Sind Rentner günstiger für den Arbeitgeber?

Gefragt von: Herr Dr. Gunnar Holz
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Ja, Rentner können für Arbeitgeber günstiger sein, da nach Erreichen der Regelaltersgrenze die Sozialversicherungspflicht in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung entfällt, was zu niedrigeren Arbeitgeberkosten führt (insbesondere bei der Arbeitslosenversicherung), aber der Arbeitgeber muss weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, um Kosten zu sparen, müssen Rentner (oft in Teilzeit/Geringfügigkeit) beschäftigt werden, wobei auch der Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung fällig wird.

Was zahlt der Arbeitgeber für Rentner?

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze

Es handelt sich um eine geringfügig entlohnte Beschäftigung. Die Beschäftigung ist versicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, zahlt aber Beiträge zur Rentenversicherung. Als Arbeitgeber zahlen Sie Pauschalbeiträge zur Krankenversicherung (13 %).

Welche Steuerklasse habe ich, wenn ich als Rentner vollzeit arbeite?

Wenn Sie Rente beziehen und Vollzeit arbeiten, bleiben Sie in Ihrer bisherigen Steuerklasse (z.B. 1), da die gesetzliche Rente keine Steuerklasse hat. Die Steuerklasse 6 wird erst relevant, wenn Sie zusätzlich zu Ihrer gesetzlichen Rente und Ihrem Hauptjob noch eine Betriebsrente beziehen oder mehrere sozialversicherungspflichtige Jobs haben (z.B. über der Minijob-Grenze), erklärt rentenbescheid24.de. 

Welche Vorteile hat ein Arbeitgeber, wenn er einen Rentner einstellt?

Der Arbeitnehmeranteil zur Renten- und zur Arbeitslosenversicherung entfällt. In der Krankenversicherung gilt mit Erreichen der Regelaltersgrenze ein ermäßigter Beitragssatz, so dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer weniger zahlen.

Welche Sozialabgaben habe ich, wenn ich als Rentner weiter arbeite?

Rentner, die hinzuverdienen, müssen grundsätzlich Sozialabgaben für Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, wobei die Rentenversicherung die Hälfte übernimmt; hinzu kommen Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, wenn es sich um ein reguläres Arbeitsverhältnis handelt, wobei bei Minijobs die Regelungen anders sind. Wer vorzeitig in Altersrente geht und arbeitet, zahlt weiter Sozialversicherungsbeiträge, aber bei Erwerbsminderungsrenten fallen in der Regel keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung an. 

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Wie viel Steuern zahle ich als Rentner, wenn ich weiter arbeite?

Da von der Rente keine Steuer einbehalten wird, müssen Sie mit einer erheblichen Steuernachzahlung rechnen. Ihr Arbeitseinkommen wird meist komplett steuerpflichtig sein. Legen Sie deshalb sicherheitshalber rund 20 Prozent Ihres Arbeitseinkommens für die Steuer zurück.

Sind Rentner von der Arbeitslosenversicherung befreit?

Mit Ablauf des Monats, in dem die Beschäftigten die Regelaltersgrenze erreicht haben, endet für sie die Arbeitslosenversicherungspflicht. Der Arbeitgeberbeitragsanteil zur Arbeitslosenversicherung ist jedoch weiterhin zu entrichten.

Welche Lohnsteuern fallen bei beschäftigten Rentnern an?

Altersrentner können trotz Rentenbezugs ein steuerliches Dienstverhältnis oder auch mehrere Dienstverhältnisse eingehen und daraus Arbeitslohn beziehen. Der aus einem Dienstverhältnis bezogene Arbeitslohn eines Rentners ist grundsätzlich steuerpflichtig.

Wie hoch ist der Arbeitgeberanteil in der Arbeitslosenversicherung für Rentner?

Für Rentner, die arbeiten, gelten besondere Regeln: Bis zur Regelaltersgrenze zahlen sie wie normale Arbeitnehmer (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil). Nach Erreichen der Regelaltersgrenze entfällt der Arbeitnehmeranteil zur Arbeitslosenversicherung, aber der Arbeitgeber zahlt weiterhin seinen vollen Anteil von 1,3 % (Stand 2025). Bei vorgezogenen Altersrenten zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.
 

Kann man gleichzeitig Rente und Gehalt beziehen?

Ja, man kann gleichzeitig Rente und Gehalt beziehen, besonders bei der Altersrente, wo es seit 2023 keine Hinzuverdienstgrenzen mehr gibt – man darf unbegrenzt dazuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird, was den Übergang in den Ruhestand flexibler macht. Bei Erwerbsminderungsrenten oder Hinterbliebenenrenten gelten jedoch weiterhin spezifische, dynamische Hinzuverdienstgrenzen, deren Überschreitung zu Rentenkürzungen führen kann. Wichtig ist auch, dass auf das zusätzliche Einkommen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge anfallen können und eine Steuererklärung oft verpflichtend ist. 

Wird Rente und Gehalt zusammen versteuert?

Grundsätzlich muss das Einkommen eines Rentners genauso versteuert werden, wie das Einkommen von Angestellten und Freiberuflern beziehungsweise Selbstständigen. Die Einkommenshöhe, die auf der Steuererklärung angegeben werden muss, errechnet sich dabei aus der jeweiligen Rente und dem Hinzuverdienst.

Welche Steuerklasse ist zu empfehlen bei Rentner und Arbeitnehmern?

Sind Sie Rentner und hat Ihre noch berufstätige Ehefrau ein wesentlich höheres Einkommen als Sie, sollte sie die Steuerklasse 3 wählen. Dann werden Sie automatisch in Steuerklasse 5 eingestuft. Die Kombination 4/4 empfiehlt sich, wenn Sie beide ein ähnlich hohes Einkommen haben.

Warum muss ich als Rentner so viel Steuern nachzahlen?

Im Gegensatz zur Lohnsteuer beim Lohn, werden bei Renten unterjährig keine Steuerabzüge einbehalten. Das führt oft zu Nachzahlungen in der Steuererklärung. Auch als Rentner kannst du viele Ausgaben wie Versicherungen, Kosten für Medikamente oder Kontoführungsgebühren absetzen.

Welche Steuerklasse wenn ich als Rentner weiter arbeite?

Auch Rentner und Studenten fallen unter die Steuerklasse 6, wenn sie über 556 Euro monatlich verdienen und daneben entweder eine Betriebsrente beziehen oder einem anderen sozialversicherungspflichtigem Hauptberuf nachgehen.

Kann ich als Rentner noch Rentenpunkte sammeln?

Ja, Rentner können unter bestimmten Umständen weiterhin Rentenpunkte sammeln, nämlich durch Weiterarbeit mit Beitragszahlung (sogenannte "Abwahl der Rentenversicherungsfreiheit") oder durch die Pflege von Angehörigen, die zu Beitragszahlungen führt, aber Rentenpunkte kann man nicht mehr einfach kaufen, wenn man bereits in Rente ist. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterarbeitet, zahlt freiwillig Rentenbeiträge und erwirbt damit weitere Rentenpunkte, die die spätere Rente erhöhen. 

Welche Lohnabzüge gibt es bei Rentnern?

Von der Rente werden Steuern, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge abgezogen, wobei der steuerpflichtige Anteil je nach Rentenbeginn steigt (2025 sind 83,5 % steuerpflichtig) und auch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung (ca. 14,6 % plus Zusatzbeitrag bzw. 3,6/4,2 %) fällig werden, wobei Rentner nur die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge zahlen, die andere Hälfte die Rentenversicherung übernimmt; bei vorzeitigem Renteneintritt gibt es lebenslang 0,3 % Abschlag pro Monat. 

Welche Beiträge muss der Arbeitgeber für Rentner zahlen?

Beschäftigte, die wegen voller Erwerbsminderung Rente beziehen, zahlen Beiträge in allen Zweigen der Sozialversicherung. Ausnahme: für die Arbeitslosenversicherung fallen keine Beiträge an. Das gilt auch für den Arbeitgeber.

Welche Abzüge habe ich als Rentner, wenn ich arbeiten gehe?

Wenn Sie als Rentner arbeiten, fallen je nach Rentenart und Alter Abzüge für Sozialversicherungen (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenversicherung) und Steuern an, wobei bei Erreichen der Regelaltersgrenze die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge entfallen und Sie unbegrenzt hinzuverdienen können, während bei vorgezogenen Renten Einkommensgrenzen gelten, die zu Kürzungen führen. 

Werden Rentner genauso besteuert wie Arbeitnehmer?

Für Rentnerinnen und Rentner gilt ebenso wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der progressive Steuersatz. Das bedeutet: Je höher alle akkumulieren Einkommen ausfallen, desto höher ist auch die Steuerlast. Der Eingangssteuersatz liegt bei 14% und steigt sukzessive bis zur Höhe des Spitzensteuersatzes von 42% an.

Wie hoch ist der Arbeitgeberanteil in der Rentenversicherung für Rentner?

Nach Erreichen ihrer Regelaltersgrenze sind Beschäftigte, die aus diesem Grund eine Vollrente beziehen, rentenversicherungsfrei. Trotz bestehender Rentenversicherungsfreiheit hat der Arbeitgeber seinen Beitragsanteil zu entrichten, und zwar in derselben Höhe wie für rentenversicherungspflichtig Beschäftigte.

Warum wird für beschäftigte Altersvollrentner die besondere Lohnsteuertabelle angewendet?

weil sie das Alter für die Regelaltersrente noch nicht erreicht haben oder als Regelaltersrentner auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichten, gilt für sie die allgemeine Lohnsteuertabelle.

Wie hoch sind die Sozialversicherungsbeiträge, die ein Rentner zahlen muss?

Von der gesetzlichen Rente werden Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen, nicht mehr zur Renten- und Arbeitslosenversicherung selbst, da diese bereits durch die Beitragszahlung während des Erwerbslebens finanziert wurde. Abgezogen werden aktuell (Stand 2025/2026) etwa 7,3 % für die Krankenversicherung (zzgl. kassenindividueller Zusatzbeitrag, z. B. 2,5 % im Schnitt) sowie der volle Satz für die Pflegeversicherung (3,6 %, bei Kinderlosen 4,2 %). Die Deutsche Rentenversicherung behält diese Beträge direkt ein und leitet sie an die Kassen weiter.
 

Was wird vom Lohn abgezogen, wenn man Rentner ist?

Von der Rente werden Steuern, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge abgezogen, wobei der steuerpflichtige Anteil je nach Rentenbeginn steigt (2025 sind 83,5 % steuerpflichtig) und auch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung (ca. 14,6 % plus Zusatzbeitrag bzw. 3,6/4,2 %) fällig werden, wobei Rentner nur die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge zahlen, die andere Hälfte die Rentenversicherung übernimmt; bei vorzeitigem Renteneintritt gibt es lebenslang 0,3 % Abschlag pro Monat. 

Haben arbeitende Rentner Anspruch auf Krankengeld?

Nein, wer eine Altersvollrente bezieht, hat in der Regel keinen Anspruch auf Krankengeld, auch wenn er arbeitet. Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme: Bezieht man eine Teilrente (z. B. 99,99 % der Vollrente), bleibt der Anspruch auf Krankengeld erhalten, wenn man Beiträge zur Krankenversicherung zahlt. Bei Bezug einer Teilrente wird das Krankengeld zwar mit der Rente verrechnet, aber es besteht ein Anspruch auf diese Lohnersatzleistung, wenn die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers nach sechs Wochen endet.