Wann bekommt man Geld von der Pensionskasse?

Gefragt von: Annika Großmann
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Geld aus der Pensionskasse gibt es regulär beim Renteneintritt (Pensionsalter), also wenn Sie die Arbeit aufgeben, oft mit 65, aber auch früher ab 58/60 Jahren möglich, je nach Kasse. Vorzeitig kann man es beziehen bei selbständiger Erwerbstätigkeit (Gründung), Wohneigentumsfinanzierung oder endgültiger Auswanderung (in Nicht-EU/EFTA-Länder). Es gibt die Wahl zwischen voller Kapitalauszahlung, Teilauszahlung (max. 30%) und Rente oder nur monatlicher Rente.

Wann bekomme ich meine Pensionskasse auszahlen lassen?

Mit 65 Jahren können Sie das Geld beziehen, das Sie während Ihres Erwerbslebens angespart haben. Bei gewissen Pensionskassen ist der Bezug – bei einer Frühpensionierung – schon ab 58 Jahren möglich, oder er kann – wenn Sie über das Pensionsalter hinaus arbeiten – bis zum Alter von 70 Jahren aufgeschoben werden.

Wann wird die Pensionskasse ausgezahlt?

Die Auszahlung beginnt in der Regel beim Eintritt ins Rentenalter. Dann stehen drei Optionen zur Verfügung: Lebenslange monatliche Rente, teilweise Einmalzahlung plus geringere monatliche Rente oder eine komplette Einmalzahlung ohne monatliche Rente.

Welche Abzüge fallen bei der Auszahlung der Pensionskasse an?

Bei der Auszahlung einer Pensionskasse fallen hauptsächlich Einkommensteuer (nach deinem persönlichen Satz) und Sozialversicherungsbeiträge (Kranken- und Pflegeversicherung) an, oft mit einem monatlichen Freibetrag für die Sozialabgaben (ca. 187,25 € in 2025), auch bei Einmalzahlungen, die fiktiv auf Rentenbasis berechnet werden, sowie eventuell Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Die genaue Höhe hängt von deinem Gesamteinkommen, deiner Steuerklasse und deinem Versicherungsstatus ab (gesetzlich/privat versichert).
 

Was passiert mit meiner Pensionskasse, wenn ich vor der Pensionierung sterbe?

Stirbt der Versicherte vor seinem Altersrücktritt, so folgt der Anspruch auf das Risikokapital bei Tod, dem Anspruch auf das Sparkapital im Todesfall im Sinne des Kapitalplans.

Stefan Thurnherr erklärt: Pensionskasse - Wer erbt mein Geld?

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Wer bekommt meine Pensionskassengelder, wenn ich sterbe?

Viele Kassen sehen aber freiwillig vor, dass beim Tod der versicherten Person ein einmaliges Kapital ausgezahlt wird. Wer dieses Guthaben bekommt, steht im Reglement der Pensionskasse. Ein Beispiel: Stirbt eine alleinstehende und kinderlose Person, geht das Geld in der Regel an die Eltern oder Geschwister.

Wird die Pensionskasse auf die Rente angerechnet?

Nein, eine Pensionskasse wird nicht auf Ihre eigene gesetzliche Altersrente angerechnet, da sie als zusätzliche betriebliche Altersvorsorge gilt und nicht als Einkommen. ABER: Bei der Auszahlung fallen Steuern und Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung) an, und bei der Witwenrente kann die Betriebsrente unter bestimmten Voraussetzungen (Heirat ab 2002 oder beide Partner nach 1962 geboren) angerechnet werden. 

Ist die Auszahlung aus einer Pensionskasse steuerfrei?

Eine Auszahlung aus der Pensionskasse ist meistens steuerpflichtig (nachgelagerte Besteuerung), aber es gibt Ausnahmen bei Altverträgen (vor 2005), wo eine Einmalzahlung ganz oder teilweise steuerfrei sein kann, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind (z.B. 12 Jahre Laufzeit, Auszahlung nach 62 Jahren). Bei neueren Verträgen (nach 2005) greift in der Ansparphase die Steuerfreiheit bis zu bestimmten Höchstgrenzen (§ 3 Nr. 63 EStG), während in der Auszahlungsphase (sowohl bei Rente als auch Kapital) der persönliche Steuersatz gilt, aber oft mit einem geringeren Einkommen ein niedrigerer Satz resultiert. 

Wie viel Geld sollte man in der Pensionskasse haben?

Als Faustregel gilt: Wenn Sie mindestens CHF 500'000 in der Pensionskasse haben, lohnt sich eine Auszahlung. Denn erst ab einem gewissen Vermögen kann das Kapital genug Rendite abwerfen, damit ein regelmässiges Einkommen gewährleistet ist. Lassen Sie sich von unseren Expertinnen und Experten beraten.

Wie hoch sind die Steuern bei Auszahlung der Pensionskasse?

Die Auszahlung einer Pensionskasse wird in Deutschland vollständig nach dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung versteuert, also als Einkommen im Rentenalter, wobei der persönliche Einkommensteuersatz gilt und Steuern sowie Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung) anfallen, wenn bestimmte Freibeträge überschritten werden, ähnlich wie bei Arbeitslohn. Es gibt jedoch Besonderheiten, etwa eine mögliche ermäßigte Besteuerung bei Einmalzahlungen (sogenannte Fünftelregelung). 

Wie komme ich an das Geld der Pensionskasse?

Das Wichtigste in Kürze

Auszahlung: Die Pensionskasse ist ab dem Renteneintritt auszahlbar. Arbeitnehmende können eine vollständige Kapitalauszahlung oder eine einmalige Teilauszahlung bis zu 30,00 % des Geldes sofort und dann eine kleinere monatliche Rente in Anspruch nehmen.

Wie viel Guthaben hat die Pensionskasse?

Die maximale AHV-Rente für Einzelpersonen beträgt 2'520 Franken pro Monat, für Ehepaare 3'780 Franken. Erwerbstätige mit Pensionskasse können jährlich maximal 7'258 Franken in die 3. Säule einzahlen, Personen ohne Pensionskasse 20% des Jahreseinkommens, max. 36'288 Franken.

Was ist besser, eine Kapitalauszahlung oder eine monatliche Rente?

Ob Kapitalauszahlung oder monatliche Rente besser ist, hängt stark von der persönlichen Situation ab: Eine monatliche Rente bietet lebenslange Sicherheit zur Deckung laufender Kosten, während eine Kapitalauszahlung Flexibilität für größere Anschaffungen oder Schuldentilgung ermöglicht, aber Eigeninitiative bei der Geldverwaltung erfordert und Risiken birgt, wenn das Kapital zu schnell aufgebraucht wird, wobei steuerliche Vorteile (z. B. bei Vorverträgen) eine Rolle spielen können. 

Wann ist die Auszahlung der Pensionskasse?

Zeitpunkt der Auszahlung

Auszahlungsbeginn der bAV aus einer Pensionskasse ist deren Laufzeitende bzw. Ihr Renteneintritt, unabhängig davon, ob Sie mit 62 oder erst mit 67 Jahren in Rente gehen. Je später der Renteneintritt, also der Zeitpunkt, ab dem Sie nicht mehr arbeiten, desto höher die spätere monatliche Rente.

Wie viel Geld kann ich aus der Pensionskasse nehmen?

Bis 50 darf man das gesamte Pensionskassenguthaben vorbeziehen. Ältere erhalten den Betrag, den sie mit 50 hätten vorbeziehen können, oder die Hälfte des aktuellen Guthabens – je nachdem, welche Summe höher ist. Bei den meisten Pensionskassen sind Vorbezüge bis drei Jahre vor der Pensionierung möglich.

Wie wird die schweizer Pensionskasse in Deutschland besteuert?

Im Jahr 2005 unter- lagen 50 % des ausgezahlten Betrags der deutschen Steuer. Dieser zu besteuernde Be- trag wurde bis 2020 jährlich um 2 %, ab 2021 jährlich um 1 % erhöht. Ab dem Jahr 2040 beträgt er dann 100 %.

Wie lange dauert die Auszahlung der Pensionskasse?

Sobald wir alle erforderlichen Unterlagen erhalten haben und die Voraussetzungen erfüllt sind, erfolgt die Überweisung Ihres Pensionskassenguthabens in der Regel innerhalb von 30 Tagen. Dies gilt für Anträge gemäss: selbstständige Erwerbstätigkeit. Geringfügigkeit.

Wie viel Geld sollte man in der Schweiz mit 50 Jahren gespart haben?

Mit 50 Jahren sollte Ihr Erspartes idealerweise bei mindestens CHF 72'000 liegen – dies entspricht dem Medianvermögen dieser Altersgruppe in der Schweiz. Wer finanziell auf der sicheren Seite sein möchte, sollte jedoch anstreben, etwa drei- bis viermal sein jährliches Bruttoeinkommen angespart zu haben.

Wie kann man die Pensionskasse auszahlen lassen?

Damit Du Dir Deine Pensionskasse auszahlen lassen kannst, gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Aufnahme einer Selbständigen Erwerbstätigkeit.
  2. Selbstbewohntes Wohneigentum.
  3. Wegzug aus der Schweiz.

Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der Pensionskasse?

Neben den Steuern fallen bei der Auszahlung der Pensionskasse Sozialabgaben an. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Betrag als monatliche Rente, Teil- oder Einmalzahlung ausgeschüttet wird. Der Beitragssatz für die Sozialabgaben, also Kranken- und Pflegeversicherung, liegt bei circa 18,00 %.

Kann ich meine Pensionskasse vorzeitig auszahlen lassen?

Eine vorzeitige Auszahlung der Pensionskasse ist in Deutschland meist nur in Ausnahmefällen und mit hohen steuerlichen Nachteilen möglich, da sie als zweckgebundene Altersvorsorge gedacht ist, aber auch der Arbeitgeber muss zustimmen; in der Schweiz gibt es spezifische Fälle wie den Immobilienerwerb (Wohneigentum), die einen Vorbezug erlauben, der dann aber versteuert und bei späteren Verkäufen zurückgezahlt werden muss. Generell sind die steuerlichen Folgen (Nachversteuerung, Sozialabgaben) oft so hoch, dass eine vorzeitige Auszahlung den Wert stark mindert, weshalb ein Ruhenlassen oder ein Anbieterwechsel oft sinnvoller ist. 

Was ist besser, monatliche Betriebsrente oder Einmalzahlung?

Ob Einmalzahlung oder monatliche Rente besser ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab: Eine Einmalzahlung gibt Ihnen sofort viel Geld für größere Anschaffungen, kann aber durch höhere Steuern (Progression) und Sozialabgaben (Krankenversicherung für 10 Jahre) stark belastet werden. Eine monatliche Rente sorgt für eine stabile, lebenslange Absicherung laufender Kosten (Miete, Lebensmittel), belastet die Sozialversicherungen aber fortlaufend, wobei es Freibeträge gibt. Eine Teilauszahlung (z.B. 30% Kapital, 70% Rente) kann ein guter Kompromiss sein. 

Was bleibt von 400 Euro Betriebsrente netto übrig?

Von 400 € Betriebsrente bleiben netto deutlich weniger als 400 € übrig, da sowohl Steuern als auch Sozialabgaben (Kranken-, Pflegeversicherung) fällig werden, wobei der genaue Betrag von Ihrem persönlichen Steuersatz, Ihrer Steuerklasse und dem aktuellen Freibetrag für die Krankenversicherung abhängt – typischerweise landen bei 400 € brutto oft ca. 250 € netto, also rund 150 € Abzug, wobei der Freibetrag die Sozialabgaben reduziert, aber die volle Steuern auf den Rentenanteil anfallen. 

Was wird aus der Pensionskasse bezahlt?

Säule. Die Aufgabe einer Pensionskasse ist es, die laufenden Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu verwalten und am Kapitalmarkt zu veranlagen. In weiterer Folge resultiert daraus eine monatliche lebenslange Pensionsleistung, zusätzlich zur gesetzlichen Pension (ASVG-Pension).

Kann man eine Pensionskasse vorzeitig kündigen?

Grundsätzlich gilt: Eine Kündigung der betrieblichen Altersvorsorge ist nicht möglich. Vom Konzept her ist die betriebliche Altersvorsorge dazu gedacht, im Alter die gesetzliche Rente zu ergänzen. Darum ist eine Kündigung von Seiten des Gesetzgebers her unerwünscht und kann auch für den Arbeitgeber nachteilig sein.