Kann ich die Witwenrente wieder aufleben lassen?
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Ja, die Witwenrente kann wieder aufleben, wenn eine zweite Ehe durch Tod oder Scheidung endet, aber dafür müssen Sie einen neuen Antrag bei der Rentenversicherung stellen, meist innerhalb von 12 Monaten, wobei frühere Abfindungen angerechnet werden und Ansprüche aus der zweiten Ehe (z.B. eine eigene Rente oder Unterhalt) die Wiederauflebensrente kürzen können.
Kann eine Witwenrente wieder aufleben?
Wenn der zweite Ehepartner ebenfalls verstirbt oder die zweite Ehe geschieden wird, kann die Rente vom ersten Ehepartner ab dem Folgemonat des Todes oder der Rechtskraft des Scheidungsurteils wieder geleistet werden. Dafür muss rechtzeitig – innerhalb von zwölf Kalendermonaten – ein neuer Antrag gestellt werden.
Kann ich meine Witwenrente abfinden lassen?
Um die Witwenrente auszuzahlen (bzw. eine Abfindung bei Wiederheirat), müssen Sie einen formlosen Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellen, Ihre neue Eheurkunde und die Versicherungsnummer Ihres verstorbenen Partners einreichen; die Abfindung beträgt meist zwei Jahresbeträge der Rente, aber bei der kleinen Witwenrente wird der noch verbleibende Restbetrag ausgezahlt, wobei Sie verpflichtet sind, die Wiederheirat umgehend mitzuteilen.
Wird die lebenslange Witwenrente in Deutschland abgeschafft?
In Deutschland hingegen gibt es keine Abschaffung der lebenslangen Witwenrente.
Kann man zweimal Witwenrenten beziehen?
Ja, man kann unter bestimmten Umständen zwei Witwenrenten beziehen, nämlich wenn man nach dem Tod des ersten Ehepartners erneut heiratet und später auch der zweite Ehepartner stirbt – dann kann die Witwenrente des ersten Mannes wieder aufleben und mit der Rente des zweiten Mannes verrechnet werden, wobei aber immer nur die höhere Rente ausgezahlt wird; es gibt keine doppelte Vollauszahlung, da der Anspruch aus dem letzten Partner vorrangig behandelt wird und Einkommen angerechnet wird.
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Wann bekommt man die große Witwenrente nach neuem Recht?
Die kleine Witwenrente wird nach neuem Recht höchstens zwei Jahre gezahlt und endet danach automatisch. Nach altem Recht wird sie jedoch noch unbegrenzt gezahlt. Die große Witwenrente erhalten Sie nach altem und neuem Recht zeitlich unbegrenzt, solange Sie die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.
Wer bekommt die Witwenrente, die erste Frau oder die zweite Frau?
Witwenrente: Die erste Frau hat nur in Ausnahme Anspruch
Der Gesetzgeber sieht allerdings eine Ausnahme vor, die sowohl für Männer als auch für Frauen gilt. Wurde die Ehe vor dem 1. Juli 1977 geschieden, kann der oder die Hinterbliebene eine Witwen- oder Witwerrente beantragen.
Welche Jahrgänge bekommen noch Witwenrente?
Hinterbliebene, die jünger als 46 Jahre und vier Monate sind (2025) bzw. 46 Jahre und sechs Monate (2026), erhalten die sogenannte "Kleine Witwenrente" (bzw. "Kleine Witwerrente"). Diese beträgt 25 Prozent der Rente des Verstorbenen.
Was ändert sich bei bestehender Witwenrente 2025?
Ein für viele Witwen und Witwer wichtiger Wert. Denn ihre Rente wird nur dann in voller Höhe gezahlt, wenn das Einkommen den gesetzlich festgelegten Freibetrag nicht überschreitet. Und dieser Freibetrag steigt zum 1.7.2025 von bisher 1.038,05 Euro um rund 40 Euro auf dann 1.076,86 Euro.
Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?
Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau die Witwenrente (groß oder klein), das Sterbevierteljahr (Sofortzahlung) und ein gesetzlicher Erbteil zu, der je nach Situation (Kinder, Zugewinngemeinschaft) variiert, wobei die Witwenrente meist 55 % der Partnerrente beträgt, nach den ersten drei Monaten aber eigenes Einkommen angerechnet wird.
Wann verliere ich den Anspruch auf Witwenrente?
Sie haben grundsätzlich Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente, wenn Sie bis zum Tod Ihres Ehepartners/Lebenspartners oder Ihrer Ehepartnerin/Lebenspartnerin miteinander verheiratet waren oder eine Lebenspartnerschaft bestand und Ihre Ehe/Lebenspartnerschaft mindestens ein Jahr bestanden hat.
Muss man die Rente zurückzahlen, wenn jemand stirbt?
„Obwohl keine rechtliche Verpflichtung zur Rückzahlung solcher Schulden besteht , verstehen wir, dass manche Menschen bereit sind, Geld zurückzuzahlen, auf das sie keinen Anspruch hatten. Wir stellen alle Kontaktdaten zur Verfügung und ermutigen jeden, der Bedenken hat, uns anzurufen.“
Wie viel Geld erhält man als Witwe?
Wie bereits erwähnt, erhalten Sie als Hinterbliebener 100 Prozent der Rente, die Ihr Ehepartner bezogen hat (oder bezogen hätte) . Beantragen Sie die Hinterbliebenenrente zwischen dem 60. Lebensjahr und Ihrem regulären Rentenalter, erhalten Sie zwischen 71,5 und 99 Prozent der Rente des Verstorbenen.
Was ist eine Wiederauflebensrente?
Wird die neue Ehe geschieden oder für nichtig erklärt, lebt die bereits früher gewährte Witwen-/Witwerrente wieder auf. Bei der Wiederauflebensrente (sog. Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten) nach Auflösung oder Nichtigerklärung der zweiten Ehe handelt es sich nicht um eine neue Leibrente.
Ab welchem Alter erhält man eine Witwenrente?
Trauerbeihilfe
Es ist nicht möglich, eine Witwenrente für Personen über 65 oder unter 45 Jahren zu beziehen . Unter bestimmten Umständen haben Sie jedoch möglicherweise Anspruch auf eine zusätzliche staatliche Witwenrente, die sich nach dem Einkommen Ihres verstorbenen Ehepartners oder eingetragenen Lebenspartners richtet.
Wird die große Witwenrente ein Leben lang gezahlt?
Ja, die große Witwenrente wird grundsätzlich lebenslang gezahlt, solange Sie nicht wieder heiraten und die Voraussetzungen (z.B. Alter, Erwerbsminderung, Kindererziehung) erfüllt sind; bei Wiederheirat endet der Anspruch, es kann aber eine Rentenabfindung beantragt werden. Die große Witwenrente beträgt 55 % der Rente des Verstorbenen und wird unbefristet ausgezahlt, im Gegensatz zur kleinen Witwenrente (25 % für 24 Monate).
Wann wird in Deutschland die Witwenrente abgeschafft?
Wann endet die Witwen- oder Witwerrente? Bei erneuter Heirat: Sowohl die kleine als auch die große Witwen- oder Witwerrente enden mit dem Ablauf des Kalendermonats, in dem Sie heiraten. Bei Rentensplitting: Der Anspruch auf Hinterbliebenenrente endet auch, wenn Sie sich für das Rentensplitting entscheiden.
Wann tritt die neue Witwenrente in Kraft?
Die Reform trägt überdies dem Finanzierungsbedarf der AHV und dem Bundeshaushalt Rechnung. Tritt sie 2026 in Kraft, wird sie bis 2030 eine Verringerung der AHV-Ausgaben um rund 350 Millionen Franken ermöglichen, davon Einsparungen für den Bund von 70 Millionen Franken.
Wann kommt die Kürzung der Witwenrente?
Witwenrente kann ab Dezember 2025 sinken – das sollten Hinterbliebene jetzt tun. Ab Dezember 2025 wird der Erwerbsminderungszuschlag neu verrechnet. Für viele Witwen und Witwer kann das zu einer unerwarteten Kürzung ihrer Rentenansprüche führen.
Wie lange muss man verheiratet sein, um 60% Witwenrente zu bekommen?
Damit Ihnen eine Witwenrente gezahlt werden kann, müssen Sie bis zum Tod Ihres Ehe- oder Lebenspartners mindestens ein Jahr lang mit ihm verheiratet gewesen sein. Waren Sie weniger als ein Jahr lang verheiratet, haben Sie keinen Anspruch, da der Rentenversicherungsträger von einer Versorgungsehe ausgeht.
Kann man als Witwe mit 60 in Rente gehen?
Hinterbliebenenleistungen können Sie bereits ab 60 Jahren beziehen (ab 50 Jahren bei Behinderung). Die Höhe Ihrer Leistung erhöht sich, je länger Sie mit der Antragstellung warten, bis zum Erreichen des regulären Rentenalters.
Wie lange wird die Witwenrente nach dem Tod noch bezahlt?
Die Dauer der Hinterbliebenenrente hängt von der Art ab: die kleine Witwenrente läuft meist 24 Monate, während die große Witwenrente (bei Erfüllung von Voraussetzungen wie Alter oder Kindererziehung) lebenslang gezahlt wird, bis auf die ersten drei Monate (Sterbemonat + 2), in denen 100 % gezahlt werden (statt 25 %/55 %). Der Anspruch endet bei Wiederheirat oder einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, aber auch bei Rentensplitting.
Erhält eine Ehefrau die Rente ihres verstorbenen Ehemanns?
Ja, das ist möglich. Die meisten Pensionspläne sehen nach dem Tod des Versicherten eine Hinterbliebenenrente für den Ehepartner vor . Diese Hinterbliebenenrente kann unabhängig davon beginnen, ob der Versicherte bereits seine Rente bezieht. Die Höhe der Hinterbliebenenrente und der Zeitpunkt des Rentenbeginns sind je nach Plan unterschiedlich und hängen von der bei Renteneintritt getroffenen Wahl ab.
Wann bekommen Frauen keine Witwenrente?
Man bekommt keine Witwenrente, wenn man wieder heiratet (außer bei bestimmten Ausnahmen), eine sogenannte Versorgungsehe geschlossen wurde (oft bei Heirat unter einem Jahr vor dem Tod), der Hinzuverdienst zu hoch ist (über dem Freibetrag), die Ehe kürzer als fünf Jahre bestand (bei betrieblicher Altersvorsorge), oder bei der Wahl des Rentensplittings. Auch nach einer Scheidung gibt es meist keinen Anspruch, es sei denn, es liegen spezielle Voraussetzungen vor, wie Unterhalt im letzten Ehejahr.
Wird meine eigene Rente gekürzt, wenn ich Witwenpension bekomme?
Ja, die Witwenrente wird bei Bezug einer eigenen Rente gekürzt, da die eigene Rente als Einkommen angerechnet wird, aber es gibt Freibeträge und die Kürzung beginnt erst nach Überschreiten dieser Grenze; die eigene Rente selbst wird nicht gekürzt, nur die Hinterbliebenenrente wird reduziert, beginnend mit 40% des anrechenbaren Einkommens über dem Freibetrag, wobei in den ersten drei Monaten nach dem Tod keine Anrechnung erfolgt (Sterbevierteljahr).