Kann man etwas von seiner Tante erben?
Gefragt von: Frau Prof. Gudrun Schütze B.Sc.sternezahl: 4.4/5 (59 sternebewertungen)
Ja, man kann definitiv etwas von seiner Tante erben, entweder durch ein Testament, das Sie als Erbe einsetzt (dann sind Sie Erbe), oder durch gesetzliche Erbfolge, wenn die Tante keine engeren Verwandten (wie Kinder, Eltern, Geschwister) hat, wodurch Sie als Nichte/Neffe in der dritten Erbschafts-Ordnung zum Zuge kommen, wobei ein Steuerfreibetrag von 20.000 € gilt. Da Tanten und Onkel nicht pflichtteilsberechtigt sind, kann die Tante Sie im Testament auch nur mit einem Vermächtnis bedenken oder ganz von der Erbfolge ausschließen, wenn sie andere Erben einsetzt.
Kann ich von meiner Tante Erben?
Wenn eine Tante stirbt, erben nach der gesetzlichen Erbfolge zunächst ihre Geschwister und deren Kinder (Ihre Cousins/Cousinen), wobei Sie als Neffe/Nichte zur 2. Erbordnung gehören und erben, wenn keine näheren Verwandten (Eltern, Geschwister) da sind oder diese bereits vorverstorben sind; ein Testament der Tante kann dies aber ändern und Sie als Erben einsetzen, aber denken Sie daran: Sie erben auch Schulden und können das Erbe ausschlagen, was aber fristgerecht und gut überlegt sein muss.
Ist ich erbberechtigt, wenn meine Tante verstorben ist?
Da die verstorbene Tante keine überlebenden Abkömmlinge hat, sind zunächst die Eltern der verstorbenen Tante erbberechtigt. Sollten diese nicht mehr leben, erhalten im Erbfall die Geschwister der Tante das volle Erbe. Sind keine Geschwister (mehr) da, treten die Nichten und Neffen der Tante das Erbe an.
Wer erbt, wenn eine kinderlose Tante stirbt?
Wenn eine kinderlose Tante stirbt, erben ohne Testament zuerst ihre Eltern (falls lebend), dann ihre Geschwister und deren Kinder (Nichten/Neffen); falls diese auch nicht mehr leben, rücken Großeltern und deren Nachkommen (Tanten, Onkel, Cousins/Cousinen) in die Erbfolge. Ein Testament ändert dies, indem es die Tante frei bestimmen lässt, wer erbt, z.B. Freunde oder Vereine.
Wie viel darf ich steuerfrei von meiner Tante Erben?
Bei der Erbschaftsteuer gilt: Je enger das Verwandtschaftsverhältnis zum Verstorbenen, desto höher fällt der Steuerfreibetrag aus. Ehepartner dürfen bis zu 500.000 Euro, Kinder bis zu 400.000 Euro pro Elternteil steuerfrei erben. Entferntere Verwandte können nur 20.000 Euro geltend machen.
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Wie viel Steuern muss ich bezahlen, wenn ich 100.000 € Erbe?
Ehe- und eingetragene Lebenspartner müssen für die 100.000 Euro oberhalb ihres Freibetrags 11.000 Euro Erbschaftssteuer bezahlen. Bei Kindern und Enkeln, deren Eltern schon verstorben sind, beträgt der zu versteuernde Anteil der Erbschaft 200.000 Euro; dafür werden 22.000 Euro Erbschaftssteuer fällig.
Was ist eine Schenkung auf den Todesfall?
Eine Schenkung auf den Todesfall ist ein zu Lebzeiten geschlossener Vertrag, der erst nach dem Tod des Schenkers wirksam wird und die Übergabe des Geschenks verschiebt, wobei der Schenker die volle Verfügungsgewalt behält; sie ähnelt einem Testament, muss aber oft notariell beurkundet werden, um formwirksam zu sein und erfordert für die Erfüllung eine Erklärung oder Handlung nach dem Tod, was sie von regulären Schenkungen unterscheidet, da der Beschenkte erst dann Eigentum erwirbt und darauf zugreifen kann, ohne auf die Abwicklung der Erbschaft warten zu müssen.
Sind Nichten und Neffen gesetzliche Erben?
Ja, Neffen und Nichten sind erbberechtigt, aber sie erben nach der gesetzlichen Erbfolge erst an zweiter Stelle (nach Eltern, Kindern, Enkeln) und kommen nur zum Zug, wenn die vorherigen Erben (Kinder, Enkel, Eltern, ggf. Ehepartner) nicht mehr da sind oder das Erbe ausgeschlagen haben, wobei sie die Erben ihrer verstorbenen Geschwister vertreten können (Repräsentationsprinzip). Sie haben keinen Pflichtteilsanspruch, können aber durch ein Testament oder Erbvertrag bedacht werden.
Wie ist die Erbreihe, wenn man keine Kinder hat?
Erben erster Ordnung sind die Kinder des Verstorbenen. Leben diese nicht mehr, sind die Enkelkinder an der Reihe. Sind keine Kinder oder Enkel vorhanden, treten die Erben zweiter Ordnung ein. Das sind die Eltern des Erblassers, Geschwister, Nichten und Neffen.
Wie ist die Erbfolge bei einer Tante?
Wenn eine Tante stirbt, erben nach der gesetzlichen Erbfolge (ohne Testament) zuerst ihre Eltern, dann ihre Geschwister und deren Kinder (Nichten/Neffen), da Tanten selbst keine Kinder sind und somit zur zweiten bzw. dritten Ordnung gehören. Der Erbfall hängt stark davon ab, ob die Eltern der Tante noch leben, wer von ihren Geschwistern noch lebt und ob ein Testament existiert, das Nichten/Neffen als Erben einsetzt oder enterbt.
Kann ich als Tante an meine Nichte vererben?
Ist ein oder beide Großelternteile zum Zeitpunkt des Erbfalls des Onkels bzw. der Tante bereits vorverstorben, dann erbt der Neffe bzw. die Nichte schließlich nur dann, wenn ihr Vater bzw. ihre Mutter, der mit dem Erblasser als Geschwister verwandt ist, ebenfalls bereits verstorben ist.
Wie läuft eine Erbschaft ohne Testament ab?
Eine Erbschaft ohne Testament läuft nach der gesetzlichen Erbfolge ab, bei der zuerst Kinder (Erben 1. Ordnung) und der Ehepartner erben, gefolgt von Eltern, Geschwistern (2. Ordnung) und Großeltern (3. Ordnung), wobei sich die Anteile je nach Verwandtschaftsgrad und Güterstand des Partners richten und oft eine Erbengemeinschaft entsteht, die den Nachlass regelt, bis ein Erbschein beantragt wird, um Banken und andere Institutionen zu belegen.
Wie viel dürfen Nichten und Neffen steuerfrei Erben?
Geschwister, Neffen/Nichten. Geschwister und deren Abkömmlinge, also Neffen und Nichten haben bei Schenkungen einen Freibetrag von 20.000 Euro. Sie gehören zur Schenkungsteuerklasse II und es gelten Steuersätze zwischen 15 und 43 Prozent.
Wann erben Tanten und Onkel?
Falls der Erblasser keine Geschwister hat, erben die Großeltern. Ist ein Großelternteil verstorben, geht sein Anteil an die Tanten und Onkel des Erblassers. Sollten Tanten und Onkel verstorben sein, erben die Cousins und Cousinen. Wenn diese ebenfalls verstorben sind, erben die Großonkel und -tanten.
Hat Tante Anspruch auf Pflichtteile?
Nicht pflichtteilsberechtigte Personen
Nicht pflichtteilsberechtigt sind Ihre entfernteren Verwandten, insbesondere Ihre Geschwister, Onkel, Tanten, Neffen und Nichten. Auch dem nichtehelichen Lebenspartner steht kein Pflichtteil zu.
Wie hoch ist die Schenkungssteuer bei Tante?
Bei höheren Beträgen, die etwa an Onkel, Tanten, Freunde oder auch unverheiratete Partner gehen, fällt eine besonders hohe Schenkungssteuer an. Sie müssen dreißig Prozent des übrigen Schenkungsbetrages abgeben. Ab einem zu versteuernden Vermögen von 6.000.000 Euro sind sogar fünfzig Prozent fällig.
Wer erbt, wenn eine Tante ohne Kinder stirbt?
Wenn eine kinderlose Tante stirbt, erben nach der gesetzlichen Erbfolge zuerst ihre Eltern, falls diese noch leben. Sind die Eltern vorverstorben, treten deren Nachkommen ein: also die Geschwister der Tante und deren Kinder, die Neffen und Nichten, als Erben der 2. Ordnung. Leben auch die Geschwister nicht mehr, gehen die Erbenrechte an die nächste Generation (z.B. Neffen/Nichten) oder sogar an die Großeltern und deren Nachkommen (Onkel/Tanten der Tante) über; falls niemand mehr erbberechtigt ist, erbt der Staat.
Wer erbt in welcher Reihenfolge?
Nach der gesetzlichen Erbfolge in Deutschland erben zuerst die Verwandten der ersten Ordnung (Kinder, Enkel), dann die der zweiten Ordnung (Eltern, Geschwister) und danach die der dritten Ordnung (Großeltern) – wobei immer die nächste Ordnung die weiter entfernte ausschließt. Der Ehepartner erbt immer mit und erhält je nach Situation (Güterstand und anwesende Verwandte) einen pauschalen Anteil (z.B. ein Viertel) plus einen Zugewinnausgleich, was seinen Anteil erhöht. Unverheiratete Partner erben nichts, wenn kein Testament vorhanden ist.
Wer sind die Erben erster Ordnung?
Erben erster Ordnung sind nach deutschem Recht (BGB § 1924) die Abkömmlinge des Erblassers: also Kinder, Enkel, Urenkel und weitere direkte Nachkommen, einschließlich Adoptiv- und unehelicher Kinder. Sie schließen alle anderen Verwandten aus, es sei denn, sie sind bereits verstorben, dann rücken deren Abkömmlinge (nach dem Stammesprinzip) nach. Der Ehepartner erbt zusätzlich nach gesetzlicher Erbfolge, wobei sich der Anteil je nach vorhandenen Verwandten und Güterstand (z.B. Zugewinngemeinschaft) berechnet.
Kann man Nichten und Neffen vom Erbe ausschließen?
Sie können grundsätzlich selbst entscheiden, wen Sie gegebenenfalls enterben möchten. Sie müssen dafür keine Gründe angeben. Bestimmte Verwandte, etwa die eigenen Kinder, haben trotz Enterbung Anspruch auf einen Pflichtteil. Dieser ist halb so hoch wie der Erbteil nach der gesetzlichen Erbfolge.
Wer erbt bei Alleinstehenden ohne Kinder und ohne Eltern?
Wenn eine alleinstehende Person ohne Kinder und Eltern stirbt, erben gesetzlich zuerst die Geschwister und deren Nachkommen (Neffen/Nichten), danach Großeltern, Onkel/Tanten und deren Kinder, bis hin zum Staat als letzter Erbe (Fiskus), falls keine Verwandten mehr da sind. Ohne Testament wird das Erbe nach der gesetzlichen Erbfolge aufgeteilt; am weitesten entfernte Verwandte erben, wenn nähere nicht vorhanden sind.
Was sollte man vor dem Tod regeln?
Vor dem Tod sollte man den Nachlass regeln (Testament, Vollmachten), wichtige Dokumente und Finanzen zusammenfassen, digitale Zugänge sichern und Wünsche für die Bestattung festlegen, um Angehörige zu entlasten und sicherzustellen, dass der eigene Wille umgesetzt wird. Wichtige Bereiche sind dabei rechtliche (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament), organisatorische (Unterlagen, Passwörter) und persönliche (Bestattungswünsche).
Was passiert, wenn Schenker vor 10 Jahren stirbt?
Stirbt der Schenker vor Ablauf der 10-Jahres-Frist, wird die Schenkung dem Nachlass für die Berechnung des Pflichtteils hinzugerechnet (§ 2325 BGB) und kann die Erbschaftsteuerlast erhöhen, da die Freibeträge zurückgesetzt werden und die Schenkung steuerlich zu berücksichtigen ist. Der Wert der Schenkung wird anteilig addiert, wobei in jedem Jahr nach der Schenkung 10 % des Wertes abgezogen werden, bis nach 10 Jahren nichts mehr angerechnet wird (außer bei speziellen Fällen wie Nießbrauch oder Ehegattenschenkungen).
Was ist eine Schenkung im Todesfall?
Eine Schenkung auf den Todesfall ist ein zu Lebzeiten geschlossener Vertrag, bei dem der Schenker dem Beschenkten etwas erst nach seinem Tod übereignet, was rechtlich wie eine Verfügung von Todes wegen behandelt wird und notarielle Beurkundung erfordert, um Erbschaftsregeln zu umgehen, oft mit dem Ziel, gesetzliche Erb- oder Pflichtteilsansprüche zu beeinflussen und Schenkungs- bzw. Erbschaftsteuerfreibeträge auszunutzen.
Was ist der Nachteil einer Schenkung?
Das bedeutet: Schenkungen können den Freibetrag der Erbschaftsteuer belasten. Ein weiterer Nachteil einer Schenkung ist, dass dem Schenkenden das einmal übertragene Vermögen nicht mehr zur Verfügung steht. Die R+V-Vermögensübertragung stellt eine flexible Alternative zur Schenkung dar.