze bringt noch Zuschläge (0,5 % pro Monat), während die Rente mit 63 (Altersrente für langjährig Versicherte) oft Abschläge hat, aber durch das Weiterarbeiten weiterhin Rentenpunkte sammelt und Abschläge minimiert werden können (z.B. mit einer 99,99% Teilrente). Steuern und Sozialabgaben fallen weiterhin an, aber die Kombination aus Lohn und Rente steigert das Gesamteinkommen deutlich. 

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie Sonderzahlungen zur Kompensation von Abschlägen, die Nutzung von Altersteilzeit oder Arbeitszeitkonten (wenn der Arbeitgeber zustimmt) und das Anrechnen von Anrechnungszeiten, aber auch spezielle Fälle wie Schwerbehinderung oder 45 Beitragsjahre, die abschlagsfreien Eintritt ermöglichen; wichtig ist, die Rentenversicherung zu konsultieren, um individuelle Optionen zu prüfen. 

Rente mit 63: Renten-Abschläge in Wahrheit viel höher, vermeiden Sie diesen Fehler!

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Wie kann man 3 Jahre bis zur Rente überbrücken?

Um die 3 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, können Sie eine Kombination aus Altersteilzeit (Blockmodell), Nutzung von Arbeitslosengeld (ALG I) für Ältere (bis zu 24 Monate), einem Lebensarbeitszeitkonto mit angespartem Guthaben (Überstunden, Urlaub), Teilzeitarbeit, Mini- oder Midijobs, privaten Rücklagen, Sonderzahlungen in die Rentenkasse oder sogar Krankengeld und ALG II (für über 58-Jährige) nutzen; wichtig ist eine individuelle Strategie, die zu Ihrer Situation passt.
 

Was ist das beste Alter für einen vorzeitigen Ruhestand?

Um Ihre Ersparnisse und Investitionen zu maximieren, müssten Sie möglicherweise bis 67 oder länger arbeiten. Oder Sie sollten mit 62 aufhören, wenn Sie noch gesund und aktiv sind. Wenn Ihnen die Krankenversicherung (Medicare) besonders wichtig ist, ist 65 ein guter Zeitpunkt, um in Rente zu gehen . Wie viel Zeit haben Sie noch bis zu Ihrem möglichen Ruhestand?

Was ist das beste Alter, um in Rente zu gehen und glücklich zu sein?

Laut der MassMutual Retirement Happiness Study 2024 (PDF) halten die Amerikaner 63 Jahre überwiegend für das ideale Renteneintrittsalter, obwohl der durchschnittliche Amerikaner tatsächlich mit 62 Jahren in Rente geht.

Wie schaffe ich es mit 63 in Rente zu gehen?

Um mit 63 in Rente zu gehen, benötigen Sie mindestens 35 Versicherungsjahre für die Altersrente für langjährig Versicherte, was aber fast immer mit 0,3 % Abschlag pro Monat vor der Regelaltersgrenze verbunden ist; abschlagsfrei geht es nur mit 45 Versicherungsjahren (besonders langjährig Versicherte) und für ältere Jahrgänge (vor 1953), wobei die Altersgrenzen für die abschlagsfreie Rente schrittweise angehoben wurden. Sie müssen den Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellen, am besten drei Monate vorher, und können dies auch online tun. 

Was ist der häufigste Fehler, den Rentner begehen?

1) Keine Änderung des Lebensstils nach dem Eintritt in den Ruhestand

Zu den größten Fehlern, die Rentner begehen, gehört es, ihre Ausgaben nicht an ihr neues Budget im Ruhestand anzupassen.

Wie viel Geld verliert man, wenn man mit 63 Jahren in Rente geht?

Beispiel: Wenn Ihr reguläres Renteneintrittsalter 67 Jahre beträgt und Sie bereits mit 63 Jahren (48 Monate früher) in Rente gehen, reduziert die Sozialversicherungsverwaltung Ihre Rente um 36 mal 5/9 von 1% plus 12 mal 5/12 von 1%, was insgesamt einer Rentenkürzung von 25% entspricht .

Was bekomme ich an Rente mit 63?

Die Rentenhöhe mit 63 hängt von Ihrem Geburtsjahr und der Anzahl Ihrer Versicherungsjahre ab, ist aber fast immer mit Abschlägen verbunden (0,3 % pro Monat des Vorbezugs, max. 14,4 %), da die Regelaltersgrenze höher liegt, meistens bei 67. Bei 35 Versicherungsjahren ("langjährig Versicherte") können Sie mit 63 in Rente gehen, aber Ihr Anspruch wird um bis zu 14,4 % gekürzt, je nach Geburtsjahr (z.B. Jahrgang 1964). Wer früher abschlagsfrei in Rente geht, muss die "besonders langjährige" Voraussetzung (45 Jahre) erfüllen oder eine Rente für Schwerbehinderte in Anspruch nehmen.
 

Warum ist ein früher Ruhestand das Beste?

Der vorzeitige Ruhestand bietet die Chance auf einen Neuanfang, weniger berufsbedingten Stress und die Freiheit, seinen Leidenschaften nachzugehen . Wer frühzeitig in Rente geht, muss mit seinen Ersparnissen deutlich länger als die üblichen 30 Jahre auskommen, wodurch das Risiko steigt, dass das Geld nicht bis zum Lebensende reicht.

Ist 63 ein gutes Jahr, um in Rente zu gehen?

Eine neue Studie von MassMutual zeigt, dass Amerikaner 63 Jahre als ideales Renteneintrittsalter ansehen . Bei einer Lebenserwartung von 78 Jahren haben Rentner damit mehr als ein Jahrzehnt Zeit, das Leben nach dem Berufsleben zu genießen.

Wer profitiert von der Rente mit 63?

Personen, die vor 1953 geboren wurden und die 45 Versicherungsjahre erreicht haben, können ab einem Alter von 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Für Geburtsjahrgänge zwischen 1953 und 1963 gilt das jedoch nicht mehr uneingeschränkt, weil das Rentenalter schrittweise angehoben wurde.

Wie wichtig sind die letzten 5 Jahre vor der Rente?

Die letzten 5 Jahre vor der Rente zählen für die Rentenhöhe nicht magisch mehr, da die Rentenberechnung auf dem gesamten Berufsleben basiert; ABER sie sind extrem wichtig für die optimale Gestaltung des Ruhestands, da hier noch finanzielle, rechtliche (z.B. Abschläge, Altersteilzeit) und steuerliche Entscheidungen getroffen werden können, die den Start ins Rentenalter maßgeblich beeinflussen und Lücken schließen. Wer diese Phase nicht nutzt, um Rentenansprüche zu prüfen, Steuern zu optimieren oder das Portfolio anzupassen, verpasst die letzte Chance, den Ruhestand finanziell zu sichern und die Weichen für mehr Lebensqualität zu stellen. 

Wann sollte man zur Rentenberatung gehen?

Man sollte zur Rentenberatung gehen, sobald man einen Überblick über die eigene Altersvorsorge gewinnen möchte, spätestens aber im letzten Berufsjahrzehnt (ab ca. 50/55), um den Rentenantrag optimal vorzubereiten, Lücken zu klären und spezielle Fragen zu Frührente, Abschlägen oder Auslandszeiten zu klären, idealerweise ein bis zwei Jahre vor dem geplanten Rentenbeginn, damit der Antrag rechtzeitig gestellt werden kann.
 

Wann frühestens Rentenantrag stellen bei Rente mit 63?

Um die Rente mit 63 (Altersrente für langjährig Versicherte) zu erhalten, müssen Sie den Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung spätestens drei Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn stellen, damit die Auszahlung pünktlich startet; idealerweise aber schon früher, wenn Ihr Versicherungsverlauf noch geklärt werden muss, um Nachzahlungen zu vermeiden. Der Rentenbeginn selbst ist frühestens mit 63 Jahren möglich, aber nur mit 35 Versicherungsjahren und meist mit Abschlägen (außer für bestimmte Jahrgänge vor 1953).
 

Welche Abschläge gibt es bei der Rente nach 35 Beitragsjahren?

Nach 35 Beitragsjahren haben Sie Anspruch auf die Altersrente für langjährig Versicherte, wobei die Höhe von Ihrem Verdienst abhängt – von ca. 1.000 € bei niedrigem Einkommen bis über 2.800 € bei Top-Verdienern – und der Rentenbeginn je nach Geburtsjahr ohne Abschlag (für Jahrgänge bis 1963) oder mit Abschlägen von bis zu 14,4 % (für Jahrgänge ab 1964) möglich ist. Die genaue Rentenhöhe berechnet sich über Entgeltpunkte; 35 Jahre mit Durchschnittsverdienst ergeben ca. 35 Rentenpunkte, was aktuell rund 1.400 € brutto bedeutet. 

Ist es sinnvoll, früher in Rente zu gehen?

Ob es sinnvoll ist, früher in Rente zu gehen, hängt stark von der individuellen Finanzlage, dem Gesundheitszustand und den persönlichen Lebenszielen ab; es gibt Vorteile wie mehr Freizeit und potenzielle Gesundheitsgewinne, aber auch Nachteile wie geringere Rentenhöhe und finanzielle Lücken, die durch private Vorsorge geschlossen werden müssen, weshalb eine genaue Planung und Beratung unerlässlich ist. 

Wie viel Rente braucht man, um gut Leben zu können?

In ihren früheren Berechnungen gingen Expertinnen und Experten für Altersvorsorge davon aus, dass man mit 70 Prozent des letzten Nettogehalts im Alter gut leben kann. Heute nennt die Stiftung Warentest 80 Prozent des letzten Nettogehalts als Richtwert, um während der Rente ein komfortables Leben führen zu können.

Wie viele Jahre darf man früher in Rente gehen?

Altersrente nach 45 Jahren. Nach einer Versicherungszeit von 45 Jahren können Sie grundsätzlich früher in Rente gehen. Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte wird oft noch „Rente mit 63“ genannt, weil alle vor 1953 Geborenen ohne Abschläge mit 63 Jahren in Rente gehen konnten.

Wie viel Geld für vorzeitigen Ruhestand?

Laut einer weit verbreiteten Faustformel sollte man für den Ruhestand jeden Monat 10 bis 15 Prozent seines Gehalts zurücklegen. Wer also 40 Jahre lang gearbeitet hat und im Jahr 50.000 Euro verdient hat, sollte über die Jahre Rücklagen in Höhe von mindestens 200.000 Euro gebildet haben, bestenfalls sogar 300.000 Euro.

Wann gehen die meisten in den Ruhestand?

Mit 58 Jahren waren 2024 noch 82 Prozent berufstätig, mit 60 Jahren 79 Prozent. Ab 62 Jahren sinkt die Quote spürbar: 70 Prozent waren in diesem Alter noch im Job, mit 64 Jahren nur noch 46 Prozent.