Ist es möglich, neben meinem Hauptberuf einen Nebenverdienst zu haben?
Gefragt von: Valerie Busch B.Sc.sternezahl: 4.3/5 (19 sternebewertungen)
Ja, es ist absolut möglich, neben dem Hauptberuf einen Nebenverdienst zu haben, solange die Arbeitszeitgesetze eingehalten werden (max. 48 Std./Woche), der Hauptarbeitgeber informiert wird (falls vertraglich geregelt) und es keine Interessenkonflikte gibt – ein Minijob bis 556 € monatlich ist ideal, da er steuer- und sozialabgabenfrei sein kann, aber andere Formen sind auch möglich.
Was darf ich dazuverdienen, wenn ich Vollzeit arbeite?
Wenn Sie vollzeit arbeiten, dürfen Sie dazuverdienen, oft über einen steuerfreien Minijob (bis 556 €/Monat 2025) oder einen Midijob (über 556 € bis ca. 2.000 €), wobei die Steuern auf den Nebenverdienst anfallen können, es sei denn, beide Jobs zusammen bleiben unter bestimmten Grenzen; wichtig sind die Zustimmung des Hauptarbeitgebers und die Beachtung der Arbeitszeit, damit der Hauptjob nicht leidet.
Welche Nebeneinkünfte kann ich neben meinem Hauptjob haben?
Es gibt Grenzen für Nebenjobs: Du darfst in Haupt- und Nebenjob zusammen nicht mehr als 48 Stunden in der Woche oder zehn Stunden am Tag arbeiten. Minijobs bis 556 Euro im Monat oder Nebentätigkeiten als Übungsleiter, Trainer, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer bis zu 3.000 Euro im Jahr lohnen sich besonders.
Wie viel Geld darf ich neben meinem Hauptberuf verdienen?
Sie dürfen zu Ihrem Hauptjob dazuverdienen, wobei die Grenzen je nach Art der Nebentätigkeit variieren: Für einen Minijob (geringfügige Beschäftigung) gelten aktuell rund 556 € monatlich (ab 2026 ca. 603 €), die steuer- und abgabenfrei sind, während bei einer selbstständigen Tätigkeit eine Freigrenze von 410 € Gewinn pro Jahr besteht, bis zu der keine Steuern anfallen. Überschreiten Sie diese Grenzen, muss der Nebenverdienst versteuert werden und kann sozialversicherungspflichtig werden, je nach Umfang und Art der Tätigkeit.
Kann man Haupt- und Nebenjobs beim gleichen Arbeitgeber haben?
Laut dem Finanzgericht Berlin-Brandenburg ist es unzulässig, beim Arbeitgeber der Hauptbeschäftigung zusätzlich einen Minijob auszuüben.
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Was passiert, wenn ich meinem Arbeitgeber nicht sage, dass ich einen Nebenjob habe?
Wenn Sie einen Nebenjob nicht bei Ihrem Hauptarbeitgeber melden, verstoßen Sie gegen Ihre arbeitsvertraglichen Pflichten und riskieren arbeitsrechtliche Konsequenzen wie Abmahnung, ** Vertragsstrafen** oder sogar eine Kündigung, besonders wenn der Nebenjob in Konkurrenz steht oder gegen gesetzliche Regelungen (z.B. maximale Arbeitszeit, Schwarzarbeit) verstößt. Dies gilt nicht nur bei verbotenen Nebentätigkeiten, sondern auch, wenn Sie die Genehmigung nicht eingeholt haben. Bei Arbeitslosigkeit drohen zudem Sperrzeiten und Rückforderungen vom Arbeitsamt.
Kann man in der gleichen Firma einen 520 Euro Job machen?
Eine – einzige – geringfügige Beschäftigung (Minijob) mit einem Verdienst bis zu 520 Euro monatlich darf neben einem Hauptberuf ausgeübt werden, ohne dass diese mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet wird.
Was passiert, wenn ich in meinem Nebenjob mehr verdiene als in meinem Hauptjob?
Manche Menschen verdienen im Nebenberuf sogar mehr als im Hauptberuf. Ansonsten gilt: Berufstätige, die bis zu 520 Euro monatlich über einen Nebenjob dazuverdienen, brauchen keine Steuern oder Sozialabgaben für die Einkünfte zu zahlen. Fällt der Nebenverdienst höher aus, müssen die Einkünfte versteuert werden.
Wird das Gehalt vom Hauptberuf dem Nebengewerbe angerechnet?
Grundsätzlich dürfen die Einkünfte aus deinem Nebenverdienst nicht die des Hauptberufes übersteigen. Das heißt, der Umsatz deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit darf nicht mehr als 50 % deines Gesamteinkommens ausmachen.
Muss ich meinen Arbeitgeber informieren, wenn ich einen Nebenjob anmelde?
Sie müssen Ihren Arbeitgeber über einen Nebenjob informieren oder eine Genehmigung einholen, wenn Ihr Arbeitsvertrag eine entsprechende Klausel enthält, der Nebenjob die Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt (z.B. Konkurrenz, Arbeitszeitgesetz-Überschreitung), oder Sie Beamter sind; andernfalls ist eine reine Meldung oft ratsam, aber nicht immer zwingend, wobei Sie stets die vertraglichen Regelungen prüfen sollten. Eine schriftliche Meldung mit Details zum Nebenjob (Tätigkeit, Zeit, Ort) ist empfehlenswert, um Vertrauen zu fördern und Konflikte zu vermeiden.
Kann man einen Nebenjob haben, wenn man Vollzeit arbeitet?
Ja, Sie dürfen einen Nebenjob haben, wenn Sie vollzeit arbeiten, aber es gibt wichtige Regeln: Ihr Arbeitszeitgesetz darf 48 Stunden pro Woche nicht überschreiten, Sie müssen die Nebentätigkeit dem Arbeitgeber melden (oft Genehmigung einholen), Konkurrenz vermeiden und bei einem Minijob die Verdienstgrenze beachten. Ein Minijob neben Vollzeit ist möglich, aber ein zweiter Minijob oder ein weiterer sozialversicherungspflichtiger Job wird mit der Hauptbeschäftigung zusammengezählt.
Kann mein Arbeitgeber wissen, dass ich einen Nebenjob habe?
Ja, Ihr Arbeitgeber kann von Ihrem Nebenjob erfahren, oft sogar automatisch, besonders wenn es um Sozialversicherungsbeiträge (z.B. bei Überschreitung der Minijob-Grenze), das Finanzamt (via Steuerklasse) oder durch Kollegen geschieht, auch wenn das Sozialgeheimnis der Minijob-Zentrale eine direkte Weitergabe verhindert. Sie sind meist verpflichtet, Ihren Arbeitgeber über Nebentätigkeiten zu informieren, vor allem wenn diese die Interessen des Hauptarbeitgebers berühren könnten, da dies in Arbeits- oder Tarifverträgen geregelt sein kann.
Wann muss ich Nebeneinkünfte angeben?
Bei einer selbstständigen Nebentätigkeit müssen Sie Ihr Einkommen versteuern, sobald es 410 Euro pro Jahr übersteigt. Wird diese Grenze überschritten, müssen Sie bei einer gewerblichen Tätigkeit die Anlage G und bei einer freiberuflichen Tätigkeit die Anlage S ausfüllen. Es besteht Abgabepflicht.
Was darf ich zu meinem Vollzeitjob dazuverdienen?
Bei einem Vollzeitjob können Sie steuerpflichtige Nebeneinkünfte haben, solange Ihr Gesamteinkommen den jährlichen Grundfreibetrag (2024: 11.784 € für Singles) nicht übersteigt; aber für steuerfreie Minijobs gilt eine Grenze von 556 € pro Monat (6.672 € pro Jahr), während gewerbliche/freiberufliche Nebeneinkünfte bis zu 410 € pro Jahr steuerfrei bleiben können, bevor sie steuerpflichtig werden.
Welche Punkte muss ich beachten, um einen Nebenjob zusätzlich zu meinem Hauptjob zu haben?
Verdienstgrenze beachten: Ein Minijob ist bis 556 € monatlich möglich – steuerfrei, aber mit Pflichtbeiträgen zur Rentenversicherung (Befreiung auf Antrag). Arbeitgeber muss zustimmen: Nebentätigkeiten sind erlaubt, dürfen den Hauptjob aber nicht beeinträchtigen; beim gleichen Arbeitgeber ist ein Minijob verboten.
Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 1800 € netto?
Bei 1800 € Netto bekommst du ungefähr 1080 € bis 1206 € Arbeitslosengeld (ALG I), da es sich um 60 % bis 67 % deines letzten fiktiven Nettogehalts handelt, wobei 67 % gilt, wenn du Kinder hast, und der genaue Betrag vom fiktiven Nettogehalt abhängt, das von deinem Brutto-Einkommen abgeleitet wird (nach pauschalen Abzügen).
Wie viel darf ich nebenberuflich neben meinem Hauptberuf dazuverdienen?
Es gibt keine bestimmte Verdienstgrenze, wenn Du Dich als Arbeitnehmer:in nebenberuflich selbstständig machst. Es ist lediglich wichtig, dass Du nicht mehr als in Deinem Hauptberuf verdienst.
Wie viel darf man steuerfrei nebenverdienen?
Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).
Kann ich ein Kleingewerbe anmelden trotz Vollzeitjob?
Kann ich ein Kleingewerbe anmelden trotz Vollzeitjob? Du kannst trotz deines Vollzeitjobs ein Gewerbe anmelden, solange es deinen Hauptjob nicht beeinträchtigt.
Kann man in der selben Firma Vollzeit und Minijob arbeiten?
Nein, es ist nicht möglich, gleichzeitig einen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob und einen Minijob beim gleichen Arbeitgeber auszuüben, da dies sozialversicherungsrechtlich als eine einzige, zusammenhängende Beschäftigung gewertet wird und der Minijob-Status entfällt, sobald die Verdienstgrenzen überschritten werden. Der gesamte Verdienst wird dann voll sozialversicherungspflichtig behandelt, was den Zweck des Minijobs zunichtemacht.
Wie viel Geld darf man verdienen, wenn man angestellt ist und ein Kleingewerbe hat?
Für Gewerbetreibende gibt es allerdings einen hohen Freibetrag: Erst wenn dein Gewinn über 24.500 € pro Jahr liegt, fällt Gewerbesteuer an. Viele nebenberufliche Selbstständige bleiben daher unter dieser Grenze und zahlen gar keine Gewerbesteuer.
Wann lohnt sich ein Zweitjob?
Ein Zweitjob lohnt sich in der Regel nur dann, wenn es sich um einen Minijob mit einem Monatseinkommen von maximal 556 Euro (Stand 2025) handelt. Warum? Weil Minijobs von den Steuern und Sozialabgaben befreit sind. Du behältst das Brutto also als Netto.
Wie viele Stunden darf ich pro Tag neben meinem Hauptjob arbeiten?
Bei Haupt- und Nebenjob dürfen Sie laut Arbeitszeitgesetz (ArbZG) maximal 48 Stunden pro Woche arbeiten und maximal 10 Stunden pro Tag, wobei Ruhezeiten von mindestens 11 Stunden zwischen den Schichten einzuhalten sind. Wenn Sie 40 Stunden im Hauptjob arbeiten, sind theoretisch 8 Stunden im Nebenjob möglich, aber die tägliche und wöchentliche Grenze sowie Ruhezeiten müssen immer beachtet werden.
Kann man beim selben Arbeitgeber zwei Arbeitsverträge haben?
Ja, man kann bei einem Arbeitgeber grundsätzlich zwei Arbeitsverträge gleichzeitig haben, aber es gibt wichtige Ausnahmen und Voraussetzungen: Die Tätigkeiten dürfen nicht in einem unmittelbaren Sachzusammenhang stehen, da sie sonst als einheitliches Verhältnis gelten (z. B. Reinigungskraft und Bote), und arbeitsrechtliche Grenzen (wie das Arbeitszeitgesetz) müssen eingehalten werden, insbesondere darf die Gesamtarbeitszeit 48 Std./Woche nicht überschreiten.
Wird ein 520 € Job dem Finanzamt gemeldet?
Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden.