Kann ein Orthopäde ein Attest ausstellen?

Gefragt von: Elvira Betz
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Ja, ein Orthopäde darf ein Attest ausstellen, da jeder approbierte (zugelassene) Arzt – ob Facharzt wie ein Orthopäde oder Hausarzt – medizinisch notwendige Atteste wie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellen kann, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind und eine entsprechende Untersuchung stattgefunden hat. Orthopäden stellen diese Bescheinigungen oft aus, wenn es um Beschwerden des Bewegungsapparats geht, die eine Krankschreibung rechtfertigen.

Können Orthopäden Atteste ausstellen?

Jeder approbierte Arzt darf solche Gesundheitszeugnisse wegen Arbeitsunfähigkeit, für Reisen, Versicherungen, Kuranträge, Tauglichkeit für den Führerschein oder für Sportkurse ausstellen.

Was kostet ein Attest beim Orthopäden?

Arztbrief/ausführliches Attest: ab 5,36 € - ca. 30,00 € Gutachten je nach Aufwand: ab 35,00 € - ca. 160,00 €

Kann ein Orthopäde eine Krankschreibung machen?

Ja, ein Orthopäde kann Sie krank schreiben, denn jeder approbierte Arzt, also auch Fachärzte, darf eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellen, wenn die medizinische Notwendigkeit besteht, meist bei Problemen des Bewegungsapparates. Er beurteilt die Notwendigkeit aufgrund Ihrer Symptome und des Krankheitsbildes, z.B. nach einer OP oder bei akuten Schmerzen, kann auch online per Videosprechstunde oder (unter bestimmten Bedingungen) rückwirkend krankschreiben, wobei er die Dauer festlegt.
 

Wer darf ein ärztliches Attest ausstellen?

Ein ärztliches Attest (wie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) wird von jedem approbierten Arzt ausgestellt, also Haus- oder Fachärzten, die eine Untersuchung durchgeführt haben, wobei Kassenärzte besondere Richtlinien beachten müssen und Krankenhausärzte nur kurz nach Entlassung für maximal sieben Tage. Es bestätigt einen ärztlichen Befund (Gesundheitszustand, Tauglichkeit, Arbeitsunfähigkeit) und kann auch von arbeitsmedizinischen oder Amtsärzten kommen.
 

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Wer hat das ärztliche Attest ausgestellt?

Ein ärztliches Attest ist ein offizielles Dokument, das von einem approbierten Arzt ausgestellt wird und den Gesundheitszustand einer Person bescheinigt. Zweck eines ärztlichen Attests ist der Nachweis des Gesundheitszustands einer Person.

Wie kriege ich einen ärztlichen Attest?

Um ein Attest vom Arzt zu bekommen, musst du meistens einen Termin vereinbaren, entweder persönlich, telefonisch oder per Videosprechstunde (besonders bei Online-Diensten), wobei der Arzt deinen Zustand beurteilt, um eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) oder ein anderes Attest auszustellen, das dann digital (eAU) an die Krankenkasse und den Arbeitgeber geht. Wichtig ist, dass du bei akuten Beschwerden eine Online-Sprechstunde nutzen kannst, aber bei bekannten Ärzten oft schon eine telefonische Krankschreibung möglich ist.
 

Wer schreibt weiter krank, Hausarzt oder Orthopäde?

Sowohl der Hausarzt als auch der Orthopäde (als Facharzt) dürfen eine Krankschreibung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung - AU) ausstellen, da jeder approbierte Vertragsarzt dazu befugt ist, wenn eine persönliche Untersuchung stattgefunden hat. Der Hausarzt ist oft die erste Anlaufstelle, aber bei spezifischen orthopädischen Problemen ist der Orthopäde die richtige Wahl. Wichtig ist, dass die Krankschreibungen lückenlos sind, besonders bei längerer Krankheit oder Krankengeldbezug.
 

Wie lange kann ein Orthopäde mich krankschreiben?

Ein Orthopäde kann Sie zunächst meist für bis zu zwei Wochen am Stück krankschreiben, in Ausnahmefällen auch bis zu einem Monat, je nach Schwere der Erkrankung und Genesungsprognose, wobei es grundsätzlich keine gesetzliche Höchstgrenze gibt, da eine Krankschreibung verlängert werden kann (Folgebescheinigung nach persönlicher Untersuchung) und die Dauer von der Heilung abhängt. Für Muskel- und Skeletterkrankungen (z.B. Bandscheibenprotrusion) liegen die durchschnittlichen Krankschreibungen oft zwischen 1 bis 6 Wochen, können aber auch länger dauern. 

Kann ein Orthopäde telefonisch krankschreiben?

Krankschreibung kann nicht telefonisch verlängert werden

Ärztinnen und Ärzte stellen hierfür am Telefon Fragen zu den Beschwerden. Sie entscheiden dann, ob die Krankschreibung telefonisch erfolgen kann oder doch eine Untersuchung in der Praxis nötig ist.

Wie viel verdient ein Arzt für ein Attest?

Die Kosten für eine Bescheinigung nach der Nr. 70 GOÄ betragen je nach Zeitaufwand, Schwierigkeit und Umstand zwischen 2,33 Euro (einfacher Satz) und 8,16 Euro (3,5facher Satz). Der 2,3fache Gebührensatz beträgt 5,36 Euro, ein Überschreiten dieses Satzes ist gemäß § 5 Abs. 2 GOÄ gesondert zu begründen.

Kann der Arzt ein Attest verweigern?

Ja, ein Arzt darf ein Attest verweigern, wenn die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind, zum Beispiel bei fehlender medizinischer Notwendigkeit, mangelnder Fachkenntnis oder wenn der Patient die notwendige Untersuchung verweigert; es gibt aber keinen Anspruch auf eine "Gefälligkeitsbescheinigung". Ärzte handeln nach ihrem fachlichen Ermessen und dürfen nur bestätigen, was sie medizinisch beurteilen können. 

Was muss in einem Attest stehen?

Ein ärztliches Attest, kurz AU für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, enthält normalerweise folgende Elemente: Informationen zum*r behandelnden Arzt*Ärztin: Dazu gehören Name, Anschrift der medizinischen Einrichtung. Patientendaten. Kennzeichnung, ob es sich um eine Erst- oder Folgebescheinigung handelt.

Was sage ich beim Arzt, wenn ich ein Attest brauche?

Wenn Sie ein Attest brauchen, sagen Sie Ihrem Arzt einfach klar und direkt, dass Sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) benötigen, nennen Sie den Grund (z.B. "Ich fühle mich krank und kann nicht arbeiten") und geben Sie die voraussichtliche Dauer an, damit er die Dauer der Krankschreibung eintragen kann. Seien Sie bereit, Ihre Beschwerden zu schildern und eventuell Vorerkrankungen zu nennen, damit der Arzt das Attest korrekt ausstellt.
 

Welches ärztliche Attest erhält man am schnellsten?

Die schnellste medizinische Zertifizierung ist in der Regel die Zertifizierung zum/zur staatlich geprüften Pflegehelfer/in (Certified Nursing Assistant, CNA) . CNA-Ausbildungsprogramme dauern je nach Einrichtung üblicherweise etwa 4 bis 12 Wochen.

Können Orthopäden rückwirkend krankschreiben?

Ja, ein Orthopäde (oder jeder andere Arzt) kann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) rückwirkend ausstellen, aber nur für maximal drei Tage vor dem Arztbesuch und nur, wenn medizinisch nachvollziehbar ist, dass die Arbeitsunfähigkeit bereits zu diesem früheren Zeitpunkt bestand. Dies geschieht im Ausnahmefall, wenn eine frühere Konsultation aus gesundheitlichen Gründen unmöglich war, wobei die Entscheidung im Ermessen des Arztes liegt und die Glaubwürdigkeit des Patienten eine Rolle spielt. 

Kann ein Orthopäde eine Krankmeldung ausstellen?

Ja, ein Orthopäde (oder jeder andere approbierte Facharzt) kann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU, Krankschreibung) ausstellen, wenn die orthopädische Erkrankung die Arbeitsunfähigkeit begründet; er muss dabei nicht zwingend der Hausarzt sein, sondern handelt nach seinem fachlichen Ermessen, oft ist jedoch eine vorherige Behandlung in der Praxis oder eine Online-Konsultation notwendig.
 

Wie kann man sich stressbedingt krankschreiben lassen?

Wenn der Stress unerträglich wird, kann man sich ein ärztliches Attest ausstellen lassen, um krankgeschrieben zu werden, und sollte die Situation offen mit dem Vorgesetzten oder dem Personalverantwortlichen besprechen, um die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen .

Wie bekomme ich 6 Wochen Krankschreibung?

Um sich 6 Wochen krankschreiben zu lassen, müssen Sie lückenlos eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) einreichen, beginnend mit einer Erstbescheinigung für maximal 5 Tage (auch telefonisch möglich, wenn die Erstbescheinigung persönlich ausgestellt wurde), und dann Folgebescheinigungen beim Arzt für die Verlängerung holen, da der Arbeitgeber nach 6 Wochen Lohnfortzahlung einstellt und die Krankenkasse übernimmt, die dafür einen Fragebogen schickt. Der Arzt stellt die eAU digital an Ihre Krankenkasse und gibt Ihnen einen Ausdruck für Arbeitgeber/sich selbst. Der Prozess erfordert kontinuierliche ärztliche Betreuung und das Einreichen der Unterlagen bei Kasse und Arbeitgeber. 

Wie lange schreibt ein Orthopäde krank?

Ein Orthopäde kann Sie zunächst meist für bis zu zwei Wochen am Stück krankschreiben, in Ausnahmefällen auch bis zu einem Monat, je nach Schwere der Erkrankung und Genesungsprognose, wobei es grundsätzlich keine gesetzliche Höchstgrenze gibt, da eine Krankschreibung verlängert werden kann (Folgebescheinigung nach persönlicher Untersuchung) und die Dauer von der Heilung abhängt. Für Muskel- und Skeletterkrankungen (z.B. Bandscheibenprotrusion) liegen die durchschnittlichen Krankschreibungen oft zwischen 1 bis 6 Wochen, können aber auch länger dauern. 

Was kann ich tun, wenn mich mein Arzt nicht mehr krankschreiben kann?

Wenn ein Arzt die Krankschreibung verweigert, obwohl Sie krank sind, sollten Sie Ruhe bewahren, den Grund erfragen, sofort einen anderen Arzt (Vertretung oder Zweitmeinung) aufsuchen, um eine AU zu bekommen, und Ihre Krankenkasse sowie den Arbeitgeber informieren; bei anhaltendem Problem hilft spezialisierte Sozialberatung oder ein Anwalt für Sozialrecht, da Ärzte eine Behandlungspflicht haben und die Verweigerung unzulässig sein kann, wenn es um eine echte Erkrankung geht.
 

Wie kann ich meine Krankschreibung vorzeitig verlängern?

Um eine Krankschreibung vorzeitig zu verlängern, müssen Sie rechtzeitig vor Ablauf der aktuellen AU einen Arzttermin wahrnehmen, damit die Folgebescheinigung lückenlos an die vorherige anschließt, idealerweise am letzten Tag der ersten AU oder am nächsten Werktag (falls Wochenende/Feiertag dazwischen liegt). Wichtig ist der nahtlose Übergang, um Ärger mit Arbeitgeber und Krankenkasse zu vermeiden und Krankengeld zu sichern; ein Arzt darf eine AU ausnahmsweise bis zu drei Tage rückwirkend ausstellen. 

Ist eine Bescheinigung vom Orthopäden wichtig?

Ein Attest vom Orthopäden ist eine ärztliche Bescheinigung über Ihre gesundheitlichen Einschränkungen des Bewegungsapparates, die für Arbeitgeber (z.B. wegen schwerer Hebearbeit), Krankenkassen (z.B. für Hilfsmittel wie höhenverstellbare Schreibtische) oder Behörden benötigt wird, um z.B. sportliche Aktivitäten auszusetzen, die Notwendigkeit von ergonomischen Anpassungen zu belegen oder Arbeitsunfähigkeit zu dokumentieren. Es enthält eine klare Diagnose und Begründung, warum bestimmte Tätigkeiten nicht möglich sind. Orthopäden können Krankschreibungen ausstellen, aber oft sind Atteste für spezifische Anträge detaillierter. 

Welcher Arzt darf ein Attest ausstellen?

Grundsätzlich kann jede*r approbierte Arzt*Ärztin (Arzt/Ärztin, die zu dem Beruf zugelassen sind) dich krankschreiben.

Was ist der Unterschied zwischen einem ärztlichen Attest und einer Krankschreibung?

Der Hauptunterschied ist, dass die Krankmeldung die sofortige Benachrichtigung des Arbeitgebers ist, während die Krankschreibung (auch Attest oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung/AU genannt) der offizielle, ärztliche Nachweis für die Arbeitsunfähigkeit ist, der meist ab dem 4. Tag oder früher, wenn vom Arbeitgeber verlangt, fällig wird. Umgangssprachlich werden Krankschreibung und Attest oft synonym verwendet, aber ein Attest kann auch andere Bescheinigungen sein, während die AU spezifisch für die Arbeit ist und elektronisch an Krankenkasse/Arbeitgeber geht.