Kann der Chef kontrollieren, ob ich krank bin?

Gefragt von: Natalie Westphal
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Ja, der Chef darf die Arbeitsunfähigkeit kontrollieren, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen: Er kann bei begründetem Verdacht die Krankenkasse bitten, eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst (MDK) zu veranlassen, und bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen (z.B. Vortäuschen) auch Detektive einsetzen, die aber die Privatsphäre nicht verletzen dürfen (kein Betreten der Wohnung). Die Diagnose geht den Arbeitgeber nichts an, aber er darf nach der voraussichtlichen Dauer fragen.

Kann mein Arbeitgeber kontrollieren, ob ich krank bin?

Ja, der Arbeitgeber kann eine Krankheit überprüfen lassen, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen und nicht willkürlich, sondern bei berechtigten Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit, etwa bei häufigen kurzen Krankheiten oder verdächtigem Verhalten; dann kann er die Krankenkasse bitten, den Medizinischen Dienst (MDK) einzuschalten, der ein gutachterliches Urteil abgibt, oder er kann sogar einen Betriebsarzt hinzuziehen (wenn vertraglich geregelt). Der Arbeitgeber darf die Diagnose nicht direkt erfragen, da dies dem Datenschutz unterliegt, aber er kann die Richtigkeit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) anzweifeln. 

Kann mein Arbeitgeber meine Krankschreibung überprüfen lassen?

Arbeitgeber dürfen kranke Mitarbeiter nicht unangekündigt zu Hause kontrollieren, da dies die Privatsphäre verletzt, aber sie können bei begründetem Verdacht bei der Krankenkasse eine Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit (eAU-Daten-Abruf) beantragen oder eine sogenannte "Zusammenhangsanfrage" stellen. Bei starken Zweifeln können Detektive eingesetzt werden, doch dies muss verhältnismäßig sein und erfordert einen konkreten Verdacht auf schwerwiegende Pflichtverletzungen, wie das Vortäuschen der Krankheit bei gleichzeitiger Erwerbstätigkeit woanders. Der Arbeitgeber muss sich an die Datenschutzregeln halten und darf nur dienstliche Aktivitäten überwachen, nicht private.
 

Werden Krankmeldungen kontrolliert?

Wann Krankmeldungen überprüft und besprochen werden

Hegt der Arbeitgeber starke Zweifel daran, dass ein Beschäftigter wirklich arbeitsunfähig ist, kann der Arbeitgeber bei der Krankenkasse eine gutachterliche Stellungnahme des medizinischen Dienstes (MDK) einholen.

Wie weit darf mein Chef mich kontrollieren?

Wie weit darf der Arbeitgeber kontrollieren? Arbeitgeber dürfen nur dienstliche Aktivitäten überwachen und müssen dabei die Privatsphäre der Arbeitnehmer wahren. Bei der privaten Kommunikation ist Schluss: Diese dürfen Sie als Chef nicht überwachen.

Wieviele Krankheitstage sind maximal erlaubt?

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Ist lästern über den Chef ein Kündigungsgrund?

Ja, Lästern über den Chef kann ein Kündigungsgrund sein, besonders wenn es beleidigend, unwahr oder eine Störung des Betriebsfriedens darstellt, etwa in sozialen Medien oder der Kantine; die Schwere der Folgen (Abmahnung bis Kündigung) hängt stark vom Einzelfall und der Schwere der Äußerung ab, da auch Meinungsfreiheit gilt, aber Loyalitätspflichten überwiegen können. 

Ist eine ständige Überwachung am Arbeitsplatz zulässig?

Eine Überwachung am Arbeitsplatz ist grundsätzlich dann erlaubt, wenn der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse daran hat, die Arbeitnehmer in die Maßnahmen wissentlich eingewilligt haben und die Kontrolle nicht gegen Persönlichkeitsrechte oder andere Gesetze verstößt, etwa weil sie unverhältnismäßig ist.

Was darf mein Chef, wenn ich krank bin?

Wer sich wieder fit fühlt, obwohl er noch krankgeschrieben ist, darf arbeiten gehen - ohne erneuten Arztbesuch. Denn die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist lediglich eine ärztliche Prognose, wie lange die betroffene Person arbeitsunfähig sein wird. Sie stellt also kein Arbeitsverbot dar.

Was darf man, wenn man krankgeschrieben ist, nicht machen?

Wenn Sie krankgeschrieben sind, dürfen Sie nichts tun, was Ihre Genesung verzögert, aber auch keine strikte Bettruhe halten, wenn der Arzt sie nicht verordnet hat; erlaubt sind meist Spaziergänge, Einkäufe und leichte Aktivitäten, verboten sind hingegen alles, was die Krankheit verschlimmert, wie z.B. Nächte durchfeiern, Leistungssport bei grippalen Infekten, übermäßiger Alkoholkonsum oder Reisen, die der Erholung widersprechen (z.B. Partyurlaub), da dies arbeitsrechtliche Konsequenzen haben kann. 

Wie lange kann ich mich wegen Mobbings krankschreiben lassen?

Sie können sich wegen Mobbing krankschreiben lassen, solange die daraus resultierenden psychischen oder physischen Beschwerden Sie arbeitsunfähig machen, wobei die Krankschreibung keine Dauerlösung ist und vom Arzt individuell festgelegt wird, oft für einige Wochen, gefolgt von therapeutischen Schritten. Wichtig ist, dass der Arzt die tatsächliche Krankheit (z.B. Depression, Schlafstörungen, Magenprobleme) bescheinigt, nicht das Mobbing direkt. Nutzen Sie die Krankschreibung für Abstand und zur Suche nach langfristigen Lösungen wie Gespräche mit Betriebsrat, Personalabteilung oder Anwalt.
 

Kann der Arbeitgeber zu mir nach Hause kommen?

Nein, der Arbeitgeber darf nicht einfach so zu Ihnen nach Hause kommen; Ihr Zuhause ist durch das Grundgesetz geschützt, und ein unangekündigter oder unerwünschter Besuch wäre ein Eingriff in Ihre Privatsphäre und Hausrecht, der rechtliche Konsequenzen haben kann, aber in Extremfällen bei starkem Verdacht auf Missbrauch der Krankschreibung sind unter strengen Voraussetzungen (z.B. nach Beauftragung eines Detektivs) Kontrollbesuche denkbar, wobei Sie aber nicht öffnen müssen und das Betreten der Wohnung ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung verboten ist.
 

Kann mein Arbeitgeber die Gründe meiner Krankmeldung sehen?

Nein, der Arbeitgeber sieht auf der elektronischen Krankmeldung (eAU) nicht, was Sie haben (also die genaue Diagnose), sondern nur allgemeine Informationen wie Ihren Namen, den Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit und dass eine Krankschreibung vorliegt. Die Diagnose bleibt streng vertraulich und geht den Arbeitgeber nichts an, es sei denn, Sie entbinden ihn freiwillig von der Schweigepflicht, was aber nicht nötig ist.
 

Was passiert, wenn der Arbeitgeber den MDK einschaltet?

Von der Einschaltung des MDK kann die Krankenkasse absehen, wenn sich die Arbeitsunfähigkeit aus den vorliegenden Unterlagen eindeutig ergibt. Bei privat versicherten Arbeitnehmern ist der Arbeitgeber auf Hausbesuche und sonstige Kontrollen beschränkt, wobei die Rechte des Personal- oder Betriebsrats zu beachten sind.

Wie können Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit prüfen?

Ab dem 1. Januar 2023 müssen alle Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer Beschäftigten elektronisch bei den Krankenkassen abfragen. Die Papiermeldung entfällt grundsätzlich. Zum Starttermin sind viele Fragen zum Verfahren noch offen.

Kann man gekündigt werden, wenn man krankgeschrieben ist und draußen gesehen wird?

Können Sie bei Krankschreibung gekündigt werden? Grundsätzlich ist eine Krankschreibung kein Hindernis für eine Kündigung und Ihr Arbeitgeber darf Ihnen auch während einer Krankheit kündigen. Hier ist die fristlose Kündigung aus wichtigem Grund ebenso möglich wie die ordentliche Kündigung mit Frist.

Wie antworte ich, wenn der Chef fragt, warum ich krank bin?

Der Arbeitgeber kann diese Bescheinigung entweder direkt von Ihnen erhalten oder elektronisch darauf zugreifen. Falls Ihr Arbeitgeber nach dem Grund der Erkrankung fragt, müssen Sie darauf Schipp zufolge keine Antwort geben: "Das geht den Arbeitgeber nichts an, denn das ist Privatsphäre."

Wie lange darf man unterwegs sein, wenn man krankgeschrieben ist?

Solange Ihre Genesung nicht gefährdet wird, dürfen Sie bei Krankschreibung raus, etwa für Einkäufe, Arztbesuche oder Spaziergänge, wenn der Arzt keine strikte Bettruhe verordnet hat; alles, was den Heilungsprozess verzögert (z.B. anstrengende Aktivitäten oder Reisen ohne ärztliche Genehmigung), ist tabu und kann arbeitsrechtliche Konsequenzen haben.
 

Bin ich verpflichtet, im Krankenstand erreichbar zu sein?

Nein, grundsätzlich müssen Sie im Krankenstand nicht erreichbar sein, da Sie von der Arbeitspflicht befreit sind; Ihre Genesung steht im Vordergrund, aber in dringenden Ausnahmefällen, wenn nur Sie helfen können (z.B. ein entscheidendes Passwort), kann eine kurze Kontaktaufnahme gerechtfertigt sein, da der Arbeitgeber Sie kontaktieren darf, aber Sie müssen nicht antworten. 

Was sind meine Pflichten, wenn ich krankgeschrieben bin?

Krankgeschrieben: Was ist grundsätzlich erlaubt? Hat Ihr Arzt oder Ihre Ärztin strikte Bettruhe verordnet, ist der Fall klar. Jedoch ist das bei den meisten Krankheiten nicht der Fall. Gegen einen Abstecher zum Einkaufen im Supermarkt oder einen Spaziergang an der frischen Luft ist in der Regel nichts einzuwenden.

Wie lange darf ein Arzt am Stück krankschreiben?

Ein Arzt darf einen Patienten in der Regel maximal für zwei Wochen am Stück krankschreiben, wobei in Ausnahmefällen auch bis zu einem Monat möglich ist; danach muss für eine Verlängerung ein erneuter Praxisbesuch erfolgen. Bei einer telefonischen Erstbescheinigung (wo möglich) sind es nur maximal fünf Kalendertage. Die genaue Dauer hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab, da der Arzt die medizinisch notwendige Zeit bescheinigt. 

Bin ich verpflichtet ans Telefon zu gehen, wenn ich krankgeschrieben bin?

Nein, grundsätzlich müssen Sie während einer Krankschreibung nicht ans Telefon gehen; Ihre Hauptpflicht ist die Genesung, und Sie dürfen sich auf die Erholung konzentrieren, ohne dienstliche Anrufe oder Nachrichten beantworten zu müssen. Ihr Arbeitgeber hat während der Arbeitsunfähigkeit kein Weisungsrecht, Sie zu kontaktieren, und Sie sind nicht verpflichtet, Auskunft über Ihre Krankheit zu geben. Sie müssen lediglich die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitteilen, aber das kann auch per E-Mail oder SMS erfolgen, nicht zwingend telefonisch. 

Wann ist man zu oft krank?

Man ist "zu oft" krank, wenn die Fehlzeiten für den Arbeitgeber unzumutbar werden, was oft als mehr als 6 Wochen (ca. 30 Arbeitstage) im Jahr über mehrere Jahre hinweg gilt und eine krankheitsbedingte Kündigung nach sich ziehen kann, während gesundheitlich bei mehr als 5 Infekten pro Jahr (Erwachsene) oder ständig länger als eine Woche dauernden Infekten ein Arztbesuch ratsam ist, um Ursachen wie Mangelerscheinungen zu klären.
 

Was darf der Arbeitgeber kontrollieren?

Mitarbeiterkontrollen sind erlaubt, aber nur unter strengen Voraussetzungen: Sie müssen erforderlich, verhältnismäßig sein und einen konkreten Grund haben, z.B. bei Verdacht auf Straftaten oder schwere Pflichtverletzungen; anlasslose Überwachung ist meist unzulässig. Kontrolliert werden dürfen Arbeits- und Pausenzeiten (z.B. Stechuhr). Bei Nutzung privater Geräte, GPS oder Software muss der Betriebsrat einbezogen werden und die Einwilligung der Mitarbeiter vorliegen, wobei Rechte wie das Persönlichkeitsrecht stets gewahrt bleiben müssen. 

Was gilt als Schikane am Arbeitsplatz?

Mobbing am Arbeitsplatz ist das systematische, wiederholte Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren einer Person durch Kollegen oder Vorgesetzte über einen längeren Zeitraum, mit dem Ziel, die Person zu isolieren, zu schwächen oder aus dem Betrieb zu vertreiben. Es unterscheidet sich von normalen Konflikten durch seine Systematik und Dauer und kann auf der Arbeits- oder sozialen Ebene stattfinden, z.B. durch Aufgabenmanipulation oder soziale Ausgrenzung.
 

Ist es strafbar, Mitarbeiter zu überwachen?

Tonaufnahmen sind in jedem Fall unzulässig, dies ergibt sich aus § 201 Strafgesetzbuch (StGB). Eine Aufzeichnung von Tönen ist in nichtöffentlichen Bereichen nicht gestattet. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen.