Kann man zusätzliche Krankenversicherung von der Steuer absetzen?
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Alle Zusatzkrankenversicherungen, die Sie abschließen, können Sie auch von der Steuer absetzen – zumindest theoretisch. Da die gesetzliche Krankenversicherung laut Sozialgesetzbuch nur das Nötigste abdecken muss, haben viele "normal" Versicherte eine Krankenzusatzversicherungen abschlossen.
Kann ich eine zusätzliche Krankenversicherung in meiner Steuererklärung absetzen?
Private Zusatzversicherungen, die der Vorsorge dienen, sind von der Steuer absetzbar. Für Vorsorgeaufwendungen gelten Höchstbeträge von 1.900 Euro für Angestellte und 2.800 Euro für Selbstständige. Für Ehepaare und eingetragene Lebenspartner gilt bei gemeinsamer Veranlagung die Summer ihrer Höchstgrenzen.
Welche Krankenkassenbeiträge sind steuerlich absetzbar?
In der Steuererklärung können Sie Ihre gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge voll absetzen. Auch die Beiträge zur Basisabsicherung im Krankheitsfall wird vom Finanzamt in voller Höhe anerkannt.
Kann ich Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung von der Steuer absetzen?
Neben den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung können Sie auch die Kosten für den Zusatzbeitrag von der Steuer absetzen. Im Jahr 2025 liegt der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung einheitlich bei 14,6 Prozent.
Kann man freiwillige Krankenversicherung von der Steuer absetzen?
Als Mitglied einer freiwilligen Krankenversicherung können Sie den Beitrag über die Einkommenssteuererklärung absetzen – und zwar in einem weitaus größeren Umfang als noch vor einigen Jahren. Ausschlaggebend hierfür war das Inkrafttreten des Bürgerentlastungsgesetztes.
Krankenversicherungsbeiträge richtig STEUERLICH ABSETZEN!
Kann ich meine Krankenkassenbeiträge in meiner Steuererklärung geltend machen?
Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung können Rentner in ihrer Steuererklärung geltend machen. Sie zählen zu den Sonderausgaben, ebenso wie Beiträge zu anderen Versicherungen wie einer Unfall- oder Haftpflichtversicherung - oder auch Spenden.
Ist es ein Vorteil, freiwillig versichert zu sein?
Ja, als freiwillig Versicherter (GKV) hat man viele Vorteile wie keine Vorleistung bei Behandlungen, Familienmitversicherung, Beitragssätze abhängig vom Einkommen (nicht von Vorerkrankungen) und Zusatzleistungen, die über den Standard hinausgehen, was besonders für Selbstständige und Gutverdiener eine sichere Absicherung im solidaren System darstellt.
Welche Zusatzversicherung kann man absetzen?
Einige private Zusatzversicherungen können Sie von der Steuer absetzen. Dazu gehören zum Beispiel Unfall-, Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Und auch die Zahnzusatzversicherung lässt sich grundsätzlich steuerlich geltend machen.
Kann ich private Krankenkassenbeiträge von der Steuer absetzen?
Die Steuergesetze ermöglichen es Steuerpflichtigen, bei der Einkommensteuer die Beiträge für die gesetzliche oder private Krankenversicherung (PKV) sowie die Pflegeversicherung als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abzusetzen. Basis ist der Paragraf 10 des Einkommensteuergesetzes.
Welche Vorsorgeaufwendungen für die Krankenversicherung kann ich steuerlich geltend machen?
Wer steuerfreie Zuschüsse zu seiner Krankenversicherung oder Beihilfe zu den Krankenkosten bekommt, kann bis 1.900 Euro als sonstige Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend machen. Erhält man keine steuerfreien Zuschüsse zu den Krankenkosten, sind bis zu 2.800 Euro abzugsfähig.
Welche Gesundheitskosten sind steuerlich absetzbar?
Absetzbare Krankheitskosten:
- Ärztliche Behandlung.
- Heilbäder, Krankengymnastik.
- Pflegeleistungen.
- Heilpraktiker oder Homöopath.
- Medikamente und Zuzahlungen in der Apotheke.
- Medizinische Hilfsmittel.
- Krankenhausaufenthalte.
- Fahrtkosten zum Arzt, Krankenhaus, Krankengymnastik etc.
Welche Versicherungen kann ich in meiner Steuererklärung absetzen?
Zu den Versicherungen, die Privatpersonen bei der Steuer angeben können, gehören alle Vorsorgeaufwendungen. Hierzu zählen Beiträge zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Haftpflichtversicherung, Risikolebensversicherung, Unfallversicherung sowie Leistungen zur Zusatzversorgung wie die Riester-Rente.
Sind Aok-Beiträge steuerlich absetzbar?
Beiträge. Beiträge zur gesetzlichen freiwilligen Kranken- und Pflegeversicherung sind als Vorsorgeaufwendungen vom zu versteuernden Einkommen abzugsfähig.
Wie viele Krankenkassenbeiträge kann ich bei der Steuer absetzen?
Diesen Höchstbetrag kannst du absetzen
Damit können alle Aufwendungen der Basiskrankenversicherung steuerlich geltend gemacht werden. Dabei darf jedoch der jährliche Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen von 1.900 Euro nicht überschritten werden. Dieser gilt für Arbeitnehmer*innen und verbeamtete Personen.
Wo trage ich eine Zusatzkrankenversicherung ein?
Wenn Sie privat krankenversichert sind, tragen Sie die Beiträge zu Ihren privaten Krankenzusatzversicherungen im Abschnitt „Beiträge zur inländischen privaten Kranken- und Pflegeversicherung“ in Zeile 27 ein.
Welche Krankenversicherung kann man von der Steuer absetzen?
Beiträge zur gesetzlichen und privaten Basiskrankenversicherung sowie zur gesetzlichen Pflegeversicherung (d.h. zur sozialen Pflegeversicherung und privaten Pflegepflichtversicherung) sind in tatsächlicher Höhe und unbegrenzt als Sonderausgaben absetzbar.
Welche privaten Kosten kann man von der Steuer absetzen?
Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du einige private Kosten steuerlich absetzen. Dazu zählen zum Beispiel: Krankheitskosten, Unterhaltsleistungen, Spenden, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, Kinderbetreuungskosten, Schulgeld, Kirchensteuer und Beiträge zu einem Riester-Vertrag.
Kann ich meine Krankenversicherungsbeiträge in meiner Steuererklärung geltend machen?
Rentner finden die Beiträge zur Krankenversicherung (Zeile 16 ) und Pflegeversicherung (Zeile 18 ) in der Rentenbezugsmitteilung. Die Daten werden vom Finanzamt beigesteuert, sind also nicht einzutragen. Beiträge für Wahlleistungen werden in Zeile 22 eingetragen.
Ist der Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung steuerlich absetzbar?
Alle Zahlungen für den Zusatzbeitrag sind in voller Höhe von der Steuer abzusetzen. Dies sieht das Bürgerentlastungsgesetz vor.
Welche Versicherung kann man nicht absetzen?
Nicht absetzbare Versicherungen
- Gebäude- und Hausratversicherung (Ausnahme bei Hausratversicherung: siehe oben im „Tipp“)
- Fahrradversicherung.
- Kfz-Kaskoversicherung.
- Reisegepäck- und Reiserücktrittversicherung.
- Kapitallebensversicherung mit Versicherungsschluss ab 01.01.2005.
Kann Zahnersatz von der Steuer abgesetzt werden?
Medizinisch notwendige, nicht erstattete Zahnkosten sind als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Absetzbar ist nur, was über der zumutbaren Belastung liegt. Nachweise wie Rechnungen und Zahlungsbelege sind erforderlich. Größere Behandlungen besser in einem Jahr bündeln, um Steuern zu sparen.
Welche Vorsorgeaufwendungen kann ich steuerlich absetzen?
Was kann man als Vorsorgeaufwendungen absetzen? Alle Versicherungen, mit denen Sie für die Zukunft vorsorgen, sind steuerlich absetzbar. Hierzu zählen Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge und weitere Versicherungen wie Ihre Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen.
Was ist der Unterschied zwischen freiwillig krankenversichert und gesetzlich krankenversichert?
Der Hauptunterschied zwischen gesetzlich (pflichtversichert) und freiwillig versichert in der GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) liegt in der Wahlmöglichkeit und der Personengruppe, nicht in den Leistungen, die weitgehend gleich sind: Pflichtversicherte sind per Gesetz in der GKV, z.B. Arbeitnehmer unter der JAE-Grenze; Freiwillig Versicherte haben die Wahl, wenn ihr Einkommen über der Grenze liegt oder sie Selbstständige sind, und bleiben in der GKV, obwohl sie auch privat könnten (z.B. Selbstständige, Besserverdienende). Beiträge in der GKV richten sich nach dem Einkommen (Solidarprinzip), bei freiwilliger Versicherung auch nach weiteren Einnahmen.
Welche Krankenkasse ist im Jahr 2025 die günstigste?
Beitragssätze der günstigsten gesetzlichen Krankenkassen (GKV) 2025. Im Jahr 2025 ist die BKK firmus mit einem Beitragssatz von 16,78 Prozent die günstigste bundesweit geöffnete gesetzliche Krankenkasse in Deutschland (Stand: August 2025).
Warum wird die freiwillige Krankenversicherung vom Netto abgezogen?
Freiwillige Krankenversicherungsbeiträge werden vom Netto abgezogen, weil sie zwar sozialversicherungsrechtlich als freiwillig gelten, aber trotzdem Teil des Einkommens sind, aus dem die Kasse ihren Anteil fordert, und zwar als Nettoabzug nach der Berechnung des gesetzlichen Nettogehalts, was bedeutet, dass der Arbeitgeber den steuer- und SV-freien Anteil zahlt, den Rest aber vom Auszahlungsbetrag abzieht, damit die Kasse ihr Geld bekommt und Sie den vollen Beitrag zahlen.