Ist es möglich, mit 58 Jahren eine Rente zu beantragen?

Gefragt von: Hanns Ackermann
sternezahl: 4.9/5 (33 sternebewertungen)

Nein, eine reguläre Altersrente ist mit 58 Jahren in Deutschland nicht möglich; die reguläre Altersgrenze steigt auf 67 Jahre, aber es gibt Möglichkeiten für einen früheren Ausstieg, wie die Rente für langjährig Versicherte (frühestens mit 63 bei 35 Jahren Beitragszeit) oder die Rente für besonders langjährig Versicherte (oft als "Rente mit 63/64" bekannt), die aber ebenfalls frühestens mit 63/64 Jahren beginnt, je nach Geburtsjahr, mit oder ohne Abschläge, oder die Erwerbsminderungsrente bei gesundheitlichen Problemen, die unabhängig vom Alter ist.

Wie komme ich mit 58 in Rente?

Die Rente mit 58 Jahren zu erreichen, ist im Rahmen der gesetzlichen Rente 2017 nur möglich, wenn jemand eine Erwerbsminderungsrente bekommt. Regulär ist ein Renteneintritt nach der derzeitigen Rechtslage mit 58 Jahren nicht machbar.

Was passiert, wenn ich mit 58 aufhöre zu arbeiten?

Sind Arbeitnehmer 55 oder älter, können sie mit Zustimmung des Arbeitgebers in Altersteilzeit gehen. Bei dieser Form des Vorruhestands halbieren sie ihre Arbeitszeit und ihr Gehalt, ergänzt um einen steuer- und sozialversicherungsfreien Aufstockungsbetrag von mindestens 20 Prozent.

Wann kann ich in Rente gehen, wenn ich 58 geboren bin?

„Für den Jahrgang 1958 liegt das reguläre Eintrittsalter bei 66 Jahren“, weiß Katharina Lorenz vom SoVD in Niedersachsen. Wer in diesem Jahr geboren wurde, kann also nun die Regelaltersrente beantragen – vorausgesetzt, er*sie war mindestens fünf Jahre in der Rentenversicherung versichert.

Wie viel Abzüge habe ich, wenn ich mit 58 in Rente gehe?

Für jeden Monat, den Sie vorzeitig in Rente gehen, werden Ihnen 0,3 Prozent von Ihrer Rente abgezogen. Ein solcher Abschlag bleibt dauerhaft bestehen.

Retirement age changed! From January 10, 2026 – 4 crucial points for your future!

29 verwandte Fragen gefunden

Was ist die 58er-Regelung?

Die sogenannte 58er-Regelung besagt, dass ältere Arbeitslose auf Antrag vom Arbeitsamt nicht mehr vermittelt werden. Für die Arbeitslosen entfallen damit bestimmte Meldepflichten. Bei Abgabe der entsprechenden Erklärung wird der Arbeitslose nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik geführt.

Ab welchem Alter kann man abschlagsfrei in Rente gehen?

Eine abschlagsfreie Rente ist möglich für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre Beitragszeit) – für Geburtsjahrgänge bis 1952 mit 63, für spätere Jahrgänge steigt das Eintrittsalter stufenweise bis auf 65 Jahre (Jahrgang 1964) an. Auch für langjährig Versicherte (35 Jahre) gibt es eine Altersrente, aber erst mit dem regulären Rentenalter (steigt auf 67), oder mit Abschlägen früher. Früher in Rente gehen mit Abschlägen (0,3 % pro Monat) geht immer, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, aber die abschlagsfreie Rente wird immer später fällig.
 

Wie kann ich so früh wie möglich in Rente gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie die Rente für langjährig Versicherte (mit Abschlägen) oder die Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre, abschlagsfrei); Alternativen sind die Altersteilzeit, der Ausgleich von Abschlägen durch Sonderzahlungen an die Rentenversicherung, der Schwerbehindertenstatus (ab 50 % GdB), oder die Nutzung von Lebensarbeitszeitkonten für eine bezahlte Freistellung, wobei man weiter einzahlt und so Abschläge vermeidet. 

Kann ich einfach aufhören zu arbeiten?

Ja, man kann einfach aufhören zu arbeiten, aber es hat finanzielle Konsequenzen und erfordert eine gute Planung, da man dann entweder vom Ersparten leben, frühzeitig in die Rente gehen muss (oft mit Abschlägen) oder staatliche Leistungen wie Bürgergeld in Anspruch nehmen muss, falls kein ausreichendes Vermögen vorhanden ist. Wichtige Aspekte sind das Ersparte, Rentenansprüche (z.B. Altersteilzeit oder langjährig Versicherte) und die eigene finanzielle Planung (4%-Regel), um die Zeit bis zum regulären Renteneintritt zu überbrücken.
 

Was ändert sich 2026 bei der Rente?

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern.

Was passiert, wenn ich mit 58 Jahren arbeitslos werde?

Wenn man mit 58 arbeitslos wird, kann man in der Regel länger Arbeitslosengeld (ALG I) beziehen, bis zu 24 Monate, wenn man vorher lange genug gearbeitet hat (mind. 48 Monate in 5 Jahren), und die Agentur für Arbeit zahlt Sozialversicherungsbeiträge weiter, was eine Brücke zur Rente bilden kann, wobei das ALG oft höher als eine vorgezogene Rente ist und Rentenabschläge verhindert. Es gibt auch die Option der Selbstständigkeit mit Existenzgründerzuschuss. 

In welchem Alter sollte man zur Rentenberatung gehen?

Man sollte zur Rentenberatung gehen, wenn man einen Überblick über die Altersvorsorge braucht (schon mit 50+) oder kurz vor der Rente steht (3-6 Monate vorher), um den Antrag vorzubereiten; je früher man die Rentenlücke erkennt, desto besser lässt sie sich schließen. Der optimale Zeitpunkt hängt vom persönlichen Anliegen ab – früh für die Vorsorgeplanung, später für die Antragstellung. 

Wie lange muss man krankgeschrieben sein, um Rente zu bekommen?

Sie können vor der Rente lange krank sein, zunächst 6 Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber, dann bis zu 72 Wochen Krankengeld von der Krankenkasse, und danach können Sie ggf. in eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) gehen oder bei Vorliegen eines Schwerbehindertenausweises unter bestimmten Bedingungen früher in die Regelaltersrente, wobei langwierige Krankheiten die Rentenhöhe mindern können, aber nicht zwingend den Renteneintritt verhindern. 

Wird man mit 58 noch vom Arbeitsamt vermittelt?

Arbeitslose Personen, die das 58. Lebensjahr vollendet hatten, konnten sich per schriftlicher Erklärung aus der Vermittlung abmelden. Dadurch behielten sie ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld, mussten aber keinerlei Bemühungen zur Erlangung eines Arbeitsplatzes vorweisen.

Kann ich mit 59 aufhören zu arbeiten?

Mit 59 aufhören zu arbeiten ist möglich, erfordert aber eine genaue Finanzplanung, da die reguläre Rente noch nicht erreicht ist; Optionen sind Altersteilzeit, Vorruhestandsmodelle des Arbeitgebers, Erwerbsminderungsrente bei Krankheit oder ein hoher Eigenkapitalaufbau, um die Zeit bis zur Regelaltersgrenze zu überbrücken, wobei Abschläge bei vorzeitiger Altersrente drohen, wenn keine speziellen Regelungen greifen. 

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie die Rente für langjährig Versicherte (mit Abschlägen) oder die Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre, abschlagsfrei); Alternativen sind die Altersteilzeit, der Ausgleich von Abschlägen durch Sonderzahlungen an die Rentenversicherung, der Schwerbehindertenstatus (ab 50 % GdB), oder die Nutzung von Lebensarbeitszeitkonten für eine bezahlte Freistellung, wobei man weiter einzahlt und so Abschläge vermeidet. 

Kann man mit 58 Jahren in Rente gehen?

Nein, eine reguläre Rente mit 58 Jahren ist in Deutschland gesetzlich nicht möglich, aber es gibt Wege für einen früheren Ausstieg, wie z.B. die Vorruhestandsregelungen mit dem Arbeitgeber, Altersteilzeit oder die Rente für langjährig Versicherte ab 63 (mit Abschlägen). Auch eine Erwerbsminderungsrente bei gesundheitlichen Problemen ist eine Option, oder das Überbrücken der Zeit bis zur Regelaltersrente mit Arbeitslosengeld 1 (ALG I). 

Wie überbrücke ich 2 Jahre bis zur Rente?

Um 2 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, gibt es Optionen wie Altersteilzeit, Teilzeitarbeit, die Flexi-Rente (unbegrenztes Hinzuverdienen möglich), Auszahlung von angesparten Überstunden über ein Arbeitszeitkonto oder das Beantragen von Arbeitslosengeld (ALG I) gefolgt von Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit (bis ca. 1,5 Jahre) – oft kombiniert mit privaten Rücklagen oder Minijobs, um die Finanzlücke zu schließen. Die beste Strategie hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Kontostand und Ihrer Gesundheit ab, daher ist eine Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung ratsam. 

Ist es möglich, mit 58 Jahren in den Vorruhestand zu gehen?

Eine Vorruhestandsregelung mit 58 ist in Deutschland nicht gesetzlich verankert, aber in größeren Unternehmen oder tarifgebundenen Branchen möglich, oft als freiwillige Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, um Mitarbeiter durch Vorruhestandsgeld oder Altersteilzeit bis zum Renteneintritt (ggf. mit Abschlägen) zu überbrücken, besonders bei Personalabbau. Es gibt auch Wege über die Agentur für Arbeit (ALG I Überbrückung), erfordert aber oft 35 Versicherungsjahre, um Sperrfristen zu vermeiden. 

Bei welchen Krankheiten kann man früher in Rente gehen?

Man kann bei vielen chronischen Krankheiten früher in Rente gehen, hauptsächlich über zwei Wege: die Altersrente für schwerbehinderte Menschen (ab GdB 50, z. B. bei Rheuma, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Multiple Sklerose, Rückenleiden) oder die Erwerbsminderungsrente (bei allgemeiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit), wobei psychische Erkrankungen heute eine Hauptursache sind, aber auch Krebs, Asthma, Migräne und viele andere Leiden in Frage kommen, wobei die Entscheidung immer individuell durch die Rentenversicherung geprüft wird. 

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um früher in Rente zu gehen?

Haben Sie 35 oder sogar 45 Jahre an anrechenbaren Zeiten in der Rentenversicherung, können Sie derzeit früher in Rente gehen.

Was ist der Teilrenten-Trick?

Der "Teilrenten-Trick", oft als 99,99 % Teilrente bezeichnet, ist eine legale Strategie für pflegende Angehörige, um ihre Rente zu erhöhen, indem sie nur 0,01 % ihrer Vollrente abgeben (z.B. 8 Cent bei 1000 € Rente) und dadurch weiterhin als pflichtversichert in der Rentenversicherung gelten. Dies ermöglicht den Bezug von Rentensteigerungen durch die Pflege (wie z.B. durch die Pflegeversicherungsbeiträge), die bei einer 100%-Vollrente entfallen würden, da man dann versicherungsfrei wäre. Es ist eine gezielte Steuerung der Rentenhöhe, um lebenslange Rentenansprüche zu sichern, da jede Pflegestunde zählt. 

Wie viele Jahre muss man mindestens arbeiten, um Anspruch auf Alterspension zu haben?

In Deutschland hängt die benötigte Arbeitszeit für die Rente vom Geburtsjahr ab, aber grundsätzlich braucht man mindestens 5 Jahre für eine Regelaltersrente; für die Rente mit 63 (langjährig Versicherte) 35 Versicherungsjahre und für die Rente ohne Abschläge (besonders langjährig Versicherte) 45 Versicherungsjahre, wobei das Eintrittsalter je nach Jahrgang zwischen 63 und 67 Jahren liegt (für 1964er und später 67). Die genaue Regelaltersgrenze steigt schrittweise an (z.B. für 1964er 67 Jahre), aber auch mit 35 Jahren kann man früher mit Abschlägen gehen. 

Wann sollte man die Rente beantragen?

Sie sollten Ihren Rentenantrag idealerweise drei bis sechs Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn stellen, damit die Deutsche Rentenversicherung genügend Zeit für die Bearbeitung hat und Ihre Rentenzahlung nahtlos starten kann. Da die Rente nicht automatisch beginnt, ist der Antrag zwingend erforderlich, um Verzögerungen zu vermeiden und alle erforderlichen Unterlagen (wie Versicherungsnummer, Bankdaten und Nachweise) rechtzeitig einzureichen. 

Warum ist der Jahrgang 1964 bei der Rente besonders?

Der Jahrgang 1964 ist bei der Rente besonders, weil er den Übergangspunkt markiert, an dem die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre abgeschlossen ist, und die speziellen, früheren Zugänge zur Rente ohne Abschläge (z. B. mit 63 Jahren) für frühere Jahrgänge enden, wodurch dieser Jahrgang die strengeren neuen Regeln voll trifft, aber auch von neuen Flexibilisierungen profitiert. Für sie gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren, aber sie können bei 45 Versicherungsjahren immerhin noch mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen – eine Option, die für nach 1964 Geborene (mit 45 Jahren) auch erst mit 67 möglich ist.