Kann man nach 35 Arbeitsjahren ohne Abzüge in Rente gehen?
Gefragt von: Frau Dr. Annemarie Heßsternezahl: 4.6/5 (24 sternebewertungen)
Ja, man kann nach 35 Arbeitsjahren in Rente gehen, aber abschlagsfrei geht das nur für bestimmte Jahrgänge (geboren 1949 bis 1963), da das reguläre Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre angehoben wird; jüngere Jahrgänge müssen mit Abschlägen rechnen, wenn sie mit 63 oder 65 Jahren vorzeitig in Rente gehen wollen, da die 35 Jahre die Voraussetzung für die Altersrente für langjährig Versicherte sind, aber nicht automatisch die abschlagsfreie Rente mit 63 bedeuten.
Welche Renten gibt es nach 35 Versicherungsjahren ohne Abzüge?
Nach 35 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen geht für die meisten Jahrgänge erst mit 67, da die abschlagsfreie Rente nach 35 Jahren (Altersrente für langjährig Versicherte) an die schrittweise angehobene Regelaltersgrenze gekoppelt ist; nur Jahrgänge bis 1963 können früher abschlagsfrei gehen, während Jüngere (ab 1964) nur mit Abschlägen vor 67 vorzeitig in Rente gehen können, es sei denn, es liegen besondere Umstände (z. B. Schwerbehinderung) vor.
Kann ich mit 63 in Rente gehen, auch wenn ich keine 35 Jahre gearbeitet habe?
Die Altersrente für langjährig Versicherte kann Ihre Frau - nach derzeit geltender Rechtslage - mit 63 Jahren und den maximalen 14,4 % Abschlag beanspruchen - wenn Sie im Zeitpunkt des Rentenbeginns auch die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt hat.
Ist es möglich, mit 63 Jahren ohne Abschlag in Rente zu gehen?
Ein neues Gesetz für die „Rente mit 63 ohne Abzug“ gibt es aktuell nicht; die Regelungen zur abschlagsfreien Frührente (45 Versicherungsjahre) werden schrittweise angehoben und gelten nur noch für ältere Jahrgänge, während für spätere Jahrgänge (ab 1964) die Grenze bei 65 Jahren liegt und die „Rente mit 63“ (35 Jahre) immer Abschläge von bis zu 14,4 % hat, die man durch Rentenkauf ausgleichen kann, aber eine generelle „Rente mit 63 ohne Abzug“ gibt es so nicht mehr für alle.
Wie viel Rente steht mir nach 35 Jahren zu?
Nach 35 Jahren Rente gibt es eine monatliche Bruttorente von ungefähr 1.430 €, wenn man genau das Durchschnittseinkommen verdient hat (Stand 2025), aber die Höhe variiert stark je nach individuellem Einkommen und Abschlägen, die bei vorzeitigem Rentenbeginn (z.B. mit 63 statt 67) anfallen können (etwa 14,4 % Kürzung). Man erhält eine Rente für langjährig Versicherte, die auf der Anzahl der Rentenpunkte basiert, welche sich aus dem Verhältnis von eigenem Verdienst zum Durchschnittsverdienst errechnen.
7 Tricks, damit du früher in Rente gehen kannst! (2025)
Was ist die Mindestrente bei 35 Arbeitsjahren?
Grundrente 2025: Das Wichtigste in Kürze
Die volle Grundrente bekommt, wer mindestens 35 Jahre gearbeitet hat. Kindererziehungszeiten und die Pflege Angehöriger gelten auch. Die Höhe der Grundrente liegt im Schnitt bei rund 86 Euro im Monat.
Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?
Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
Ist es möglich, mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente zu gehen?
Der Rentenbeginn mit 63 ist möglich, aber in der Regel nur mit Abschlägen verbunden, es sei denn, Sie sind besonders langjährig versichert (45 Jahre) und wurden vor 1952 geboren; für die meisten neueren Jahrgänge (z.B. 1964) führt der frühere Rentenstart mit 35 Versicherungsjahren zu einem Abzug von bis zu 14,4 %, da die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren liegt. Die sogenannte "Rente mit 63" für besonders langjährig Versicherte ohne Abschläge gilt nur noch für ältere Jahrgänge.
Kann ich mit 63 Jahren ohne Abschlag in Rente gehen?
Eine abschlagsfreie VBL-Rente mit 63 ist nur möglich, wenn Sie die Voraussetzungen für die abschlagsfreie Rente der gesetzlichen Rentenversicherung (DRV) erfüllen, insbesondere die 45 Versicherungsjahre für die Rente für besonders langjährig Versicherte (»besonders langjährig Versicherte«). Wenn Sie die „Altersrente für langjährig Versicherte“ (35 Jahre) mit 63 vorziehen, fallen bei der VBL (und DRV) Abschläge von 0,3 % pro Monat an (max. 10,8 % bei VBL), die nur durch längeres Arbeiten vermieden werden können.
Welche Abschläge gibt es bei der Rente nach 35 Jahren?
Nach 35 Beitragsjahren können Sie als langjährig Versicherter früher in Rente gehen, aber die Höhe der Rente hängt stark von Ihrem Einkommen (Rentenpunkte) ab; während einige Jahrgänge (bis 1963) abschlagsfrei mit 63+ gehen können, müssen jüngere Jahrgänge mit Abschlägen (0,3% pro Monat) rechnen, wobei die Regelaltersgrenze bei 67 liegt. Eine Tabelle zeigt, dass bei 40 Rentenpunkten (entspricht dem Durchschnittseinkommen) die Bruttorente nach 35 Jahren bei ca. 1.677 € liegen kann, aber bei niedrigerem Einkommen deutlich weniger.
Wie viel Abschläge habe ich, wenn ich mit 63 in Rente gehe?
Bei der Rente mit 63 (für langjährig Versicherte) gibt es immer Abschläge von 0,3 % pro Monat, den Sie früher in Rente gehen als Ihre individuelle Regelaltersgrenze, maximal aber 14,4 % (4 Jahre früher). Diese Kürzung ist dauerhaft und wird auf die Rente angewendet, die Sie ohne Abschläge erhalten würden. Für die Jahrgänge ab 1964 liegt das abschlagsfreie Rentenalter bei 67 Jahren, sodass die Rente mit 63 hier immer mit 14,4 % Abschlag verbunden ist, wenn 35 Versicherungsjahre erreicht sind.
Wie kann ich 3 Jahre bis zur Rente überbrücken?
Um die 3 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, können Sie eine Kombination aus Altersteilzeit (Blockmodell), Nutzung von Arbeitslosengeld (ALG I) für Ältere (bis zu 24 Monate), einem Lebensarbeitszeitkonto mit angespartem Guthaben (Überstunden, Urlaub), Teilzeitarbeit, Mini- oder Midijobs, privaten Rücklagen, Sonderzahlungen in die Rentenkasse oder sogar Krankengeld und ALG II (für über 58-Jährige) nutzen; wichtig ist eine individuelle Strategie, die zu Ihrer Situation passt.
Kann ich 2025 noch mit 63 in Rente gehen?
Im Jahr 2025 erfüllen Sie die erste Voraussetzung von mindestens 45 Beitragsjahren. Sie sind im Jahr 2025 aber erst 61 Jahre alt und können daher noch nicht in den Ruhestand gehen. Mit Abschlägen können Sie die Rente mit 63 Jahren in Anspruch nehmen. Abschlagsfrei können Sie mit 65 Jahren in Rente gehen.
Kann ich mit 63 in Rente gehen, wenn ich 35 Jahre gearbeitet habe?
Ja, mit 35 Arbeitsjahren können Sie mit 63 in Rente gehen, aber nur mit dauerhaften Abschlägen von 0,3 % pro vorgezogenem Monat (maximal 14,4 %), es sei denn, Sie sind ein älterer Jahrgang, der die abschlagsfreie Rente für besonders Langjährige (45 Jahre) erreicht. Für 1964 und spätere Jahrgänge liegt die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren, daher müssen Sie bei einem Rentenbeginn mit 63 die Abschläge einkalkulieren, wenn Sie nicht 45 Jahre lang gearbeitet haben.
Wie funktioniert die Teilrente mit 63 Jahren?
Die Teilrente ist eine flexible Form der Altersrente, bei der Menschen ab 63 Jahren einen Teil ihrer Altersrente beziehen können. Bei Schwerbehinderung kann die Altersrente und damit die Teilrente auch früher beginnen. Der Umfang der Teilrente kann von 10–99,99 % frei gewählt, die Aufteilung jederzeit geändert werden.
Welche Jahrgänge können ohne Abzüge in Rente gehen?
Wer ohne Abzüge in Rente gehen kann, hängt vom Geburtsjahr ab: Jahrgänge bis 1952 konnten mit 63 abschlagsfrei gehen, während die Altersgrenze für die sogenannte „Rente mit 63“ (jetzt „Rente mit 67“ nach 45 Jahren) für die Jahrgänge 1953 bis 1964 schrittweise ansteigt, sodass ab 1964 Geborene mit 65 Jahren nach 45 Versicherungsjahren abschlagsfrei gehen können, während für die Jahrgänge 1964 und jünger die volle Regelaltersgrenze 67 Jahre ist, aber bei 45 Versicherungsjahren auch früher (z.B. mit 65) abschlagsfrei möglich ist.
Wird Rente mit 63 mit Abschlag abgeschafft?
Die abschlagsfreie "Rente mit 63" (für 45 Jahre Wartezeit) wird nach dem aktuellen Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD nicht abgeschafft, sondern soll beibehalten werden, auch wenn das Eintrittsalter für jüngere Jahrgänge steigt. Die Rente mit 63 mit Abschlägen (35 Jahre Wartezeit) ist hingegen umstritten, und es gibt Forderungen – etwa von Jens Spahn (CDU) – sie wegen des Fachkräftemangels abzuschaffen, um einen Anreiz für längeres Arbeiten zu schaffen, wie Tagesschau.de berichtet.
Wie hoch ist die Grundrente nach 35 Arbeitsjahren?
Nach 35 Arbeitsjahren erhält man einen Grundrentenzuschlag, der die Rente aufwertet, aber keine feste Summe ist; die Höhe hängt von den tatsächlich verdienten Entgeltpunkten ab, wobei die durchschnittliche monatliche Aufwertung bei rund 86 Euro liegt, sie kann aber je nach Einkommen höher oder niedriger ausfallen, da sie auf maximal 0,8 Entgeltpunkte pro Jahr begrenzt ist, was grob über 400 Euro zusätzlich ausmachen kann, aber erst nach Prüfung durch die Rentenversicherung gezahlt wird.
Welche Schlupflöcher gibt es, um mit 63 Jahren in Rente zu gehen?
"Schlupflöcher" zur Rente mit 63 ermöglichen oft den früheren Renteneintritt durch das Sammeln zusätzlicher Beitragsjahre über einen versicherungspflichtigen Minijob (520-Euro-Job, ohne Befreiung von der RV-Pflicht) oder die Nutzung von Arbeitslosengeld-Phasen bei bestimmten Arbeitgeberinsolvenzen, um die erforderlichen 45 Jahre für die abschlagsfreie Rente (für ältere Jahrgänge) oder 35 Jahre (mit Abschlägen) zu erreichen und so die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze zu umgehen. Weitere Wege sind Altersteilzeit, Zeitwertkonten oder das Aufstocken der Beiträge bei weniger als 45 Jahren.
Wer kann mit 63 in Rente gehen Tabelle?
Mit 63 Jahren kann man unter bestimmten Voraussetzungen in Rente gehen, hauptsächlich über die Altersrente für langjährig Versicherte (ab 35 Jahren Beitragszeit mit Abschlägen) oder die „Rente für besonders langjährig Versicherte“ (45 Jahre Beitragszeit, abschlagsfrei ab Jahrgang 1964 erst mit 65 Jahren, aber für frühere Jahrgänge früher möglich). Eine abschlagsfreie Rente mit 63 ist nur für vor 1953 Geborene mit 45 Jahren Beitragszeit möglich; für spätere Jahrgänge steigt das abschlagsfreie Eintrittsalter an, während bei der Rente mit 63 Jahren mit Abschlägen (ca. 0,3 % pro Monat zu früh) gerechnet werden muss, wie die Tabellen zeigen.
Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?
Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie die Rente für langjährig Versicherte (mit Abschlägen) oder die Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre, abschlagsfrei); Alternativen sind die Altersteilzeit, der Ausgleich von Abschlägen durch Sonderzahlungen an die Rentenversicherung, der Schwerbehindertenstatus (ab 50 % GdB), oder die Nutzung von Lebensarbeitszeitkonten für eine bezahlte Freistellung, wobei man weiter einzahlt und so Abschläge vermeidet.
Ist es sinnvoll, mit 63 in Rente zu gehen und weiter zu arbeiten?
Ja, Rente mit 63 und weiterarbeiten lohnt sich oft finanziell, besonders seit der Abschaffung der Hinzuverdienstgrenzen für vorgezogene Altersrenten 2023, wodurch unbegrenzt hinzuverdient werden kann, ohne dass die Rente gekürzt wird. Es gibt jedoch Unterschiede: Das Weiterarbeiten nach Regelaltersgrenze bringt noch Zuschläge (0,5 % pro Monat), während die Rente mit 63 (Altersrente für langjährig Versicherte) oft Abschläge hat, aber durch das Weiterarbeiten weiterhin Rentenpunkte sammelt und Abschläge minimiert werden können (z.B. mit einer 99,99% Teilrente). Steuern und Sozialabgaben fallen weiterhin an, aber die Kombination aus Lohn und Rente steigert das Gesamteinkommen deutlich.
Wie viel kostet es, einen Rentenpunkt im Jahr 2025 zu kaufen?
Im Jahr 2025 kostet ein Rentenpunkt bundesweit einheitlich 9.392 Euro (genauer: 9.391,70 €), was sich aus dem vorläufigen Durchschnittsentgelt von 50.493 € und dem Beitragssatz von 18,6 % ergibt. Für diesen Betrag erhalten Sie eine monatliche Rentensteigerung von rund 39,32 € (oder ca. 40,79 € laut einigen Quellen, da die genaue monatliche Steigerung variiert) für den Rest Ihres Lebens.
Wie viel muss ich in die Rente einzahlen, um 1000 € mehr zu bekommen?
Ranking 2025 50 Aktien fürs Leben – Dividenden-Champions für die langfristige Geldanlage. Damit Kai sich im Ruhestand monatlich 1000 Euro Zusatzrente auszahlen kann, muss er die 8000 Euro aus der Steuerrückzahlung einmalig anlegen und zusätzlich monatlich eine Sparrate einzahlen. Um bis zu seinem 67.
Welche Abschläge gibt es bei der Rente nach 35 Beitragsjahren?
Nach 35 Beitragsjahren haben Sie Anspruch auf die Altersrente für langjährig Versicherte, wobei die Höhe von Ihrem Verdienst abhängt – von ca. 1.000 € bei niedrigem Einkommen bis über 2.800 € bei Top-Verdienern – und der Rentenbeginn je nach Geburtsjahr ohne Abschlag (für Jahrgänge bis 1963) oder mit Abschlägen von bis zu 14,4 % (für Jahrgänge ab 1964) möglich ist. Die genaue Rentenhöhe berechnet sich über Entgeltpunkte; 35 Jahre mit Durchschnittsverdienst ergeben ca. 35 Rentenpunkte, was aktuell rund 1.400 € brutto bedeutet.