Kann man spontan zu einem anderen Hausarzt gehen?

Gefragt von: Frau Edda Strobel B.A.
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Ja, man kann spontan zu einem anderen Hausarzt gehen, besonders in Notfällen oder bei akuten Problemen, da in Deutschland die freie Arztwahl gilt. Bei gesetzlich Versicherten, die am Hausarztmodell (HZV) teilnehmen, muss man jedoch bestimmte Regeln beachten: Hier darf man nur in Vertretungsfällen (z.B. Urlaub des Stammarztes) zu einem anderen Hausarzt wechseln, der ebenfalls am Programm teilnimmt; sonst drohen Einschränkungen bei der Kostenübernahme. Grundsätzlich ist es aber möglich, den Hausarzt jederzeit zu wechseln, auch ohne Grund.

Kann man einfach so zu einem anderen Hausarzt gehen?

Ja, in Deutschland haben Sie das Recht auf freie Arztwahl, daher können Sie grundsätzlich einfach zu einem anderen Hausarzt gehen, auch ohne Grund, egal ob gesetzlich oder privat versichert. Es ist ratsam, den Wechsel zu planen, da es nicht ideal ist, zwei Hausärzte gleichzeitig zu haben, aber in Notfällen oder bei speziellen Problemen ist ein Besuch bei anderen Praxen oder Spezialisten möglich, wobei die Krankenkasse bei übermäßigem "Ärztehopping" (mehrere Ärzte derselben Fachgruppe ohne triftigen Grund) die Kostenübernahme verweigern kann.
 

Kann ich zu einem anderen Hausarzt gehen als zu meinem?

Hausarztpraxen können anderen Personen sicheren Zugriff auf die hausärztlichen Leistungen anderer Patienten gewähren , damit diese die Gesundheitsversorgung und -betreuung anderer Patienten unterstützen können. Dies wird auch als Stellvertreterzugriff oder Zugriff durch Dritte bezeichnet.

Ist es möglich, gleichzeitig zu zwei Hausärzten zu gehen?

Ja, grundsätzlich können Sie zu zwei Hausärzten gehen, da in Deutschland die freie Arztwahl gilt, aber bei gesetzlich Versicherten gibt es Einschränkungen, besonders wenn man an einem Hausarztprogramm teilnimmt, dann ist oft nur ein Hausarzt pro Quartal erlaubt (außer bei Vertretung oder wichtigen Gründen), sonst drohen Honorarkürzungen für die Ärzte, während bei privaten Versicherungen und ohne spezielle Verträge mehr Flexibilität besteht. 

Kann mein Hausarzt sehen, ob ich bei einem anderen Arzt war?

Nein, dein Hausarzt kann nicht automatisch sehen, bei welchen anderen Ärzten du warst, da die ärztliche Schweigepflicht gilt und medizinische Daten geschützt sind. Allerdings können durch die elektronische Patientenakte (ePA) (die in Deutschland jetzt verpflichtend eingeführt wird) und die e-Medikationsliste Daten zwischen Ärzten ausgetausht werden, wenn du zustimmst, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden und eine bessere Übersicht zu bekommen, aber nur mit deiner ausdrücklichen Erlaubnis oder wenn es zum Zweck der Behandlung nötig ist. 

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Was passiert bei Ärztehopping?

Ärztehopping führt zu unnötigen Doppeluntersuchungen, höheren Kosten für Krankenkassen und Privatversicherungen sowie überfüllten Wartezimmern, da die Koordination fehlt. Patienten riskieren mangelnde Behandlungskontinuität und Diagnosefehler, während Ärzte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bei Missbrauch durch Sonderzahlungskürzungen oder Ausschlussverfahren sanktioniert werden können, auch wenn die elektronische Patientenakte (ePA) zukünftig mehr Transparenz schafft. 

Was sehen Arzt beim Einlesen der Karte?

Was sieht der Arzt auf der elektronischen Gesundheitskarte? Standardmäßig sieht der Arzt auf der elektronischen Gesundheitskarte nur administrative Daten: Name, Geburtsdatum, Adresse, Versichertenstatus. Medizinische Inhalte wie Diagnosen oder Befunde sind nicht auf der Karte gespeichert.

Kann ich einen anderen Hausarzt aufsuchen?

Wenn ein Patient seinen Hausarzt wechseln möchte, beispielsweise wegen eines Umzugs, muss er sich bei seinem neuen Hausarzt anmelden. Dieser meldet ihn dann bei seinem alten Hausarzt ab. Im Zuge dieses Vorgangs wird seine vollständige Patientenakte vom alten an den neuen Hausarzt übertragen, in der Regel elektronisch.

Ist es möglich, innerhalb eines Quartals einen Arzt zu wechseln?

Ja, ein Arztwechsel innerhalb eines Quartals ist möglich, aber für gesetzlich Versicherte an Bedingungen geknüpft; oft wird ein Wechsel erst zum nächsten Quartal vollzogen, es sei denn, es liegt ein „wichtiger Grund“ vor (z. B. Vertrauensverlust, Umzug) oder Sie sind privat versichert, da Ärzte Pauschalen pro Quartal abrechnen, was einen Wechsel blockieren kann, wenn Sie schon Leistungen in Anspruch genommen haben. 

Was passiert, wenn ich trotz Hausarztvertrag zu einem anderen Arzt gehe?

Wenn Sie trotz Hausarztvertrag zu einem anderen Arzt gehen, riskieren Sie, die Behandlungskosten selbst tragen zu müssen und können von Ihrer Krankenkasse vom Programm ausgeschlossen werden, da Sie gegen die Regeln der hausarztzentrierten Versorgung verstoßen, aber die Freie Arztwahl gilt; Sie benötigen in der Regel eine Überweisung vom Hausarzt für Fachärzte oder müssen den Vertrag vorher bei der Kasse kündigen, da sonst die Kasse die Kostenübernahme verweigern kann. 

Kann ich zu einem anderen Arzt, wenn meiner zu hat?

Dies bedeutet, dass Patientinnen und Patienten sich grundsätzlich aussuchen können, von welcher niedergelassenen Ärztin bzw. welchem Arzt oder von welcher sonstigen Gesundheitseinrichtung sie behandelt werden möchten.

Kann ich meinen Hausarzt ohne weiteres wechseln?

„Das heißt, dass jeder den Arzt wechseln darf, unabhängig davon, ob er gesetzlich oder privat versichert ist. “ Eine Begründung dafür muss man nicht nennen. Privatpatienten dürfen immer und ohne Kündigungsfrist wechseln.

Wie läuft ein Hausarztwechsel ab?

Hausarztmodell: Wie den Hausarztvertrag kündigen

  • Bei der Krankenkasse informieren ob man im Hausarztmodell ist.
  • Kündigungsschreiben zum Hausarztvertrag zum nächstmöglichen Termin an die Krankenkasse senden.
  • Um schriftliche Bestätigung des Kündigungstermins bitten.
  • Arztsuche für den Hausarztwechsel beginnen.

Was tun, wenn man mit dem Hausarzt unzufrieden ist?

Beschwerden richten Sie daher bitte unmittelbar an die zuständige Landesärztekammer. Enthält Ihre Beschwerde Hinweise dafür, dass die Ärztin oder der Arzt Vorgaben der Berufsordnung nicht beachtet, ist es ebenfalls ausschließlich Aufgabe der jeweils zuständigen Landesärztekammern, dem nachzugehen.

Ist man an seinen Hausarzt gebunden?

An die Wahl des Hausarztes oder der Hausärztin sind Sie für mindestens ein Jahr gebunden.

Ist es möglich, zu verschiedenen Hausärzten zu gehen?

Ja, in Deutschland gilt die freie Arztwahl, daher können Sie grundsätzlich verschiedene Hausärzte aufsuchen, um sich beraten zu lassen oder eine Zweitmeinung einzuholen, aber bei gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sollten Sie bei Hausarzt-Modellen aufpassen und innerhalb eines Quartals eher nur einen Arzt desselben Faches wählen, um Probleme mit der Abrechnung zu vermeiden, wobei Notfälle immer möglich sind und ein Wechsel nach einem Quartal einfacher ist. 

Wann kann man seinen Hausarzt wechseln?

Wie oft kann ich den Hausarzt wechseln? Man kann nach jedem Quartal, also alle drei Monate, den Hausarzt wechseln. Sobald die e-Card in einem Quartal benutzt wurde, ist ein Wechsel nicht mehr möglich.

Kann ich in einem Quartal zu zwei verschiedenen Ärzten gehen?

Da gesetzlich Versicherte ihren Arzt oder ihre Ärztin frei wählen können, ist es unproblematisch, bei Behandlungen einen weiteren Mediziner oder eine weitere Medizinerin zu Rate zu ziehen. Die Zweitgutachter:innen können ihre Beratungsleistungen mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen.

Kann man immer zu einem anderen Hausarzt gehen?

Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung ( GKV ) können in Deutschland grundsätzlich die sie behandelnden Ärztinnen und Ärzte frei wählen. Das ist nicht selbstverständlich, denn in vielen europäischen Ländern gilt das Prinzip der freien Arztwahl nicht oder nur sehr eingeschränkt.

Kann mein Hausarzt sehen, dass ich bei einem anderen Hausarzt war?

Nein, dein Hausarzt sieht nicht automatisch, wenn du bei einem anderen Arzt warst, da Ärzte der Schweigepflicht unterliegen und Daten nur mit deiner expliziten Einwilligung weitergeben dürfen; allerdings können bei Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) medizinische Daten wie Verordnungen und abgeholte Medikamente für Ärzte sichtbar sein, und Fachärzte informieren den Hausarzt oft über den Behandlungsverlauf – du hast aber immer das Recht auf deine vollständige Patientenakte, wenn du dies wünschst. 

Können Ärzte sehen, was ein anderer Arzt verschrieben hat?

Nein, grundsätzlich kann ein Arzt nicht ohne Weiteres sehen, was ein anderer Arzt verschrieben hat, da die ärztliche Schweigepflicht gilt und Daten vertraulich sind. Allerdings ermöglichen neue Systeme wie das E-Rezept und die Elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland (oder ähnliche Systeme in Österreich, wie die e-card in Österreich) den Zugriff auf Medikationsdaten, wenn Sie dem zustimmen oder bestimmte Funktionen nutzen, wodurch Ärzte einen besseren Überblick über Ihre Medikamente bekommen können. 

Kann die Krankenkasse sehen, wann ich beim Arzt war?

Ja, Ihre Krankenkasse erfährt durch Arztbesuche und Behandlungen, da Ärzte und Krankenhäuser Daten zur Abrechnung übermitteln, aber Sie haben das Recht auf eine elektronische Patientenquittung (ePQ) mit Details zu Behandlungen und Diagnosen, um Transparenz zu haben und Ihre Daten selbst einzusehen. Sie können über die Online-Geschäftsstelle oder App Ihrer Kasse eine Übersicht anfordern, die zeigt, wann welche Leistungen abgerechnet wurden. 

Kann jeder Arzt meine Diagnosen sehen?

Nein, nicht jeder Arzt kann Ihre Diagnosen sofort sehen, aber durch die elektronische Patientenakte (ePA) können Sie entscheiden, welche Ärzte und welche Daten sie einsehen dürfen, wobei ein Zugriff standardmäßig nur bei direktem Behandlungsfall und nach Einlesen Ihrer Gesundheitskarte für bis zu 90 Tage gewährt wird, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden und die Versorgung zu verbessern. Ihre explizite Zustimmung ist entscheidend, aber auch ein Informationsaustausch unter behandelnden Ärzten ist möglich, wenn Ihre Einwilligung angenommen wird, ohne dass Sie jedes Mal explizit zustimmen müssen. 

Welche Sätze sollte ein guter Arzt niemals sagen?

Alles wird gut? Gute Ärzte sagen nie DIESE fünf Sätze

  1. „Warum haben Sie so lange gewartet, bevor Sie zu uns gekommen sind? “ Dieser Satz sollte tabu sein. ...
  2. „Alles wird gut! “ ...
  3. „Sollen wir alles versuchen? “ ...
  4. „Wir können nichts anderes tun. “ ...
  5. „Was haben die anderen Ärzte getan oder gesagt? “

Kann man so ohne weiteres den Hausarzt wechseln?

In Deutschland ist das Recht auf freie Arztwahl gesetzlich verankert. Mit wenigen Ausnahmen kann jeder Versicherte - ob privat oder gesetzlich versichert - den Arzt frei auswählen. Geht das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt verloren, so hat der Patient die Möglichkeit den Arzt zu wechseln.