Ist Witwenrente Hinterbliebenenbezüge?
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Voraussetzungen für den Hinterbliebenen-Pauschbetrag Auch ein ruhender Anspruch oder eine Abfindung als Kapitalzahlung zählt dazu. Hinterbliebenenbezüge umfassen Witwen-, Witwer-, Halbwaisen-, Waisen-, Eltern- und Geschiedenen-Witwenrenten.
Ist die Witwenrente ein Hinterbliebenenbezug?
Damit du Anspruch auf den Hinterbliebenen-Pauschbetrag hast, musst du in mindestens einem Monat des Steuerjahrs Hinterbliebenenbezüge bekommen haben. Beispiele dafür wären Witwenrente oder Halbwaisenrente.
Was ist der Unterschied zwischen Hinterbliebenenrente und Witwenrente?
Der Unterschied ist, dass Hinterbliebenenrente der Oberbegriff für alle Renten nach dem Tod eines Versicherten ist (Witwen-/Witwer-, Waisen-, Erziehungsrente), während Witwenrente spezifisch die Rente für den überlebenden Ehepartner (oder eingetragenen Lebenspartner) ist – also eine Form der Hinterbliebenenrente. Beide sind oft synonym gemeint, wenn von der Rente für den Ehepartner die Rede ist, aber "Hinterbliebenenrente" ist der umfassendere Begriff.
Was versteht man unter Hinterbliebenenbezüge?
Der Hinterbliebenen-Pauschbetrag ist ein Freibetrag im deutschen Einkommensteuerrecht. Er wird Hinterbliebenen von bestimmten Todesopfern gewährt und mindert als außergewöhnliche Belastung in Höhe von 370 Euro das zu versteuernde Einkommen der Hinterbliebenen.
Welche Witwenrente erhalten Hinterbliebene von verstorbenen Beamten?
Wenn ein Beamter stirbt, hat der hinterbliebene Ehepartner in der Regel Anspruch auf Witwen- oder Witwergeld, das in der Regel 55 % (bei Ehen nach 2002) oder 60 % (bei Ehen davor) des Ruhegehalts des Verstorbenen beträgt, wobei bestimmte Wartezeiten und Anrechnungen eigener Einkommen gelten können, und es wird ein einmaliges Sterbegeld gezahlt.
Hinterbliebenenrente – mit was Sie im Ernstfall rechnen können - VdK gibt dir Recht! #55
Wann erhalten Beamtenwitwen mehr Geld als Hinterbliebene?
Die durchschnittliche Witwenrente beträgt laut Rentenversicherung dagegen nur 592 Euro. Damit erhalten Beamten-Witwen sogar rund ein Drittel mehr Altersgeld als die sogenannte Eckrente nach 45 Jahren Durchschnittsverdienst. Diese liegt derzeit bei 1314 Euro.
Wie lange wird die Witwenpension nach dem Tod bezahlt?
Die Dauer einer Witwenpension hängt vom Land und den individuellen Umständen ab, oft gibt es eine unbefristete große Witwenrente (lebenslang, wenn Kinder versorgt werden oder Alter/Ehedauer erreicht) und eine befristete kleine Witwenrente (z.B. 24 Monate in Deutschland), die bei Wiederheirat endet. In Österreich gibt es ebenfalls befristete (30 Monate) und unbefristete Ansprüche, die von Alter, Kindererziehung und Ehedauer abhängen.
Sind Hinterbliebenenbezüge Versorgungsbezüge?
Versorgungsfreibetrag / 3.3 Hinterbliebenenversorgung und Sterbegeld. Erhält ein Hinterbliebener des Arbeitnehmers Sterbegeld, ist dies ebenfalls ein Versorgungsbezug.
Warum bekommen immer mehr Witwen keine Witwenrente?
Der Hauptgrund: die Witwenrenten reichen nicht aus, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken. Witwen müssen arbeiten gehen oder die Erwerbstätigkeit zeitlich ausdehnen. Witwenrenten sind nicht auskömmlich, also Bedarfsdeckend.
Wie hoch ist das Sterbegeld für Beamte?
Das Sterbegeld für Beamte beträgt in der Regel das Zweifache der letzten monatlichen Dienstbezüge oder des Ruhegehalts und wird an den überlebenden Ehepartner, Lebenspartner oder die Kinder gezahlt, wobei die genauen Regelungen je nach Bundesland variieren können, und es dient als finanzielle Unterstützung für die Bestattungskosten, ist aber steuerpflichtig.
Wann bekommt der Ehepartner keine Witwenrente?
Ein Ehepartner erhält keine Witwenrente, wenn er oder sie wieder heiratet (mit Ausnahmen bei Kindern) oder wenn die Ehe kürzer als ein Jahr bestand (Versorgungsehe). Auch bei Scheidung entfällt der Anspruch meist, es sei denn, es gab vor dem 1. Juli 1977 eine Scheidung und Unterhaltspflicht. Zudem wird sie gekürzt oder gestrichen bei eigenem Einkommen über bestimmten Freibeträgen oder bei Bezug von Renten.
Welche Arten von Witwenrente gibt es?
Das Wichtigste in Kürze. Witwer- oder Witwenrente erhält der Hinterbliebene von der Rentenversicherung auf Antrag, wenn der rentenversicherte Ehepartner stirbt. Witwer- oder Witwenrente wird im Rahmen der Versicherung des Verstorbenen geleistet. Es gibt eine kleine und eine große Witwer- oder Witwenrente.
Wird Vermögen auf die Witwenrente angerechnet?
Nein, reines Vermögen (wie Sparguthaben, Bargeld, Immobilienbesitz) wird grundsätzlich nicht direkt auf die Witwenrente angerechnet; nur die daraus resultierenden Einkünfte (wie Zinsen, Dividenden, Mieteinnahmen) zählen, wenn sie bestimmte Freibeträge übersteigen und werden zu 40 % angerechnet. Das bedeutet: Der Wert Ihrer Vermögensanlagen selbst bleibt unberücksichtigt, aber die Erträge daraus werden bei der Einkommensprüfung berücksichtigt.
Ist Hinterbliebenenrente auch Witwenrente?
Nein, Hinterbliebenenrente ist der Oberbegriff, der alle Renten nach dem Tod eines Versicherten umfasst, wozu Witwen-/Witwerrente, Waisenrente (für Kinder) und Erziehungsrente (für geschiedene Partner) gehören; die Witwen-/Witwerrente ist also eine Form der Hinterbliebenenrente und meist das, was umgangssprachlich gemeint ist, wenn man von der Rente für den überlebenden Ehepartner spricht.
Wann bekomme ich 60% Witwenrente?
Die 60 % Witwenrente (große Witwenrente) bekommt man, wenn das „alte Recht“ gilt: Die Ehe wurde vor dem 1. Januar 2002 geschlossen und mindestens ein Ehepartner wurde vor dem 2. Januar 1962 geboren. Zusätzlich müssen Sie eine der folgenden Bedingungen erfüllen: Sie sind 47 Jahre alt, erwerbsgemindert oder erziehen ein minderjähriges/behindertes Kind.
Was ist der Unterschied zwischen Witwenrente und großer Witwenrente?
Der Hauptunterschied zwischen kleiner und großer Witwenrente liegt in Höhe und Dauer: Die kleine Rente (25 % der Verstorbenen-Rente) ist zeitlich auf 2 Jahre begrenzt und für jüngere Witwen/Witwer, während die große Rente (55 %/60 %) meist lebenslang gezahlt wird, aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen (Alter 47 Jahre, Kindererziehung, Erwerbsminderung).
Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?
Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau die Witwenrente (groß oder klein), das Sterbevierteljahr (Sofortzahlung) und ein gesetzlicher Erbteil zu, der je nach Situation (Kinder, Zugewinngemeinschaft) variiert, wobei die Witwenrente meist 55 % der Partnerrente beträgt, nach den ersten drei Monaten aber eigenes Einkommen angerechnet wird.
Wann bekommt man gar keine Witwenrente?
Der Einkommensfreibetrag für Witwenrenten liegt seit 1.7.2023 bei 992,64 Euro. Er erhöht sich mit jedem Kind, das grundsätzlich Anspruch auf Waisenrente hat, um 210,56 Euro. Zwischen Ost und West wird kein Unterschied mehr gemacht.
Was ändert sich ab 1.7.2025 bei der Witwenrente?
Ab dem 1. Juli 2025 steigen Witwen- und Witwerrenten durch eine allgemeine Rentenerhöhung um 3,74 %, wobei sich auch der Einkommensfreibetrag erhöht: Er liegt dann bei 1.076,86 € netto pro Monat, zuzüglich 228,42 € pro Kind. Einkommen über diesem Freibetrag wird zu 40 % auf die Rente angerechnet, was zu Kürzungen führen kann, wobei die Rentenhöhe und Freibeträge automatisch angepasst werden.
Was zählt zu Hinterbliebenenbezüge?
Auch ein ruhender Anspruch oder eine Abfindung als Kapitalzahlung zählt dazu. Hinterbliebenenbezüge umfassen Witwen-, Witwer-, Halbwaisen-, Waisen-, Eltern- und Geschiedenen-Witwenrenten. Allerdings dürfen diese nicht aus der gesetzlichen Rentenversicherung stammen.
Welche Witwenrente erhält eine Beamtenwitwe?
Eine Witwe eines Beamten erhält in der Regel 55 % des Ruhegehalts ihres verstorbenen Partners (bei nach 2002 geschlossenen Ehen) oder 60 % (bei Ehen vor 2002), was als Witwen- bzw. Witwergeld gezahlt wird und besser als gesetzliche Rente sein kann. Es gelten spezielle Regeln für die Anrechnung eigener Einkommen und ein Mindestbezug von 20 % der Pension des Verstorbenen muss bleiben, auch wenn das eigene Einkommen zu hoch ist. Anspruch besteht bei einer Mindestjahres-Ehe und einer Mindestdienstzeit des Verstorbenen (meist 5 Jahre).
Welche Ämter müssen im Todesfall informiert werden?
Nach einem Todesfall müssen vor allem das Standesamt (für die Sterbeurkunde), das Nachlassgericht (bei Testament), die Renten- und Krankenversicherungen, das Finanzamt (Erbschaftsteuer) und der Arbeitgeber (falls zutreffend) informiert werden; zudem sind Banken, Versicherungen (Lebens-, Unfall) und Vertragspartner zu benachrichtigen. Vieles davon übernimmt oft der Bestatter, aber eine eigene Checkliste ist ratsam.
Welche Beihilfe erhält eine Witwe eines Beamten?
Witwen von Beamten haben Anspruch auf eine Hinterbliebenenversorgung, das sogenannte Witwen- oder Witwergeld (i.d.R. 55 % des Ruhegehalts), sowie grundsätzlich auch auf Beihilfe für Krankheitskosten, solange sie Witwengeld beziehen, wobei der Beihilfesatz für den Ehepartner meist 70 % beträgt, wenn kein eigenes Einkommen die Grenze übersteigt (je nach Bundesland ca. 20.000 €/Jahr) und sie in der PKV versichert sind, wobei die Regelungen je nach Bundesland und Todesfalljahr variieren können. Es gibt auch einmalige Übergangsleistungen und es sollte eine Abklärung mit der Pensionskasse und Krankenkasse erfolgen.
Wird meine eigene Rente gekürzt, wenn ich Witwenpension bekomme?
Ja, die Witwenrente wird bei Bezug einer eigenen Rente gekürzt, da die eigene Rente als Einkommen angerechnet wird, aber es gibt Freibeträge und die Kürzung beginnt erst nach Überschreiten dieser Grenze; die eigene Rente selbst wird nicht gekürzt, nur die Hinterbliebenenrente wird reduziert, beginnend mit 40% des anrechenbaren Einkommens über dem Freibetrag, wobei in den ersten drei Monaten nach dem Tod keine Anrechnung erfolgt (Sterbevierteljahr).
Hat ein Witwer Anspruch auf die Pension seiner verstorbenen Frau?
Sie haben grundsätzlich Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente, wenn Sie bis zum Tod Ihres Ehepartners/Lebenspartners oder Ihrer Ehepartnerin/Lebenspartnerin miteinander verheiratet waren oder eine Lebenspartnerschaft bestand und Ihre Ehe/Lebenspartnerschaft mindestens ein Jahr bestanden hat.