Kann ich mit 60 in Pension?

Gefragt von: Jeanette Röder
sternezahl: 4.7/5 (4 sternebewertungen)

Nein, in Deutschland ist eine reguläre Rente mit 60 Jahren heute grundsätzlich nicht mehr möglich, da das Renteneintrittsalter angehoben wurde; Ausnahmen gelten für spezielle Berufsgruppen (Bergleute, Polizisten, Feuerwehrleute) oder bei Vorliegen von Schwerbehinderung, die aber oft mit Abschlägen verbunden sind, während in Österreich die Schwerarbeitspension mit 60 Jahren möglich ist, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, und in der Schweiz Frühpensionierungen über Pensionskassen möglich sind. Man kann aber durch Altersteilzeit, private Vorsorge oder bestimmte vorzeitige Altersrenten (z.B. mit 63) den Ruhestand früher antreten, meist mit finanziellen Einbußen.

Kann man als Beamter mit 60 in Pension gehen?

Schwerbehinderte Beamtinnen und Beamte können auf eigenen Antrag in den Ruhestand versetzt werden, wenn sie das 60. Lebensjahr vollendet haben. Seit dem Jahr 2012 wird diese Altersgrenze bis zum Jahr 2025 schrittweise auf das 62. Lebensjahr angehoben.

Wie viel Abzüge habe ich, wenn ich mit 60 in Rente gehe?

Mit 60 in Rente zu gehen ist meist nur mit hohen Abschlägen möglich, da die Regelaltersgrenze deutlich höher liegt; die Abschläge betragen 0,3 % pro Monat früherem Rentenbeginn, maximal bis zu 10,8 % (für 36 Monate) und sind lebenslang zu zahlen, zuzüglich Steuern und Sozialabgaben (Kranken-, Pflegeversicherung), wobei die Deutsche Rentenversicherung eine Beratung zur genauen Höhe anbietet. 

Wie kann ich mit 60 in Pension gehen?

Die Schwerarbeitspension kann frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahres in Anspruch genommen werden, wenn mindestens 540 Versicherungsmonate (45 Jahre) erworben wurden, wobei innerhalb der letzten 240 Kalendermonate (20 Jahre) vor dem Stichtag mindestens 120 Schwerarbeitsmonate (10 Jahre) vorliegen müssen.

Kann man einfach mit 60 aufhören zu arbeiten?

Vorruhestandsregelung: Wenn der Arbeitgeber den Vorruhestand ermöglicht. Einige Unternehmen gestatten es ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern freiwillig oder durch Bindung an einen Tarifvertrag, auf Wunsch in den Vorruhestand zu gehen. Ist das der Fall, ist das oft ab 58 oder 60 Jahren möglich.

7 Tricks, damit du früher in Rente gehen kannst! (2025)

33 verwandte Fragen gefunden

Unter welchen Voraussetzungen kann ich mit 60 in Rente gehen?

Folgende Voraussetzungen hättest du dafür erfüllen müssen:

  • Dein Geburtstag liegt vor dem 01. ...
  • Zum Rentenbeginn hast du das 60. ...
  • Außerdem warst du in den 1,5 Jahren davor bereits mindestens 52 Wochen ohne Arbeit.
  • Oder du hast aufgrund von Altersteilzeit deine Arbeitszeit für mindestens 2 Jahre verringert.

Wird man mit 60 noch vom Arbeitsamt vermittelt?

Ja, auch mit 60 wird man noch vom Arbeitsamt vermittelt, aber die Chancen sind geringer und die Vermittlungsbemühungen konzentrieren sich oft auf die Überbrückung bis zur Rente; man bleibt aber verpflichtet, sich zu bewerben, es sei denn, man kann die «58er-Regelung» nutzen (schriftliche Erklärung, keinen Job mehr zu suchen, wenn man abschlagsfreie Rente anstrebt). Die Realität zeigt, dass die Vermittlung älterer Arbeitsloser weniger Priorität hat, aber Arbeitskräftemangel kann die Chancen verbessern. 

Ist es klug, mit 60 in Rente zu gehen?

Wenn Sie bereit und finanziell abgesichert sind, kann der Ruhestand mit 60 ideal sein . Sollten Sie sich jedoch Sorgen um Ihre Ersparnisse oder Gesundheitskosten machen, erwägen Sie, noch einige Jahre zu arbeiten, um Ihre finanzielle Basis zu stärken.

Kann ich mit 60 in Teilpension gehen?

Alle Versicherte mit einem Pensionsanspruch können ab kommenden Jahr die Teilpension in Anspruch nehmen, sofern die Voraussetzungen für eine Pension erfüllt sind: Korridorpension (möglich ab 62, ab 1.1.2026 Anstieg auf 63) Langzeitversichertenpension (möglich ab 62) Schwerarbeitspension (möglich ab 60)

Wie viel Geld werde ich benötigen, wenn ich mit 60 in Rente gehe?

Kann ich mit 60 Jahren und 500.000 Dollar in Rente gehen? Sie bräuchten etwa 515.000 Dollar in Ihrer Altersvorsorge, um mit 60 Jahren und einem Jahreseinkommen von etwa 52.000 Dollar in Rente gehen zu können *. Dies entspricht in etwa dem, was die ASFA für einen komfortablen Ruhestand einer alleinstehenden Person schätzt.

Wie kann ich 3 Jahre bis zur Rente überbrücken?

3 Jahre bis zur Rente überbrücken: Die Optionen im Überblick

  1. Früher in Rente durch Flexi-Rente: Die Spielräume nutzen.
  2. Wie sich ein Nebenjob in der Übergangszeit lohnen kann.
  3. Mit Arbeitslosengeld die Zeit bis zur Rente sinnvoll überstehen.
  4. Private Vorsorgemodelle für die letzten Berufsjahre.

Wie hoch sind die Abschläge bei vorzeitiger Pensionierung?

Der Versorgungsabschlag beträgt 3,6 Prozent für jedes volle Jahr der vorzeitigen Ruhestandsversetzung, höchstens jedoch 14,4 Prozent. Der Versorgungsabschlag ist auf zwei Dezimalstellen nach dem Komma aus- zurechnen.

Warum ist der Jahrgang 1964 bei der Rente besonders?

Der Jahrgang 1964 ist bei der Rente besonders, weil er den Übergangspunkt markiert, an dem die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre abgeschlossen ist, und die speziellen, früheren Zugänge zur Rente ohne Abschläge (z. B. mit 63 Jahren) für frühere Jahrgänge enden, wodurch dieser Jahrgang die strengeren neuen Regeln voll trifft, aber auch von neuen Flexibilisierungen profitiert. Für sie gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren, aber sie können bei 45 Versicherungsjahren immerhin noch mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen – eine Option, die für nach 1964 Geborene (mit 45 Jahren) auch erst mit 67 möglich ist. 

Soll ich mit 60 meine Beamtenpension beziehen?

Sie können den Bezug Ihrer Rente aufschieben, wenn Sie möchten. Wenn Sie Ihre Rente nach dem 60. Lebensjahr beziehen, wird sie nicht aufgrund der späteren Zahlung erhöht. Ihre Rente wird jedoch entsprechend der Lebenshaltungskosten angepasst.

Wie hoch ist die Mindestpension bei Beamten?

Die Mindestpension für Beamte, die sogenannte amtunabhängige Mindestversorgung, liegt aktuell (Stand 2025/2026) bei ungefähr 2.100 € bis über 2.200 € brutto, abhängig von Bundesland und aktuellen Besoldungsanpassungen, und orientiert sich an einem Prozentsatz der Besoldungsgruppe A 6 plus einem festen Betrag. Sie wird gewährt, wenn ein Beamter mindestens 5 Jahre Dienstzeit nachweisen kann und ist höher als die amtsabhängige Mindestversorgung. 

Können Beamte nach 45 Dienstjahren abschlagsfrei in Pension gehen?

Beamte mit 45 Dienstjahren können bereits mit 65 Jahren abschlagsfrei in Pension gehen. Dienstunfähigkeit durch Dienstunfall führt ebenfalls zu keinen Abschlägen.

Wer darf mit 60 in Pension gehen?

Weil bis inklusive 31.12.1963 geborene Frauen ohnehin mit Vollendung des 60. Lebensjahres die Alterspension in Anspruch nehmen können, kommt die Schwerarbeitspension grundsätzlich nur für ab 1.1.1964 geborene Frauen ab dem Jahr 2024 in Betracht.

Lohnt sich eine Teilpensionierung?

Vorteile der Teilpensionierung

Allmähliche Umstellung – Eine schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit kann Ihnen helfen, sich an die mit dem Ruhestand einhergehenden Veränderungen Ihres Lebensstils anzupassen und gleichzeitig geistig fit und beruflich aktiv zu bleiben .

Ist es möglich, mit 60 Jahren in den Vorruhestand zu gehen?

Ein gesetzlicher Anspruch auf Vorruhestand mit 60 in Deutschland besteht nicht mehr, aber Sie können durch betriebliche Vereinbarungen (z.B. Altersteilzeit) oder mit Abschlägen über die gesetzliche Rente (z.B. Altersrente für langjährig Versicherte ab 63 mit 35 Jahren Wartezeit) oder durch spezielle Regelungen (z.B. Bergbau, Schwerbehinderung) früher aus dem Job aussteigen; oft wird der Vorruhestand mit 60 über die Altersteilzeit in Blockmodell oder individuelle Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber ermöglicht, wobei die Rente erst später beginnt oder eine Überbrückung nötig ist.
 

Wie viel Geld braucht man, um mit 60 Jahren in Rente zu gehen?

Um mit 60 in Rente zu gehen, braucht man je nach Lebensstil und gewünschter monatlicher Ausgabenhöhe mehrere hunderttausend bis über eine Million Euro, da Sie die Zeit bis zur gesetzlichen Rente (ca. 67) überbrücken müssen und weniger Zeit hatten, um staatliche Rentenansprüche aufzubauen und zu sparen. Ein Richtwert sind das 8- bis 10-fache Ihres jährlichen Nettoeinkommens als angespartes Kapital, plus ein Extra-Puffer für die Jahre 60 bis 67, was schnell 300.000 € bis 600.000 € oder mehr bedeuten kann, wenn Sie die volle Lücke selbst finanzieren müssen.
 

Kann ich mit 60 Jahren in Rente gehen, wenn ich 45 Jahre voll habe?

Irrtum 1: Nach 45 Jahren geht man mit 60 Jahren abschlagsfrei in Rente. Richtig ist: Eine abschlagsfreie Rente erhalten Sie, wenn Sie mit dem regulären Renteneintrittsalter in den Ruhestand gehen. Ihr Geburtsjahr bestimmt, wann dieser Zeitpunkt eintritt.

Wann durfte man mit 60 in Rente gehen?

Seit dem Jahr 1957 konnten Frauen vorzeitig ohne Abschläge zu ihrem 60. Geburtstag in Rente gehen, wenn sie die Wartezeit von 15 Jahren zurück gelegt und nach ihrem 40. Lebensjahr mehr als zehn Jahre Pflichtbeiträge geleistet hatten.

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie die „Rente mit 63/65 für besonders langjährig Versicherte“ (mind. 45 Beitragsjahre) für abschlagsfreien Eintritt. Alternativ können Sie mit Altersteilzeit oder Lebensarbeitszeitkonten die Zeit überbrücken und Beiträge zahlen, oder bei Schwerbehinderung (GdB >= 50) früher abschlagsfrei (bis zu 2 Jahre) oder mit Abschlägen (bis zu 3 Jahre) in Rente gehen. Auch freiwillige Sonderzahlungen in die Rentenkasse können fehlende Entgeltpunkte kaufen, um Abschläge zu vermeiden.
 

Kann ich mich mit 60 noch bewerben?

Auch wenn Sie 60+ sind, gehören Sie für Arbeitgeber schon lange nicht mehr zum alten Eisen. Durch den enormen Mangel an Fachkräften und fehlenden Nachwuchs in nahezu allen Branchen können es sich Unternehmen schlicht nicht mehr leisten, Bewerber ü60 für ihre Stellenangebote abzulehnen.

Wie lange kann ich vor der Rente krank sein?

Sie können vor der Rente lange krank sein, zunächst 6 Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber, dann bis zu 72 Wochen Krankengeld von der Krankenkasse, was zusammen etwa 18 Monate sind; danach kann eine Erwerbsminderungsrente greifen, wenn Sie dauerhaft nicht arbeiten können, oder Sie müssen Arbeitslosengeld beantragen, wobei der Übergang von Krankengeld zu Arbeitslosengeld finanziell besser ist als umgekehrt, um Abzüge zu vermeiden. Es ist wichtig, Fristen einzuhalten und eine ärztliche Reha-Maßnahme (die zur Rente führen kann) ernst zu nehmen, um nahtlos abgesichert zu bleiben.