Kann ich in Österreich mit 62 Jahren in Pension gehen?

Gefragt von: Gerti Baumgartner
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Ja, in Österreich können Sie mit 62 Jahren in Pension gehen, vor allem über die Korridorpension oder Langzeitversicherungspension, wenn Sie die erforderlichen Versicherungsmonate (ca. 40-45 Jahre) erreicht haben, aber es gibt Abschläge auf die Pensionshöhe, wobei sich die Regeln ab 2026 schrittweise ändern und das Antrittsalter anheben.

Wer kann mit 62 in Pension gehen?

Sollten Sie das 62. Lebensjahr beendet und bereits 480 Versicherungsmonate (= 40 Jahre) erworben haben, können Sie in Korridorpension gehen. Dies gilt für alle bis zum 31. Dezember 1963 geborenen Personen.

Kann man in Österreich früher in Pension gehen?

In Österreich existieren verschiedene Möglichkeiten, eine Alterspension vorzeitig anzutreten: Schwerarbeitspension. Korridorpension. Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension.

Wie lange muss man in Österreich arbeiten, um die Mindestpension zu bekommen?

Wie lange müssen Sie arbeiten, um in Pension gehen zu können? Um in Österreich in Regelalterspension gehen zu können, müssen Sie am Stichtag mindestens 180 Versicherungsmonate (15 Jahre) erworben haben.

Wie hoch sind die Abschläge bei vorzeitiger Pension in Österreich?

Der Abschlag bei der vorzeitigen Alterspension mit Langzeitversicherung beträgt 0,35 Prozent für jeden Kalendermonat (4,2 Prozent pro Jahr) des früheren Pensionsantritts vor dem Regelpensions- alter, maximal 12,6 Prozent. Der Frühstarterbonus wurde für Personen einge- führt, die bereits früh zu arbeiten begonnen haben.

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Ist es möglich, nach 45 Dienstjahren in den Ruhestand zu gehen?

So steigt dieser mit Erhöhung der gesetzlichen Altersgrenze auf 14,4 % (4 Jahre x 3,6 %). Bei 45 Dienstjahren ist ein abschlagfreier Ruhestand mit dem 65. Lebensjahr möglich.

Was ändert sich bei der Pension 2026 in Österreich?

Die erstmalige Pensionsanpassung im ersten Jahr nach dem Stichtag erfolgt anteilig mit 50 Prozent des festgelegten Erhöhungsbetrags. Bei Zuerkennung einer Pension mit einem Stichtag im Jahr 2025 wird die Pension zum 01.01.2026 somit mit 1,35 Prozent bzw. einem Fixbetrag von 33,75 Euro erhöht.

Wie lange muss man als Ausländer in Österreich arbeiten, um Pension zu bekommen?

Beispiel: Sie waren zwölf Jahre in Österreich selbständig. Zuvor haben Sie in Australien fünf Jahre als Angestellter gearbeitet. Damit Sie eine Alterspension in Österreich erhalten können, benötigen Sie mindestens 180 Versicherungsmonate, davon mind. 7 Jahre (84 Monate) aufgrund einer Erwerbstätigkeit .

Wie viele Jahre muss ich in Österreich arbeiten, um eine Rente zu erhalten?

Um eine österreichische Rente zu erhalten, müssen Sie mindestens 180 Monate lang Beiträge gezahlt haben. Das Renteneintrittsalter beträgt für Männer 65 Jahre und für Frauen 60 Jahre. Sie müssen die Rente zunächst beantragen.

Wie hoch ist die niedrigste Pension in Österreich?

In Österreich gibt es keine offizielle "Mindestpension", sondern die Ausgleichszulage, die eine niedrige Pension auf ein gesetzliches Mindesteinkommen aufstockt, wenn das Gesamteinkommen darunter liegt. Für 2025 beträgt der Richtsatz für Alleinstehende 1.273,99 €, für Ehepaare 2.009,85 €; ab 2026 steigen diese auf 1.308,39 € bzw. 2.064,12 €. Diese wird automatisch mit dem Pensionsantrag geprüft und soll ein soziales Existenzminimum sichern. 

Wie viele Jahre muss man in Österreich arbeiten, um Pension zu bekommen?

Die Mindestversicherungszeit beträgt 180 Versicherungsmonate (= 15 Jahre). Davon müssen Sie mindestens 84 Monate (= 7 Jahre) erwerbstätig gewesen sein. Um eine Alterspension zu bekommen, müssen Sie einen Pensionsantrag stellen. Sie können auch in der Alterspension weiterarbeiten.

Für wen lohnt sich die Frühpensionierung?

Gründe für eine Frühpensionierung sind aber vielfach auch Arbeitsstress, Zwangspensionierung, zu wenig Freiheit oder eine angeschlagene Gesundheit. Nicht selten scheitert das Vorhaben eines vorzeitigen Rückzugs aus dem Arbeitsleben an den finanziellen Voraussetzungen.

Was ist eine gute Pension in Österreich?

Hochschullehrer bekommen im Durchschnitt mit 6.000 Euro monatlich die höchste Pension. Richter und Staatsanwälte liegen mit rund 5.700 Euro Pension auf dem zweiten Platz. Beamte bekommen durchschnittlich 5.000 Euro monatlich an Pension. Schulleiter bekommen in etwa 4.500 Euro an Pensionszahlungen monatlich.

Kann ich mit 60 in Teilpension gehen?

Alle Versicherte mit einem Pensionsanspruch können ab kommenden Jahr die Teilpension in Anspruch nehmen, sofern die Voraussetzungen für eine Pension erfüllt sind: Korridorpension (möglich ab 62, ab 1.1.2026 Anstieg auf 63) Langzeitversichertenpension (möglich ab 62) Schwerarbeitspension (möglich ab 60)

Wann kann man frühestens in Pension?

Wann kann ich als Beamter frühestens in Pension gehen? Als Beamter in Deutschland können Sie regulär frühestens mit Vollendung des 63. Lebensjahres in Pension gehen, sofern Sie eine Mindestversicherungszeit von 5 Jahren erfüllt haben.

Kann ich meine österreichische Pension im Ausland beziehen?

Wenn es einen Bezug zum Ausland gibt, gelten spezielle Regelungen. Sie sind in Pension und verlegen Ihren Hauptwohnsitz in einen anderen Staat der EU, in einen EWR-Staat oder in die Schweiz. Dann bleiben Sie in Österreich krankenversichert. Die Beiträge werden von Ihrer österreichischen Pension abgezogen.

Welche Pensionsmodelle gibt es in Österreich?

Pension

  • Alterspension.
  • Vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer.
  • Korridorpension.
  • Schwerarbeitspension.
  • Berufsunfähigkeits-, Invaliditäts- und Erwerbsunfähigkeitspension.
  • Witwenpension.
  • Waisenpension.

Wie hoch ist die kleinste Pension?

Die niedrigste Rente in Deutschland kann null betragen, wenn nie eingezahlt wurde; bei geringem Einkommen gibt es Grundsicherung (ca. 563 € plus Miete, Stand 2024), während Beamte Mindestversorgungen erhalten, die je nach Fall (z.B. amtsunabhängig) um die 1.750 € oder mehr erreichen können, was die Unterschiede verdeutlicht.
 

Kann man in Österreich mit 62 Jahren in Pension gehen?

Ab dem 1. Jänner 2026 wird das frühestmögliche Antrittsalter für die Korridorpension schrittweise von 62 auf 63 Jahre erhöht. Gleichzeitig steigen die erforderlichen Versicherungsmonate von 480 auf 504 Monate (= 42 Jahre). Die Erhöhung erfolgt quartalsweise um je 2 Monate, abhängig vom Geburtsdatum.

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie die „Rente mit 63/65 für besonders langjährig Versicherte“ (mind. 45 Beitragsjahre) für abschlagsfreien Eintritt. Alternativ können Sie mit Altersteilzeit oder Lebensarbeitszeitkonten die Zeit überbrücken und Beiträge zahlen, oder bei Schwerbehinderung (GdB >= 50) früher abschlagsfrei (bis zu 2 Jahre) oder mit Abschlägen (bis zu 3 Jahre) in Rente gehen. Auch freiwillige Sonderzahlungen in die Rentenkasse können fehlende Entgeltpunkte kaufen, um Abschläge zu vermeiden.
 

Wie hoch ist meine Pension in Österreich, wenn ich nie gearbeitet habe?

Wie hoch ist die Pension in Österreich, wenn man nie gearbeitet hat? Wer nie gearbeitet hat, bekommt keine Pension. Denn die Pension ist eine Leistung, für die Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen Beträge eingezahlt haben.

Wie lange muss ich mindestens arbeiten, um Anspruch auf eine Alterspension zu haben?

Wie lange Sie bis zur Pension arbeiten müssen, hängt von Ihrem Geburtsjahr und den angerechneten Versicherungszeiten ab; das gesetzliche Eintrittsalter steigt schrittweise auf 67 Jahre an, wobei Sie mit mindestens 35 (langjährig) oder 45 (besonders langjährig, abschlagsfrei) Versicherungsjahren früher gehen können, aber meist mit Abschlägen, außer bei 45 Jahren ohne Abschlag. 

Was ändert sich 2025 in Österreich bei den Pensionen?

Ab dem 1. Jänner 2025 werden die Pensionen wie folgt erhöht: Wenn Ihr Gesamteinkommen aus der Pension bis 6.060 Euro beträgt, wird die Pension um 4,6 Prozent erhöht.

Wann wird die doppelte Pension in Österreich ausbezahlt?

Die Pension wird von der Pensionsversicherung (PV) monatlich im Nachhinein – am Monatsersten – ausgezahlt. Fällt dieser Tag auf einen Samstag, Sonntag oder einen Feiertag, wird die Pension am letzten Werktag davor überwiesen. Ende April und Oktober erhalten Sie jeweils eine Sonderzahlung zusammen mit Ihrer Pension.