Wann bekommt man das Sterbevierteljahr?

Gefragt von: Domenico Popp-Janssen
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Das Sterbevierteljahr beginnt mit dem ersten Tag des Kalendermonats, der auf den Monat folgt, in dem der Ehepartner verstorben ist, und dauert drei volle Monate, bis zum Ende des dritten Monats. Es ist eine Überbrückungszeit, in der Hinterbliebene die Rente des Verstorbenen in voller Höhe (als Vorschuss) erhalten, wobei das eigene Einkommen des Hinterbliebenen nicht angerechnet wird.

Wer bekommt kein Sterbevierteljahr?

Bei einer Geschiedenen-Witwenrente gibt es kein Sterbevierteljahr. Die Leistungen aus dem Sterbevierteljahr sind als Vorschusszahlung auf die zukünftige Hinterbliebenenrente zu verstehen. Anspruch hat folglich nur, wer auch ein Anrecht auf Witwen- bzw. Witwerrente hat.

Wird das Sterbevierteljahr automatisch ausgezahlt?

Das Sterbevierteljahr wird zwar automatisch ausgezahlt, aber nur für 3 Monate nach dem Sterbemonat und nur dann, wenn ein Antrag auf Witwen-/Witwerrente rechtzeitig eingeht. Für eine dauerhafte Rente ist der Antrag zwingend notwendig.

Haben Erben Anspruch auf Sterbevierteljahr?

Nein, das Sterbevierteljahr ist nicht für Erben, sondern ausschließlich für den überlebenden Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner gedacht, der einen Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente hat; es ist eine Leistung der Rentenversicherung, die den überlebenden Partner finanziell unterstützen soll, und hat mit dem Erbrecht nichts zu tun, weshalb Kinder oder andere Erben diesen Anspruch nicht haben, sondern nur Waisenrente beantragen können, falls anspruchsberechtigt. 

Haben Kinder Anspruch auf Sterbevierteljahr?

Nein, Kinder haben keinen Anspruch auf das Sterbevierteljahr; dieses steht ausschließlich dem überlebenden Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner zu, um die finanzielle Umstellung nach dem Tod des Partners zu erleichtern. Kinder erhalten stattdessen eine Waisenrente (Halb- oder Vollwaisenrente) nach dem Tod eines Elternteils, falls sie die Voraussetzungen erfüllen (z. B. Minderjährigkeit, Ausbildung). Das Sterbevierteljahr ist eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung für den hinterbliebenen Gatten, nicht für die Kinder des Verstorbenen. 

Witwenrente: Sterbequartalsgeld als Vorschuss auf die Witwenrente beantragen

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Wer hat Anspruch auf 3 Monate Rente nach dem Tod?

Anspruch auf die 3-monatige Rente nach dem Tod hat der überlebende Ehepartner oder Lebenspartner als sogenannte Witwen- oder Witwerrente für das sogenannte Sterbevierteljahr (die drei Monate nach dem Sterbemonat), in der die volle Rente des Verstorbenen ausgezahlt wird, ohne dass eigenes Einkommen angerechnet wird. Voraussetzung ist meist eine mindestens einjährige Ehe und der Anspruch auf eine reguläre Hinterbliebenenrente. Ein Antrag ist bei der Deutschen Rentenversicherung nötig, da Renten nicht automatisch vererbt werden. 

Was ist die Todesfallleistung von 10000 Dollar?

Todesfallleistung vom Arbeitgeber. Eine Todesfallleistung vom Arbeitgeber ist der Gesamtbetrag, der nach dem Tod eines Arbeitnehmers oder ehemaligen Arbeitnehmers als Anerkennung seiner Dienste im Unternehmen oder in einem Arbeitsverhältnis gezahlt wird. Bis zu 10.000 US-Dollar der gesamten erhaltenen Todesfallleistungen des Arbeitgebers sind steuerfrei .

Kann der Bestatter das Sterbevierteljahr beantragen?

7 Antworten. Da Ihr Vater schon Rentenbezieher war, kann eine so genannte Vorschussrente (auch Sterbevierteljahr genannt) beantragt werden. In den meisten Fällen übernimmt dies der Bestatter. Dieser Antrag kann allerdings unter Vorlage der Sterbeurkunde auch von Ihnen beim Postrentendienst gestellt werden.

Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?

Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau die Witwenrente (groß oder klein), das Sterbevierteljahr (Sofortzahlung) und ein gesetzlicher Erbteil zu, der je nach Situation (Kinder, Zugewinngemeinschaft) variiert, wobei die Witwenrente meist 55 % der Partnerrente beträgt, nach den ersten drei Monaten aber eigenes Einkommen angerechnet wird. 

Was passiert mit meiner Rente, wenn ich vor meinem Sterbevierteljahr sterbe?

Wenn Sie vor dem Rentenbezug sterben, geht Ihr Rentenanspruch an Ihre Hinterbliebenen über: Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner können eine Witwen-/Witwerrente erhalten, Kinder und junge Erwachsene eine Waisenrente (Halb- oder Vollwaisenrente), sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Haben Sie bereits Rente bezogen, wird diese bis zum Ende des Sterbemonats gezahlt und fällt in den Nachlass, der an die Erben geht; darüber hinausgehende Zahlungen müssen zurückgezahlt werden. 

Was zahlt der Staat bei Todesfall?

Der Staat zahlt bei einem Todesfall kein allgemeines Sterbegeld mehr für gesetzlich Versicherte, aber es gibt spezifische Leistungen wie Hinterbliebenenrenten (Witwen-/Witwer-, Waisenrente), Unterstützung für Beamte und Sozialhilfeempfänger (Sozialbestattung), sowie Zahlungen aus der Unfallversicherung oder Bundesversorgungsgesetz (z. B. bei Kriegsopfern). Die wichtigste Unterstützung ist die Hinterbliebenenrente der Deutschen Rentenversicherung, die den Partner absichert, während das Sozialamt bei Bedürftigkeit die Kosten für eine einfache Bestattung übernimmt (Sozialbestattung).
 

Wie erfährt die Rentenstelle vom Tod?

Die Rentenversicherung erfährt durch den elektronischen Sterbedatenabgleich vom Tod eines Rentenbeziehers. Dieser findet zwischen den Standesämtern, den Meldebehörden und schließlich der Rentenversicherung statt.

Wie funktioniert das Sterbevierteljahr?

Das Sterbevierteljahr ist die Zeit bis zum Ende des dritten Kalendermonats nach dem Monat, in dem der versicherte Ehegatte verstorben ist. Für diese Zeit wird sowohl die große als auch die kleine Witwen- oder Witwerrente mit dem Rentenartfaktor 1,0 berechnet.

Ist man im Sterbevierteljahr krankenversichert?

Die Antwort: Mit dem Antrag auf eine Witwen- oder Witwerrente beginnt in der Regel auch Ihre eigene Pflichtversicherung in der Krankenversicherung der Rentner – und zwar rückwirkend ab dem Datum der Antragstellung. Schon der Antrag auf das sogenannte Sterbevierteljahr zählt dabei!

Wird die Pension nach dem Tod des Verstorbenen noch 3 Monate weitergezahlt?

Ja, die gesetzliche Rente wird nach dem Tod des Versicherten für drei Monate in voller Höhe weitergezahlt (das sogenannte Sterbevierteljahr), als Vorschuss für den überlebenden Partner, bevor die eigentliche Witwen-/Witwerrente beginnt und Einkommen angerechnet wird; bei Beamten gibt es stattdessen ein einmaliges Sterbegeld, aber auch hier kann eine anschließende Hinterbliebenenversorgung folgen. 

Wie lange bin ich steuerfrei nach dem Tod des Partners?

Steuererklärung für Verstorbene: Gesetze im Überblick

25 EStG – Veranlagung zur Einkommensteuer: Die Einkommensteuerpflicht des Verstorbenen bleibt bis zum Todestag bestehen. Die Steuererklärung ist bei Bestehen einer Abgabepflicht für das Jahr des Todes noch von den Erben einzureichen.

Wie viel Rente bekommt meine Frau, wenn ich sterbe?

Nach dem Tod des Mannes erhält die Witwe zunächst für drei Monate die volle Rente des Verstorbenen (Sterbevierteljahr), danach meist 55 % oder 60 % der Rente (große Witwenrente), wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, oder 25 % (kleine Witwenrente), wenn sie jung ist und kein Kind erzieht; die Höhe hängt von Ehedauer, Alter, Einkommen und Kindererziehung ab, wobei das eigene Einkommen angerechnet wird.
 

Was ändert sich bei der Witwenrente 2025?

Für 2025 sind die wichtigsten Änderungen bei der Witwenrente die automatische Erhöhung um 3,74 % zum 1. Juli, die Anhebung des Einkommensfreibetrags auf 1.076,86 € und die Berücksichtigung des neuen EM-Rentenzuschlags als Einkommen ab Dezember 2025. Das bedeutet: Mehr Rente für alle und höhere Hinzuverdienstgrenzen, aber Vorsicht bei Einkommen aus Erwerbsminderung. 

Hat die erste Ehefrau Anspruch auf Witwenrente?

Ja, die erste Frau kann unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Witwenrente bekommen, vor allem wenn die Ehe vor dem 1. Juli 1977 geschieden wurde, sie nicht wieder geheiratet hat und Unterhalt vom Ex-Partner bezog oder Anspruch darauf hatte, und der Ex-Partner die Mindestversicherungszeit erfüllt hat. Bei einer späteren Scheidung ist ein Anspruch unwahrscheinlicher, aber möglich, wenn sie z.B. während der Ehe in eine Notlage geriet und ein Unterhaltsanspruch bestand, der aber oft mit der Witwenrente der neuen Ehefrau verrechnet wird. 

Wie bekomme ich Sterbegeld?

Versorgungsamt: Hinterbliebene von verstorbenen Kriegsopfern können vom Versorgungsamt Sterbegeld erhalten. Das gilt für Angehörige, die mit der verstorbenen Person in einem Haushalt gelebt haben. Das Geld kann direkt bei der Versorgungsbehörde beantragt werden.

Was ist der wichtigste Eintrag in einer Sterbeurkunde?

Die wichtigsten Einträge auf einer Sterbeurkunde sind die zugrunde liegenden Todesursachen und die Todesursache selbst .

Was passiert, wenn man das Sterbevierteljahr nicht beantragt?

* Sollten Sie diese 30-Tage-Frist für den Antrag auf Vorschusszahlung versäumen, geht Ihnen die volle Rentenzahlung für das Sterbevierteljahr nicht verloren. Dieser Betrag wird dann mit der noch zu berechnenden Hinterbliebenenrente nachgezahlt. Es dauert nur länger.

Was passiert mit dem Geld auf der Bank, wenn man stirbt?

Mit dem Tod des Kontoinhabers wird ein Einzelkonto automatisch zum Nachlasskonto, das zunächst weiterläuft, aber gesperrt wird; Karten und Online-Banking funktionieren nicht mehr, Daueraufträge laufen aber oft weiter. Erben benötigen einen Erbschein oder eine Vollmacht über den Tod hinaus, um auf das Konto zuzugreifen und es aufzulösen, wobei die Bank eine Bestattungskosten-Ausnahme zulässt, und das Konto geht rechtlich auf die Erben über. 

Wie lange dauert es, bis die Todesfallleistung ausgezahlt wird?

Es dauert ungefähr 6 bis 12 Wochen, bis Sie Ihre Zahlung erhalten, nachdem Service Canada Ihren vollständigen Antrag erhalten hat.

Welche Gelder nach dem Tod?

“ Das auf dem Konto des Verstorbenen eingehende Geld geht in die Erbmasse ein beziehungsweise kann zur Deckung entstehender Kosten genutzt werden. Das gilt für alle Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, also für Altersrenten, Hinterbliebenenrenten, Erwerbsminderungsrenten und Erziehungsrenten.