Wann ist die Auszahlung einer Direktversicherung sozialversicherungsfrei?
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Eine Direktversicherung ist während der Ansparphase sozialversicherungsfrei, wenn die Beiträge bis zu 4 % der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze (BBG) betragen (2025: 322 €/Monat), und auch in der Auszahlungsphase gibt es Freibeträge: Gesetzlich Versicherte müssen erst Beiträge auf den Teil zahlen, der einen monatlichen Freibetrag (2025: 197,75 €) übersteigt, während Pflegeversicherungsbeiträge auf die gesamte Summe fällig werden. Steuerliche Begünstigungen hängen von Laufzeit und Auszahlungszeitpunkt ab.
Wann ist die Auszahlung der Direktversicherung sozialversicherungsfrei?
Erhalten Versicherte monatlich weniger als 197,75 Euro an Versorgungsbezügen, müssen keine Beiträge zur Krankenkasse gezahlt werden. Übersteigt der monatliche Betrag die Grenze, müssen bei der Krankenversicherung die Beiträge nur auf den Differenzbetrag gezahlt werden.
Welche Abzüge fallen bei der Auszahlung einer Direktversicherung an?
Bei der Auszahlung einer Direktversicherung werden die volle Summe mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert und zusätzlich Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflegeversicherung) fällig, wobei es Freibeträge gibt, die die Sozialabgaben reduzieren, sowie eventuell Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, abhängig von Ihrem Einkommen und steuerlichen Merkmalen. Die Abzüge richten sich nach Ihrem Einkommen in der Rentenphase, nicht nach Ihrem damaligen Lohn.
Sind Direktversicherungen vor 2005 sozialversicherungspflichtig?
Nein, Direktversicherungen (bAV), die vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, sind in der Ansparphase sozialversicherungsfrei, wenn der Arbeitgeber die Beiträge pauschal versteuert (oft 20% § 40b EStG), auch wenn es sich um Beiträge handelt, die von Arbeitnehmer-Entgeltumwandlung stammen könnten. Es gelten spezielle Altvertragsregelungen, die Vorteile bezüglich Sozialabgaben bieten, da die Beiträge bis zu einem gewissen Rahmen steuer- und sozialabgabenfrei in den Vertrag fließen können, wenn die Voraussetzungen des § 40b EStG erfüllt sind.
Wie lange muss ich noch Krankenkassenbeiträge für Direktversicherung zahlen?
Bis zu diesem Freibetrag von monatlich 176,75 Euro (2024) bleiben die Leistungen aus der Direktversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei. Nur der Teil der über diesen Freibetrag hinausgeht, wird mit Beiträgen belastet.
Betriebliche Altersvorsorge: So läuft die Auszahlung ab (inkl. Beispiel)
Wie hoch sind die Krankenkassenbeiträge bei der Auszahlung einer Direktversicherung?
Bei Auszahlung einer Direktversicherung fallen für gesetzlich Versicherte volle Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an, wenn der Betrag über einem Freibetrag liegt (2025: 187,25 €/Monat, 2026: 197,75 €/Monat). Ob Einmalzahlung oder monatliche Rente, die Abgaben sind fällig; bei Einmalzahlungen werden die Beiträge rechnerisch über 10 Jahre gestreckt. Privatversicherte zahlen keine Sozialabgaben auf Direktversicherungen.
Ist die Auszahlung der Direktversicherung aus Altverträgen steuerfrei?
Ja, die Auszahlung einer Direktversicherung aus einem Altvertrag (vor 2005 abgeschlossen) kann unter bestimmten Bedingungen steuerfrei sein, nämlich wenn die Beiträge in der Ansparphase pauschal besteuert wurden und der Vertrag mindestens 12 Jahre Laufzeit und 5 Jahre Beitragszahlung aufweist, wobei die Auszahlung meist als Einmalzahlung erfolgt, um die Steuerfreiheit zu nutzen (Erträge sind dann steuerfrei), während bei Rentenzahlung der Ertragsanteil versteuert wird, es sei denn, es greift die Halbeinkünfte-Regelung nach § 22 Abs. 1 Nr. 3 EStG.
Wie wird eine Einmalzahlung aus der Direktversicherung besteuert?
Die Besteuerung der betrieblichen Altersvorsorge bei Auszahlung. Egal, ob Sie sich für eine Einmalzahlung, eine Teilauszahlung oder die klassische monatliche Betriebsrente entscheiden – in jedem Fall gilt: Die Auszahlung aus der Direktversicherung wird zu 100 Prozent versteuert.
Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der Lebensversicherung vor 2005?
Bei alten Verträgen vor 2005 ist der Ertrag der Einmal-Auszahlung in der Regel steuerfrei, bei Verträgen ab 2005 wird Einkommen- oder Abgeltungssteuer fällig. Bei einer Rentenzahlung zahlst Du Einkommenssteuer auf einen geringen Anteil der lebenslangen, privaten Rente - den sogenannten Ertragsanteil.
Wann war eine Direktversicherung nach § 40b EStG sozialversicherungsfrei?
Ja, Beiträge für eine Direktversicherung können nach § 40b EStG (alte Fassung) sozialversicherungsfrei sein, wenn sie zusätzlich zum Lohn gezahlt und pauschal versteuert werden, insbesondere bei Einmalzahlungen (Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld), was heute nur noch für Altverträge (bis 2004 abgeschlossen) gilt. Für Neuzusagen ist die pauschale Besteuerung nach § 40b EStG a.F. nicht mehr möglich; stattdessen gilt meist § 3 Nr. 63 EStG, der eine Steuer- und SV-Freiheit bis 4 % der BBG (ca. 3.864 € in 2025) vorsieht, wobei der Arbeitgeberzuschuss Pflicht ist.
Ist eine Direktversicherung nach 12 Jahren steuerfrei?
WANN IST DIE AUSZAHLUNG EINER DIREKTVERSICHERUNG STEUERFREI? Damit eine Auszahlung steuerfrei bleibt, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Die Versicherung muss mindestens 12 Jahre bestanden haben. Der Vertrag darf nicht vorzeitig gekündigt worden sein.
Ist die Direktversicherung sozialversicherungsfrei?
Ja, Beiträge zur Direktversicherung sind in der Ansparphase bis zu einem bestimmten Limit sozialversicherungsfrei, was durch die Umwandlung von Bruttogehalt (Entgeltumwandlung) geschieht – aktuell (Stand 2025) sind das bis zu 4 % der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze (ca. 3.864 €/Jahr oder 322 €/Monat), wodurch Sie bei Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sparen, aber bei der Auszahlung (nach Rentenalter) Steuern und Sozialabgaben (anteilig) zahlen müssen.
Welche Nachteile hat eine Direktversicherung?
Nachteile einer Direktversicherung sind vor allem die Steuern und Sozialabgaben im Alter (volle Kranken- und Pflegeversicherung), die geringere Rente bei Arbeitslosigkeit durch niedrigere Sozialversicherungsbeiträge während der Ansparphase, die eingeschränkte Wahlfreiheit bei der Anbieterauswahl und der Verlust der Flexibilität bei Jobwechsel oder vorzeitiger Auszahlung (oft erst ab 62). Zudem können hohe Kosten und der sehr niedrige Garantiezins (seit 2022 nur 0,25 %) die Rendite mindern, und die Leistungen sind oft nicht vererbbar.
Bis wann ist man sozialversicherungsfrei?
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildende sind grundsätzlich sozialversicherungspflichtig. Zu den nicht sozialversicherungspflichtigen Personen zählen hauptberuflich Selbstständige und bestimmte Personen nach Vollendung des 55. Lebensjahrs.
Was ist besser, monatliche Rente oder Kapitalauszahlung?
Besser ist, was zu Ihrer individuellen Situation passt: Die monatliche Rente bietet lebenslange finanzielle Sicherheit und Planungssicherheit, ideal bei weniger Rücklagen. Die Kapitalauszahlung bietet Flexibilität, ermöglicht größere Anschaffungen (Immobilie, Kredit) und kann bei früherem Tod vorteilhaft für Erben sein, birgt aber das Risiko, das Geld selbst zu verbrauchen, bevor man stirbt, und hat oft eine andere Besteuerung.
Kann man sich eine Direktversicherung vorzeitig auszahlen lassen?
Eine vorzeitige Auszahlung einer Direktversicherung ist grundsätzlich nicht möglich, da der Gesetzgeber den Zugriff auf diese betriebliche Altersvorsorge erst mit Rentenbeginn erlaubt, um den langfristigen Vermögensaufbau zu sichern. Ausnahmen bestehen bei Kleinstbeträgen (ca. 30 € monatliche Rente) oder bei Fehlern in der Widerrufsbelehrung, die einen nachträglichen Widerruf ermöglichen können. Ansonsten kann man den Vertrag nur ruhen lassen, was aber Nachteile bei der Versteuerung und den Sozialabgaben mit sich bringt.
Wann sind Auszahlungen aus Lebensversicherungen steuerfrei?
"Alte" Versicherungen sind steuerfrei
Für alle Lebens- und Rentenversicherungen, die vor dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden, gilt steuerlich folgendes: Die Auszahlung ist steuerfrei. Voraussetzung: Die Versicherung läuft mindestens zwölf Jahre lang.
Wird die Auszahlung einer Direktversicherung dem Finanzamt gemeldet?
Ja, die Auszahlung einer Direktversicherung wird dem Finanzamt gemeldet und ist in der Regel steuerpflichtig – entweder als Rente (Anlage R-AV/bAV) oder als nachträglicher Arbeitslohn, je nach Vertrag und Auszahlungsform (Einmalzahlung vs. monatliche Rente), und wird nach dem persönlichen Steuersatz besteuert, wobei Altverträge (vor 2005) steuerlich begünstigt sein können. Der Versorgungsträger sendet Ihnen eine Leistungsmitteilung, die Sie für die Steuererklärung benötigen.
Wie hoch sind die Abzüge bei der Auszahlung der Lebensversicherung?
Bei der Auszahlung zieht die Versicherung zunächst Abgeltungssteuer vom ganzen Ertrag ab. Deren Höhe beträgt 25 Prozent plus gegebenenfalls Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag.
Welche Abzüge habe ich bei Auszahlung einer Direktversicherung vor 2005?
Bei einer Direktversicherung, die vor 2005 abgeschlossen wurde, hängt die Besteuerung von der Auszahlungsform ab: Eine Kapitalauszahlung ist meistens steuerfrei, wenn der Vertrag die 12-Jahres-Frist und die Beitragszahlung erfüllt, aber Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflegeversicherung) auf den Bruttobetrag fallen an, während eine Renten-Auszahlung nach § 22 Nr. 5 EStG mit dem Ertragsanteil versteuert wird und auch hier Sozialabgaben fällig werden, mit Freibeträgen für kleinere Renten.
Wie hoch sind die Sozialabgaben bei Auszahlung einer Direktversicherung?
Auszahlung der Direktversicherung Wie Krankenkassenbeiträge Deine Betriebsrente schmälern. Basisfall, Verträge ab 2005: Wer noch in eine Direktversicherung anspart und gesetzlich krankenversichert ist, zahlt auf die spätere Betriebsrente oder Einmalauszahlung durchschnittlich 15,7 Prozent an Krankenkassenbeiträgen.
Was ist bei der Auszahlung einer Direktversicherung zu beachten?
Bei der Auszahlung der Direktversicherung werden neben der Besteuerung auch Sozialabgaben fällig. Übersteigt die monatliche Betriebsrente einen Betrag von 187,25 € (Stand: 2025), fallen Krankenversicherungsbeiträge an, die nur auf die Differenz zwischen Freibetrag und ausgezahltem Betrag berechnet werden.
Ist eine Direktversicherung, die vor 2005 aufgesetzt wurde, steuerfrei?
Ja, eine Direktversicherung, die vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurde, kann bei einer einmaligen Kapitalauszahlung steuerfrei sein, weil die Beiträge in der Ansparphase pauschal besteuert wurden (§ 40b EStG a.F.). Dafür müssen die alten Regeln gelten (eventuell durch eine frühere Erklärung), der Vertrag muss eine Mindestlaufzeit von 12 Jahren und das Alter 62 erreicht haben, und der Ertrag der Auszahlung ist steuerfrei, während Rentenzahlungen mit dem Ertragsanteil besteuert werden.
Wie wird die Einmalauszahlung aus der Direktversicherung besteuert?
Eine Einmalauszahlung bei der Direktversicherung ist möglich, wird aber voll versteuert und unterliegt Sozialabgaben, die oft über 10 Jahre gestreckt werden – das bedeutet, Sie zahlen Krankenversicherungsbeiträge auf eine fiktive monatliche Rente, was die Auszahlungssumme erheblich mindern kann. Steuerfrei kann eine Auszahlung nur unter sehr spezifischen Bedingungen sein (z. B. sehr lange Laufzeiten, ältere Verträge) oder durch eine Teilkapitalauszahlung (bis zu 30%) mit Restverrentung.
Ist eine Lebensversicherung, die 2004 abgeschlossen wurde, steuerfrei?
Lebensversicherung bis 31.12.2004 abgeschlossen
Lebensversicherungen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, sind komplett steuerfrei, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind: Der Vertrag läuft über mindestens 12 Jahre. Der erste Beitrag wurde bis spätestens 31.03.2005 bezahlt für diese Versicherung.