Ist man mit 15 Stunden krankenversichert?

Gefragt von: Ingelore Dittrich
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Ja, bei 15 Stunden pro Woche sind Sie in Deutschland grundsätzlich krankenversichert, da die Versicherungspflicht auch für Teilzeitkräfte gilt, sobald Ihr Einkommen über der Minijob-Grenze (ca. 603 €/Monat 2026) liegt; Sie werden pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und zahlen Beiträge, wobei Ihr Arbeitgeber einen Teil übernimmt, ähnlich wie bei einer Vollzeitstelle.

Wie viele Stunden muss man arbeiten, damit man versichert ist?

Midijob / Beschäftigung im Übergangsbereich

Wer in Teilzeit arbeitet und regelmäßig zwischen 556,01 (2025) / 603,01 (2026) und 2.000 (2025/26) Euro monatlich verdient, zählt in der Regel zu den Midijobbern. In dieser Beschäftigung müssen Sie sich krankenversichern und Beiträge zur Krankenversicherung zahlen.

Ist man bei einer Teilzeitstelle krankenversichert?

Ja, in Deutschland besteht bei Teilzeit grundsätzlich Krankenversicherungspflicht, Sie sind also krankenversichert, solange Ihr Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze liegt (ca. 556 € monatlich in 2025) und Sie sind in der Regel in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, wobei Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge teilen. Nur bei einem Minijob (bis 556 €) können Sie sich befreien lassen oder familienversichert bleiben.
 

Sind 15 Stunden Teilzeit?

Ja, 15 Stunden pro Woche sind definitiv Teilzeit, denn Teilzeit liegt immer dann vor, wenn die Arbeitszeit unter der vergleichbaren Vollzeitstelle liegt (oft unter 40 Std./Woche). Es gibt keine gesetzliche Mindeststundenzahl, auch 10, 15 oder nur wenige Stunden sind Teilzeit, und selbst Minijobs zählen als Teilzeit. Entscheidend ist der Vergleich mit den Vollzeitkräften im Betrieb.
 

Wie viele Stunden arbeiten für eine Versicherung?

Wer einen Job in der Finanz- und Versicherungsbranche ergreifen möchte, muss sich darauf einstellen, durchschnittlich 41,5 Stunden pro Woche arbeiten zu müssen.

Freiwillig krankenversichert (GKV): Welche Einkünfte zählen?!

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Ist man mit 10 Stunden versichert?

Ja. Auch wenn Sie mehr als zehn Stunden arbeiten und damit gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen, bleiben Sie versichert.

Wie viel muss man im Monat verdienen, um krankenversichert zu sein?

Die Einkommensgrenze liegt bei 535 Euro monatlich (Stand 2025). Das Gesamteinkommen ist laut Gesetz die Summe der Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts. Dazu zählt vor allem das Arbeitseinkommen.

Ist es erlaubt, 15 Stunden zu arbeiten?

Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Was heißt 15 Stunden Woche?

15 Stunden pro Woche sind ein fester Teilzeit-Umfang, der monatlich etwa 65 Stunden entspricht (15 Std. x 52 Wochen / 12 Monate). Auf einen Arbeitstag verteilt (z.B. bei einer 3-Tage-Woche) wären das je nach Aufteilung 4 bis 6 Stunden täglich, was als geringfügige Beschäftigung (Minijob) zählt, wenn es unter 15 Stunden liegt, aber mit 15 Stunden auch als echte Teilzeit gilt und bei Arbeitslosigkeit eine Abmeldung nach sich zieht. 

Welche Nachteile hat Teilzeitarbeit?

Nachteile von Teilzeit sind vor allem geringeres Einkommen und damit verbunden niedrigere Renten- und Sozialleistungsansprüche, schlechtere Aufstiegschancen, potenzieller Stress durch gleichbleibende Arbeitslast bei weniger Zeit, schlechtere Integration ins Team, geringeres Zugehörigkeitsgefühl und möglicher Mehraufwand für Organisation sowie die Gefahr von sozialer Isolation. Die finanziellen Einbußen können sich besonders bei der Rente und dem Elterngeld langfristig auswirken. 

Ist man bei einem 600 € Job krankenversichert?

Bei einem 600-Euro-Job (Minijob) sind Sie nicht über den Job krankenversichert; Sie müssen anderweitig versichert sein (z.B. Familienversicherung), zahlen aber für den Minijob selbst keine Beiträge zur Krankenversicherung. Der Arbeitgeber zahlt einen kleinen Pauschalbeitrag, aber Sie sind auf eine bestehende Absicherung angewiesen, die Sie z.B. durch eine Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Kasse oder über Ihren Partner sicherstellen müssen, wenn Sie nicht bereits über eine andere Tätigkeit (Studium, Rente) versichert sind. 

Wann ist man von der Krankenversicherungspflicht befreit?

Man ist von der Krankenversicherungspflicht befreit, wenn man hauptberuflich selbstständig, Beamter, Student ( unter bestimmten Bedingungen) oder Rentner ist, aber auch als Angestellter, wenn das Gehalt die jährliche Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) übersteigt (2025: 73.800 €). Auch geringfügig Beschäftigte (Minijobber) und manche Berufsgruppen wie Ärzte oder Soldaten können befreit werden, wenn sie anderweitig abgesichert sind, z.B. durch eine private Versicherung oder Beihilfe. 

Wie wird Krankheit bei Teilzeit bezahlt?

Bei Teilzeit haben Sie auch Anspruch auf volle Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber für bis zu sechs Wochen, basierend auf dem "Lohnausfallprinzip" – Sie erhalten also das Gehalt, das Sie verdient hätten, wenn Sie gearbeitet hätten. Die Berechnung orientiert sich an Ihrer durchschnittlichen Stundenzahl der letzten drei Monate; bei unregelmäßigen Stunden (z.B. Abrufarbeit) wird nach dem Durchschnitt der tatsächlich gearbeiteten Stunden berechnet. Nach den sechs Wochen zahlt die Krankenkasse Krankengeld (ca. 70% des Bruttoeinkommens), und die 42-Tage-Frist beginnt erst mit dem nächsten tatsächlichen Arbeitstag.
 

Ist man mit 10 Stunden sozialversicherungspflichtig?

Die Zahl 130 entspricht dabei der Arbeitszeit in 13 Wochen (= 3 Monate) mit einer Wochenarbeitszeit von 10 Stunden. Bei einem höheren Arbeitsentgelt besteht grundsätzlich Versicherungspflicht zu allen Zweigen der Sozialversicherung.

Was kostet eine Krankenversicherung bei Teilzeit?

Die Kosten für die Teilzeit-Krankenversicherung richten sich nach dem Brutto-Gehalt, da der allgemeine Beitragssatz von 14,6 % (plus kassenabhängigem Zusatzbeitrag, z.B. 2,45 % bei der TK) geteilt wird: Arbeitnehmer zahlen 7,3 % (plus Zusatzbeitrag), der Arbeitgeber zahlt den Rest, ähnlich wie bei Vollzeit, bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Bei Minijobs (bis 556 €/Monat 2025) zahlt der Arbeitgeber Pauschalen, Arbeitnehmer zahlen meist nichts zusätzlich. 

Wie ist man krankenversichert, wenn man nicht arbeitet?

Wenn Sie in Deutschland nicht arbeiten, sind Sie trotzdem krankenversicherungspflichtig und müssen sich entweder freiwillig gesetzlich, privat oder über eine Familienversicherung absichern, wobei die Beiträge je nach Einkommen oder Vermögen berechnet werden; bei Bezug von Arbeitslosengeld übernimmt die Agentur für Arbeit die Beiträge, sonst müssen Sie meist selbst zahlen, können aber Zuschüsse beantragen oder sich bei Angehörigen mitversichern, wenn die Voraussetzungen stimmen. 

Bin ich bei 15 Stunden krankenversichert?

Ja, bei 15 Stunden pro Woche sind Sie in Deutschland grundsätzlich krankenversichert, da die Versicherungspflicht auch für Teilzeitkräfte gilt, sobald Ihr Einkommen über der Minijob-Grenze (ca. 603 €/Monat 2026) liegt; Sie werden pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und zahlen Beiträge, wobei Ihr Arbeitgeber einen Teil übernimmt, ähnlich wie bei einer Vollzeitstelle.
 

Sind 15 Stunden noch Teilzeit?

In einigen Fällen reicht eine Differenz von nur einer Stunde pro Woche aus. Auch eine geringfügige Beschäftigung mit 15 Stunden pro Woche zählt gesetzlich als Teilzeit. Minijobs mit weniger als 10 Stunden pro Woche sind nach § 2 TzBfG ebenfalls als Teilzeitstellen einzuordnen.

Wie viel verdient man mit 15 Stunden?

Für 15-Jährige liegt der Stundenlohn bei Schülerjobs meist zwischen 6 und 9 Euro pro Stunde, kann aber je nach Tätigkeit variieren, da der allgemeine Mindestlohn für Minderjährige ohne abgeschlossene Ausbildung nicht gilt und die Spanne von 4 bis 12 Euro reicht, wobei Jobs wie Zeitungsaustragen, Gartenarbeit oder einfache Aushilfen oft in diesem Bereich liegen. 

Ist man versichert, wenn man mehr als 10 Stunden arbeitet?

Die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes überwachen die staatlichen Arbeitsschutzbehörden. Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung besteht grundsätzlich auch dann, wenn der Arbeitnehmer über die gesetzlich vorgeschriebene tägliche Höchstarbeitszeit hinaus für das Unternehmen tätig ist.

Wie viel Ruhezeit nach 15 Stunden Arbeit?

Das ist die Grundregel

Zwischen dem Ende einer täglichen Arbeitszeit und dem Beginn einer neuen täglichen Arbeitszeit müssen mindestens 11 Stunden ununterbrochene Ruhezeit liegen (§ 5 (1) ArbZG).

Bin ich bei 600 € brutto krankenversichert?

Ja. In diesem Fall werden die Verdienste zusammengerechnet. Dabei gilt: Wenn Sie insgesamt - mit allen Ihren Jobs - mehr als 603 Euro monatlich verdienen, werden Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig, und es fallen Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung an.

Wann muss man sich selbst krankenversichern?

Man muss sich selbst krankenversichern, wenn man aus der Familienversicherung ausscheidet (z.B. mit Aufnahme einer Ausbildung/Studium) oder wenn das Einkommen über der Grenze für die Versicherungspflicht liegt, was zur freiwilligen gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung führt, sowie als Selbstständiger, da hier eine eigene Versicherungspflicht besteht, wenn man nicht anderweitig abgesichert ist. Ab 2024 liegt die Grenze für Arbeitnehmer, die freiwillig oder privat wählen können, bei 73.800 € Jahresbruttoeinkommen (oder 6.150 €/Monat), eine wichtige Grenze ist auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze. 

Wann fliegt man aus der gesetzlichen Krankenkasse?

Man fliegt aus der gesetzlichen Krankenkasse (GKV), wenn das regelmäßige Brutto-Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) übersteigt (2025: 73.800 €/Jahr, 2026: 77.400 €) und man sich für die private Krankenversicherung (PKV) oder freiwillige GKV entscheidet, wobei ältere Arbeitnehmer über 55 Jahre oft nicht mehr zurück können, wenn sie die Grenze unterschreiten. Auch Selbstständige, Studenten oder Beamte können sich freiwillig gesetzlich versichern, aber der häufigste „Rauswurf“ erfolgt durch Überschreiten der JAEG bei Angestellten.