Kann ich den Kinderfreibetrag erhalten, wenn mein Kind im Ausland lebt?

Gefragt von: Adele Hummel
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Auch wenn Ihr Kind im Ausland lebt, können Sie den Kinderfreibetrag bekommen.

Kann ich den Kinderfreibetrag auf einen Elternteil, der im Ausland lebt, übertragen?

Unabhängig von der Unterhaltsfrage kann der Kinderfreibetrag auch dann übertragen werden, wenn ein Elternteil auf Dauer im Ausland lebt oder wenn dessen Wohnsitz nicht bekannt ist. Auch die Übertragung des Freibetrages für Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA-Freibetrag) ist möglich.

Wann fällt der Kinderfreibetrag weg?

Grundsätzlich werden Kinder, die älter als 18 Jahre sind, bis zum Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums berücksichtigt. Darüber hinaus werden Kinder nur berücksichtigt, wenn sie keiner schädlichen Erwerbstätigkeit nachgehen. für einen Beruf ausgebildet (auch Schulausbildung) wird.

Habe ich Anspruch auf Kindergeld, wenn meine Kinder im Ausland leben?

Können deutsche Eltern Kindergeld auch dann bekommen, wenn sie im Ausland leben? Ja, das ist möglich. Sie müssen nicht unbedingt in Deutschland leben, um Kindergeld zu bekommen. Es kommt darauf an, ob Sie in Deutschland Steuern zahlen müssen auf Ihr Einkommen.

Welche Auswirkungen hat ein Auslandsaufenthalt auf den Kinderfreibetrag?

Der Kinderfreibetrag wird auch für Kinder gewährt, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort außerhalb Deutschlands haben. Ebenso wird der Ausbildungsfreibetrag für Kinder im Ausland gewährt, die sich in Schul- oder Berufsausbildung befinden und das 18. Lebensjahr vollendet haben.

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Wann besteht kein Anspruch auf Kinderfreibetrag?

Es macht eine Berufsausbildung oder ein Studium oder einen Freiwilligen-Dienst, zum Beispiel ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), oder es befindet sich in einer Übergangszeit zwischen solchen Tätigkeiten für höchstens 4 Monate oder weil kein Ausbildungsplatz oder Studienplatz frei ist.

Wie viel Kindergeld zahlt Deutschland für Kinder im Ausland?

Deutschland zahlt jährlich über 500 Millionen Euro Kindergeld ins Ausland, oft als Differenzzahlung, wenn das deutsche Kindergeld höher ist als das im Heimatland des Kindes, hauptsächlich an EU-Bürger. Die höchsten Summen gehen dabei an Nachbarländer wie Polen, aber auch viele andere Länder erhalten Zahlungen, da die deutschen Sozialleistungen für im Ausland lebende Kinder von EU-Bürgern gezahlt werden. 

Warum gibt es ab 2025 kein Kindergeld mehr?

Das passiert mit dem Kindergeld

Die Einführung der Kindergrundsicherung ist für das Jahr 2025 geplant und soll das derzeitige Kindergeld ablösen. Für diese Umstellung sind zusätzliche Kosten von 2,4 Milliarden Euro vorgesehen, um insbesondere einkommensschwache Familien finanziell zu entlasten.

Hat man Anspruch auf Kindergeld, wenn das Kind nicht mehr zuhause wohnt?

Wenn ein Kind nicht mehr zuhause wohnt, können Eltern weiterhin Kindergeld bekommen, wenn sie es finanziell unterstützen (mind. 522 € pro Quartal oder der volle Kindergeldbetrag) oder wenn das Kind sich in Ausbildung befindet (bis 25 Jahre). Zahlt keiner Unterhalt, kann das Kindergeld durch einen Abzweigungsantrag direkt an das Kind ausgezahlt werden. Der Anspruch bleibt bestehen, solange die Voraussetzungen (z.B. Ausbildung, Arbeitslosigkeit, Krankheit) erfüllt sind, aber die Familienkasse muss informiert werden.
 

Wohin geht das Kindergeld ins Ausland?

Polen stellt mit Abstand den Spitzenreiter dar, wenn es um Kindergeld-Zahlungen ins Ausland geht. Auf dem zweiten Platz landet Rumänien. Auf rumänische Konten zahlte die Familienkasse im Jahr 2023 insgesamt 27 Millionen Euro aus. Hinter Rumänien positionieren sich Frankreich, Kroatien und Tschechien.

Wie lange besteht Anspruch auf Kinderfreibetrag?

Wie lange können Sie den Freibetrag bekommen? ab dem Monat, in dem Ihr Kind geboren wurde, bis zu dem Monat, in dem Ihr Kind 18 Jahre alt wird.

Wem steht der Kinderfreibetrag zu?

Der Kinderfreibetrag steht grundsätzlich jedem Elternteil zur Hälfte zu. Unverheiratete, getrennt lebende oder geschiedene Eltern können den halben Kinderfreibetrag unabhängig voneinander geltend machen. In diesem Fall braucht es daher – anders als beim Kindergeld – keine Abstimmung untereinander.

Bis wann lohnt sich der Kinderfreibetrag?

Ab welchem Einkommen lohnt sich der Kinderfreibetrag? Der Kinderfreibetrag lohnt sich im Jahr 2023 ab einem Einkommen von um 80.000 Euro. Ab 2024 sinkt die Grenze. Dieser Wert ist wichtig, weil er nahe am deutschen Durchschnittseinkommen liegt.

Wann ist eine Übertragung des Kinderfreibetrags möglich?

Kinderfreibeträge können übertragen werden, wenn Sie oder der andere Elternteil eine Unterhaltsverpflichtung nicht zu mindestens 75 % erfüllt haben oder mangels Leistungsfähigkeit nicht unterhaltspflichtig waren.

Ist das Kindergeld an den Wohnsitz gebunden?

Darüber hinaus müssen die Kinder, für die Kindergeld bezogen wird, ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland oder einem Mitgliedstaat der Europäischen Union haben (Ausnahme: Kinder von Entwicklungshelfern und Missionaren).

Wird der Kinderfreibetrag automatisch vom Finanzamt geändert?

Das Finanzamt setzt automatisch die bessere Variante für dich an. Erst ab einem Einkommen von ca. 39.000 € lohnt sich der Kinderfreibetrag für Singles bzw. unverheiratete Personen und ab 78.000 € für Ehepaare.

Wie hoch ist der Kinderfreibetrag im Jahr 2025?

Für 2025 gilt: Das Kindergeld steigt auf 255 € pro Kind monatlich. Der Kinderfreibetrag erhöht sich auf zusammen 9.600 € pro Kind jährlich (6.672 € für das Existenzminimum und 2.928 € für Betreuung, Erziehung, Ausbildung), wobei das Finanzamt automatisch prüft, ob Kindergeld oder Freibetrag für Sie günstiger ist, was meist bei höheren Einkommen der Fall ist. 

Wann verliere ich den Anspruch auf Kindergeld?

Kindergeld gibt es grundsätzlich bis zum 18. Geburtstag, danach verlängert es sich bei Ausbildung, Studium, Freiwilligendienst oder Arbeitslosigkeit bis maximal zum 25. Geburtstag, endet aber spätestens dann, wenn das Kind eine erste Berufsausbildung abgeschlossen hat und über 20 Stunden/Woche arbeitet oder die 25 erreicht hat. Wichtig: Bei Arbeitslosigkeit oder in Übergangszeiten (max. 4 Monate) muss das Kind bei der Agentur für Arbeit gemeldet sein, um den Anspruch zu erhalten, und bei einer Behinderung kann es auch über 25 hinaus gezahlt werden, wenn es sich nicht selbst versorgen kann. 

Ist der Kinderfreibetrag auch wenn das Kind ausgezogen ist?

Was können Eltern finanziell regeln, wenn das Kind auszieht? Bis zum 18. Lebensjahr des Kindes steht den Eltern der Kinderfreibetrag als Steuerentlastung ohne weitere Voraussetzungen zu.

Wer bekommt bald 630 € pro Kind?

Jedes Kind soll bis zum 18. Lebensjahr oder bis zum ersten Schulabschluss, unabhängig vom Einkommen der Eltern, 328 Euro bekommen. Dieser kann, je nach Elterneinkommen, auf 630 Euro anwachsen.

Wie viel Geld bekommt man bei der Kindergrundsicherung 2025?

Zum 1.1.2025 ist der Höchstbetrag des KiZ auf 297 Euro monatlich pro Kind gestiegen. Dieser Betrag gilt auch unverändert im Jahr 2026. Zusammen mit dem Kindergeld in Höhe von 259 Euro (ab 2026) monatlich und dem Wohngeld können Familien mit geringem Einkommen nun spürbare finanzielle Unterstützung bekommen.

Sind meine Eltern verpflichtet mir mein Kindergeld zu geben?

Nein, Eltern müssen das Kindergeld dem Kind nicht grundsätzlich auszahlen, aber wenn das volljährige Kind in Ausbildung ist, keinen oder nur geringen Unterhalt bekommt und einen eigenen Haushalt führt, kann es bei der Familienkasse einen Abzweigungsantrag stellen, damit das Kindergeld direkt an das Kind gezahlt wird, da es zur Unterstützung der Ausbildung gedacht ist. Ohne einen solchen Antrag verbleibt das Kindergeld bei den Eltern, die ihrer Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind nachkommen müssen (z.B. gemäß der Düsseldorfer Tabelle), wobei das Kindergeld dann auf den Unterhaltsanspruch angerechnet wird. 

Habe ich Anspruch auf Kindergeld, wenn mein Kind im Ausland lebt?

Ja, ein Anspruch auf Kindergeld für ein im Ausland lebendes Kind besteht oft, wenn die Eltern in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind und das Kind in einem EU-/EWR-Staat oder einem Staat mit Sozialversicherungsabkommen lebt, wobei das Kindergeld vorrangig an die Person gezahlt wird, bei der das Kind lebt, und keine vergleichbaren Leistungen im Ausland bezogen werden dürfen – die Voraussetzungen hängen vom Wohnort des Kindes (Inland/EU-Ausland/Drittstaat) und der Staatsangehörigkeit ab. 

Welches Land zahlt das höchste Kindergeld?

Das höchste Kindergeld weltweit gibt es nicht pauschal, aber Luxemburg gilt oft als führend bei den monatlichen Zahlungen pro Kind, während nordische Länder wie Norwegen, Dänemark und Island die höchsten Gesamt-Familienleistungen pro Kopf bieten, wobei einige Länder auch hohe Einmalzahlungen oder spezielle Boni haben, wie etwa Russland mit dem Mutterschaftskapital, das in Rubel gezahlt wird und umgerechnet hohe Summen ergeben kann. Die genaue Höhe variiert stark je nach Land, Einkommen und Anzahl der Kinder, aber Luxemburg und Skandinavien stehen an der Spitze der regulären Leistungen. 

In welchen Fällen bekommt man kein Kindergeld mehr?

Man bekommt kein Kindergeld mehr, wenn das Kind 18 wird (oder 25 bei Ausbildung/Studium), die Ausbildung abgeschlossen ist, es eine Vollzeitstelle annimmt, Einkommen über der Grenze hat (z.B. Minijob überschritten), sich in Elternzeit befindet, keine Ausbildung/Arbeit nachweist oder Leistungen von ähnlichen ausländischen Stellen bezieht. Wichtig: Es gibt eine Übergangsfrist von 4 Monaten nach Schulabschluss und bei Unterbrechungen (z.B. Krankheit) bleibt der Anspruch oft bestehen.