Kann ich nach dem 67. Lebensjahr noch arbeiten?

Gefragt von: Herr Dr. Bogdan Rose B.Eng.
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Ja, Sie können nach dem 67. Lebensjahr definitiv weiterarbeiten, sogar unbegrenzt, und Ihre Rente weiter erhöhen, da die Hinzuverdienstgrenzen für die Regelaltersrente weggefallen sind und Sie für jeden Monat, den Sie länger arbeiten, einen Rentenzuschlag erhalten. Sie müssen keine Rentenversicherungsbeiträge mehr zahlen, wenn Sie Rente beziehen, aber Ihr Arbeitgeber tut dies weiterhin, und Sie können freiwillig Beiträge zahlen, um Ihre Rente zu steigern. Ab 2026 gibt es zudem die „Aktivrente“ mit bis zu 2.000 € steuerfreiem Hinzuverdienst pro Monat.

Kann ich mit 67 noch weiter arbeiten?

Ja, mit 67 (Regelaltersgrenze) können Sie problemlos weiterarbeiten und Ihre Rente beziehen, denn seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenze mehr für die Regelaltersrente – Sie dürfen unbegrenzt dazuverdienen, ohne dass Ihre Rente gekürzt wird. Sie müssen keine eigenen Rentenversicherungsbeiträge zahlen, aber Ihr Arbeitgeber zahlt weiter Beiträge, wodurch sich Ihre Rente erhöht, wenn Sie länger arbeiten. 

Wann wurde das Rentenalter auf 67 angehoben?

Das Rentenalter wurde in Deutschland schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben, beschlossen wurde dies bereits 2007 mit dem "RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz"; die Anhebung begann 2012 und wird bis 2029 vollständig umgesetzt, sodass Jahrgänge ab 1964 die Regelaltersgrenze von 67 Jahren erreichen, wobei für langjährig Versicherte eine Sonderregelung mit 65 Jahren (bei 45 Beitragsjahren) besteht. 

Kann ich nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten?

Ja, Sie dürfen neben der Altersrente arbeiten – seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr, sodass Sie unbegrenzt Geld verdienen können, ohne dass Ihre Rente gekürzt wird, egal ob Sie vorzeitig oder regulär in Rente gehen. Wichtig ist, dass Sie die Versicherungsfreiheit ab der Regelaltersgrenze beachten (Arbeitgeber zahlt weiter), und bei einer vorzeitigen Rente weiterhin Beiträge zahlen können, was Ihre spätere Rente erhöht. 

Welche Jahrgänge müssen bis zum 67. Lebensjahr arbeiten?

Alle Jahrgänge ab 1964 müssen in Deutschland bis 67 arbeiten, um die Regelaltersrente ohne Abschläge zu erhalten; für frühere Jahrgänge wird das Renteneintrittsalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben, wobei der Jahrgang 1963 mit 66 Jahren und 10 Monaten in Rente gehen kann. 

Doch nicht länger arbeiten bis 67. Lebensjahr. Was ist das Kanzlerwort überhaupt wert?

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Was bedeutet vollendetes 67. Lebensjahr?

Für alle Jahrgänge ab 1964 gilt das neue reguläre Renteneintrittsalter von 67. Das heißt, wer 1964 oder später geboren ist, kann erst mit 67 Jahren die volle Regelaltersrente in Anspruch nehmen.

Ab welchem Alter kann man abschlagsfrei in Rente gehen?

Eine abschlagsfreie Rente ist für besonders langjährig Versicherte mit 45 Versicherungsjahren möglich, wobei das Eintrittsalter je nach Geburtsjahr steigt – für 1964 und spätere Jahrgänge ist dies mit 65 Jahren der Fall, für früher Geborene oft mit 63 (aber angehoben), während für langjährig Versicherte mit 35 Jahren die Grenze bei 67 liegt oder mit 0,3 % Abschlägen pro Monat früher geht, was für neue Rentner teurer wird. 

Was bedeutet es, wenn man die Regelaltersgrenze erreicht hat?

Die Regelaltersgrenze meint die Vollendung eines bestimmten Lebensjahres. Erreichen Sie die Regelaltersgrenze, haben Sie Anspruch auf eine Altersvollrente ohne Abschläge.

Kann ich bis 70 arbeiten?

Wer sein reguläres Renteneintrittsalter erreicht hat, kann nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung unbegrenzt hinzuverdienen und seine volle Rente beziehen. Dann muss man keine Rentenbeiträge entrichten, aber man darf sie weiter in die Rentenkasse einzahlen - wodurch sich die Rente erhöht.

Was ist die Regelaltersgrenze im SGB 6?

Die Regelaltersgrenze wird mit Vollendung des 67. Lebensjahres erreicht.

Wie hoch ist die Altersgrenze für die Regelaltersrente?

Das Renteneintrittsalter in Deutschland wird bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre angehoben; für nach 1963 Geborene gilt dann die Regelaltersgrenze 67, wobei aktuell für den Jahrgang 1960 die Altersgrenze bei 66 Jahren und 4 Monaten liegt, was in 2-Monats-Schritten weiter steigt. Es gibt Debatten und Vorschläge für weitere Erhöhungen (z.B. auf 70 Jahre), um die Rentenfinanzen zu sichern, während die aktuelle Regierung eine allgemeine Anhebung ablehnt und stattdessen auf Anreize wie die „Aktivrente“ setzt, die längeres Arbeiten belohnen soll. 

Was ändert sich 2026 für Rentner?

Steueranteil für Neurentner steigt auf 84 Prozent

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern.

Ist es möglich, über die Regelaltersgrenze hinaus zu arbeiten?

Ja, man kann über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten, was sowohl die Rente steigert als auch unbegrenztes Hinzuverdienen ermöglicht, da die alten Hinzuverdienstgrenzen gefallen sind; Arbeitnehmer müssen dies mit dem Arbeitgeber vereinbaren, und es gibt Vorteile durch Rentenaufschläge und höhere Beitragszahlungen, aber auch neue Regelungen wie die "Aktivrente" ab 2026 bringen steuerliche Anreize. 

Bin ich verpflichtet, in Rente zu gehen?

Nein, man muss nicht automatisch mit Erreichen des Regelrentenalters in Rente gehen; es gibt keine gesetzliche Pflicht dazu, aber man muss einen Antrag stellen, um Rente zu bekommen. Sie können freiwillig weiterarbeiten, was Ihre Rente durch höhere Beiträge und einen Zuschlag (0,5 % pro Monat) erhöht, und können auch nach der Regelaltersgrenze weiter beschäftigt bleiben, sofern der Arbeitsvertrag dies zulässt. 

Was darf ich als Rentner mit 67 dazuverdienen?

Das können Rentner 2025 steuerfrei hinzuverdienen

Bis zu 556 € monatlich bzw. 6.672 € jährlich gelten als Minijob. In diesem Bereich fallen keine oder nur geringe Steuern an. Darüber hinaus besteht Sozialversicherungspflicht.

Was bedeutet Vollendung des 67. Lebensjahres?

65./67. Lebensjahr vollendet haben, in den Ruhestand treten. Neben der allgemeinen Regelaltersgrenze ist die sog. Antragsaltersgrenze mit Vollendung des 63.

Kann ich nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und meine Rente erhalten?

Ja, Sie können Rente erhalten und weiterarbeiten, und seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr für vorgezogene Altersrenten, sodass Sie unbegrenzt dazuverdienen können, ohne dass die Rente gekürzt wird; auch bei der Regelaltersrente ist dies schon länger möglich, wobei Sie durch längeres Arbeiten sogar Rentenzuschläge und höhere Rentenansprüche durch Beiträge erwerben können. 

Was ist der Unterschied zwischen Altersrente und Regelaltersgrenze?

Der Unterschied zwischen Altersrente und Regelaltersrente liegt darin, dass letztere die Auszahlung der Altersrente in der vollen Höhe beschreibt. Die Altersrente kann also mit der Regelaltersrente identisch sein. Geht der Versicherte vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente, ist die Altersrente hingegen niedriger.

Was bedeutet eine Altersgrenzenklausel in einem Arbeitsvertrag?

Wenn Sie eine Altersgrenzen-Klausel in Ihrem Arbeitsvertrag haben, bedeutet das: Ihr Arbeitsverhältnis endet automatisch mit Erreichen der Regelaltersgrenze, ohne dass eine Kündigung erforderlich ist. Ist die Klausel unwirksam, läuft Ihr Arbeitsverhältnis unbefristet weiter.

Kann man gekündigt werden, wenn man das Rentenalter erreicht hat?

Das Erreichen des Renteneintrittsalters ist für sich genommen arbeitsrechtlich ohne Folgen. Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis endet also nicht automatisch, sondern muss entweder durch einen Aufhebungsvertrag oder eine Kündigung beendigt werden - wobei eine Kündigung nicht aufgrund des Alters erfolgen darf.

Welche Abzüge haben Rentner, wenn sie weiter arbeiten?

Wenn Rentner weiterarbeiten, müssen sie auf ihr Arbeitseinkommen Steuern (Einkommensteuer) und Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenversicherung) zahlen, wobei es Unterschiede je nach Art der Rente (Regelaltersrente vs. vorzeitige Rente/Erwerbsminderungsrente) und Beschäftigungsart (Minijob, Vollzeit) gibt, wobei für die Regelaltersrente bald ein großer steuerfreier Freibetrag (Aktivrente) eingeführt wird und bei vorzeitigen Renten strenge Hinzuverdienstgrenzen gelten, die bei Überschreitung zu Rentenkürzungen führen können. 

Kann ich mit 67 Jahren in Rente gehen?

Mit 67 in Rente zu gehen bedeutet die Regelaltersgrenze zu erreichen, was für alle ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt. Frühere Jahrgänge können früher abschlagsfrei in Rente gehen, da das Renteneintrittsalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben wird (z.B. Jahrgang 1963 mit 66 J. und 10 M.). Ein vorzeitiger Renteneintritt vor dem 67. Geburtstag ist möglich, führt aber zu Abschlägen.
 

Wie wichtig sind die letzten 5 Jahre vor der Rente?

Die letzten 5 Jahre vor der Rente zählen für die Rentenhöhe nicht magisch mehr, da die Rentenberechnung auf dem gesamten Berufsleben basiert; ABER sie sind extrem wichtig für die optimale Gestaltung des Ruhestands, da hier noch finanzielle, rechtliche (z.B. Abschläge, Altersteilzeit) und steuerliche Entscheidungen getroffen werden können, die den Start ins Rentenalter maßgeblich beeinflussen und Lücken schließen. Wer diese Phase nicht nutzt, um Rentenansprüche zu prüfen, Steuern zu optimieren oder das Portfolio anzupassen, verpasst die letzte Chance, den Ruhestand finanziell zu sichern und die Weichen für mehr Lebensqualität zu stellen. 

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