Kann man Fahrtkosten für ein Ehrenamt absetzen?

Gefragt von: Marlies Bergmann-Großmann
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Dies bedeutet, dass auf die Gesamtdauer der Tätigkeit gesehen ein Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben erzielt werden muss. Werden ehrenamtliche Tätigkeiten . wie häufig . unentgeltlich ausgeübt, können die hierbei entstehenden Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten) steuerlich nicht geltend gemacht werden.

Kann ich Fahrtkosten für mein Ehrenamt steuerlich absetzen?

Ja, ein Verein kann Fahrtkosten zusätzlich zur Ehrenamtspauschale gewähren. Die Ehrenamtspauschale von bis zu 840 € jährlich ist steuerfrei und dient der Abgeltung des Zeitaufwands für ehrenamtliche Tätigkeiten, während Fahrtkosten die tatsächlichen Reisekosten abdecken und ebenfalls steuerfrei erstattet werden können.

Welche Fahrtkosten werden im Ehrenamt erstattet?

Fahrtkosten im Ehrenamt werden idealerweise vom Verein steuerfrei erstattet, meist über eine Kilometerpauschale (z.B. 30 Cent/km), was unkompliziert ist. Werden sie nicht erstattet, können sie in der Steuererklärung nur begrenzt als Werbungskosten geltend gemacht werden, oft nur über die sogenannte Ehrenamtspauschale (bis 840 € pro Jahr steuerfrei) hinaus, wobei Nachweise nötig sind. Grundsätzlich gilt: Ehrenamtliche sollen nicht auf Kosten sitzen bleiben, aber die Erstattung muss ordnungsgemäß abgewickelt werden, oft durch interne Regelungen oder Verträge. 

Was kann man beim Ehrenamt steuerlich absetzen?

Wer sich ehrenamtlich engagiert und dafür Geld erhält, hat Anspruch auf den sogenannten Ehrenamtsfreibetrag. Aktuell beträgt er 840 Euro pro Jahr. Auch wenn Sie mehrere Ehrenämter ausüben, gibt es diesen bestimmten Freibetrag nur einmal jährlich.

Welche Kosten für ehrenamtliche Tätigkeiten können steuerlich abgesetzt werden?

Eine der häufigsten Steuervergünstigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten betrifft die Fahrtkosten . Wenn Sie mit Ihrem Privatfahrzeug kurze Strecken für eine Wohltätigkeitsorganisation zurücklegen, können Sie den auf diese Fahrten entfallenden Teil Ihrer Fahrzeugkosten absetzen. Zu diesen Kosten zählen Benzin, Öl, Reparaturen, Versicherung und Wertverlust.

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Welche Werbungskosten kann ich im Ehrenamt absetzen?

‍Werbungskosten des Ehrenamtes in Steuererklärung absetzen

Wenn du keine Aufwandsentschädigung bekommst, kannst du die Kosten, die dir im Zusammenhang mit deinem Ehrenamt entstanden sind, in der Steuererklärung für deine Festanstellung absetzen. Das Gesetz spricht dann von Werbungskosten oder Betriebsausgaben.

Wie hoch ist die pauschale für ehrenamtliche Tätigkeiten?

Zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements wird die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale auf (von 3.000 auf) 3.300 Euro bzw. (von 840 auf) 960 Euro angehoben. Ehrenamtliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger unseres Staates verdient große Anerkennung.

Welche Beispiele gibt es für die Ehrenamtspauschale?

Die Ehrenamtspauschale (bis 840 €/Jahr) gilt für allgemeine, nebenberufliche Tätigkeiten in gemeinnützigen Vereinen oder öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. Vorstandsarbeit, Kassier, Platzwart, Schriftführer, Gerätewart, Reinigung, Betreuung, Fahrdienste oder als Schiedsrichter im Amateurbereich – nicht aber für Lehrtätigkeiten, die unter die höhere Übungsleiterpauschale fallen. Wichtig ist, dass die Tätigkeit nebenberuflich ist (max. 1/3 der Vollzeit-Zeit) und gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient.
 

Wie kann ich die Ehrenamtspauschale geltend machen?

Die Ehrenamtspauschale ist zwar steuerfrei, Du musst sie aber trotzdem in Deiner Steuererklärung angeben. Weil die Pauschale keiner bestimmten Einkunftsart zugeordnet ist, gehört Deine Aufwandsentschädigung dorthin, wo Du auch Deine Einnahmen aus dem Hauptberuf einträgst.

Welche Vorteile hat man, wenn man ehrenamtlich arbeitet?

Ehrenamtliche Tätigkeit bietet viele Vorteile: Sie ermöglicht persönliche Weiterentwicklung, das Erlernen neuer Fähigkeiten (wie Erste Hilfe, Organisation, Konfliktlösung), neue Kontakte und Freundschaften mit Gleichgesinnten sowie mehr Selbstbewusstsein und Zufriedenheit. Berufliche Vorteile sind ein Pluspunkt im Lebenslauf, da Engagement, soziale Kompetenzen und praktische Erfahrungen signalisiert werden; zudem gibt es oft steuerfreie Aufwandsentschädigungen (Ehrenamtspauschale bis 840 €/Jahr) und regionale Vergünstigungen (Ehrenamts-Card). Es stärkt den sozialen Zusammenhalt und die Gemeinschaft und kann gesundheitlich (z.B. gegen soziale Isolation) förderlich sein.
 

Welche Fahrtkosten akzeptiert das Finanzamt?

Reisekosten: Bei beruflich veranlassten Reisen sind entweder die tatsächlichen Kfz-Kosten oder 0,30 € pro gefahrenem Kilometer absetzbar. Zusätzlich zählen Parkgebühren und Unfallkosten.

Welche Fahrtkosten kann ich steuerlich absetzen?

Was kann ich als Krankheitskosten absetzen? Krankheitskosten können unbegrenzt als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung abgesetzt werden. Das Finanzamt zieht jedoch eine zumutbare Eigenbelastung ab, die je nach Einkommen, Familienstand und Kinderzahl zwischen 1 % und 7 % des Jahreseinkommens liegt.

Wofür kann die Ehrenamtspauschale geltend gemacht werden?

Die Ehrenamtspauschale ist ein steuerfreier Freibetrag von bis zu 840 € pro Jahr, um freiwilliges Engagement in gemeinnützigen Vereinen, Kirchen und ähnlichen Organisationen zu fördern. Sie ermöglicht es Organisationen, Ehrenamtliche steuer- und abgabenfrei für deren Tätigkeiten zu entschädigen – sei es für allgemeine Vereinsarbeit, Vorstandstätigkeiten, Platzwart oder Betreuung. Sie gilt als Aufwandsentschädigung, die das finanzielle Risiko mildert und das bürgerschaftliche Engagement unterstützt. 

Welche Möglichkeiten gibt es, Fahrtkosten im Ehrenamt zu erstatten?

Die Kilometerpauschale im Ehrenamt ermöglicht die steuerfreie Erstattung von Fahrtkosten, wobei Vereine ihren Ehrenamtlichen aktuell 30 Cent pro Kilometer (für den privaten PKW) zahlen können, steuerfrei bis zu bestimmten Grenzen (§ 3 Nr. 50 EStG), ähnlich den Reisekostenrichtlinien. Wichtig ist der Nachweis der gefahrenen Kilometer, idealerweise durch ein Fahrtenbuch (Start, Ziel, Kilometerstand), da Tankquittungen nicht ausreichen. Diese Erstattung ist ein steuerfreier Auslagenersatz, der die Kosten für Benzin, Verschleiß etc. abdeckt und zusätzlich zur Ehrenamtspauschale (840 € in 2025) möglich ist. 

Welche Fahrtkosten hin- und rückweg kann ich in meiner Steuererklärung absetzen?

Wer mit dem privaten Auto fährt, kann 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer absetzen. Hier zählt bezüglich der Angaben der Fahrtkosten in der Steuererklärung Hin- und Rückweg. Für alle motorisierten Fahrzeuge außer Pkw – also Motorräder, Roller, Mopeds oder Mofas – gilt eine Pauschale von 0,20 Euro pro Kilometer.

Wer kann die Ehrenamtspauschale (§ 3 Nr. 26 und 26a EStG) in Anspruch nehmen?

Wer sich in der Verwaltung und Organisation von Impf- oder Testzentren engagiert, kann die Ehrenamtspauschale in Anspruch nehmen. Ab 2021 beträgt sie 840 Euro (§ 3 Nr. 26a EStG). Um die Pauschalen nutzen zu können, muss der Auftraggeber oder Arbeitgeber gemeinnützig oder ein öffentlicher Arbeitgeber sein.

Kann man Fahrten zum Ehrenamt steuerlich absetzen?

Dies bedeutet, dass auf die Gesamtdauer der Tätigkeit gesehen ein Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben erzielt werden muss. Werden ehrenamtliche Tätigkeiten . wie häufig . unentgeltlich ausgeübt, können die hierbei entstehenden Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten) steuerlich nicht geltend gemacht werden.

Welcher Nachweis für Ehrenamtspauschale?

Eine Bescheinigung für die Ehrenamtspauschale ist ein wichtiges Dokument, das vom Verein ausgestellt wird und die steuerfreie Aufwandsentschädigung (§ 3 Nr. 26 EStG) nachweist, indem sie Name, Tätigkeit, Zeitraum, Betrag (bis 840 €/Jahr, ab 2026 960 €) und die Erklärung bestätigt, dass die Pauschale nur einmal beantragt wird. Es gibt keine offizielle Vordrucke, aber wichtige Angaben sind Art der Tätigkeit, Stunden/Tage, Vereinsdaten, persönliche Daten und rechtsgültige Unterschriften. Solche Bescheinigungen sind essenziell, falls das Finanzamt Nachweise verlangt oder die Pauschale den Freibetrag übersteigt.
 

Wie gebe ich das Ehrenamt bei der Steuererklärung an?

Wo gibst du dein Ehrenamt in der Steuererklärung an?

  1. Aufwandsentschädigungen bzw. Einnahmen bis zu 840 Euro (2020: 720 Euro, 2021: 840 Euro) in der Anlage N in Zeile 26.
  2. Der den Freibetrag übersteigenden Betrag geht als Arbeitslohn in die Zeile 20 in der Anlage N ein.

Soll man das bezahlte ehrenamtlich bei der Steuererklärung angeben?

Die Ehrenamtspauschale ist zwar steuerfrei, jedoch weiterhin eine Einnahme und muss daher auch in der Steuererklärung angegeben werden. Da diese keiner bestimmten Einkunftsart unterliegt, wird sie dort eingetragen, wo du auch jene, aus deinem Hauptberuf einträgst.

Wann kann ich die Ehrenamtspauschale absetzen?

Die Ehrenamtspauschale darf nur gezahlt werden, wenn es dazu einen Beschluss des Vorstands oder der Mitgliederversammlung bzw. eine Satzungsregelung gibt. Das heißt: Den Freibetrag von 840€ kann steuerfrei nur erhalten, wer auch tatsächlich einen nachweisbaren Anspruch darauf hat.

Was ist der Unterschied zwischen Ehrenamtspauschale und Aufwandsentschädigung?

Ehrenamtspauschale bei bis zu € 840 pro Jahr und Person und für die sog. Übungsleiterpauschale bei maximal € 3.000 pro Jahr und Person. Eine Aufwandsentschädigung kann mit Ausnahme des Vorstandes jedem ehrenamtlich Tätigen gezahlt werden unabhängig davon, ob die Person Mitglied im Verein ist oder nicht.

Welches Ehrenamt ist steuerlich absetzbar?

Ehrenamtsfreibetrag: 840 Euro pro Jahr

Ehrenamtliche, die sich in einem gemeinnützigen Verein oder bei juristischen Personen des öffentlichen Rechts engagieren, können den Ehrenamtsfreibetrag geltend machen. Aktuell beträgt er 840 Euro pro Jahr, ab 2026 geplant 960 Euro.

Wie hoch darf eine Ehrenamtspauschale pro Stunde sein?

Somit beträgt der stündliche Lohn der Ehrenamtspauschale 5,80 Euro und die jährlichen 840 Euro sind erreicht. Bei einer Überschreitung der 840-Euro-Grenze würden sie keine Aufwandsentschädigung mehr erhalten, sondern den stündlichen Mindestlohn.

Wird ein Ehrenamt auf die Rente angerechnet?

Ehrenamtliche Aufwandsentschädigungen werden bei Rentnern über der Regelaltersgrenze nicht auf die Rente angerechnet, da unbegrenzter Hinzuverdienst erlaubt ist. Bei vorzeitiger Altersrente oder Erwerbsminderungsrente hängt es davon ab: Steuerfreie Beträge (Ehrenamtspauschale bis 840 €/Jahr, Übungsleiterpauschale) sind unbedenklich. Höhere Entschädigungen, die einen konkreten Verdienstausfall ersetzen, zählen als Hinzuverdienst und können angerechnet werden, bis zu bestimmten Grenzen.