Sind Sie Kleinunternehmer und werden ohne Umsatzsteuer abgerechnet?

Gefragt von: Henry Strauß-Dietz
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Wenn Sie die Kleinunternehmerregelung anwenden, dürfen Sie in Ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer gesondert ausweisen. Bei Kleinbetragsrechnungen (Rechnungen, deren Gesamtbetrag 250 € nicht übersteigt; § 33 UStDV) gilt die Angabe des Steuersatzes als gesonderter Steuerausweis.

Bin ich als Kleinunternehmer umsatzsteuerbefreit?

Unternehmen, die im Vorjahr nicht mehr als 25.000 € Umsatz erzielt haben, dürfen die Kleinunternehmerregelung nutzen, und. im laufenden Jahr können sie bis zu 100.000 € Umsatz machen, ohne automatisch umsatzsteuerpflichtig zu werden.

Ist die Kleinunternehmer-Rechnung von der Umsatzsteuer befreit?

Für eine Rechnung als Kleingewerbe ohne Umsatzsteuer (nach § 19 UStG) müssen Sie Ihre Daten, die des Kunden, Rechnungsdatum/-nummer, Leistungsbeschreibung und das Gesamtentgelt angeben, aber auf den Ausweis von Mehrwertsteuer verzichten und unbedingt einen Hinweis auf die Steuerbefreiung hinzufügen (z. B. „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet“), um Missverständnisse zu vermeiden und den § 19 UStG korrekt anzuwenden. Die Kleinunternehmerregelung gilt, wenn Ihr Umsatz im Vorjahr 25.000 € nicht überstieg und im aktuellen Jahr 100.000 € voraussichtlich nicht übersteigen wird.
 

Was muss auf der Rechnung für Kleinunternehmer stehen?

Zwingende Anforderungen an eine Rechnung für Kleinunternehmer sind: ➢ Vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers ➢ Vollständige Anschrift des Rechnungsempfängers ➢ Ausstellungsdatum der Rechnung (Rechnungs-Datum) Steuer-Nr. und/oder Umsatzsteuer-Identifikations-Nr.

Warum zahlen Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer?

Kleinunternehmer, die sich von der Umsatzsteuer befreien lassen, dürfen in ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen. Als Kleinunternehmer gelten Sie laut Umsatzsteuerrecht, wenn Sie die Umsatzgrenze von 25.000 Euro im Vorjahr nicht überschritten haben und der Umsatz im aktuellen Jahr 100.000 € nicht übersteigt.

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Wann werde ich als Kleinunternehmer umsatzsteuerpflichtig?

Seit dem 1. Januar 2025 ist Kleinunternehmer gemäß § 19 Abs. 1 UStG, dessen Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 25.000 Euro (vorher: 22.000 Euro) nicht überschritten hat und im laufenden Kalenderjahr 100.000 Euro (vorher: 50.000 Euro) nicht überschreitet.

Kann ich als Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer verkaufen?

Da Kleinunternehmer weder Umsatzsteuer schulden noch Vorsteuer geltend machen können, müssen sie auch keine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Auch die Abgabe einer Umsatzsteuerjahreserklärung entfällt ab dem Besteuerungszeitraum 2024.

Wie sieht eine Rechnung ohne Mehrwertsteuer aus Kleinunternehmer?

Wenn du Kleinunternehmer bist, kannst du Sätze, wie zum Beispiel „Gemäß § 19 Abs. 1 UStG nicht umsatzsteuerpflichtig.” oder „Der Rechnungsbetrag enthält laut § 19 UStG (Abs. 1) keine Umsatzsteuer.” einfügen. Es gibt keine fixe Formulierung zur Kleinunternehmer Regelung.

Wann prüft das Finanzamt Kleinunternehmer?

Kleinunternehmern droht wie allen anderen Unternehmern eine Betriebsprüfung, wenn das Finanzamt feststellt, dass es Unregelmäßigkeiten bei der Buchführung gibt. Dazu zählen folgende Punkte: Ihre jährlichen Gewinne schwanken stark. Ihre Steuererklärung war nicht plausibel.

Wann darf ich eine Rechnung ohne Umsatzsteuer schreiben?

Die Kleinunternehmerregelung ist eine der häufigsten Gründe für Rechnungen ohne Mehrwertsteuer. Nach §19 UStG können Unternehmer, deren Umsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 25.000 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 100.000 Euro nicht übersteigt, von der Umsatzsteuer befreit werden.

Warum wird auf meiner Rechnung keine Umsatzsteuer ausgewiesen?

Wichtig: Kleinunternehmer dürfen beim Ausstellen von Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen! Darüber hinaus sind Kleinunternehmer verpflichtet, den Grund für die fehlenden Umsatzsteuer-Angaben zu nennen. Der tendenziell abwertende Begriff „Kleinunternehmer-Regelung“ muss dabei allerdings nicht erwähnt werden.

Wer zahlt Mehrwertsteuer bei Kleinunternehmern?

Als Kleinunternehmer erzielen Sie grundsätzlich umsatzsteuerfreie Umsätze. Sie müssen daher im Regelfall keine Umsatzsteuer an Ihr Finanzamt abführen. Allerdings steht Ihnen auch kein Vorsteuerabzug zu. Sie können vereinfachte Rechnungen nach den Vorgaben von § 34a der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung ausstellen.

Was bedeutet es, wenn man umsatzsteuerbefreit ist?

Das bedeutet konkret, dass Sie ausgehende Rechnungen ohne Umsatzsteuer ausweisen. Sie dürfen keine Vorsteuern gegenüber dem Finanzamt geltend machen und müssen deswegen auch keine Umsatzsteuervoranmeldungen einreichen.

Ist man als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreit?

Bleibt man mit seiner Geschäftstätigkeit unter 55.000 Euro Umsatz (Brutto-Grenze, als Entgeltgrenze zu betrachten: Gesamtumsatz aller vereinbarten Entgelte, Herausrechnen der Umsatzsteuer entfällt) im Jahr, ist man steuerrechtlich ein sogenannter Kleinunternehmer und daher von der Umsatzsteuer (USt) befreit.

Was muss ich als Kleinunternehmer beim Finanzamt abgeben?

Als Kleinunternehmer:in musst Du eine Einkommensteuererklärung abgeben. Teil der Steuererklärung ist die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (Anlage EÜR). In dieser Anlage ermittelst Du Deinen Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit, indem Du Deine Einnahmen und Ausgaben miteinander verrechnest.

Woher weiß ich, ob ich umsatzsteuerpflichtig bin?

Wenn im laufendem Jahr dein Umsatz über 25.000 € steigt, bist du im nächsten Jahr umsatzsteuerpflichtig. Dann bist du selbst in der Pflicht, entsprechend zu handeln. Das Finanzamt muss dich nicht explizit darauf hinweisen.

Wie lange darf das Finanzamt nachprüfen?

Die Festsetzungsfrist für die Festsetzung von Ertragssteuern wie der Einkommensteuer beträgt vier Jahre (§ 169 Abs. 2 Nr. 2 AO). Der Lauf der Festsetzungsfrist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres in dem die Steuer entstanden ist (§ 170 Abs.

Wie viel Geld darf ich als Kleinunternehmer steuerfrei verdienen?

Wie viel darf ich als Kleinunternehmer:in steuerfrei verdienen? Der Grundfreibetrag liegt 2025 bei 12.096 Euro. Einkünfte unter diesem Betrag sind einkommensteuerfrei. Die Kleinunternehmerregelung gilt bei einem Umsatz bis 25.000 Euro im Vorjahr und bis 100.000 Euro im laufenden Jahr.

Ist die Umsatzsteuerbefreiung für Kleinunternehmer möglich?

S.d. § 19 Umsatzsteuergesetzes (UStG) sind grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit. Voraussetzung ist, dass der Gesamtumsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 25.000 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 100.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.

Welche Nachteile hat die Kleinunternehmerregelung?

Zu den Nachteilen gehört, dass Kleinunternehmer kein Recht auf Vorsteuerabzug haben. Sie werden wie Endverbraucher behandelt, die Umsatzsteuer entrichten müssen, so dass sie im Ver gleich zu „regulären“ Unternehmern höhere Betriebsausgaben und damit einen höheren Liquiditätsbedarf haben.

Wie schreibe ich Rechnungen als Kleinunternehmer richtig?

Um eine Rechnung als Kleinunternehmer zu schreiben, benötigen Sie alle Standard-Pflichtangaben (§ 14 UStG), dürfen aber keine Umsatzsteuer ausweisen und müssen stattdessen einen verpflichtenden Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung (z. B. „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet“) einfügen, der den Nettobetrag zum Gesamtbetrag macht, sowie Ihre Steuernummer/USt-IdNr., vollständige Adressen, Rechnungs- und Leistungsdatum, eine fortlaufende Rechnungsnummer und eine genaue Leistungsbeschreibung.
 

Woher weiß ich, ob ich Kleinunternehmer bin?

Bei einem Vorjahresumsatz unterhalb der Grenze von 22.000 Euro wird ein Unternehmer als Kleinunternehmer behandelt. Bei Anwendung der Kleinunternehmer-Regelung weist der Unternehmer in seinen Rechnungen keine Umsatzsteuer aus und muss auch keine Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen, hat aber auch keinen Vorsteuerabzug.

Ist eine Rechnung ohne Mehrwertsteuer gültig?

Ist eine Rechnung ohne Mehrwertsteuer rechtsgültig? Ja, eine Rechnung kann auch ohne Ausweis der Mehrwertsteuer rechtsgültig sein, allerdings unter bestimmten Voraussetzungen. Am häufigsten ist dies der Fall, wenn der Unternehmer die Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG anwendet.

Was muss auf einer Quittung für Kleinunternehmer stehen?

Auf einer Kleinunternehmer-Quittung müssen Name & Anschrift des Ausstellers, Datum, Art & Menge der Leistung, der Gesamtbetrag (brutto) und ein Hinweis auf die Steuerbefreiung nach § 19 UStG (z.B. "Gemäß § 19 UStG enthält der Betrag keine Umsatzsteuer") stehen; Umsatzsteuer darf nicht ausgewiesen werden. Zusätzliche Angaben wie Empfängername, Verwendungszweck, fortlaufende Nummer und Unterschrift sind ebenfalls wichtig für eine vollständige Quittung.
 

Was passiert, wenn ich als Kleinunternehmer keinen Umsatz mache?

Vermerken Sie aber keine Ausgaben und haben auch keinen Umsatz, hat dies keine Konsequenzen. Sie sind lediglich verpflichtet, weiter eine Steuererklärung einzureichen.