Ist man als Witwe über die Witwenrente krankenversichert?

Gefragt von: Laura Bruns
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Ja, als Witwe sind Sie über die Witwenrente krankenversichert, wenn Sie die Voraussetzungen für die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) erfüllen, also die sogenannte Vorversicherungszeit erfüllt haben, was oft der Fall ist, wenn Sie oder Ihr verstorbener Partner vorher gesetzlich krankenversichert waren. Die Witwenrente wird dann zum Einkommen, wovon Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden, wobei die Rentenversicherung einen Teil der Beiträge übernimmt. Bei Beamtenwitwen oder PKV-Versicherten gelten spezielle Regelungen, daher ist eine Klärung mit der Kasse oder Pensionsstelle ratsam.

Wer zahlt die Krankenversicherung bei Witwenrente?

Bei der Witwenrente zahlt die hinterbliebene Person selbst die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, aber die Rentenversicherung übernimmt einen großen Teil davon: Den Beitragssatz teilt sich der Rentner (meist 7,3 %) und die Rentenversicherung (ebenfalls 7,3 %), plus die Hälfte des Zusatzbeitrags und den vollen Pflegebeitrag, wobei die Beiträge direkt von der Rente einbehalten werden, sofern die Vorversicherungszeit erfüllt ist. 

Bin ich noch krankenversichert, wenn mein Mann stirbt?

Ehefrauen sind oft über ihren Mann beitragsfrei mitversichert, als sogenannte Familienversicherte. Doch was passiert mit dem Versichertenstatus, wenn der Mann stirbt? Mit dem Tod des Hauptversicherten endet die Familienversicherung.

Warum bezahlt man auf Witwenrente Krankenversicherung?

Man zahlt bei der Witwenrente Krankenversicherung, weil sie als eigenes Einkommen der hinterbliebenen Person zählt und somit beitragspflichtig ist – nicht für den Verstorbenen. Da Renten Einkommen darstellen, werden Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung darauf erhoben, meist automatisch über die Krankenversicherung der Rentner (KVdR), wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Die Beiträge werden direkt von der Rente abgezogen, um die eigene Krankenversicherung zu finanzieren.
 

Ist man bei Witwenpension krankenversichert?

Der Krankenversicherungsschutz von Hinterbliebenen ist, wenn sonst keine Versicherung ( z.B. durch eigene Pension oder Erwerbstätigkeit) besteht, mit dem Hinterbliebenenpensionsbezug (Witwenpension/Witwerpension, Waisenpension) verbunden.

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Ist eine Witwe automatisch krankenversichert?

Bin ich als Witwe/Witwer automatisch krankenversichert? Mit der Zahlung des Witwen-/Witwergeldes bzw. des Unterhaltsbeitrages ist keine Krankenversicherung verbunden. Sie haben jedoch einen Anspruch auf Beihilfe.

Erhält eine Witwe 100 % der Sozialversicherungsleistungen ihres verstorbenen Mannes?

Die Höhe der Sozialversicherungsleistungen richtet sich nach dem Lebenseinkommen eines Arbeitnehmers. Als hinterbliebener Ehepartner erhalten Sie möglicherweise zwischen 71,5 % und 100 % der Rente Ihres verstorbenen Ehepartners . Je länger Sie mit der Antragstellung warten – bis zum Erreichen des regulären Rentenalters –, desto höher fällt Ihre monatliche Rente aus.

Wie hoch ist der Krankenkassenbeitrag bei einer Witwenpension?

auch Versorgungsbezüge (Witwenpension), die Sie als krankenversicherungspflichtige Rentnerin zusätzlich erhalten, sind beitragspflichtig für die Krankenversicherung der Rentner. Für Beiträge aus Versorgungsbezügen gilt der für alle Krankenkassen geltende allgemeine Beitragssatz in Höhe von derzeit 14,9 %.

Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?

Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau die Witwenrente (groß oder klein), das Sterbevierteljahr (Sofortzahlung) und ein gesetzlicher Erbteil zu, der je nach Situation (Kinder, Zugewinngemeinschaft) variiert, wobei die Witwenrente meist 55 % der Partnerrente beträgt, nach den ersten drei Monaten aber eigenes Einkommen angerechnet wird. 

Erhält eine Witwe die Altersrente ihres verstorbenen Mannes?

Die Hinterbliebenenrente ist eine steuerfreie monatliche Leistung für den überlebenden Ehepartner oder Lebenspartner mit geringem Einkommen. Beide Leistungen werden bis zum 65. Lebensjahr bezogen. Danach wird sie, sofern Sie die Voraussetzungen erfüllen, durch die gesetzliche Altersrente ersetzt.

Wann verliert man seine Krankenversicherung?

Man ist nicht mehr krankenversichert, wenn die ** Versicherungspflicht endet**, z.B. bei Jobverlust oder Überschreiten der JAEG (Jahresarbeitsentgeltgrenze) in die private Versicherung, beim Tod, bei Aufgabe der hauptberuflichen Selbstständigkeit ohne Rückkehr in die GKV, oder bei der Nichtzahlung der Beiträge über einen längeren Zeitraum (Ruhen der Leistungen). Bei Studenten endet die Befreiung von der Pflicht spätestens mit dem Studienabschluss, was eine neue Versicherungspflicht auslösen kann. 

Welche Vorteile erhält eine Ehefrau, wenn ihr Ehemann stirbt?

Der überlebende Ehepartner erhält im Regelfall 100 % der Grundrente des Verstorbenen . Der überlebende Ehepartner, der 60 Jahre oder älter, aber noch nicht im regulären Rentenalter ist, erhält zwischen 71 % und 99 % der Grundrente des Verstorbenen.

Was passiert mit der Krankenkassenkarte nach dem Tod?

Wo verbleibt nach einem Sterbefall die Krankenkasse der jeweiligen Person? Nach einem Sterbefall endet der Versicherungsschutz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit dem Tod des Versicherten. Die Beitragspflicht erlischt in der Regel mit dem Ablauf des Sterbemonats.

Was passiert, wenn man Witwe wird?

Die ersten Tage und Wochen vergehen wie im Flug, während man sich mit den unmittelbaren Folgen des Verlustes auseinandersetzt. Die Sterbeurkunde des Partners registrieren, die Beerdigung organisieren, unzählige Formulare ausfüllen, die persönlichen Gegenstände des Partners sortieren – sofern man sich dazu in der Lage fühlt – und sich zudem mit der Trauer und dem Unglauben anderer auseinandersetzen…

Was passiert mit der Witwenrente, wenn ich selber Rente bekomme?

Wenn Sie selbst eine Rente beziehen, wird Ihre Witwenrente gekürzt, sobald Ihr Nettoeinkommen den Freibetrag (für 2025: 1.076,86 €) übersteigt, wobei 40 % des übersteigenden Betrags angerechnet werden; Ihre eigene Rente bleibt jedoch unberührt, lediglich der Betrag der Witwenrente wird reduziert, wobei vorher ein pauschaler Abzug (meist 14 %) vom Brutto der eigenen Rente erfolgt, um das Nettoeinkommen zu ermitteln. 

Wann müssen Rentner keine Krankenversicherung zahlen?

Rentner müssen Krankenversicherung zahlen, außer wenn sie entweder keine Rente beziehen (z.B. nur Grundsicherung), sehr geringe Einnahmen (unter ca. 187 €/Monat aus Betriebsrente/Selbstständigkeit) haben, hauptberuflich selbstständig sind (mit sehr geringem Einkommen) oder privat versichert sind und die Voraussetzungen für die gesetzliche Rentner-KV (KVdR) nicht erfüllen und sich auch freiwillig versichern können/wollen. Eine Befreiung ist möglich, wenn man privat versichert bleibt, z.B. wenn man durch eine andere Vorrangversicherung (z.B. durch Anstellung) pflichtversichert ist oder die Voraussetzungen für die KVdR nicht erfüllt und stattdessen freiwillig versichert bleibt. 

Was bekommt eine Witwe, wenn ihr Ehemann stirbt?

Wenn der Ehemann stirbt, erhält die Frau in Deutschland in der Regel ein Erbe (je nach gesetzlicher Erbfolge oder Testament), eine Witwenrente (zunächst für drei Monate die volle Rente, danach meist 55-60% der Rente des Mannes), sowie möglicherweise Ansprüche aus Lebensversicherungen oder Pensionen. Die genaue Höhe des Erbes hängt von Kindern und Testament ab, während die Witwenrente Einkommensanrechnung unterliegen kann, außer im "Sterbevierteljahr". 

Wie lange bin ich steuerfrei nach dem Tod des Partners?

Steuererklärung für Verstorbene: Gesetze im Überblick

25 EStG – Veranlagung zur Einkommensteuer: Die Einkommensteuerpflicht des Verstorbenen bleibt bis zum Todestag bestehen. Die Steuererklärung ist bei Bestehen einer Abgabepflicht für das Jahr des Todes noch von den Erben einzureichen.

Was ändert sich 2025 bei der Witwenrente?

Ab dem 1. Juli 2025 gibt es eine Rentenerhöhung von 3,74 % auch für Witwen- und Witwerrenten sowie eine Anhebung des Einkommensfreibetrags auf ca. 1.077 € (plus Kinder-Zuschlag), was zu einer finanziellen Entlastung führt, wobei der bisher separate Rentenzuschlag ab Dezember 2025 in die reguläre Rente integriert wird und sich erst ab Juli 2026 auf die Anrechnung auswirkt. Wichtig ist auch die Anhebung der Altersgrenze für die große Witwenrente. 

Ist man als Witwe automatisch krankenversichert?

Ja, als Witwe sind Sie meistens krankenversichert, oft durch die Witwenrente (Krankenversicherung der Rentner, KVdR) oder eine bestehende eigene Mitgliedschaft, wobei Beiträge von Ihrer Rente abgezogen werden, aber auch ein Zuschuss möglich ist; falls Sie vorher familienversichert waren, müssen Sie sich neu versichern, was meist nahtlos über die Hinterbliebenenrente abgedeigt wird. 

Ist man krankenversichert, wenn man nur Witwenrente bekommt?

Wenn Ihre Hinterbliebenenrente genehmigt wurde und Sie oder der beziehungsweise die Verstorbene die Vorversicherungszeit erfüllt hat, werden Sie krankenversicherungspflichtig in der Krankenversicherung der Rentner versichert. Voraussetzung ist hier, dass für Sie keine vorrangige Versicherung vorliegt.

Warum wird von der Witwenrente der Krankenkasse abgezogen?

Die Witwenrente wird als zusätzliches Einkommen betrachtet und ist deshalb beitragspflichtig für die Kranken- und Pflegeversicherung. Das bedeutet, dass höhere Einkünfte auch zu höheren Krankenkassenbeiträgen führen.

Wie beantrage ich die Sozialversicherungsleistungen meines verstorbenen Ehemanns?

Sie können Leistungen beantragen, indem Sie unseren bundesweiten gebührenfreien Service unter 1-800-772-1213 (TTY 1-800-325-0778) anrufen oder Ihr örtliches Sozialversicherungsamt aufsuchen. Ein Termin ist nicht erforderlich, aber wenn Sie vorher anrufen und einen vereinbaren, kann sich die Wartezeit verkürzen.

Hat ein Witwer Anspruch auf die Pension seiner verstorbenen Frau?

Sie haben grundsätzlich Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente, wenn Sie bis zum Tod Ihres Ehepartners/Lebenspartners oder Ihrer Ehepartnerin/Lebenspartnerin miteinander verheiratet waren oder eine Lebenspartnerschaft bestand und Ihre Ehe/Lebenspartnerschaft mindestens ein Jahr bestanden hat.

Erhalte ich die staatliche Rente meines Mannes, wenn er stirbt?

Ihre staatliche Rente wird normalerweise mit Ihrem Tod eingestellt. Unter bestimmten Umständen kann jedoch Ihr Ehepartner oder eingetragener Lebenspartner (falls vorhanden) einen Teil Ihrer staatlichen Rente erben . Dies hängt von der Höhe Ihrer beider geleisteten Sozialversicherungsbeiträge ab.