Muss ich einen Minijob in meiner Steuererklärung angeben?

Gefragt von: Maren Wiese
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Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber nicht die pauschale Lohnsteuererhebung wählt. In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerbescheinigung und muss die entsprechenden Daten in seiner Einkommensteuererklärung angeben.

Wann muss ich einen Minijob in meiner Steuererklärung angeben?

Minijobs müssen nicht in der Steuererklärung angegeben werden, da sie pauschal besteuert werden. In der Regel liegt dir dazu auch keine Lohnsteuerbescheinigung vor. Nicht mit Gehaltsabrechnug verwechseln. Wurde dein Minijob individuell besteuert, gehört er in die Steuererklärung.

Muss ich meinen Minijob in der Anlage N meiner Steuererklärung angeben?

Die meisten Minijobs müssen nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Das gilt für alle Minijobs, die pauschal versteuert werden. Bei individueller Versteuerung: Trage die Angaben aus deiner Lohnsteuerbescheinigung in die Anlage N der Steuererklärung ein.

Wird ein Minijob vom Finanzamt gemeldet?

Minijobs sind steuerpflichtig

Minijobs werden entweder pauschal oder individuell versteuert. Die pauschale Steuer von 2 Prozent wird an die Minijob-Zentrale gezahlt. Die individualisierte Steuer geht direkt an das zuständige Finanzamt.

Wie wirkt sich ein 520 Euro Job auf die Steuererklärung aus?

Ein Minijob muss nicht auf einer Steuererklärung angegeben werden. Auf einen 520-Euro-Job fällt keine Steuer an. Sozialabgaben führt der Arbeitgeber bei einer geringfügigen Beschäftigung pauschal ab. Dies sieht bei einem Midijob und einer Nebentätigkeit anders aus.

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Ist ein Nebenjob von 520 Euro steuerfrei?

Ein Minijob bis 520 € (bzw. 556 € ab 2024/2025) ist oft steuerfrei, da der Arbeitgeber pauschale Abgaben zahlt und Sie ihn meist nicht in der Steuererklärung angeben müssen, solange Ihre Gesamteinkünfte unter dem Grundfreibetrag bleiben und Sie nicht auf die Pauschalbesteuerung verzichten. Für Sie bleibt der Verdienst steuerfrei, aber Sie können auch keine Werbungskosten absetzen. Der Arbeitgeber übernimmt meist die Pauschalsteuer, Sie müssen nur den Rentenversicherungsbeitrag (wenn nicht befreit) zahlen.
 

Wo muss man einen Minijob angeben?

Als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber müssen Sie die Anmeldung Ihrer Minijobber spätestens 6 Wochen nach dem Beginn des Minijobs bei der Minijob-Zentrale vornehmen. Bestimmte Branchen sind aber zu einer Sofortmeldung verpflichtet.

Wann ist ein Minijob meldepflichtig?

Liegt der Lohn über der Minijob-Grenze von 538 Euro, so entsteht eine Meldepflicht für die Sozialversicherungen.

Ist ein Minijob immer steuerfrei?

Für die Höhe der Lohnsteuer ist die Steuerklasse der Minijobber*innen entscheidend: 556-Euro-Minijobber*innen, die keine weiteren Einkünfte haben, zahlen in den Lohnsteuerklassen I bis IV keine Steuern. Für solche Beschäftigten kann die individuelle Besteuerung günstiger sein als die Pauschsteuer von zwei Prozent.

Welche Einnahmen müssen dem Finanzamt gemeldet werden?

Alles, was Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer aufgrund Ihres Anstellungs- oder Dienstverhältnisses erhalten, sind Einnahmen, also Arbeitslohn. Dieser ist grundsätzlich in der Steuererklärung anzugeben.

Muss ich meinen Hauptjob und Nebenjob in meiner Steuererklärung angeben?

Bin ich mit einem Nebenjob verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben? Gehen Sie neben Ihrem Hauptberuf oder Studium einem Minijob nach, müssen Sie keine Steuererklärung einreichen.

Wann muss ich Anlage N nicht ausfüllen?

Gut zu wissen. Zeilen, die in der Anlage N mit einem grünen "e" gekennzeichnet sind, müssen Sie in der Regel nicht ausfüllen, weil die meldepflichtigen Stellen die Daten bereits elektronisch übermittelt haben. Das betrifft zum Beispiel Angaben zum Arbeitslohn.

Wie gebe ich einen Midijob in der Steuererklärung an?

Wenn der Midijob Ihre erste Tätigkeit ist, dürfen Sie Ihre „normale“ Steuerklasse bei der Steuererklärung anwenden. Mit Steuerklasse III (3) ist Ihr Midijob dann sogar steuerfrei. Auch in Steuerklasse I (1), II (2) oder IV (4) müssen Sie meistens keine oder nur sehr wenig Lohnsteuer zahlen.

Wo wird ein Minijob in die Steuererklärung eingetragen Elster?

Für dieses Arbeitsverhältnis führt der Arbeitgeber pauschal Steuern und Beiträge für die Sozialversicherung ab. Der geringfügig Beschäftigte selbst zahlt keine Steuern oder Versicherungsbeiträge. Die Einkünfte aus geringfügiger Beschäftigung müssen Sie dann nicht in der Steuererklärung angeben.

Wird ein Minijob an die Rente angerechnet?

Ja, ein Minijob zählt zur Rente und bringt wichtige Vorteile, da Sie grundsätzlich rentenversicherungspflichtig sind und durch Ihren Eigenanteil (3,6 % gewerblich) volle Rentenansprüche und Wartezeiten erwerben, was sich auf die spätere Alters- und Erwerbsminderungsrente auswirkt; Sie können sich aber auch befreien lassen, verlieren dann aber viele Vorteile. 

Wer zahlt die Pauschalsteuer von 2 % bei einem Minijob?

Berechnung: Der Arbeitgeber führt pauschal 2 % des Bruttoarbeitsentgelts an die Minijob-Zentrale ab. Der Minijobber zahlt keine weiteren Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge (mit Ausnahme der Krankenversicherung, wenn diese nicht vom Arbeitgeber übernommen wird).

Muss ich meinen Minijob in der Einkommensteuererklärung angeben?

Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber nicht die pauschale Lohnsteuererhebung wählt. In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerbescheinigung und muss die entsprechenden Daten in seiner Einkommensteuererklärung angeben.

Ist ein 520 € Nebenjob steuerfrei?

Ein Minijob bis 520 € (bzw. 556 € ab 2024/2025) ist oft steuerfrei, da der Arbeitgeber pauschale Abgaben zahlt und Sie ihn meist nicht in der Steuererklärung angeben müssen, solange Ihre Gesamteinkünfte unter dem Grundfreibetrag bleiben und Sie nicht auf die Pauschalbesteuerung verzichten. Für Sie bleibt der Verdienst steuerfrei, aber Sie können auch keine Werbungskosten absetzen. Der Arbeitgeber übernimmt meist die Pauschalsteuer, Sie müssen nur den Rentenversicherungsbeitrag (wenn nicht befreit) zahlen.
 

Was ist der Unterschied zwischen einem Nebenjob und einem Minijob?

Ein Nebenjob ist der Oberbegriff für jede Tätigkeit neben dem Hauptberuf, während ein Minijob eine spezielle, gesetzlich geregelte Form des Nebenjobs ist, die sich durch eine Verdienstgrenze (aktuell bis 556 €/Monat 2025) auszeichnet, bei der in der Regel keine oder nur geringe Steuern und Sozialabgaben anfallen. Der Hauptunterschied liegt also in der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Behandlung aufgrund der Verdienstgrenze; ein regulärer Nebenjob liegt über dieser Grenze und ist steuer- und abgabenpflichtig. 

Wird der Minijob dem Finanzamt gemeldet?

Ihr Arbeitgeber muss den Minijob bei der Minijob-Zentrale anmelden! Diese Minijobs brauchen Sie in der Regel auch nicht in Ihrer Steuererklärung anzugeben. Das gilt aber nur, wenn Ihr Arbeitgeber die Steuer pauschal abgerechnet hat!

Wann muss ein Minijob angemeldet werden?

Als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber müssen Sie die Anmeldung Ihrer Minijobber spätestens 6 Wochen nach dem Beginn des Minijobs bei der Minijob-Zentrale vornehmen.

Welche Nachteile hat ein Minijob?

Wer einen Minijob ausübt, muss keine Beiträge an die Arbeitslosenversicherung abführen. Darin besteht ein grundlegender Nachteil des Minijobs: Minijobberinnen und Minijobber erwerben keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Weitere Nachteiler ergeben sich bei den Sozialversicherungen und oft auch im Arbeitsrecht.

Was passiert, wenn man den Nebenjob nicht angibt?

Bei Verstoß droht Abmahnung

Denn sie verstoßen mit dem Nebenjob gegen ihre Arbeitnehmer-Pflichten aus dem Arbeitsvertrag. Wenn Mitarbeiter trotz Abmahnung nicht weniger arbeiten, dürfen Sie ihnen als Hauptarbeitgeber sogar die Kündigung ausprechen.

Was ist der Unterschied zwischen Minijob und geringfügig Beschäftigt?

Es gibt keinen Unterschied: Minijob ist der umgangssartige Begriff für eine geringfügige Beschäftigung. Diese ist definiert durch eine Verdienstgrenze (2025: 556 €/Monat) oder eine zeitliche Begrenzung (max. 70 Tage/Jahr), wobei Arbeitnehmer in der Regel sozialversicherungsfrei sind (mit optionaler Rentenversicherungspflicht) und Arbeitgeber pauschale Beiträge zahlen. 

Wohin wird ein Minijob gemeldet?

Meldung zur Sozialversicherung Mit der Meldung zur Sozialversicherung melden Sie Ihren Minijobber namentlich bei der Mini- job-Zentrale an. Die Anmeldung ist mit der ersten Abrechnung, spätestens jedoch 6 Wochen nach der Aufnahme der Beschäftigung durch elektroni- sche Datenübertragung zu übermitteln.