Ist es möglich, eine Rechnung 2 Jahre später zu erhalten?

Gefragt von: Dörte Hildebrandt
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Ja, eine Rechnung kann auch zwei Jahre später noch gestellt werden, da es keine generelle Frist für die Rechnungsstellung gibt, aber die Zahlungspflicht verjährt nach drei Jahren, beginnend am Ende des Jahres, in dem die Leistung erbracht wurde. Das bedeutet, eine nach zwei Jahren verspätet gestellte Rechnung ist grundsätzlich gültig und der Kunde muss zahlen, bis die reguläre dreijährige Verjährungsfrist abgelaufen ist, danach kann er die Zahlung verweigern.

Ist es möglich, eine Rechnung 2 Jahre später zu stellen?

Kann man nach 2, 3 oder 5 Jahren noch eine Rechnung stellen? Ja, es ist möglich, eine Rechnung nachträglich zu stellen. Doch auch wenn es keine Verjährungsfrist für die Rechnungsstellung gibt, so kann die Zahlungsfrist verjähren.

Ist es möglich, nach 2 Jahren noch eine Rechnung zu stellen?

Ja, ein Handwerker kann auch nach zwei Jahren noch eine Rechnung stellen, aber die Zahlungspflicht des Kunden verjährt in der Regel nach drei Jahren, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem die Leistung erbracht wurde (§ 195 BGB). Das bedeutet, dass nach Ablauf dieser Frist der Kunde die Zahlung verweigern kann, wenn er sich auf die Verjährung beruft; rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren können die Frist unterbrechen.
 

Kann man jemandem 3 Jahre später eine Rechnung stellen?

Gemäß dem Verjährungsgesetz von 1980 können Rechnungen bis zu sechs Jahre nach Abschluss der Arbeiten oder Lieferung der Waren ausgestellt werden . Obwohl es innerhalb dieses Zeitraums keine gesetzliche Beschränkung gibt, ist es ratsam, Rechnungen zeitnah auszustellen, um Streitigkeiten oder Komplikationen zu vermeiden.

Wie lange kann man nachträglich eine Rechnung anfordern?

Allgemein gilt für Rechnungen aller Art eine gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Der Ablauf der Frist beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung gestellt wurde. Handelt es sich also zum Beispiel um eine Rechnung vom 03. Mai 2023, so verjährt die Rechnung zum 31.12.2026.

Rechnung kann ich auch später stellen - Mythen im Forderungsmanagement - Teil 12

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Wie spät darf eine Rechnung rückwirkend gestellt werden?

Wie lange kann eine Rechnung rückwirkend gestellt werden? Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Es gibt keine Verjährung, wenn Sie eine Rechnung rückwirkend stellen möchten. Sie können also immer rückwirkend eine Rechnung schreiben – egal, wie lange die Erbringung der Leistung bzw. die Lieferung des Produkts her ist.

Kann man alte Rechnungen anfordern?

Ja, man kann eine Rechnung grundsätzlich auch nachträglich anfordern, solange der Anspruch noch nicht verjährt ist (in Deutschland meist 3 Jahre, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstand), aber der Leistungserbringer kann sie auch ausstellen, selbst wenn die Verjährung läuft; entscheidend für den Empfänger ist aber, dass der Anspruch noch besteht, wenn die Leistung erbracht wurde, damit die Rechnung für steuerliche Zwecke (z.B. Vorsteuerabzug) gültig ist, wobei eine Korrektur auch Jahre später möglich ist, wenn eine fehlerhafte Rechnung vorlag und der Leistungserbringer noch existiert. 

Wie weit rückwirkend Rechnung?

Eine Rechnung kann grundsätzlich jederzeit rückwirkend ausgestellt werden, solange sie alle gesetzlichen Pflichtangaben enthält. Allerdings gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren für Forderungen – danach ist der Rechnungsempfänger nicht mehr zur Zahlung verpflichtet.

Was tun, wenn der Handwerker keine Rechnung ausstellt?

Wenn ein Handwerker keine Rechnung ausstellt, sollten Sie zuerst das Gespräch suchen, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen und eine schriftliche Vereinbarung zu treffen, da dies oft die einfachste Lösung ist. Wenn das nicht funktioniert, müssen Sie rechtliche Schritte einleiten: Fordern Sie die Rechnung schriftlich an (Mahnung), und wenn keine Reaktion kommt, können Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen oder einen Rechtsanwalt einschalten, da der Anspruch auf Rechnungsstellung ein zivilrechtlicher Anspruch ist, der notfalls einzuklagen ist. Für den Handwerker ist das Ausbleiben der Rechnung oft ein steuerrechtliches Problem (Ordnungswidrigkeit), aber auch für Sie kann es wichtig sein, da Sie ohne Rechnung eine Ausgabe schlechter steuerlich geltend machen können. 

Wann verjährt eine Forderung, wenn keine Rechnung gestellt wurde?

Eine Rechnung verjährt in Deutschland grundsätzlich nach drei Jahren, wobei die Frist erst am Ende des Kalenderjahres beginnt, in dem die Leistung erbracht wurde – auch wenn die Rechnung später kommt. Hat der Schuldner also nie eine Rechnung bekommen, kann er sich nach Ablauf dieser Frist (z.B. ab dem 01.01. des vierten Jahres) auf die Verjährung berufen. Eine spätere Rechnungsstellung stoppt die Verjährung nicht, aber ein gerichtlicher Mahnbescheid kann sie hemmen. 

Was tun, wenn eine Rechnung nicht kommt?

Wenn Sie keine Rechnung erhalten haben, prüfen Sie zuerst Spam-Ordner und melden Sie sich beim Anbieter, um eine neue zu bekommen. Falls Sie eine Mahnung ohne vorherige Rechnung bekommen, müssen Sie meist keine Mahngebühren zahlen, da der Versender die Beweislast trägt. Wichtig ist, den Kauf nachzuweisen (z.B. mit Bestellbestätigung, Kontoauszug) für Gewährleistung, aber bei der Zahlung sollten Sie den Anbieter zur Rechnungsstellung auffordern, um Ärger zu vermeiden. 

Wie lange kann man unbezahlte Rechnungen einfordern?

Die Verjährungsfrist für Rechnungen beträgt in Deutschland drei Jahre und beginnt zum Jahresende des Leistungsjahres. Nach Ablauf dieser Frist kann der Schuldner die Zahlung verweigern. Eine Mahnung allein stoppt die Verjährung nicht, sondern nur rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren mit Mahnbescheid.

Was verjährt nach 2 Jahren?

Zwei Jahre bei Mängeln nach Werkvertrag - Hast Du zum Beispiel einen Handwerker mit der Wartung oder Reparatur einer Waschmaschine beauftragt, beträgt die Verjährungsfrist ebenfalls zwei Jahre. Die Verjährung beginnt, wenn Du die Arbeiten abgenommen hast (§ 634a Abs. 1 Nr. 1 BGB).

Wann muss eine Rechnung nicht bezahlt werden?

Eine Rechnung muss man nicht mehr bezahlen, wenn die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist; diese beginnt am Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist, also z.B. eine Rechnung vom 15. Mai 2023 verjährt am 31. Dezember 2026. Nach Ablauf dieser Frist kann der Schuldner die Zahlung rechtlich verweigern. Beachten Sie auch, dass Rechnungen grundsätzlich sofort fällig sind, aber oft eine 30-tägige Zahlungsfrist gewährt wird, nach der der Verzug eintritt.
 

Wie viel später darf ein Handwerker eine Rechnung stellen?

Ein Handwerker sollte seine Rechnung idealerweise innerhalb von sechs Monaten nach vollständiger Leistungserbringung stellen, da dies die Frist nach § 14 UStG ist und sonst Bußgelder drohen können; rechtlich gesehen verjährt die Forderung aber erst nach der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren, wobei die Frist erst am Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist. Für Privatkunden gibt es oft keine strengen Fristen, aber bei Nichteinhaltung der 6-Monats-Frist kann es zu Problemen mit dem Finanzamt kommen. 

Was passiert, wenn man keine Rechnung ausstellt?

Wer entgegen seiner hiernach bestehenden Verpflichtung vorsätzlich oder leichtfertig eine Rechnung nicht oder nicht rechtzeitig ausstellt, handelt ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro belangt werden (§ 26a Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3 UStG).

Wie lange muss man auf die Rechnung warten?

Wie lange Sie auf eine Rechnung warten müssen, hängt vom Kontext ab: Bei gewerblichen Rechnungen gibt es oft eine Frist von 14 oder 30 Tagen, die auf der Rechnung steht (z.B. "Zahlbar sofort"), aber es gibt auch die gesetzliche 30-Tage-Frist nach Erhalt, bis Verzug eintritt; im Restaurant sollten Sie nach ca. 30 Minuten und mehrmaligem Bitten die Rechnung bekommen, sonst gerät der Wirt in Annahmeverzug, aber einfach gehen ist Betrug, daher besser Kontaktdaten hinterlassen.
 

Ist es möglich, eine Rechnung nach 2 Jahren zu stellen?

Ja, eine Rechnung kann auch nach zwei Jahren noch gestellt werden, da die Rechnungsstellung selbst nicht verjährt, aber der Zahlungsanspruch unterliegt der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren, beginnend am Ende des Jahres, in dem die Leistung erbracht wurde (z.B. eine Leistung von 2023 verjährt am 31.12.2026). Erhalten Sie die Rechnung erst nach zwei Jahren, müssen Sie prüfen, ob der Zahlungsanspruch noch besteht; wenn nicht, können Sie die Zahlung verweigern, aber der Rechnungssteller muss die Leistung nachweisen können.
 

Bis wann muss spätestens eine Rechnung gestellt werden?

Spätestens sechs Monate nach Leistungserbringung muss eine Rechnung gestellt werden, wenn der Empfänger ein Unternehmer oder eine juristische Person ist, um Bußgelder und Verjährung zu vermeiden; bei Privatkunden gibt es diese Frist nicht, aber die Forderung verjährt trotzdem nach drei Jahren ab Jahresende. Es gilt also, zeitnah zu handeln, idealerweise nach Erbringung der Leistung. 

Wie lange kann eine Forderung geltend gemacht werden?

Eine Forderung kann in Deutschland in der Regel nach drei Jahren geltend gemacht werden (Regelverjährung nach §§ 195, 199 BGB), wobei die Frist am Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger davon Kenntnis erlangte, also meist zum Jahresende des Vertragsabschlusses. Es gibt aber Sonderfristen, z.B. zwei Jahre bei Gewährleistung für bewegliche Sachen (Kauf/Werkvertrag) oder sogar 30 Jahre für Herausgabeansprüche aus Eigentum, und die Frist kann durch Klage, Mahnbescheid oder Anerkenntnis gehemmt oder neu gestartet werden.
 

Wie lange muss ein Handwerker Rechnungen aufbewahren?

2 Jahre. Wenn Sie als Privatmensch einen Handwerker beauftragt haben, sollten Sie die Rechnung mindestens 2 Jahre aufbewahren.

Was tun, wenn eine Rechnung fehlt?

Ein Eigenbeleg dient als Ersatzbeleg, wenn eine Rechnung oder Quittung fehlt. Er ist besonders für kleinere Beträge bis 250 € unproblematisch und wird vom Finanzamt anerkannt, wenn die Ausgabe betriebsbedingt und glaubhaft ist.

Wie weit zurück können Rechnungen gestellt werden?

Die Verjährung von Zahlungsansprüchen des täglichen Geschäftsverkehrs wird in Deutschland in § 195 BGB geregelt. Die Verjährungsfrist von Rechnungen beträgt demnach drei Jahre. Die Frist beginnt allerdings nicht mit der Rechnungsstellung, sondern am Ende des Jahres, in dem die Leistung erbracht wurde.

Kann ich eine Rechnung nachträglich anfordern?

Um eine Rechnung nachträglich anzufordern, kontaktieren Sie den Aussteller (Shop, Dienstleister) direkt per E-Mail oder Telefon, geben Sie möglichst viele Kaufdetails (Datum, Artikel) an und bitten Sie um eine Kopie der Originalrechnung; falls das Unternehmen nicht mehr existiert, erstellen Sie einen Eigenbeleg und belegen Sie den Kauf mit Kontoauszügen oder Bestellbestätigungen. Grundsätzlich können Rechnungen auch rückwirkend ausgestellt werden, solange die Leistung nachweisbar ist und die gesetzlichen Pflichtangaben erfüllt sind. 

Was tun, wenn man keine Rechnung bekommt?

Wenn Sie keine Rechnung bekommen, sollten Sie zunächst den Rechnungssteller kontakieren und zur Ausstellung auffordern, Beweise für die Leistung (Bestellbestätigung, Zahlungsbeleg) sichern und bei anhaltender Weigerung den Rechtsweg über Zivilgerichte in Erwägung ziehen oder den Fall dem Finanzamt melden (besonders bei Handwerkern), da der Gläubiger in der Beweispflicht ist, die Rechnung zugestellt zu haben.