Können Ärzte sehen, was andere Ärzte verschrieben haben?

Gefragt von: Martha Götz
sternezahl: 4.9/5 (57 sternebewertungen)

Nein, grundsätzlich kann ein Arzt nicht ohne Weiteres sehen, was ein anderer Arzt verschrieben hat, da die ärztliche Schweigepflicht gilt und Daten vertraulich sind. Allerdings ermöglichen neue Systeme wie das E-Rezept und die Elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland (oder ähnliche Systeme in Österreich, wie die e-card in Österreich) den Zugriff auf Medikationsdaten, wenn Sie dem zustimmen oder bestimmte Funktionen nutzen, wodurch Ärzte einen besseren Überblick über Ihre Medikamente bekommen können.

Kann mein Arzt sehen, ob ich bei einem anderen Arzt war?

Nein, grundsätzlich kann ein Arzt nicht automatisch sehen, bei welchen anderen Ärzten Sie waren, da die ärztliche Schweigepflicht gilt und Daten nicht ohne Ihre Einwilligung geteilt werden dürfen; allerdings können über die elektronische Patientenakte (ePA) oder bei Abrechnung mit der Krankenkasse Informationen zu verordneten Medikamenten oder Behandlungen einsehbar sein, wenn Sie dem zustimmen oder bestimmte Funktionen aktivieren. 

Was sieht der Arzt beim Einlesen der Karte?

Was sieht der Arzt auf der elektronischen Gesundheitskarte? Standardmäßig sieht der Arzt auf der elektronischen Gesundheitskarte nur administrative Daten: Name, Geburtsdatum, Adresse, Versichertenstatus. Medizinische Inhalte wie Diagnosen oder Befunde sind nicht auf der Karte gespeichert.

Können andere Ärzte meine Rezepte sehen?

Können andere meine E-Rezepte einsehen, ohne dass ich das will? Nein. E-Rezepte können nur von der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt selbst oder von einer ausgewählten Apotheke eingesehen werden.

Können Ärzte sehen, ob Sie Ihr Rezept erhalten haben?

Apotheken bewahren Rezepte in Papierform auf. Wenn der Arzt dem Patienten ein handschriftliches Rezept ausgestellt hat, kann er die Apotheke kontaktieren, um zu bestätigen, dass das Rezept tatsächlich eingelöst wurde.

Diese 3 Sätze machen jeden Arzt sofort anders – sag sie nicht!

31 verwandte Fragen gefunden

Kann der Arzt sehen, ob ich Rezepte eingelöst habe?

| Kann eingesehen werden, ob die/der Versicherte das Rezept eingelöst hat? Das können Sie nicht sehen. Zukünftig werden Versicherte Verordnungs- und Dispensierdaten automatisch in ihre elektroni- sche Patientenakte übernehmen können.

Können Ärzte sehen, ob Sie Ihr Rezept abgeholt haben?

Alle Apotheken bewahren eine Papierkopie von Rezepten auf. Ihr Arzt kann die Apotheke kontaktieren, um zu bestätigen, dass das Rezept abgeholt wurde. Dasselbe gilt für Online-Rezepte – Ärzte erhalten eine Benachrichtigung, ob das Rezept abgeholt wurde oder nicht .

Kann jeder Arzt meine Medikamente sehen?

Ja. Auch ohne App können Versicherte eine ePA für alle haben, sodass im Fall einer Behandlung die betreffenden Ärztinnen und Ärzte, das Krankenhaus oder die Apotheke sowohl Daten in die ePA einstellen als auch vorhandene Daten einsehen können.

Kann man zu zwei verschiedenen Hausärzten gehen?

Darf ich mehrere Hausärzte haben? In Deutschland gilt die freie Auswahl: Sie entscheiden, von wem Sie sich behandeln lassen. Daher ist es grundlegend möglich, dass Sie sich bei einem anderen Hausarzt eine Zweitmeinung einholen.

Werden Rezepte kontrolliert?

In der Apotheke geht es oft hektisch zu, die Rezeptabholung steht an und einige Verordnungsblätter sind noch zu kontrollieren. Mit vereinten Kräften sollen nun die Rezepte auf Formfehler wie Richtigkeit der Verordnung, Dosierangaben und so weiter geprüft werden.

Kann die Krankenkasse sehen, wie oft ich beim Arzt war?

Ja, Sie können von uns Übersichten über die von Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern und von weiteren Therapeutinnen und Therapeuten abgerechneten Leistungen anfordern.

Kann man auf der Krankenkarte sehen, bei welchem Arzt man war?

Nein, man kann nicht direkt auf der Karte sehen, bei welchem Arzt man war, da medizinische Daten wie Diagnosen und Behandlungen nicht direkt auf der Karte gespeichert sind. Ärzte können bei Bedarf auf Ihre elektronische Patientenakte (ePA) zugreifen, aber nur mit Ihrer Zustimmung und nur bestimmte Informationen (z.B. Notfalldaten, Medikationsplan) sind standardmäßig verfügbar. Ihre Krankenkasse weiß durch Abrechnungen, welche Leistungen Sie erhalten haben, aber diese Übersichten sind nur für Sie selbst einsehbar, nicht für Ärzte. 

Was sehen Ärzte auf der E-Card?

Auf der e-card sind keine Gesundheitsdaten gespeichert, sondern nur die Personendaten der Karteninhaber*innen, wie z.B. Titel, Name, Versicherungsnummer und Foto. Ob Patient*innen einen Versicherungsschutz haben, wird mittels Online-Anspruchsprüfung beim Stecken oder Kontakt der Karte mit dem Kartenlesegerät überprüft.

Können Ärzte alles einsehen?

Nein. Nur Patientinnen und Patienten sowie das von ihnen berechtigte medizinische Personal haben Zugriff auf die Daten. Selbst Krankenkassen und ihre Ombudsstellen können die Daten in der ePA nicht einsehen.

Was passiert bei Ärztehopping?

Ärztehopping führt zu unnötigen Doppeluntersuchungen, höheren Kosten für Krankenkassen und Privatversicherungen sowie überfüllten Wartezimmern, da die Koordination fehlt. Patienten riskieren mangelnde Behandlungskontinuität und Diagnosefehler, während Ärzte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bei Missbrauch durch Sonderzahlungskürzungen oder Ausschlussverfahren sanktioniert werden können, auch wenn die elektronische Patientenakte (ePA) zukünftig mehr Transparenz schafft. 

Kann mein Arzt meine Krankheit sehen?

Wird ein Arbeitnehmer krank, sind Art, Ursache und Umfang seiner Erkrankung grundsätzlich seine Privatsache. Sie muss dem Arbeitgeber weder vom Beschäftigten noch vom Arzt mitgeteilt werden.

Können Ärzte andere Arztbesuche sehen?

Nein, Ärzte können nicht ohne Weiteres andere Arztbesuche sehen, aber durch die elektronische Patientenakte (ePA) können sie mit Ihrer Zustimmung auf wichtige Informationen zugreifen – wie Medikationslisten, was den Austausch erleichtert, aber Ihre Einwilligung ist der Schlüssel für den vollen Zugriff, um die Schweigepflicht zu wahren. Ohne Ihre ausdrückliche Erlaubnis haben andere Ärzte oder sogar Krankenkassen keinen Einblick in Ihre vollständige Krankenakte. 

Kann ich einen anderen Hausarzt aufsuchen?

Wenn ein Patient seinen Hausarzt wechseln möchte, beispielsweise wegen eines Umzugs, muss er sich bei seinem neuen Hausarzt anmelden. Dieser meldet ihn dann bei seinem alten Hausarzt ab. Im Zuge dieses Vorgangs wird seine vollständige Patientenakte vom alten an den neuen Hausarzt übertragen, in der Regel elektronisch.

Was passiert, wenn man zu einem anderen Hausarzt geht?

Wechselt der Patient den Hausarzt, muss der bisherige dem neuen Arzt die Originalkrankenunterlagen übergeben, wenn der Patient sein Einverständnis erklärt hat. Ein Anspruch auf Erstattung der Kosten besteht nur unter engen Voraussetzungen.

Kann ein Arzt sehen, was ein anderer mir verschrieben hat?

Nein, grundsätzlich kann ein Arzt nicht ohne Weiteres sehen, was ein anderer Arzt verschrieben hat, da die ärztliche Schweigepflicht gilt und Daten vertraulich sind. Allerdings ermöglichen neue Systeme wie das E-Rezept und die Elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland (oder ähnliche Systeme in Österreich, wie die e-card in Österreich) den Zugriff auf Medikationsdaten, wenn Sie dem zustimmen oder bestimmte Funktionen nutzen, wodurch Ärzte einen besseren Überblick über Ihre Medikamente bekommen können. 

Können Ärzte sehen, ob ich mein Rezept eingelöst habe?

Laut Gematik können Ärzte nicht sehen, ob und wann Sie Ihr E-Rezept einlösen.

Hat jeder Arzt Zugriff auf Elga?

Sie selbst und Ihre behandelnde Ärztin/Ihr behandelnder Arzt können Ihre ELGA verwenden. Jeder Zugriff wird protokolliert. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie der Teilnahme an ELGA nicht widersprochen haben. Ersetzt ELGA das Gespräch zwischen Ärztin/Arzt und Patientin/Patient?

Können Ärzte Rezepte sehen?

Ärzte können derzeit beim E-Rezept nicht einsehen, ob und welches Präparat abgegeben wurde“, schreibt eine Gematik-Sprecherin.

Was passiert, wenn Sie Ihr Rezept nicht einlösen?

Die Nichteinhaltung des verordneten Behandlungsplans kann schwerwiegende Folgen haben. Wenn Sie Ihre Medikamente nicht wie verordnet einnehmen, verschlimmern sich Ihre Schmerzen und die Erkrankung kann fortschreiten . Bei chronischen Schmerzen kann das Auslassen der Einnahme die Schmerzbehandlung erschweren.

Was passiert mit nicht abgeholten Rezepten?

Zulasten der Kasse verordnete Arzneimittel und Verbandstoffe dürfen grundsätzlich nicht abgerechnet werden, wenn diese vom Kunden nicht abgeholt wurden. Bleibt also nur, den Vorgang aufzulösen und entsprechend für eine mögliche Kassennachschau oder Steuerprüfung zu dokumentieren.