Ist es möglich, mit 60 Jahren von der privaten Krankenkasse in die gesetzliche Krankenkasse zu wechseln?

Gefragt von: Ingo Seeger B.Sc.
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Ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung (PKV) in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mit 60 Jahren ist sehr schwierig, aber nicht gänzlich unmöglich; die Hauptregelung (§ 5 Abs. 1a SGB V) schließt Wechsel ab 55 Jahren fast aus, um die GKV vor Beitragsbelastung im Alter zu schützen, aber es gibt streng geregelte Ausnahmefälle wie z.B. eine späte Aufnahme einer versicherungspflichtigen Tätigkeit mit geringem Einkommen oder eine Familienversicherung über einen GKV-versicherten Ehepartner, solange die Einkommensgrenzen eingehalten werden, oder unter bestimmten Umständen als Rentner in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR).

Wie komme ich mit 60 Jahren aus der privaten Krankenversicherung raus?

Mit 60 aus der privaten Krankenversicherung (PKV) rauskommen ist schwierig, aber möglich, meist über die Versicherungspflichtgrenze (unter 73.800 € Brutto 2025) durch Jobwechsel/Teilzeit (mit unter 55 wäre es leichter) oder als Rentner in die gesetzliche Krankenversicherung der Rentner (KVdR), wenn man in der 2. Hälfte des Berufslebens mind. 90 % gesetzlich versichert war. Alternativ gibt es den Beitragsentlastungstarif in der PKV, um Rentenkosten zu senken, oder man bleibt in der PKV und zahlt Notfallbeiträge bei Zahlungsunfähigkeit. 

Wie kommt man aus der privaten Krankenkasse in die gesetzliche Krankenkasse?

Um in die GKV wechseln zu können, müssen Sie Ihr Beamtentum aufgeben und in ein versicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis wechseln. Sind Sie bereits in der gesetzlichen Krankenversicherung und starten eine Laufbahn als Beamtin oder Beamter, können Sie einfach in eine freiwillige Versicherung wechseln.

Ist es möglich, als Rentner von der PKV in die GKV zu wechseln?

Ein Wechsel von der PKV in die GKV als Rentner ist möglich, aber an strenge Bedingungen geknüpft, vor allem über 55 Jahre. Hauptvoraussetzung ist, dass Sie in der zweiten Hälfte Ihres Erwerbslebens mindestens 90 % der Zeit gesetzlich versichert waren (Pflichtversicherungszeit). Auch Kindererziehungszeiten zählen hierzu. Gelingt der Nachweis, können Sie über die KVdR (Krankenversicherung der Rentner) in die GKV wechseln, oft mit deutlich geringeren Beiträgen, da diese einkommensabhängig sind. 

Kann ich mit 60 Jahren noch die Krankenkasse wechseln?

Wer mindestens 12 Monate Mitglied bei seiner alten Krankenkasse war, kann in jede andere gesetzliche Krankenkasse wechseln - unabhängig vom Alter, dem Gesundheitszustand oder einer laufenden Behandlung. Wenn die eigene Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht, gilt ein Sonderkündigungsrecht.

Mit über 55 Jahren zurück in die Gesetzliche Krankenkasse

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Welche Krankenkasse ab 60?

Versicherungspflichtige Rentner sind in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) versichert. Sie müssen auf ihre gesetzliche Rente nur die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes zahlen – das sind derzeit 7,3 Prozent.

Was passiert mit der privaten Krankenversicherung bei Renteneintritt?

Mit Eintritt ins Rentenalter bleibt der vereinbarte private Krankenversicherungsschutz in vollem Umfang erhalten. Nur eine Krankentagegeldversicherung endet ab Bezug einer Altersrente. Auch der Versicherungsbeitrag ändert sich durch den Rentenerhalt nicht grundsätzlich.

Was passiert, wenn ich als Rentner meine private Krankenversicherung nicht mehr zahlen kann?

Wenn Sie als Rentner Ihre private Krankenversicherung (PKV) nicht mehr zahlen können, werden Sie nach einigen Monaten in den Notlagentarif umgestellt, der nur grundlegende Leistungen abdeckt (ca. 100-125 €/Monat), aber Sie bleiben versichert. Wichtiger ist, dass Sie sofort Kontakt zur PKV aufnehmen, um Stundung oder Tarifwechsel zu prüfen, einen Rentenzuschuss beantragen (mind. 50% des Beitrags) und ggf. einen Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) prüfen, falls die Voraussetzungen (z.B. Mindestversicherungszeit) erfüllt sind, was oft möglich ist, auch im Rentenalter. 

Wie lange dauert der Wechsel von privater in gesetzliche Krankenversicherung?

Für einen typischen Beispielfall (Berufsbeginn mit 21 und Rente mit 67) bedeutet das konkret, dass von den letzten 23 Erwerbsjahren mindestens 20 Jahre und 8 Monate eine Versicherung in der GKV vorgelegen haben muss.

Welche ist die beste gesetzliche Krankenkasse für Rentner?

Für Rentner sind oft die HKK, die Techniker Krankenkasse (TK) und die Audi BKK die besten Optionen, da sie bei Vergleichen von Finanztip und Handelsblatt gut abschneiden, oft einen günstigen Zusatzbeitrag haben und zusätzliche Leistungen wie Bonusprogramme oder Arzttermin-Services bieten. Die beste GKV hängt jedoch von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab, daher sollten Sie Beiträge (Zusatzbeitrag) und Zusatzleistungen (z.B. Vorsorge, Bonus) vergleichen.
 

Was passiert, wenn man aus der privaten Krankenversicherung fliegt?

Wenn man aus der privaten Krankenversicherung (PKV) fliegt (z.B. durch Kündigung oder Nichterfüllung der Bedingungen), verliert man sofort den Versicherungsschutz, muss alle Kosten selbst tragen und gilt als «ohne Krankenversicherung», was die Pflicht nach sich zieht, schnellstmöglich eine Übergangslösung zu finden (wie GKV-Basistarif oder Wechsel in GKV bei Einkommenssenkung/Arbeitslosigkeit), da sonst hohe Nachzahlungen drohen und medizinische Versorgung teuer wird. 

Wann wird die PKV abgeschafft?

Die Forderungen zur Abschaffung der PKV sind laut – aber es liegt bisher (noch) kein Gesetzesentwurf dazu vor. Die Bundesregierung signalisiert ihre Unterstützung für das duale System aus GKV und PKV. Im Jahr 2025 stehen vor allem Beitragsanpassungen und Reformen im Leistungsbereich an.

Welche Krankenkasse ist im Jahr 2025 die günstigste?

Beitragssätze der günstigsten gesetzlichen Krankenkassen (GKV) 2025. Im Jahr 2025 ist die BKK firmus mit einem Beitragssatz von 16,78 Prozent die günstigste bundesweit geöffnete gesetzliche Krankenkasse in Deutschland (Stand: August 2025).

Welche Probleme ergeben sich mit der privaten Krankenversicherung im Alter?

Als mögliches Problem mit der PKV im Alter bleibt das Thema der Beitragshöhe. Rentner oder Menschen im Alter mit einer privaten Krankenversicherung sind immer wieder der Meinung, sie würden an ihre PKV viel höhere Beiträge zahlen, als das bei einer Mitgliedschaft in einer GKV der Fall wäre.

Kann ich mich mit 60 Jahren noch privat versichern?

ab dem 60. Lebensjahr in der Regel entlastet – und Ihre Beiträge sinken. Auch an Ihre einmal vereinbarten und gesicherten Leistungen einer privaten Krankenversicherung ändert sich nichts.

Wie komme ich mit 60 wieder in die gesetzliche Krankenversicherung?

Mit 60 Jahren zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist schwierig, aber möglich, wenn Sie unter 55 sind, mindestens 90 % der zweiten Lebenshälfte in der GKV waren, oder durch eine neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (ca. 69.300 € für 2024). Bei Überschreiten der 55 Jahre sind oft nur spezielle Fälle wie eine vorübergehende Familienversicherung (z.B. bei Minijob mit Ehepartner) oder der Wechsel nach einem Auslandsaufenthalt in der GKV relevant. 

Wie komme ich von der privaten Krankenkasse in die gesetzliche?

Ein Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung ist grundsätzlich nicht möglich.

Wie komme ich mit 57 aus der privaten Krankenversicherung raus?

Mit 57 kann man aus der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung zurück, wenn man: In den 5 Jahren zumindest kurz gesetzlich versichert war. 2,5 Jahre davon versicherungspflichtig in der GKV war. Nicht von der Versicherungspflicht befreit war.

Wie komme ich als Rentner aus der privaten Krankenversicherung heraus?

Als Rentner aus der PKV in die GKV zu wechseln, ist schwierig, aber möglich, wenn Sie die 9/10-Regel erfüllen (mindestens 90 % der zweiten Erwerbshälfte gesetzlich versichert waren), über 55 Jahre sind und in den letzten 5 Jahren mindestens 30 Monate gesetzlich versichert waren (ggf. über den Ehepartner familienversichert), oder einen Job mit niedrigem Einkommen annehmen, der eine GKV-Pflicht auslöst; Sie müssen aktiv einen Antrag stellen und die Voraussetzungen prüfen lassen, da es nicht automatisch geschieht. 

Kann man als Rentner von privater Krankenversicherung in die gesetzliche wechseln?

Ja, ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung (PKV) in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) als Rentner ist möglich, aber nur unter strengen Voraussetzungen, vor allem die sogenannte 9/10-Regel (mind. 90% gesetzliche Versicherungszeit in der zweiten Hälfte des Berufslebens) und die Altersgrenze um 55, wobei Ausnahmen existieren, z.B. wenn man kurz vor der Rente noch angestellt ist oder die Voraussetzungen der sogenannten 5-Jahres-Regel erfüllt. Der Wechsel muss oft zum Rentenbeginn beantragt werden, da es später schwierig wird. 

Ist die PKV im Alter noch bezahlbar?

Ja, die PKV kann im Alter bezahlbar bleiben, aber nur mit vorausschauender Planung und den richtigen Maßnahmen; es ist ein Mythos, dass sie automatisch unbezahlbar wird, aber auch nicht garantiert günstig – es hängt von den gewählten Tarifen und Strategien ab, wie Altersrückstellungen, Beitragsentlastungstarife und Tarifwechsel, die Kosten stabilisieren können, da einige Leistungen (wie Krankentagegeld) wegfallen und ein gesetzlicher Zuschlag ab 60 entfällt. 

Was ändert sich mit 60 Jahren gesetzlich?

Wer kann die Rente mit 60 beanspruchen? Bis 2017 gab es gesetzlich noch die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ab 60 Jahren regulär in Rente zu gehen. Im Zuge von Gesetzesreformen und der Anhebung des Rentenalters wurde dieser Form der Altersrente jedoch abgeschafft.

Bis wann ist ein Wechsel von privater in gesetzliche Krankenkasse möglich?

Man kann in der Regel bis zum Alter von 55 Jahren von der PKV in die GKV wechseln, wenn eine neue Versicherungspflicht eintritt (z.B. durch Jobwechsel unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze), wobei der Wechsel auch rückwirkend bis zu drei Monate nach Eintritt der Pflicht möglich ist; ab 55 Jahren ist ein Wechsel jedoch meist ausgeschlossen, es sei denn, man erfüllt spezielle Voraussetzungen wie eine kurze Phase gesetzlicher Versicherung in den letzten fünf Jahren oder eine Reduzierung der Arbeitszeit. 

Was passiert, wenn ich als Rentner die private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen kann?

Wenn ein Rentner die private Krankenversicherung (PKV) nicht mehr zahlen kann, sollte er sofort den Versicherer kontaktieren und Lösungen suchen wie Tarifwechsel (z.B. in den Basistarif), Stundung oder Ratenzahlung, da sonst der Notlagentarif mit stark eingeschränkten Leistungen greift und die Schulden weiterlaufen. Eine weitere Option ist die Prüfung, ob ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) möglich ist, was jedoch für ältere Rentner schwierig sein kann.