Kann ich den Rückkaufswert meiner betrieblichen Altersvorsorge auszahlen lassen?

Gefragt von: Dörte Bär B.Sc.
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Nein, eine vorzeitige Auszahlung des gesamten Rückkaufswerts Ihrer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist grundsätzlich nicht möglich, da die bAV dem Altersvorsorgezweck dient. Ausnahmen bestehen bei sogenannten Kleinstanwartschaften (sehr geringe Rentenhöhe, aktuell < 37,45 €/Monat), oder wenn der Arbeitgeber zustimmt, was bei jobwechselnden oder ausscheidenden Arbeitnehmern oft schwierig ist. Oft wird der Vertrag stattdessen beitragsfrei gestellt (ruhend) oder auf einen anderen Durchführungsweg übertragen (z.B. Direktversicherung).

Kann ich meine betriebliche Altersvorsorge bei Kündigung auszahlen lassen?

Bei einer Kündigung ist eine vorzeitige Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) grundsätzlich nicht vorgesehen, da sie für das Alter gedacht ist; der Vertrag wird meist beitragsfrei gestellt oder auf den neuen Arbeitgeber übertragen. Eine Ausnahme besteht bei sogenannten Kleinstanwartschaften, wenn die spätere Rente sehr gering wäre (z.B. unter 37,45 €/Monat, Stand 2025). In speziellen Fällen kann der Arbeitgeber einer vorzeitigen Auszahlung (oft als Abfindung) zustimmen, was aber verhandelt werden muss und steuerliche Nachteile hat.
 

Was bedeutet Rückkaufswert bei betrieblicher Altersvorsorge?

Zudem würden Sparer nicht den gesamten Betrag der betrieblichen Altersvorsorge erhalten, sondern nur den Rückkaufswert. Der Rückkaufswert bezeichnet die angesparte Summe der bAV inklusive Zinsen und Gewinnen und abzüglich aller Verwaltungskosten und Steuernachzahlungen.

Ist es möglich, sich die betriebliche Altersvorsorge vorzeitig auszahlen zu lassen?

Nein, eine vorzeitige Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist grundsätzlich nicht möglich, da sie der Altersvorsorge dient; Ausnahmen gibt es nur bei sehr geringen Rentenansprüchen oder bei speziellen Durchführungswegen wie der Pensionskasse, wobei immer hohe Kosten (Steuern, Sozialabgaben) anfallen können, sodass eine Beitragsfreistellung oft die bessere Option ist. Für Verträge ab 2012 ist die Auszahlung frühestens ab 62 Jahren möglich, falls der Vertrag eine Option dafür vorsieht.
 

Wann kann ich Geld aus meiner betrieblichen Altersvorsorge entnehmen?

Geld aus einer betrieblichen oder privaten Altersvorsorge können Sie in der Regel erst ab 55 Jahren entnehmen (ab April 2028 ab 57 Jahren) . Die staatliche Rente können Sie erst nach Erreichen des Rentenalters beantragen.

Wie wird die Auszahlung Deiner Betrieblichen Altersvorsorge versteuert? | So funktioniert es

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Wann kann ich mir die bAV auszahlen lassen?

In der Regel können Sie Ihren Anspruch auf Auszahlung mit Erreichen des Renteneintrittsalters von 67 Jahren geltend machen. In manchen Fällen gibt es auch die Option auf einen Auszahlungsbeginn ab dem 62. Lebensjahr.

Wie wird die Auszahlung einer betrieblichen Altersvorsorge versteuert?

Die Auszahlung einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wird als Einkommen nachgelagert besteuert – Beiträge waren steuerfrei, die Rente/Auszahlung wird aber voll mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert, plus Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung), wobei es bei der Krankenversicherung einen Freibetrag gibt. Ob Rente oder Einmalzahlung: Beides muss versteuert werden, wobei die Steuerlast im Alter oft niedriger ist. Ab 2025 muss die Fünftelregelung bei Einmalzahlungen über die Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. 

Was passiert, wenn man die betriebliche Altersvorsorge kündigt?

Wenn sie den bAV-Vertrag kündigen, werden diese vorher gesparten Abgaben sofort fällig, da die Grundlage für die Vergünstigung weggefallen ist – selbst wenn der angesparte Betrag erst im Rentenalter ausgezahlt wird. So kann die Kündigung der bAV sogar zum Verlustgeschäft werden.

Wie komme ich an meine betriebliche Altersvorsorge?

Die betriebliche Altersvorsorge kann auf drei Wegen ausgezahlt werden: als monatliche lebenslange Rente, als Einmalauszahlung oder als Mischform von beiden. Auf die Auszahlung der Betriebsrente müssen Sie Steuern und Sozialabgaben zahlen. Seit 2020 gibt es einen Freibetrag für gesetzlich versicherte Rentner.

Was ist die Fünftelregelung bei der Auszahlung einer bAV?

Die Fünftelregelung – geregelt in § 34 EStG – soll hohe Einmalzahlungen steuerlich abmildern, indem sie so behandelt werden, als ob die Zahlung auf fünf Jahre verteilt ausgezahlt wird. Dadurch steigt der persönliche Steuersatz nicht so stark an.

Ist der Rückkaufswert das, was man ausgezahlt bekommt?

Der Rückkaufswert ist ein Teil des Auszahlungsbetrages, den ein Versicherungsnehmer bei der vorzeitigen Kündigung einer Versicherungspolice zurückerhält. Bei klassischen Versicherungen setzt er sich zusammen aus den angesammelten Beiträgen abzüglich Risikoschutz und bestimmter Kosten.

Warum ist es nicht möglich, meine betriebliche Altersvorsorge zu kündigen?

Es ist grundsätzlich nicht möglich, eine betriebliche Altersvorsorge zu kündigen. Nur in einigen Ausnahmen können Sie kündigen. Hierbei handelt es sich im eine Einzelfallentscheidung. Als Alternative zur Kündigung kann eine Beitragsfreistellung veranlasst werden.

Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge?

Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge? Bei der Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge fallen sowohl Steuern als auch Sozialabgaben an, ähnlich wie auf das vorherige Gehalt. Im Ruhestand sind die Steuersätze in der Regel niedriger, bedingt durch das meist geringere Einkommen.

Was passiert mit der betrieblichen Altersvorsorge, wenn man das Unternehmen verlässt?

Informationen zur Unverfallbarkeit der Ansprüche: Ihre Ansprüche aus der bAV werden nach einer bestimmten Zeit unverfallbar. Das bedeutet, dass Sie Ihre angesparten Leistungen auch dann behalten, wenn Sie das Unternehmen verlassen.

Wann verfällt die betriebliche Altersvorsorge?

Nach der seit 01.01.2018 geltenden gesetzlichen Regelung ist eine bAV dann unverfallbar, wenn Ihre Mitarbeitenden, die eine bAV erhalten haben, nach Vollendung des 21. Lebensjahres aus dem Betrieb ausscheiden und die Zusage für mindestens 3 Jahre bestanden hat.

Bis wann muss ich mein Geld nach Kündigung ausgezahlt bekommen?

Ihr letztes Gehalt muss spätestens zum Fälligkeitstermin der regulären Gehaltszahlung nach dem Ende der Kündigungsfrist gezahlt werden, oft also am ersten Tag des Folgemonats; der Anspruch besteht bis zum letzten Arbeitstag, inklusive Urlaubsabgeltung, und bei Verzögerungen sollten Sie sofort handeln und rechtliche Schritte prüfen, insbesondere wegen kürzerer Ausschlussfristen (z.B. 3 Monate) in Verträgen, die Sie nicht verpassen dürfen. 

Kann ich meine betriebliche Altersvorsorge vorzeitig auszahlen lassen?

Eine vorzeitige Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist grundsätzlich nicht möglich, da der Zweck die Aufstockung der Rente ist, aber es gibt Ausnahmen, meist nur bei sehr kleinen Rentenansprüchen (Kleinstanwartschaft) oder bei Arbeitgeberwechsel/Insolvenz (ggf. als Abfindung nach Zustimmung), wobei hohe Nachteile wie Nachzahlungen von Steuern und Sozialabgaben entstehen und das Geld oft erst mit Rentenalter ausgezahlt wird – Alternativen sind die Beitragsfreistellung oder die Übertragung zu einem neuen Vertrag. 

Was sind die Nachteile einer betrieblichen Altersvorsorge?

Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) sind die Nachbesteuerung und Sozialabgaben im Alter, mangelnde Flexibilität (kein vorzeitiger Zugriff), potenziell hohe Kosten, Herausforderungen beim Jobwechsel (Mitnahme, Arbeitgeberzuschuss) und eine geringere gesetzliche Rente durch Entgeltumwandlung. Kosten und Rendite können je nach Vertrag stark variieren, weshalb eine genaue Prüfung der Konditionen wichtig ist, besonders bei rein arbeitnehmerfinanzierten Verträgen.
 

Wird die betriebliche Altersvorsorge bei Kündigung ausgezahlt?

Nein, eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) wird bei Kündigung nicht automatisch ausgezahlt; sie wird meist beitragsfrei gestellt oder übertragen, da sie für das Alter gedacht ist, aber bei sehr geringer Rentenanwartschaft (Kleinstanwartschaft) oder mit Zustimmung des Arbeitgebers kann eine vorzeitige Auszahlung oder Abfindung möglich sein, allerdings oft mit Verlusten verbunden. Die beste Alternative zur Kündigung ist oft die Beitragsfreistellung, um die Ansprüche zu erhalten. 

Was passiert mit meiner betrieblichen Altersversorgung nach einem Arbeitgeberwechsel?

Bei einem Arbeitgeberwechsel bleibt Ihre betriebliche Altersvorsorge (bAV) erhalten – sie geht nicht verloren, sondern Sie haben Optionen: Sie können den Vertrag meist mitnehmen und privat weiterführen, ruhen lassen oder bei bestimmten Bedingungen zum neuen Arbeitgeber übertragen lassen, wobei Sie die Unverfallbarkeit beachten müssen und eine Auszahlung (außer bei Kleinstbeträgen) meist nicht möglich ist, sondern erst im Alter ausgezahlt wird. 

Kann man eine betriebliche Altersvorsorge kündigen und auszahlen lassen Allianz?

Eine vorzeitige Kündigung einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) bei der Allianz ist in der Regel nicht direkt möglich, da Verträge an das Rentenalter gebunden sind und der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer fungiert. Alternativen sind die Beitragsfreistellung (keine neuen Beiträge mehr) oder die Übertragung zu einem neuen Arbeitgeber. Eine Auszahlung kommt oft nur bei sehr kleinen Beträgen (Abfindungsfreigrenze) oder durch eine spezielle Vereinbarung mit dem Arbeitgeber in Betracht, die aber zu steuerlichen Nachteilen führen kann. 

Was passiert mit der betrieblichen Altersvorsorge bei Aufhebungsvertrag?

Ein Aufhebungsvertrag berührt die betriebliche Altersversorgung (bAV), aber verfällt diese meist nicht automatisch; Ihre Anwartschaften bleiben erhalten, müssen aber explizit im Vertrag geschützt werden, um nicht durch allgemeine "Erledigungsklauseln" verloren zu gehen. Unverfallbare Ansprüche sind oft vor Abfindungen geschützt, aber neue Verträge oder spezielle Klauseln können zu Nachteilen führen. Wichtig ist eine genaue Prüfung und Absicherung der bAV im Aufhebungsvertrag, um spätere Auszahlungen sicherzustellen.
 

Wie wird die Einmalzahlung einer bAV besteuert?

Eine Einmalzahlung bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist möglich, aber oft mit hohen Steuern und Sozialabgaben verbunden, da der gesamte Betrag auf einmal versteuert wird (Fünftelregelung kann helfen) und Krankenkassenbeiträge (Krankenkasse & Pflege) auf eine fiktive monatliche Rente über 10 Jahre fällig werden; es gibt aber auch steuerbegünstigte Verträge (vor 2005) und die Möglichkeit, die Auszahlung in Raten zu wählen.
 

Wann ist betriebliche Altersvorsorge steuerfrei?

Welche Freibeträge gelten für Zahlungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Altersversorgung? Zahlungen des Arbeitgebers zur bAV sind bis zum Betrag von 3.864 Euro (2025) jährlich beitragsfrei in der Sozialversicherung. Für die Steuer gilt der Freibetrag von 7.728 Euro (2025) jährlich.

Was ist besser, monatliche Betriebsrente oder Einmalzahlung?

Ob Einmalzahlung oder monatliche Rente besser ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab: Eine Einmalzahlung gibt Ihnen sofort viel Geld für größere Anschaffungen, kann aber durch höhere Steuern (Progression) und Sozialabgaben (Krankenversicherung für 10 Jahre) stark belastet werden. Eine monatliche Rente sorgt für eine stabile, lebenslange Absicherung laufender Kosten (Miete, Lebensmittel), belastet die Sozialversicherungen aber fortlaufend, wobei es Freibeträge gibt. Eine Teilauszahlung (z.B. 30% Kapital, 70% Rente) kann ein guter Kompromiss sein.